Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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243
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bri bro

als genennet wurden,

o-^HI. L 7 --Ä« üb. XXVII. L. 10. *

^ ^rizuela, (Zuigoäe) war an. iz^.zuBcrlangain S»a-«>en gedohren/ und trat im 14. jähre seines alters in den Do-«unlcaner - orden. Nachdem er nun eine zeitlang zu Sala-als krnfeilor küilosopüiT gelebt/ auch zu Rom in demoULgio AlsrliL super Minervum gelehret hatte / ernennte ihn«onlg Phjlippus zum Beicht-vatter des Ertz-Hertzogs Albrechts/! OEM er in die Niederlande zog / und so lange dieser Herr"e/bey ihm blieb/ bey dieser gelegenheit auch VieLiiuR 6 s-ßMiis seines ordens in den Niederländischen provintzen ward.^ hauchte ihn auch der Ertz-Hertzog zu verschiedenen staats-ecrlchtungen , und hat er in wichtigen angelegenheiten etlicheg'Ml nach Spanien gethan / ist auch zu schliessung des still-, ","ves zwischen den Spaniern und den vereinigten Nieder-. nven bevollmächtigt gewesen / und hat die dekräfftigungtractaten aus Spanien geholt. Der Ertz-Hertzog wollte»vm das Ertz-Bißthum Cambray geben / so er aber abschlug /U dagegen nach Albrechts tode an. i 6 rr. sich wieder nachSpanien begab / allwo ihn der König an., 1622. zum Bischoff! 2 egovia, zum Staats-Rath und Präsidenten des Nieder-tki.^en Raths machte. Er legte aber an. 1624. sein Biß-weder / beschenckte seine Dom-kirche und etliche klöster. 'milch, „iid sich nach Madrid / allda er den 2. jan.

^ ^ 9 . im Dominicaner-kloster verstarb,le nk^o/ ein fluß in Polnisch-Preussen/ welcher eine halbe mei-sek ^Echalb Conitz, nicht weit von Schlochen entspringet/ flies-b. ourch dns klosterEvam, und hernach auf die stadt Bram-' scheidet Pomercücn von Groß-Polen, und fällt zwey mei-All 0 "" gedachtem Bramderg in die Weixel. Hartknochs0 r-und Neu-Preussen / üb. I. r. x. s- lrin.

"i- sonrin. c zi. p. 428.

..M-QLäKO-z, ober MOLLstvILü. ist bey den Rechtsge->M"en ej,, sthr bekanntes wort / und werden dadurch entwe-oe dle allgemeinen Rechts-reguln , oder allerhand streitige fra-L,'10 mit einerley Wahrscheinlichkeit bejahet/ und verneinetek-?EA können, verstanden ; wiewol die erste bedeutung udli-, Baldus und einige andere Habenderen erfindnng demes a' M'em alten Rechtsgelehrten des XII. üecuü zugeeignet;Sz.M Eee viel wahrscheinlicher, daß selbige von Bnrchardo,rjcMsslt zu Worms, ihren nahmen haben, welcher unter Hen-M hm das jähr 1008. gelebet, und das Papst!. Recht zuerstc-e ^ >sse lehr-sätze gebracht / so nach ihm stsZuIre LurcÜÄräi-Lrss den Italianern aber, so ihn nach ihrer mund - artden hiessen / örocsräa oder brocarcÜLN genennet wor-

f. Och«-, in preek. aä conüiltat. /lib. II. s. 21.Interpret. srncen. ^ur. Lnnon. lem. 1. eccl.

br 0

24z

L 6.

der^ocardus, (Iacobus) ein Venetianer, oder nach an-zn d Piemont gebürtig, wendete sich von der Catholischendenx ke^Mkestircnden religion, und gab in Holland unterschie-gebens?! . r heraus, darinnen er beweisen wollte, daß die be-rget des XVII. s-ecuü von den Propheten vorher verkün-Ech,.jfMEen. Hierauf wollte er aus gewissen sprächen der H.den, Ä!- thun ' was Philippo II. in Dpanien, dem Kayser,würde Ntzen von Oranien und andern Potentaten begegnenzu Ehe art die H. Schrift auszulegen aufdem 8vnoäo»vie aii^Ewurg verworffen, und Lamberto Danäo ,

siellnna? Martino Lydio befohlen wurde, Brocardo einige vor-ivrack, i« thun, und weil dieser nicht antworten konnte, ver-nein -L-EE von solchen prophezeyungen abzustehen. Er hatte ei-rhrr ^ m^^'Ehen Edelmann, nahmens Segur Pardaillan, wei-der Pä,,a,EMestirenden religion zugethan war, weiß gemacht,den M^tt")e stuhl würde mit ehesten durch einen Protestiren-n>ey,,,M^n über einen Haussen gemorsten werden, daher dieserdem er . wlches am besten durch den König von Navarra,tzm, mj-n!!.,' geschehen könnte, so gar, daß er von diesem Prin-^öfnen ss-n > "E demselben noch seine gemachte einbildnng zugenauern Mwern nur durch Vorstellung des Nutzens, so aus einerzu ziebe» MMundnis mit den Protestirenden Teutschen Fürstente. ^„.. vare, sich zu solchen als Ambassador abschicken mach-erfuhr, M 'Mchdein man den gründ dieser fache entdeckte, undte» drü/pME dieser Edelmann auf seine Unkosten Brocardi schrif-seldst akMMEß, wurde er von vielen verspottet. Brocardusübel trart^M"vde nicht nur von den Catholischen in schriftenderlim T,« t; sondern auch von den Reformirten selbst, son-seinersi^ss dem 871,060 zu Röchelte an. i>8i. in ansehungru erklär-» ^ Prophezeyungen des Alten und Neuen Testamentsvwbm fvü oder vielmehr zu verdrehen, sehr hart angezogen;An „üb letztere lhm zugleich das zengnis eines from-

beaak a^barm lebens bey gelegenheit gerne mitgetheilet,veue /'ch endlich nach Nürnberg, woselbst sich unterschie-!° viel ab-« annahmen; wenn er da gestorben, ist nicht bekannt,n-Eschiedem er noch an. ,;Y4- gelebet. Er hat un.

I"E ichrssten hinterlassen - als : Inrerprsrmionsm n,y.

'jvorum l>?/opneticgm in 6eusslii <L üevlticuM ; üibros cluos,fe pkix„, Msr a6 Lürilliunos äs sropüetia , alter aä HekrseosN"N unk ^ unäo Lävsntu NelÜX; karapkraüi, in äpoes-» ... andere. tksarr. äs 1'Lntecür. k. I. L. 22.

Le/rra, äisguis. Magic. üb. IV. L. I. g.^Nocii^ vom. II. p. 1075.

vrstor.

* Vrochard, (.Michael) ein Abt zu Paris, der vor etlichenjähren gestorben, und sich hauptsächlich auf die Humaniora ge-legt , wie solches der nach seinem tode zu Paris an. 1729. in8. gedruckte Latalogua zur genüge ausweiset. Er hat an. 1728.eine castrirte edition des Horatu besorget: auch anmercknngenüber Poggii Hiüoriam äs Variecate kortunse gemacht, welchenebst andern Oliva an. 172z. in 4. zu Paris heraus gegeben.

rsoru-n«/äe, 17z«. lapt. n. n.

* Brochardus, oder Burchardus, ein Dominicaner, von,Straßb,,rg gebürtig , lebte in dem XIII. lsculo. Man schickteihn in das heilige land, darinn er zehen jähr lang geblieben,und noch an. 128;. war. Als er zurück kam, gab er eine be-schrelbung desselben heraus, welche das erste mal zu Venedigi?iy. gedruckt wurde. H. Canisins ließ dem vierten como sei-ner ssmiguarum üeNionum eine beschreibnng des heiligen lan.des einverleiben, welche nach Brochardi seiner eingerichtet seynsoll. V.'E» bibl. L , Icrixt. orä. I'rTä.

Ernsmus) wurde zu Koue uuf der m-sul Seeland, allwo sein vatter Erasmus Severim Bürgermel.ster war, den z. aug. an. ,;8?. gebohren. Nachdem er dengründ seiner studten theils zu Hause, theils zu Herlofsholm ,theils aber auch zu Coppenhagcn geleget, und an diesem letz-tem orte von dem üeckors zum College» war erwchlet worden,begab er sich an. ,6o;. nach Leiden. Als er sowol daselbstals zu Frhiiecker eine zeitlang seine studien fortgesetzt, kam erwieder nach Hause , und wurde an. 1608. znm Ksökors derschule zu Herlofsholm beruffen. Er stund demselben amte zweyjähr vor, und überkam darauf an. 1610. die kroksllicmsm üa-tino-kseä3A0ßic3m zu Coppenhagcn, an. 161z. aber die krosss-üonsm OrMsm. Da nun seine geschicklichkeit mehr und mehrbekannt wurde, muste er an. ,üi;. wider seinen willen die kw-kslüonem Lbsoloms: annehmen, doch an. ,6,6. wurde ihm dieunterrichlung des Cron-Printzen Chrlstiani anvertrauet, welche erfast 4. jähr verwaltete, und darauf sein amt bey der Universitätwiederum antrat. Er bekam darauf nicht allein ein Canonicatzu Lnnden und Rotschild , sondern nachdem der Bischoff vonSeeland Ioh. Paulus Resenius mit tode abgegangen, wurde eran. ,6;y. zu dessen Nachfolger verordnet. Endlich nachdem eran. 1648. Fridericum 11 t. und dessen gemahlin Sophiam Ama-liam gecronct, fieng er an sich zu seinem ende zu bereiten, undmachte ein testament, darinn er seine bibliotheck der Univer-sität zu Coppenhagcn, und den armen in dem Hospital zu War-low 7000. rthl. vermachte, auch über diß viel arme 8mäio-lc>8 darinnen versorgte. Denn er hatte zwar kinder genü-get, allein der eine söhn und die tochter waren in der kindheit,der andere jöhn aber im 2;. jähre seines alters, da er aus Hol-land nach Engelland gehen wollte, gestorben. Seine schriftensind: HMsma lüeoloZicum, ,

Lpologise speculi Lranäenburgici Loukutatio ; Lxsrcitationssguingne äs lcripwribus ecclesiasticis primi 3 nato 8srvLtorsIsecuü Lc. in äcsäemia Hakn. in tein-

plo üonoris im3Z. 25. inksl. üt. sscit. VIII. p. in

äisrio. äs scriptis Oanorum p. 21. L

aä Ii. I.

Brochmann,(Erasmus Johannes) ein söhn Iohannis Eras-mi, der ein brnder des vorgedachten Casparis Erasmi war, wur-de zu Coppenhagcn den 2;. dec. an. 1626. gebohren. Nachdemer durch sorgfalt seines valtern bruders wohl auferzogen wor-den, und auf der Universität zu Coppenhagcn einen guten gründseiner studien gelegt, auch der schule zu Roskild in der fünf-ten claffe eine zeitlang vorgestanden, begab er sich an. ,647.nach Leiden, woselbst er Scriverium, Boxhornium, Salma-sium und andere hörte. Er gieng darauf an. ,6;o. nach En-gelland, und wandte grossen fleiß an, die bibliothecken zu Lon-den und Oxford zu perlustriren, bis er an. is;2. wiederumNach Holland kehrte, und endlich glücklich zu Hause anlangete.An. 1654. wurde ihm die krokslüo Historiarum auf der Aca-demie zu Sora anvertrauet, welche er auch 6. jähr verwaltete,bis man ihn an. 1660. zum krokellors TüsoloMD nach Cop-penhagen berief. Er starb an. 1664. Seine schriften sind :

Ltüicss liiKoric-e specimen; Diiquiücio äs liistorise Isgirim^nvtis, 6ec. , in Lcaclemia läakn. äiar.

äs scrixtis Oanor. p. ;8- öe ;y. L^s^E sä ü.

I.

Brockau, ein kleiner fluß in der Holsteinischen landschafflWägern, entspringt eigentlich aus zweyen bächen, dem Rehtbeckund Iohannesbeck, welcher letztere vor der stadt Oldenburg vor-bey geht, und nachdem er durch den fte, die Osterbrockaw ge-nannt, gegangen, fließt er in die Ost-see, oder sogenannte Kol-berqerRhede. Danckwerths Schlesw. k. III. s. 6.

Brockbergen, Brobergen, eine adeliche familie in demHertzogthum Bremen, welche von dem Rhein dahin gekommen,Und, nach einiger meynung, erstlich schwinge geheißen, nachqe-hends aber von dem schlosst Brockbergen den nahmen angenom-men. In einer alten geschriebenen Bremischen chronick findetman, daß um das stMr *N4-wltdem Pfaltzgrafe,, am Rhein,Friderico, der Nudolpho I. Marggrafen zu Brandenburg undStade, wider den damaligen unrechtmäßigen innbaber derMarggrafschafft Stäbe, Fridericum, zu E geroa n. , brü-der, Udo, Adeko, und Ricbertus, in das Bremisck e ae öminenvon denen die von Brockdergen und dle von Abw-E ^stammet, ckvhann war an. 1)04. Voigt zu Stade; ein anderer

L r dieses