Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
265
JPEG-Download
 

bru

>. Arunner, oder prunner von Vassltsberg, eine adelicheI-"ss6le in der Steyermarck, von welcher Henricus ein verwand-ler Eberhardi, Grafen zu Waldsee, an. i;6;. gelebet. Vonve>ien nachkommen war Colomannus an. 1566. KayserlicherL^venner Rath und VitzdomJn der Sleyermarck. Dessen söhn«nx , E Land-Rath in der Steyermarck und Beysitzer der Hof-Land - Rechte gewesen. Dieses letztem enckel Adam, Jo-vann und Wolfgan'g, haben das geschlecht fortgesetzet.

"LMrn. k. 111.

-Brunner , (Andreas) ein berühmter und gelehrter Je-war gebürtig von Hall in Tyrol, und starb an.

^-r hat sich unter andern durch seine Lmisles viremis L form-^ ttojomm berühmt gemacht. , bibl.

«Akunner, (Balthasar) ein berühmter Meäicus von Hall ind^ochfen. Nachdem er zu Erfurt, Jena und Leipzig studiret,tr» der letzter» Universität zum Lrokellors Medicin«: ex-^jOMinsrio ernennet worden, that er eine reise durch Franck-n-n Italien, Spanien und die Niederlande. Da er von dan-zurück gekommen, hielt er sich eine zeitlang bey Johanne^ratone auf, und brachte die übrige zeit seines lebens in sei-«nn vatterlande zu. Er wurde öfters von vornehmen Poten-verlanget, und stand bey Christians I. Churfürsten zussvMen, Johanne Georgio, Churfürsten von Brandenburg,wnk, ^ Sächsischen Läminittratocs, Friderico Wilhelms sehrn?»!' war er bey den Fürsten von Anhalt Joachims Er-

er « I^ustiano und Augusto Leib-Nsä-cus. Jngleichen wurdean-n - Heidelberg und Basel zum krofsllors beruffen, hattern der zeit, da es denen , so sich in der religion auf dieikm mitte stire neigcten, in Sachsen ziemlich hart gienge,"n mehr als einmal vorgenommen, an eines dieser orten zu' chen; wie davon unter andern, seine viele an Joh. Jac. Gry-geschriebene , und dißmal auf der bibliotheck zu Baselwahrte briefe, sowol als von seinem eifer für die Reformir-d'^dre ei» kimes -eugnis abgeben; allein zuletzt blieb err,D?"d ward gelitten. A». 1597- wurde er vom schlage ge-^Met, und starb an. 1610. im 70. jähre seines alters.« Seinetj,,^Medica hat dessen stief- und schwieger-söhn Lauren-Hvfmannus heraus gegeben. in Msä. der

' 6s stript. Meä. O/ear/m, kal^Lrapk. Freier, inp. *

m^kunuer, (Fridolin ) war ein Pfarrer und landmann invrt welcher zur zeit der Reformation gelebt, und an seinemZn,! ^wältig daran gearbeitet hat. Er war an. 1524. alstet aee s sein buch Leckerstes an die Pfarrer im lande dedici-die' Auerer zu Mollis, hernach zu Math, und ist an. 1528. aufBetssk nach Bern gereisel. Von Math kam er nach

Hb,I?wanden, und endlich wurde er Pfarrer zu Glarus. Ist,.

* ^ ckron. Olaron. p. ;8o. L ;y 4 - *

z» 2,^^nner , (Joh. Caspar) Lrckiäiaconus und Chor-Herrdat^wlch, war dafelbst den 12. dec. an. 1649. gebohren. Seinyiicha weiches nahmens ist anfänglich Pfarrer zu Zollickon, undgchMends in der stadt selbsten gewesen; sein groß-vatter Joh.Er 11, X. ^^er üroksllar in dem Lollegio liumanltatis daselbst.

w seinem vatterland, und genösse insonderheit in derHvt»j,^whrtheit der anweisung Casp. Schweitzers, Joh. Heinr.st», dessen betrübten tod er eine öffentliche rede gehal,

tstteoavaters, Joh. Heinr. Heideggers rc. An. 1668. dispu-djx , s, ^ kupeismo pro mortuis, und ward das folgende jähr inst der Prediger aufgenommen. Hierauf that er eine rei-Niachk-isschland, Holland, Engelland und Frankreich,«uz m "H aller orten mit den Gelehrten bekannt, und suchtehin ssm" Umgang zu lernen. Nach seiner zurückkunft war era». 1^'wieder Vicarius alter oder krancker Pfarrer , bis eran. uu stpt. Pfarrer in Rorbach wurde, von bannen erüblich Diaconat des grossen Münsters in Zürich unda»-- V an. 1704. zum Archidiaconat befördert ward. Er starb

bru

26;

aber

st», g,- °em folgenden jähr, und hinterließ verschiedene schrif-lll. p' msäicationes in 6ene5in, tom. V. in Lxoäum, tom.wl>yf^"ovsrb. c»pp. x. und andere, davon aber nichts gedruckt8pich ' ausser einer leich - predigt, und einer oration, äsaxtinZuenäo, welche letzte in Vemp. Hetvet. tom.stn arna'^7.' wwt seinerlebens-beschreibung stehet, weiche des-sen. K w?". Jab. Casp. Ulrich, Pfarrer zu Wicken, geschrie-ter yatte sich das erste mal an. 1672. mit einer groß-toch-er dr-1 Assuhmten Joh. Hospiniani verhcurathet, von welchervach ^wchier und einen söhn , der nach ihm Pfarrer zu Ror-Epönw.^ , ' gezeuget. Von seiner zweyten stauen, Dorothea« )wun, hinterließ er keine Ander.

fürt , (Georg Adam) ein voäkor 5uris von Schwein-

auch lieculn, war S^näicus zu Magdeburg , wie

starb an b des Läministrmons zu Halle und Magdeburg. Er, '6^2. den 12. aug. in feinem 72. jähre, und iieß8v-d>ie aum ieMlium Lverksräi, Regenspurg 1671. in 12.

U, z. st/^Äatinnsm äs collLtions bonorum, Leipzig iülo.* >> bio^r.

rrst p^Mner, (Mart.) ein Schwede aus Helsingborg, warAchrift n (IrXLX zu Upjal , wurde darauf der H.

Er stary"?Äc>r, und bekam die krofslstonem PkeoIogiLnm.^ersMk:,;ss ^7y. Er hat heraus gegeben , kalseplistum ässt, 8. Mit ^Or«c. LL stat. Upsal 166;. so zu Franckfurt IÜ8?.^i^ss""^Eungen heraus gekommen. Er hatte auch in^'iror. LemE //. Theil.

Willens, Ikomg- NaZistr! Leleätüs Diätionss Ltticar mit ms.nulcripcis conferirt, und verschiedener gelehrter leuthe anmer-ckungen heraus zu geben, welches aber nicht geschehen. Manhat auch von ihm Predigten, und viele vistm-itionss. Ne«d-rerct,. M/otLost knlvkiss. tom. l. üb. IV. c. 6. n. 4.

* Brunnius, (Augustinus) ein Lutherischer 1beolo§us,

war zu Annaberg an. i?;8. den 4. oct. gebohren, und studirtezu Leipzig. Hierauf kam er um das jähr 1^9. in das Wür-tembergische als ?aüor zu Lustnau, und nachdem er eine zeit-»ang in Steindach im Badischen geprediget, ist er k«ckor inMetzmgen, hernach aber zu Jesingen unweit Tübingen gewor-den, wo er an. 1618. im 8c>. jähre seines alters gestorben. Erhinterließ einen söhn, nahmens Christophorum, von welchemder folgende artickul handelt, und eine tochter, genannt MariaMagdalena, welche Conrad Dannhauern, Pfarrer zu Kün-dngen un Brißgau, geheurathet, der durch sie ein groß-vatterdes berühmten Straßburgischen rbsologi. Joh. Conr. Dann-haueri, worden. Seine schriften sind : (^u-estiones üäei Lbri-ÜumL; üriLs Llsetorslis, Franckfurt 1608. in 8. üibeüus 8v-nopticus äs sucssllionibus üomaoi Impsrii üpifcoporuMi üs-xum, Lrincipum <Lc. üscenlio Iksol. Öoctorum L ücclefiNMnistrorum in Lermanis üb an. 1500. usgus 161;. Lnnsleskol^cbronioi. memor. Pbeolog. KerM-,«», ssm. 1^.

üuä. Zensal. x>. ic>;.

* Brunnius, (Christoph) ein Lutherischer Geistlicher imXVII. fssculo, gebürtig von Heidenheim, studirte zu Tübingen,begab sich an. 1608. mit dem Printzen Ludwig Friedrich alSBeicht- vatter auf die reise, und besähe bey der gelegenheitFranckreich und Engelland. Als er an. 1609. wieder zurück kam,ward er zu Stuttgard in der Cathedral - Arche Diaconus, an.1614. aber zum Superintendenten nach Löwenberg berussen ,worzu ihm noch an. 1617. die Abtey St. Georg conferirt wor-den. Er starb aber noch in diesem jähre, und ließ Predigten ,welche er auf der reise gehalten, ingleichen Abschieds-und Lei-chen-predigten. /v/ctVr», msm. Pbeol.

St. Bruno, der berühmte stifter des Carthäuser-ordens, wargebürtig von Coln, und legte in seiner jugend einen guten gründin den studier,. Hierauf soll er zuerst in seiner vatter-stadt Cölnvon St. Aimoino eine Dom-Herrn-stelle in der Arche St. Kuni-berts erhalten haben , nach dessen tod aber Lanonicus zuRheims und zwar 8cbo1alücus gewesen seyn, auch die Theolo-gie daselbst gelehret haben; welches letztere doch von andern inzweifel gezogen wird. Die ursach, warum er sich in die ein-samkeit begeben, soll folgende seyn : Es starb zu Paris ein La-noräcus, Raimundus Diocrus genannt, der den ruhn, einergrossen Heiligkeit hatte. Als derselbe begraben und dabey gesun-gen wurde, soll der verstorbene, da man auf die Worte gekom-men : antworte mir: sich aus dem sarge aufgerichtet und ge-ruffen haben : Ich bin nach dem gerechten geeichte GOt-tes angeklagt. Des andern tages, da man wiederum seel-meffe gehalten, soll er bey eben den Worten sich aufgerichtetundgeruffen haben : Ich bin nach dem gerechten geeich-te GOttes gerichtet. Und am dritten tage soll er bey ebendiesen umständen geruffen haben : Ich bin nach dem gerech,ten geeichte GÖttes verdammet. Dieses nun soll Bru-nonem bewogen haben, die Welt zu verlassen < und sich in dieeinsamkeit zu begeben. Es sind aber unterschiedene Gelehrteauch unter den Catholischen, welche diese begebenheit in Zwei-fel ziehen. Insonderheit hat Launojus in einer dissertation :äs vera Laula seceilus 8. örunonis in erennnn, behauptet, daßsolches eine fabel sey; dem sich aber insonderheit der Jesuit Jo-hannes Colombi in seiner dissertation : äs Larrlmlianorum ini.tiis, leu guoä Lruno aäa<ckus kusrit in ereinum , vocibus Ko-rn inis reäivivi Lsrilüs, gni ls acculatum, snäicsrum, äamna-tum exclamsbat, entgegen gesetzet; wiewol, wo man die Wahr-heit sagen soll, ohne die gelehrtere und von dergleichenfachen mit gutem bedacht zu urtheilen gewohnte leuthe, sowoldes einen als des andern theils auf seine feite zu bringen, masssen 1.) das stillschweigen Brunonis selbst und vieler alten scri-benten des Carthäuser-ordens, welche das leben Brunonis mitbestem ffeiß beschrieben haben, 2.) die spate zeit, in welcher diegelebet haben, so davon Meldung zu thun angefangen, ;.) an-dere Ursachen der bekehrnng und absönderung Brunonis, welchesowol Bruno selbst, als seine erste Nachfolger anziehen, nem-lich die erkänntnis der grossen welt-eitelkeit und das verderbteleben der Geistlichen seiner zeit, ja endlich 4.) das ansehenPapsts Urbani VIII. selbst, welcher diese gelchicht aus dem Rö-mischen Lreviario, darum sie einige zeit gestanden, wieder aus-streichen lassen, Massen , sage ich, dieses und noch anders diemeynung Launoji sattsam bestätiget, und hingegen weder dieZeugnissen des Colombi von eiiiem sichern alterthum, noch sei-ne übrige antworten und gründe von einigem Nachdruck sind.Allein dem sey wie ihm wolle, so ist gewiß, daß Bruno, dersich schon zuvor in der wett eines frommen ehrbaren Wandelsbeflissen, eine begierde m sich bekommen, sich von deren abzu-ändern, und ein viel strengeres und einsameres leben ru füh-ren, als sonst zu seiner zett von andern klvster-leuthen geschaheEr nahm zu dem ende noch 6. Personen zu sich, darunter son-derlich Laudwin war, so nach Brumme Prior der arossen

VLll Lvk'an^ vv^St. RufauKL

letztere riechen «hm von Hugo, Bischoff zu Grenoble, hülffe und

Z rath,