bru
Hoya, die eine meile von einander liegen, und vor alters eineGraffthafft zusammen gewesen sind, zwischen Bremen undNienburg. Zu Alt-Bruchhauscn gehöret das amt Sieck, zuNeu-Briichhausen das aint Harpstatt. Als die alten Grafen?n Bruchhaufen adgiengen, kam Harpstätt an ihre nächste an-verwandten, die Grafen zu Oldenburg. Doch eroberte an.'4;o. Graf Johannes der streitbare zu Hoya das schloß Harp-statt, und Graf Dietrich zu Oldenburg muste es an. 14;-. wie-der an sich kauffen, welcher kauf an. 1458. bey demheuraths-contraet Graf Moritzens zu Oldenburg mit Catharina zu Hoyadekrafftiget worden, wie und wenn aber das amt Alt-Bruch-hausen und Sieck an die Grafen zu Hoya gekommen, ist un-bekannt; dieses hingegen gewiß, daß bey dem an. i;8r. erfolg-ten abgang der Gräflichen linie, Alt-Bruchhaufen an das HausLuneburg gefallen, und Oldenburg auch Neu-Bruchhaufen vonden Hertzogen als ein Gräflich Hoyifches lehen empfangen müs-sen, welches noch an. i6;o. Graf Anton Günther zu Olden-burg durch seine Gesandten gethan. Luca Grafen-saal. p.?42. Hamelmanns Oldenb. chron. p. 174- iy 4 - ; 6 y.
^Bruchsal, eine stadt im Bißthum Speyer an dem flusseSaltza disseit des Rheins gelegen: hat ein schönes schloß, wel-ches die gewöhnliche residentz der Bischöffe von Speyer, und an.rrvo. erbauet worden ist. Es ist allhier ein Reichs-freyesStift, so von Odernheim hieher verlegt worden. An. 1676.haben die Franzosen diesen ort in brand gesteckt. Beschreib,des Rheinstoms, x. 778.TV-Esto-A accur. geogr.
Bruck , lat. kons gruk, ein schönes städtlein im Argowwn fluß Aar, über welchen hier eine hohe steinerne brücke ge-het. Es ist gantz wahrscheinlich/ daß dieser ort, nach zerstö-rung der alten stadt Windifch, wegen bequemlichkeit des Aa-ten-pgffes, aus den rninen wiederum auf-und angebauetWorden, worzu die Grafen zu Altenburg, nachmals von Hab-wurg, (welches schloß nicht weit von der stadt auf einem hu-Rl iiegs> «veifels-frey allen Vorschub gethan haben, Massendas städtlein jederzeit in ihrer beherrschung gestanden, und an.*r;o. von Graf Gottfried zu Lauffenburg, der mit seinem vet-ur>, Graf Rudolph in krieg gestanden, eingenommen und ge-plündert worden. Hertzog Leopold von Oesterreich hat selbigesK- izrz. dem Graf Eberhard von Nellenburg um zoo.marckAVer verpfändet. An. 141;. ist es mit dem übrigen ArgowN die stadt Bern gekommen. An. 1444. ist es von Thomas,Aeyherrn von Falckenstein und Bechburg bey nächtlicher weile""t list und solches zwar auf eine unredliche weife eingenom-men , ausgeplündert und verbrannt, auch der Schultheiß Ef-xager und die vornehmste bürger als geisseln mit nach Lauffen-"stg geführt worden. Es hat seinen Schultheiß und eigenesMtnent, so in klein und grossen Räthen bestehet. Der Sckmlt-W muß alle zwey jähr zu Bern, im nahmen der stadt die(Avignng ablegen, so gehen auch die appellationen nach Bern.lib. VII. 9. 206. äsksript. Hslv. 9. ;6i.
ckron. mksr. ?. I. sä snn. i;2;. psg. m. 66;. L ?.tz' akl snn. 141;. 9. m. 7;;. L k. III. sä snn. 1444- 9- m. 6iZ-ckroa. mlstr. resp. Helvek. 9.
0.,,.Bruckberg, ein dorf nebst einem vesten schlösse im Für-Brandenburg-Anspach. Der an. 172;. verstorbeneMas Wilhelm Friedrich, kaufte solches an sich, und wied-bel^^rum beständigen aufenthalt seines Printzen Carl Wil-^ Friedrichs.
(„Bssuckhufen, Brockhusen, eine von den ältesten adelichenlegen " ln Pommern, deren güther in dem Stetinischen ge-laae* Frantz, Dänischer Oberster, starb an. r; 68. in demriK>. ^ Wartburg. Claus, so um das jähr 162g. Pomme-fvxV7. Oberster und Hgf-Marschall gewesen, hat seinen stammCzL.Mt. Eiter von Brnckhausen war an. 1687. Chur-EkAlstcher Cammer-Iuncker, und Ober-Forstmeister. An demm fforiret ein adelich geschlecht, Merwick von Brock-ay , von welchem Johannes, als Abt zu Abdinckhofen,m'„^4. dcis zeitliche gesegnet. st/rcr^/. Pommerl. Span-Adelst,, x. II. 6. 8. ?. II.
land^^ 01 ?LKI, dieses berühmte Teutsche volck hat oft sein^ nahmen verändert, II. 105. Xa-
' ViiNLMr. säLonllsnt. und ZVrcstr«, snn. I. 60. nen--, ^Uteros; 8räo»ir« , c?/ar,äm« 5 «, äs IV.
Hr«,« 77 nor. 4; 1. und Ära/o, VII. 9.446. Luäteros.
ll. 11. Lulscteros: Die /ersterarra Luremros,
cjq, - chs und Lrueiurns. 5 «/ssstr«, ^/e«a«ärr»»k Lrictervs. Le-^eii ^vr. stnZIor. V. y. und , in vits 8. Zoni-
ll. i,.' ^orucluLrios, ingleichen Lruistusrio«. Papst Gregorillsbriefe an Bonifacinm Lorteros oder Lortstsros.
monumsnt. ksäerborn. p. ;y. I'/,/-Ae I. r6. WIN. II. p. ;?4- Ob derselben nah-
dvg ^ bcn brächen und Morästen, darinnen sie gewöhnet, oderAch, ."ducken, welche sie darüber gebauet, herkommt, istbifle "nacht, aber beydes wahrscheinlicher, als wenn ei-Nvr. ^^cnnen, es hiesse so viel als bruder.
, M. inkex , comment. sä Tscit. äs mor.
Je„e Sie wurden eingetheilet in Ninores und INsjores:
ichen längst der Lwpe bis an den Rhein gewohnt, zwi-
V 7^ "' olsrlis und äencwns. I. L. 8 rr«öo l.
cnor. Oerm. ;2. Die Mzores Werden also «N
" uor. Theil.
bru
2;;
dem Ursprung der Lippe, und gegen den Teutoburgischen Waldzu, gewöhnet haben. , 6erm. am. II. I
FE, I. c. not. 6srm. snt. IV. ;. I. e. L
sä snn. p. 14. leg. c?eFar,r«, not. orb. snt.
II. ;. 46. feg. I. L. p. 60. Unter
den Römern hat Drusus sie am ersten st. II. 742. angegrif.fen. Dieser ließ einen canal zwischen dem Rhein und der As-sel graben, um einen weg, mit der flotte in die Süder-see zukommen, zu machen. Durch diese segelte er in das offeneWelt-meer, bemächtigte sich derer an der küsten gegen nord-ost gelegenen insuln, und lenckte hernach mit seiner flotte iudie Ems. Nrnäs I. 0. v. 447. Die Friesen waren auf desDrusi fetten, und fielen die Bructercr auf der andern feite an,sonst wurden sie wol sich des Vortheils bedieltet haben, alseinsmals dre Ebbe machte, daß die Römische flotte im trocke-nen sitzen blieben. Es kam auch zu einem wessen zwischenbeyden flotten auf der Ems, darinnen die Römische den siegerhielte, aber wegen des herannahenden winters sich zurück de»geben muste. vn. x. 444. Li», istv. n. 544. Mascousgeschrchte der Teutschen, III. 14. L. n. 74; kam Drususwieder in das land der Bructerer an Rhein, schlug eine brü-cke über die Lippe, und weil er kernen widerstand fand, indemdie Sicambrer und Usipeten wider die Catten zu selbe gezogenwaren, rückte er fort bis an die Weser, kehrte hernach mitgrosser gefahr zurücke, und bauete im angesicht der Bructe-rer an dem zusammen-flusse der Elfe und der Lippe die vestungAlifo, oder das heutige dorf Elfen im Stifte Paderborn. L,s1 . c. /«/st« OL/es«e«i, äe proäigm I. i;r. MassoU 1 . o. III.15. Endlich wurden sie st. II. 757. von dem Tiberio bezwungen.
I. L. Mascou I. c. III. 22. Allein, als dieTeutschen den Darum mit seinen ;. legionen niederhauen woll*ten, kamen die Bructerer auch darzu, und eroberten den adlerder iy. legion; da st. L. 15. Germaniens die Marsen überfiel,und dieselben unbarmhertzig niederhauen ließ, beschlossen der-selben nächste nachbarn die Bructerer, Tubanten und UflpeterGermanico auf dem ruckwege aufzupassen, wie er sich denn auchnicht ohne gefahr durchschlagen muste. lac-st««, 1.Masco» 1 .0. IV. 2. Im folgenden jähre überfiel sie Geringnicus in ihrem eigenen lande, welches sie selbst durch sengenund brennen ruiniret hatten, damit die Römer keinen aufent-halt darinnen finden sollten, bis Germaniens L. Stertiniumwider sie schickte, der sie zu paaren trieb, und unter der beuteden adler der 19. legion wieder fand. 71 -cst«,, snnsl. I. 60.logg. Masco» l. 0. III. 5. st. L. wollten sie den Ansiba--riern wider die Romer beystehen, weil aber Avitus ihnen dro,hele, sie mit strumpf und stiel auszurotten, wenn sie es thäten,liessen sie sich abschrecken. Twst«,. snnsl. XIII. 5;. Masco»I. c. IV. ;4. Als zu den zeiten Vitellii Cl. Civilis rebellirte,waren unter andern Teutschen völckern auch die Lruüsri feinebunWenossen, und hatten unter sich die berühmte Wahrsage-rin Velleda, welche unter den Teutschen so viel ansehenhatte, daß sie nebst Civili den gantzen krieg dirigirte. T'««-er«, still. IV. 2i. Masco» I. c. IV. 44. Vestrlcw Spurinnäwurde eine sieges-säule auf befehl des Kayfers aufgerichtet, weiler einen König der Bructerer mit gemalt in stin Reich ge-setzt. ?/,». exiü. II. 7. Weil es zu Plinii zeiten geschehen,und Spurinnä schon unter Ottone General gewesen, muß esunter Domitiam oder Nervä regierung geschehen seyn. Denndaß es unter Trajano nicht geschehen, erhellet daraus, weilTacitus äo morib. Oerin.der dieses buch im ersten jähreder regierung des Trajani heraus gegeben , schon von der Ver-tilgung der Bructerer schreibt. Es haben nemlich die Lsts-msv! und LnZrivsrii mit gutem willen aller benachbarten völ-cker die Bructerer überfallen, mehr als 60000. niedergemacht,und derselben land eingenommen. Doch ist die nation nichtso gantzlich ausgerottet worden, wie Tacitus I. c. vorgiebt,sondern sie haben sich vielmehr höher herauf an den Ober-Rhein gezogen, in das Hertzogthum Bergen, und den We-ster-walb, zum theil auch nach der Weser und dem Hartz, woman sie in spätern zeiten antrift. , äs IV. Lonll
stau. V. 449. ^ tam. I. rer. strsnc. XVIII- r.
Junckers anleitung zur mittlern Geogr. II. i. 9. 84.
^rr«, Lsrm. sM. III. i;. c?e//a«k«, not. sä ?Iin. exiit. »-7-sä Vssit. I. c. Calvörs Nieder-Sachseu, k- 1 -stst-I. c. p. 6. stVe«/ä ^kst/»Zst«, not. 6erm. inker. 9-19-^. kssa-scou I. c. V. 8- Doch wollen einige, als wenn sie sich überder Weichsel begeben, und die Ulmigero« oder NuimeruZo«vertrieben hätten , davon das land den nahmen »orulsts oberPreussen bekommen. com. aä Vsc. äs mor. 6erm.
sntio. koruks. II. ^ in listn
Lurop-s sust striä. III. Imperst. 29. spuä wm. II.
scriot. 6erm. p. 74. 8^/?^/st" ,^stulrnsä. II. spuä
ssriot. p. ;I7. Es hat aber jeder von den angeführten »ilio.risis andre umstände von dem marsch derer Lru<sterorum inPreussen, daß man desselben ungrnnd lercht sehen kan, wel-cher auch weitläuftiger an tag gelegt wird von Hartknoch Alt-und Neu-Preussen, stb. leg. Sie sind also in Teutsch,
land geblieben, wo sie Constantinus N. angegrissen, ihre Für-sten gefangen genommen, unzehlrge Personen erschlagen, unddie übrigen in emem kampf-jagen den wilden thieren vor-werffen lassen. Welche unmenschliche grausamkeit in denenihm zu ehren gehaltenen Ivb-reden als ein Mittel, die TeutschenA r völcker