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völcker im zäum zu halten, gerühmt wird, weil sie zu kriegs-diensten wegen ihrer untreu, und zur knechtschafft wegen ihresunbändigen Wesens nicht tüchtig waren. LEsM,, x. 2. L».
, paneg^r. VI. ic>. 12. i». paneMr. IX. i8-
Masco» I. c. VI. 15. Doch sind sie nicht völlig ausgerottetworden, sondern man findet, daß sie bisweilen unter denKayserlichen haus-trouppen gestanden. Die kriEeri warenschon dazumal ein theil der Francken, und werden auch inden folgenden zeiten noch darunter begriffen. Masco» I. c.V. 8- ^ , tom. I. rer. kranc. II. l. II. Doch ist ihr
»ahme nicht eher erloschen, bis die Sachsen oder Westphalenihre herrschafft bis an den Rhein ausgebreitet, und der Bruc-terer land sich unterwürfig gemacht, welches an. 694. oder zuansang des jahres 695. geschehen. V. 9.n«r.6erm. ant. IV. ;. p. 2«8> I. c.
I. L. XVIII. i. Junckkk 1 . c. , clsss. äe not.
vet. 6erm. poxul. II. 6. Das gedächtnis der Lructeroiumsoll noch an dem schlösse Brog, oder Bruch, oder Broich,oder Broick, so am Rhein liegt, und denen Grafen gleiches«ahmens zuständig ist, gesehen werden. Juncker I. 0. inglei-chen an dem Brockersberge. Cawör k. I. Nieder-Sachsen,I. ?. 6.
* Brudenel, ein vornehmes gefchlecht in Engelland, wel-ches eine sehr lange zeit seinen Haupt-sitz zu Dcane in Nort-hamptonshire gehabt. Robertns Brudenel war unter Henri-ei VIII. regierung Ober-Richter in dem Gerichte, Lommoo-r> 1 e 38 genannt, und zeugte mit Margaretha, einer anverwand-tin und miterbin des Ritters Bertine Entwvfel, Vicvmte vonBrickbee in der Normandie, Thomam Brudenel. Desselbensöhn, Robertus, hinterließ Thomam, welcher von Iacobo I.«n. 1612. zum Baronet, und von Carolo I. an. 1627. den -6.april zum Baron Brudenel von Stanton-Wivel in Leicesters-hire gemacht wurde. Die grosse treue, so er gegen den letzt-rrwehnten König bey der innerlichen unruhe blicken ließ, ver-ursachte, daß ihn die widrige partey mit einer beschwerlichengefangenschafft belegte. Als aber Carolus II. den Englischenthron behauptet, erhub er ihn an. »66». den 20. apr. zumGrafen von Cardigan. Er starb an. 1664. und hatte seinensöhn Robertum zum Nachfolger, welcher sich erstlich mit Ma-ria , einer tochter Henri« Constable, Vicomte Dunbar, undhernach mit Anna, einer tochter Thomä, Vicomte Savage,verheurathete. Jene gedahr ihm eine einzige tochter Mariam,die dem Grafen von Kinoule beygeleget wurde; mit dieser aberhatte er einen söhn, Franciscum, und drey töchter, davon An-na Maria Franciscum, Grafen von Shrewsbury, CatharinaJohannem, Grafen von Middleton, und Dorothea CarolumFane, Grafen von Westmoreland, geheurathet. Der söhn,Franciscus, Lord Brudenel, starb bey seines vatters leben,und hinterließ von Francisca, einer schwester Jacob» Savile,letztem Grafens von Sussex aus diesem geschlechte, folgendevier kinder: 1.) Georgium, von dem hernach. 2.) Mariam,welche Richardum, Vicomte Molineux, zum gemahl bekom-men. Annam, die erstlich mit Johanne, Lord Bellaßisevon Worlaby, hernach aber mit Carolo, Hertzvge von Rich-mond, vermählet lvorden, und an. 1722. gestorben. 4.)Fran-ciscam, welche anfangs dem Grafen von Newburgh in Schott-land , und nach dessen absterben Richards, Lord Bellew in In-land, ehelich beygeleget wurde. Vorerwehnter Georgius Bru-Lenel wurde nach seines groß-vatters an. 170;. erfolgten» tobeGraf von Cardigan, Baron Brudenel von Stanton-Wivel undBaronet. Er trat an. 1708. von der Catholischen zur Prote-stantischen relrgion, und starb an. 17;-. den 16. jul. nachdemihm seine gemahlin Elisabeth, eine tochter Thomä Bruce, Gra-sens von Äilesbnry, zwey söhne und so viel töchter gebohren.
cvWL. rom. I. p. 201.
Brück, ist der nähme unterschiedener feiner städtlein in denOesterreichischen landen; als da ist r.) Brück an der vöckla,so auch Oolcklabruck genennet wird, eine von den sieben Lan-des-Fürstlichen städten in Ober-Oesterreich, nicht weit von At-ter-see an den Bayerischen grentzen; 2.) Brück an der Leu-1ha in Unter-Oesterreich, vier messen von Wien, so hart mitUngarn arentzet, auch wegen des guten Weinbaues und grossenviehmärckte berühmt »st. Es gehört denen Grafen von Harrach;
Brück ander Muer, in Steyermarck, 6. messen ober-halb Grätz gelegen. Li/. wx. LMr.
Brück, eine stadt im Ehur-Sächsischen kreis »md amt Bel-tzig gelegen, nahe an der Mtttelmarck. Ihren nahmen soll sievon denen Niederländern, so Albertus Urkus aus dem Mani-schen stamm dahin gefetzet, bekommen haben , wie auch ande,re städte daheruin, als Kemberg, Nremeck und Aachen.
Meist,, chron. p. 90.
Brücken, schloß, Herrschafft und flecken in Thüringen ander Helm, und in des amts Sangershausen bezirck, bey Wall-hausen gelegen; ist Chur-Sächsischer Hoheit, und denen vonWerther zuständig.
Brückenau, eine kleine stadtim Stift Fulda, am WasserSmna zwischen Fulda und Reineck.
* Brückner, (Hieronymus) ein Rechtsgelehrter, war zuLeipzig den 16. avr. an. 1582. etliche wenige tage nach seinesvatters tode gebohren, und legte in seiner jugend jb guten gründ<u den studien, daß er in dem 16. jähre seines alters die Aca-
demie zu Wittenberg mit nutzen beziehen konnte. Als er nunohngefehr ein jähr auf derseloigen zugebracht, kehrte er wiedernach Leipzig, wurde allda an. »6oi. kstssoloplstN Magister,und war willens, der Theologie sich nunmehro völlig zu wied-»nen, welches ihm aber von seinen anverwandten mißrathenwurde. Hierauf legte er sich zu Marpurg drey jähre an/ die Ju-risprudentz, setzte aber doch auch die Theologie nicht völlig bey-seits, und that sodann an. 1604. mit einem Westphälischer»Edelmann eine reise nach Franckreich und Spanien. Nach die-sem wollte er sich auf der rück-reise zu Speyer bey dem Kayser-lichen Cammer-Gerichte ein wenig in der xraxi versuchen, undhatte dabey so besondern fortgang, daß er deswegen an. 1606.zn Basel die würde eines voÄmis annahm, und sich hiernächstwiedrum bis in das dritte jähr zu Speyer aufhielt. Nach ver-fliessung dieser zeit bekam er fast auf einmal drey verschiedenevoL3tione8, als, zum Assessor«» am Cammer-Gerichte, zumFürstlich-Würtembergischen Rath, und zum Svndicat nachErfurt, da er denn diese letzte stelle crwehlte, und seit an. 1609.so rühmlich verwaltete, daß er an. 1616. wider sein vermuthenauch zum obersten Rathsmeiker in dieser stadt, ingleichen zumSachfen-Weimarischen Hof-Rath von Haus aus bestellet wurde.Er starb nach einer langwierigen kranckheit den 27. may an.1645. und hinterließ nur einen einigen fohn, von dem der fol-gende artickul handelt. Seine schriften sind: ve<Mcmes nov-eMololimse, die er aus dem Französischen des Gerh. äe May-nard ins Lateinische übersetzt, und nicht nur mit einer präfa-tion, sondern auch mit einigen andern zusatzen vermehret; undeine oratlvn, die er als von Schweden ernennter kro-Oncel-Isriu8 bey einer in Lsc. Neä. zu Erfurt an. iü;4. angestelltenPromotion gehalten, und welche hernach dem Tropst-xo Her-met. Hippoorat. x. 146. einverleibet worden.
Lrkorclig literata, L. II.
* Brückner, (Hieronymus ) ein söhn des vorigen, war zuErfurt den 26. aug. an. 1614. gebohren. Nachdem er zu Hausedie Humaniora zur gent'ige erlernet, schickte ihn sein vatter an.i6;o. nach Leipzig, da er sich denn mit einem besondern eifckaufdie Rechtsgelehrsamkeit legte. An. i6;2. kehrte er wiedernach Erfurt zurück, und that sich allda durch einige Disputstiones hervor, gerieth aber auch wegen der letzten, die er amKöniglich-Schwedische erlaubnis lme 1'raMs vertheidigt, m»der Universität in einigen streit, und besuchte hiernächst ami6;z. d»e Academie zu Leiden in Holland, woselbst er sich in dredrey jähre verweilte, und sodann die vornehmsten örter sowo»in den vereinigten, als in den damaligen Spanischen Nieder-landen zu besehen, gelegenheit nahm; endlich langte er an-i6;6. zu Erfurt wieder an, erhielt auch allda an. 1642. da»bürger-recht, und wurde folgends an. ,645. von dein HerMin Gotha Ernesto zu dessen Hof-Rath von Haus aus bestellet /weil ihm sein weitläuftiges hauöwesen nicht gestattete, sich umseiner familie nach Gotha zu wenden. Er starb den 6. aug»an. 1656. im 42. jähre seines alters. Seine oben erwekMund ziemlich weitläuftige Dissertationen sind betitelt: LxM'natio resxonfi iirÜMis, guoä e Aarciani lib. II. II. s istacLipicntiL 15. cis auÄ. <L cons. tut. 6t our. relatum cleiimst/"iiikus illultrium aliguot coutroverfiarum commoäo inkervN -kofitlonos ex materia IrausaLlouis; und I'oütiones etionum materis. Von seinen söhnen, Hieronymo, GeorSsHenrico und Wilhelmo Hieronymo, stehe die folgende arttcru"Lrkorclia literata, k. II.
* Brückner, (Hieronymus) ein söhn des vorhergehend^gebohren zu Erfurt den ,6. febr. an. 16,9. wurde, so la"»sein vatter lebte, zu hallst unterrichtet, nach diesem aber « '1657. auf das (Ixmrmlium nach Gotha geschickt, da er r'-in kurtzer zeit so gute prvgressen »nachte», daß er an. 1658. Uallda verstorbenen ältesten Printzen Johanni Ernesto am .Fürstlichen schlösse zu parentiren erwehlet wurde. Hierauf äst'^er an. 1659. nach Helmstädt, und an. ,66o. nach Leipzig,auch ferner an. 1662. eine reist nach Holland und Enge»«'.und wurde nach seiner Wiederkunft an. 166;. dem F»E'<1Gothaischen Gesandten auf den Reichs-tag nach RegeE'^mitgegeben, da er denn als 8eoretariu8 wegen Weimarprotocoll führte; wiewol man ihn wegen allzu grossen aufw" ^nicht lange darauf wiedrum nach haust berief. In dem §genden jähre ward er steLisiMarius in der Syndicat-stmErfurt, behielt aber diest bedienung nur fo lange, bis wst^r-Hertzog Ernestus zu Sachsen-Gotha verlangte, die jungeschafft in der Historie, Politic und den Rechten zu unterw/'^.Er verfügte sich demnach an. 1665. »»ach Gotha, begleit«1666. die demeldte Printzen nach Tübingen, woselbst erallein denselben die ihm aufgetragene lecktioE ordentttcvsondern auch noch einigen andern von Adel Struviiifm.^,Oivilis erklärte, lernte anbev das Italiänische und Spnnließ sich ferner bey der dasige'n Juristen-Facultät xwüori8 examiniren, u»»d hielt sodann an. 166g. ferne rmrionen» iMuZuralem, ob er gleich die gedachte wuroeerst an. 168». und zwar auf Unkosten des Hertzogs vv" .nnngen, angenommen. Nach dresem begab er. sichPrintzen nach Genf, übte sich allda besonders m der Aschen und Englischen spräche , durchrelsete mich e ch ides Savoyistben gebieths, »nglerchen von Dauphrm,kehrte hernach auf erhaltenen befehl an. 1669. wledrumGotha zurück. Nicht lange darauf reisete er auch