Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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233
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Johannen, I. von Brienne, Grafen von Eu, der an. 1294. garlung mit tobe abgieng; Iohannem II. von Brienne, Grafenvon Eu und von Guines, der an. i;or. in der schlacht beyCvurtray blieb, nachdem er mit feiner gemahlin Johanna Grü-nn von Guines Raolphum I. gezeuget. Diefer war Conneta-vlevon Franckreich, und verlohr sein lebenden 18. jan. an.'144. durch einen stich, den er von einer lantze auf dem tur-vier bekommen hatte, welches zu Paris auf dem beylager Phi-«P»i von Franckreich Hertzog von Orleans, eines fohns Phi-«ppi VI. oder Valssii, gehalten wurde. Seine gemahlin Jo-hanna , erbin von Mello, hat ihm Raolphum II. und Johan-nanr gebohren, welche letztere anfangs an Gualterum VI. Gra-nn von Brienne, und nach dessen absterben an Ludovicum vonEvreux verhenrathet worden. Raolphus II. wurde nach feinemvatter Connetable von Franckreich, und an. 1,46. in der schlachtvey Crecy gefangen, und nach Engelland geführet. Als er vonvannen zurück kam, wurde er des lastcrs der beleidigten Maje-stät und der verrätherey überführet, daher ihn der König an.'151. den i 8 . nov. zu Paris enthaupten lassen. Er hat keinenachkommen gehabt. S« Mais. äs I-uxemb. 0«

«ist. äs Lonit. ^0». OKic. äs I2 Lour.

L« <Ls.

brienne, (Lud. Henr. Graf von) siehe Lomenie.

. * Briennius, (Joseph) ein Mönch von Constantinopel,welcher in dem anfang des XV. stesuli florirte, da EmanuelPaläologus Kayser war. Er hat XVIII. Reden über die Drey-bungkeit nach sich gelassen, welche wider die meynung der La-unischen kirche von dem ausgehen des H. Geistes gerichtet'stld, und in der Vaticanifchen bibliotheck zu Rom stch befinden.

, äs concorä. eLsles. O« /V» , bibliork.

Brientt , ist ein schöner flecken im Bernerifchen Oberland,Achter handsam see, (welcher von demselben der Brientzer-see^nennet wird) gelegen. Dieser see mag ungefehr zwey stund>»»g seyn, hat ein schönes klares Wasser. Es wird eine be-wndere qattunq fisch darinnen gefangen, die man Srientzlingstennet. Der flecken gehöret in die Vogtey Jmerlachen.*

Briescia, Breßici, Bresitz, lat. öriscienfis lÄrmn-uns,Ic>IsÜL,-eine Wvywodschaffc in Litthauen, welche gegen nor-» v an die Woywodschafften Novoqrodeck und Troki, gegen we-M an die Woywodschafften Bielsko und Lublin, gegen sü-an Ober-Volhynien und die Woywodschafft Chelm, undWen vsten an die landschafft Rzicza grentzet. Sie wird in diessMeüaneyen Briescia und pinsko getheilet. Die hanpt-uavt heM gleichfalls Briescia, Breßici, lat. Lnleium, liegtN, dem fluß Bug, und hat ein vestes schloß auf einem felsen.Ust Jüden haben aühier ihre vornehmste schule in Europa, da-K auch die davon ausgehende Rabbinen aller orten unter der"Anschafft jn gutem ansehen find. kolonia. *

_ Briesen , ein altes adcliches gefchlecht, welches fleh in Pom-Nn' Schlesien, Laußnitz und Böhmen ausgebreitet. Hein-war an. 1404. Hertzog Boleslai VII. in Pommern Cantz-Frölich von Briefen, . 1 - II. v- und Consistorial-virsÄor»u Min, ingleichen Joachim, Land-Rath und HauptmannCh^ugenwalde, lebte

lebten zu anfange des XVII. stesuli. George

nMoph war an. 1709. Königlich-Preußischer Land-Rath.

°as jähr 1719. florirten in Schlesien Heinrich von Brie-n" auf Kroschwitz, des Weichbilds Buntzlau, Jaurischen Für-ia,.iUrns, hochverdienter Landes-Aeltester; und in dem Woh-ivik'^en Ernst Balthasar von Briesen auf Nieder-Cammek-Friedeborn, Stetin. chron. Poinmerl. K»«-

.^chles. curiof. Grossers Laus. merckw. k. III. x. 44.b Brietius, (Philipp) ein berühmter Jesuit, war zu Ab-i^Me in der Picardie gebohren, und starb an. 1669. im 7°.ydve seines alters. Er ist sonderlich bekannt, weil er an. 1648.ei« Oeosr. vet. ac nov. in III. romis in 4. heraus gegeben,» Ur gelehrtes und nützliches buch, darinnen er aber alleintss' .Europa handelt, hat jedoch von den andern 1. theilen dereben dergleichen beschreibung verfertiget, wiewol er durchden 1 verhindert worden, selbige gar zir vollenden und samthi d-charten, die er lvie bey dem vorigen werck, ebenfallsthun wollen, an das licht zu stellen. Ferner hat er her-rle^ Abgeben souta V1Ä2 koetarum vecsr.; 8)'nt2AM2 äs iis-jzi ^ ; äe Irslia vst. so nova ; Lbronison universale 2

ee'> ^ ^ L. 1666. welches der Jesuit Labbeus angefangen,. "er zum stände gebracht hat. *

st-A?ietzke, eine von den ansehnlichsten familien in dem Für-Anhalt, welche sich auch in dem Ertz-Stifte Trierj„ Melassen. Sie soll stch nebst andern Sächsischen familienbura ^ Marck, allwo ihr stammchaus Brietzke bey Vranden-I.^s ^egen, niedergelassen haben; als der Kayser Henricuszu Sr^uden von dar vertrieben. Sigmund war Dvm-Probstsein Mdenbnrg, und Chur-Brandenburgischer Rath, welchemims.Üblicher bruder in solcher wurde gefolget, der an. i;i;.

^gegangen. Hans George war Oberst-Lieutenant undstch-Mdam zu Comorra in Ungarn. Bartholomaus, Fürst-lcut'j 5 "lmarischer Ober-Stallmeister, starb an. 1647. Va-Land-Rath in dem Ertz-Stift Magdeburg , hat an.risch7/as zeitliche gesegnet. Caspar Friedrich, tst Chur-Tne-iv geheimer Rath, Oberst-Lieutenant und Commendant, wie auch Amts-Hauptmarm über Gnmburg undÄutor, 7/. Theil.

andere ämtek gewesen. Er starb an. ,685. und hinterließ dreysöhne, die waren: 1.) Johann Carl Emmerich, TeutscherOrdens-Ritter und Chur-Trierischrr Cammer - Juncker. 2.)Carl Caspar, Amts-Hanptmann zu Griemburg. JohannFrantz Damian, Ritter des Teutschen ordens, ist an. 170;.mit tode abgegangen. Becm. Anh. hist. k. VII. p. 207. sg.

* Brieux,(Jacobus Moifant äs) ein Lateinischer Poet, von

Caen in Franckreich gebürtig, erhielt die würde eines Raths züMetz, und starb an. 1674. ungefehr im sosten jähre seines al-ters. Man hat von ihm: Origines äs guelguss coürumüsancisnner, und zwey bände von Lateinischen Poesien über ver-schiedene Materien, darunter insonderheit einige LpiZrsmmsf.»sehr astlmiret worden. , jugem. für Iss kost. moäern.

2)via, LrlZa, ist ein schöner , grosser, volckreicher undwohlgebauter flecken in Ober-Wallis, aus der lincken seite derRhone, an dem fluß Saltina gelegen, welcher sür bcn lustig-sten im gantzen Wallrftr-land geachtet wird Es haben die k.

k. Jesuiten ein schönes (.oUeZium allda. Unweit darvon siehet

man noch alte maurstucke und Überbleibsel von dem alten Hel-len-schloß. Dieser flecken nebst Naters und Glyß Ovelchein einem dreyangel liegen,) machen den zweyten zehenden ausdenen sieben in Waüis, und haben an. 1417. mit denen Eyd-genoßischen orten Lucern, Ury und Unterwalden, einen sonder-baren bund aufgerichtet, dessen innhalt bey Waldkirchw zu se-hen (2) Etwann etzie stund von Brig, ist das bekannte Bri-ger-odev Glysser-bnd , in einer schönen lustigen ebene, welchegegen norden mit gahen felsen umschlossen wird. Das Wasserquillet sehr warm zu unterst aus einem felsen herfür, führetviel schwefel und alaun, und gleich darneben entspringt eineiskaltes bächlein. V2lss. p. iz. lg^. (2) E» B. H« L,

l. x. 197. *

* Briganti, (Hannibal) ein Italiänischer IVleäicus, vonChiett, lebte zu ende des XVI. und anfang des XVII. lLcuIi,und schrieb llvertimsncl äl xreserv2rü äi psssilen22; Lvili in-lorno 2U2 xrelsrv22ions e curations äs Norbilli, L äellsVojuols ; Istoria äei Lemplici Lromati. Er hatte auch einentractat von dem Manna verfertiget, welchen er dem 0. Alto-mare nach Neapoli schickte solchen durchzusehen. Dieser aberließ das manuscript ohne des aurkocks wissen und nahmen zudessen grossem Mißvergnügen drucken. Er hat auch unterschie-dene andre manuloripm hinterlassen. V»??,, dikl.

* ZHrigantinus, (Julianus) ein Augustiner-Mönch aus

dem stadtgen Colle in Tofcana, war in der Theologie und beneidlätteris Num2moriku8 wohl erfahren, dabey ein so heftigerund subtiler viss-utator, daß niemand gerne mit ihm anbindenwollte. Er hat noch bey jungen jähren die Theologie an ver-schiedenen orten, als zu Pisa, Rimini, Perugia, Bononien,und letztlich zu Padua gelehret, und ist überall in grosser ach-tung gestanden, sonderlich zu Venedig, woselbst der Rath ei-ne eigene medaiüe auf ihn verfertigen, ihm auch viele anderegeschencke reichen lassen. Endlich ward er zu Padua keätor indem Augustiner-Lollsgio, und gab an. 1649. Lgiäii Lolu-MNN Ilsxasmeron heraus, verfiel aber wegen feines tractats äsLsrtlwäine Lratise Osi L Talukis notlrre in die Inquisition, undwurde, weil er selbigen nicht ändern noch widerrnffen wollte,zu Rom in verhaßt gesetzt, darinnen er nicht lange darnachum das ende des 15; i. jahrs meist vor Harm und gram gestor-ben. , äilk. äs 200. Icript. üuguli. p. 244. leg.

* Brigas, (Henry) wurde zu Warleywood, einem schlech-

ten ort in Dorckshire , ums jähr 1560. gebohren. Nachdem ersich in der Lateinischen und Griechischen spräche wohl geübet,sandte man ihn nach Cambridge ins Lollegium St. Johannis,dessen 8ocw8 er im jähr I?89. ward. Er machte uch durchseine wissenschafft in der Mathematic einen grossen nahmen.Ums jähr 1592. wurde ev zum keÄor Meäicms: ex lunäsüonskinaeri erwehlet. Er ward der erste kector 6eametriL inGresham-Lollsgio zu Londen. Bey solcher bedienung publicir-te er zuerst eine tabelle eines büchleins äs kabrica, äe 5 cri-xticme L uku äuorunr Inllrumentorum 2 v. Lllberto sxsogi-tawrum, UM die larituäirlsm von jedem ort auch in der kür-zesten nacht zu finden. Ums jähr 1609. stiftete er eine genauesreundschafft mit v. Jacobo Usserio, welche sie beständig mitbriefen von astronomischen und chronologischen fachen unter-hielten , und ist gewißlich schade, daß solche briefe verlohrengegangen, zwey ausgenommen, welche in der Svlloge Lpillola-rum Illlsrianarum zu finden find. Als Edward Wrlght eineneue edition seines buchs äs sorrigenäls errorlbur- IN grts N2-viganäi li2Äenu8 2ämilll8gab, machte unser Briggs TgtzuizzDsclinktionib Lclipticse in singulis Araäibu8 , mmutib primizL secunäi8; kroltapliLsrelium 8olis, seguationum Lxhemerr^ämn 80Ü8 ä äsclinarioni» pro gwngue 2nni8 ; h. e. gz,

an. NVL VIII.aä gn. lVIvLXII. inLlusive; item Tgkulab,auarum ops alcmiäinem koli ex allituäine 8te!Iss kolariV ex-guirsrs lissr. Im jähr (6iy. erlangte er auch des HenrySavils keÄursin LeometriL zu Oxford. Bey diesem amtpublicirte er im jähr 1620. pnore8 VI. Iikr08 LIsmentorumLuclyäis lscunäum vetera exemplgria rekituws, ex versionsPatina kriäsnsi Lommanäini, 2 ligu 2 mmulti 8 in loci8 catti-Mts. Er starb tin lahr l6zo den 26. jan. im LoUexioivisrwnenü, nachdem er sein leben fast auf 70. jähr gebracht.

U, Von