Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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get, das andere mal, da sie Ludwig von Bayern an. i?48> widerden falschen Waldemar beschützet. Seit an. -641. da die stadlvon den Schweden aufs äusserste verheeret worden , ist sie langenicht mehr in solchem stand, als sie ehedem gewesen, preußi-sche und Brandenburgische ftaals-geographie.

Brrve I» Lsillaräe, eilte nicht gar zu grosse stadt in Nieder-Limvsin, gegen den grentzen vvnQuercy an dem flnßCoureze,weswegen sie lat. Lriva Lurrecia genennet wird. Sie ist einealte stadt, und gedencket ihrer Gregorius Vuronenlis zum öf-tern. Allhier ließ sich Gombaldus, der sich vor einen natürli-chen söhn Clotarii l. ausgab, an. 584. crönen , nachdem erChilperici I. tod vernommen. Es ist in dieser stadt das gerich,1e des Landvogts. Sie liegt in einer lustigen gegend, und sie-het man auf allen feiten angenehme landschafften, welche mitwiesen, Weinbergen, hohen Wäldern und obst-gärten untermischetsind; man glaubt, daß sie daher den zunahmen O-ückaräs be-kommen. lib. VII. biüor. Liane. D«

ant. sie« villes <Lc.

Brix, siehe Brüx.

Brixen, tat. Lrixino, örixina, und örixinum, eine stadt inTyrol mit einem Bißthum unter Saltzburg gehörig, liegt fastmitten im lande an dem fluß Eisack, wo die Nientz hinein fallt,in einem lustigen that zwischen Botzen und Inspruck, und ist al-lenthalben mit hohen bergen umgeben. Es giebt allhier wein-wachs, und wird sonderlich der rothe wein sehr verführet, des.gleichen ist das maffer hier sehr gesund zu trincken. Das m-nsrarium llntonini gedencket eines orts in dieser gegend , derSublabione und Sublavivne genennet worden , und PamusDiaconus setzet auch in dieses revier die Bischoffllche stadt Sa-bio oder Savio, welche vor die stadt Geben gehalten wird,, so10000. schritt von Briren lieget, und von bannen der Bischoff-liche sitz nach Briren verlegt worden; daher man meynet, daßaus den Worten lud 8äbioiie oder sub 8avione, d. i. unter derstadt Savio der nähme Subsavione entstanden , woraus manferner Sublavivne gemacht. Daß aber der alte nähme Brixinogewesen, ist aus dem Plinio und Ptolemäo zu schließen , weildie einwohner dieser gegend örixemes sind genennet worden.Hardwicus , so an. io;z. Bischoff worden, hat die jetzigenmauren gantz um die stadt geführet. An. n?4. und 12z 4. istsie im feuer aufgegangen. Sie ist ziemlich groß , und tst dasBischSffliche schloß, wie auch die Dom - kirche schön gebauet.An. 108°. im jul. hat der Kayser Henricus IV. allhrer e»nLoncilium von ;o. Bischöffen halten lassen, barlnn er prasidi-ret, und Gregorium VII. absetzen , Guibertum, Ertz-Bischoffvon Ravenna aber, der sich Elementen, III. nennete, an seinestelle verordnen lassen. Irin. Oraca». 6e gell.

stongob. c. 16. L zi. in cbron. in

»nnsl. annal. Losic. Brandts ehren - krantzlein.

topoZr. <Lc.

Nrixen, das Bißthum, liegt zwischen dem eigentlich soge-nannten Tyrol, dem Bißthum Tricnt, Venetianischen gebiethund Ertz-Bißthum Saltzburg. Es hat vor alters seinen sitz zuGeben öder Sabiona gehabt, woselbst St. Caßianns ums jährz;o. oder ,60. den Christlichen glauben geprediget, von denHeyden aber nach Jmola oder Forisyla in Italien vertrieben,und daselbst umsjähr,6;. von seinen schul-kindern mit fchreib-qriffeln umgebracht worden. Nach ihm wird ums jähr 424.Lucanus gesetzt. Der dritte Bischoff soll St. Jngenuinus, undder 28. St. Albuinus gewesen seyn, welches aber ungewiß.Dieser soll den Bischöfflichen sitz von Geben nach Briren verle-get haben, wiewol Brunuerus sagt, daß Richpertus des H. Al-buini Lntecessor von Ottone II. in einem schreiben LrixieniisLpilcopus genennet würde. Sonsten wird auch gemeldet, daßsich der ;i. Bischoff Hartwicus, so an. 10,8. diese wurde er-langet , am ersten nach Briren gesetzt. Unter fernen Nachfol-gern sind sonderlich berühmt der 46. BischoffBruno, ein Grafvon Kirchberg, so das städlgen Brauncck erbauet, und an. 1288.gestorben. Ferner der 67. Nicolaus Cusanus, ein Cardinal,so an. 1464. gestorben; der 69. Melchior von Meckau, ein Oe-sterreicher und Cardinal, so an. 1509. gestorben, der CardinalAndreas von Oesterreich, so an. 1600. gestorben, welchem Chri-stoph Andreas Freyherr von ispaur und Voller, und diesem an.i6iz. Ertz-Hertzog Carl von Oesterreich succediret. Der Bischoffallhier ist ein Fürst des Reichs, der auch in dem weltlichen völ-lig zu gebieten hat: jure LävocsriT aber und anderer Ursachenhalben zur Grafschafft Tyrol gehöret, und daher von dem Hau-se Oesterreich gegen das Römische Reich cum onere vertretenund eximiret wird. Zum Cammer - Gericht contribuiret dasBißthum selbstcn. Die Kayser Ludovicus I. und IV. Conra.dus I. Otto 1. Henricus IV. und Fndencus I. haben diesemStift unterschiedene gnaden - briefe ertheilet, und der KayserHenricus vu. hat zur zeit Bonifam VIII. die HerrschafftVel.des in Crain mit aller zugehör nebst der tnsul bey Unser LiebenFrauen in Wert genannt, hierzu geschencket. Vormals führ-ten die Hertzoge In Bayern das Erb-Marschall - die Hertzogein Kärndten das Erd-Cammerer - die Hertzoge von Meran dasErb-Schencken-und die Hertzoge von Schwaben das Erb-Truchses-amt. Die jetzigen ämier des Stifts besitzen die Ba-rons von Welsperg als Marschalle ; die Grafen Colonna vonFelß als Cämmerer; die Grafen von Thun als Schencken ,und die Grafen von Wolckenstein als Truchses. Es habenauch noch viele andere adeiiche Personen , ja selbst das Hau-

bri

Oesterreich einige güther von diesem Bißthum zur lehn. Da-Dom - Capitul bestehet aus 19. L-mvnicis. Aerrop.

tom. I. , in 8an<cki8 Lavarire. , ann-rl.

Brandts ehren - kräntzlein. rop. X. k. üb.

III. c. 16.

s Briren, das Bißthum. Der 85. Bischoff war Sigis-mundus Alphonsus, Graf von Thun, starb an. 1677.

86. Panlinus Mairs, starb den 29. sepl. ,68?.

87. Joh- Franciscus Khuen, von Auer und Belast, starb an.

1701.

88. Caspar Jgnatins, Graf von Königl, Freyherr von Eh-

renburg in Tyrol.

* Brixia, ( Anton. 6s) ein Dominicaner aus Brescia, da-her er auch den zunahmen erlanget, ein treflicher Prediger, undvon grossem verstände, ward Inquisitor der ketzereyen in sei-nem vatterlande, starb aber, als er ein gewisses gebäude bese-hen wollen, durch einen falschen tritt und nach sich gezogenenfall, an. 1498. Er hat sehr gelehrte 8ermonss geschrieben,und wie Rovella -»6 an. 1498. aus Vinc. Raccaliö anführet,8ummam Lslunm LonlcientiX ; ingleichen Tr. aäversus tuere.

lss sui tLMporis. Ka22»«7 p. 2Zi. /.»/,,

aä an. 1492- , Icripr. O. ?. tom. I. p. 8y2.

* Brixia, (Jacobus 6s) ein Dominicaner aus Brescia ,

und lnguitiror Oeneralis daselbst , war sehr eiferig in der re-ligion, und der erste Urheber des sehr heftigen streits , welcheran. 146z. zu Rom vor Pio II. und sämtlichen Prälaten zwi-schen den Franciscanern und Dominicanern über die frage:Dtrum stmZust Lkristi essulus in Lluce permanlerit Person»Verbi acijunclus, ut corpus ejus in sexulcbro ei6em perlon»b^pystacice conjnnLInm permanstt , drey tage lang ventili-ret worden. Dann weil Jacobus 6e Marchia, so ein Fran-ciscaner war, in seinen Oster-predigten zu Brescia mit ein-brachte, das am creutzes-stamm vergossene blut Christi sey wäh-rendem triäun Morris mit der Gottheit Christi nicht vereinigtgeblieben, und die zeit über auch nicht anzubäten gewesen, n>ließ ihm 6e Brixia deswegen unter bedrohung der Inquisitionbedeuten, daß er solche irrige meynung widerruffen sollte, wel-ches er aber nicht thäte, da denn zwischen beyden parteyen soviel streit und erbitterung entstanden, daß sie einander vor ketzefschalten, und Pius II. nöthig fand, die fache vor seinem Tri-bunal ausmachen zu lassen, wohin 6e Brixia als ein scharst»Verfechter seines streit-handels auch mit abreisete, und einer vo»den dreyen seines orvens war , welche wider eben so v>eiFranciscaner über obgedachten lehrsatz bisputiren sollten.verlaufdarvon erzehlet Gvbelinus Lommsntsr. XI. ausführlich^auch handelt darvon serm. in karaLeve.

7 Koste uursT 1 r. ;. gu. ;o. /.opes, k. III. lib. Ick'c. 2. a6 an. 1462. rkestruw

р. 687. , script. o. k. tom. I. p. 822. feg.

* Brixiana, (Laura) wird von etlichen Brescia genennet'

war aus Welschland gebürtig, und ein gelehrtes frauenzimwevwelches die Lateinische spräche wohl verstünde, und einenten schrieb ; Jacob Philipp Thomastus hat verschiede^/von ihren briefen heraus gegeben, kohbist. ckb-

с. 24. , panäsÄ. LranäenburZ. p. 740. '

oent. fcem. illustr. p. steg.

Brirms, (Germanus) von Auxerrc, war Lanonicus zuris. Er war in den sprachen, und vornemlich in der Gri^,jsehen sehr wohl erfahren, übersetzte auch den tractat ChroM^6e Lxiscopatu 8aser6otio und etliche andere stücke ins LAi 2Nische. Mit Thoma Moro gericth er in streit, welcher st>'-poetische beschreibung von dem gefechte, welches ein Frani^sches schiff wider zwey Engelländische gehalten, mit grossertigkeit angegriffen, doch so, daß man nrsach hatte zu glauo)Vxdie eifersücht wegen des ruhms in der poeste habe nochdazu beygetragen, als der Verdruß, daß die Franzosen die tap>keit ihrer see - leuthen gegen den Englischen so sehr erlsso^Brixius machte auch noch ziemlich gute Griechische verst' ^welcher sprach er Marcum Musurum und Janumin Italien zu lehrmeistern gehabt, und sonderlich mit demtern die Griechische Poeten fleißig gelesen hatte. Sonsten'^,Brixius in seiner jugend immer sehr freygebig gegen die M ^te, und hatte sowot auf seinen reisen , als in FranckE'^sehr kostbar zur Mahlzeit zu tractiren gepfleget. Aberannahendem alter verfiel er in eine sehr schlimmeley, daß er fast alles zu fürchten und zu beargwohnen lw.st-auch mehr als vorher an seinem geld hienge; daher aum Ul-rich als er mit dem Hofe zu Blois war, 'und ihm etw , ^„ßwendet worden, er im Wegzug vom Hofe gen Paris vor i'^,,4darüber nahe deyChartres ums jähr 1550. soll gestorben'j^kwiewol jedoch Scävola Sammarthanus, der den besten i"-davon hat haben können, von dieser letzter», absonderUw^s-fache nichts gedencket. elo^. c. r;o.lib. I. Lc. * ^syl

Brtzo, eine göttin der träume, wurde sonst in ^vftrN,Delos angebätet, und pflegte man ihr kleine schiffgen ru^ge,die mit allerhand fachen , ausgenommen mit filmen 'füllet waren. Der nähme kommt her vom GnechilM^' fll-

so von dem harten und schweren schlafen, x«ches gemeiniglich auf vieles essen folget, gebrauchthero auch bey den Griechen die träum - deuter eoe»