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rath zu begehren, als welcher damals seiner frommkeit hal-ber sehr hoch geachtet, auch derentwegen nach seinem tode ca-nonisirt worden. Als solches geschehen, und, wie man beyfü-get, Hugo eben die nacht zuvor ein gewisses gesicht gehabt,welches den guten fortgang dieses Vorhabens nicht undeutlichanzeigen mochte, gab er ihnen einen sehr wilden ort, so wiesie denselben selbst wünschten, ungefehr 4. weilen von Grenobleein, in einer gegend, welche schon vorher die Carthaus hiesse,und von deren hernach der gantze orden den nahmen bekom-men. Allhier bauete Bryno anfänglich eine kleine kirche nebsteinigen sehr schlechten und niedern cellen, deren jede etwas vonder andern entfernet war, und wird dieser ansang des ordensgemeiniglich ins jähr 1084. oder «6. gesetzet. Nachdem er dain die 6. jähr zugebracht, rufte ihn Papst Urbanus II. der vor-hin zu Rheims fein lehrjünger gewesen, zu sich nach Rom, wo-hin ihn seine 6. mitbrüder anfangs begleiteten; auch in die-ser stadt zusammen in ein bequem geachtetes Haus gesetzetwurden; allein es stunde solche Veränderung weder ihnen nochBrunoni an. Jene klagten, daß sie durch den vielen besuch vonihrer andacht, und sonderlich dem stillschweigen, dessen sie sichzuvor in ihrer einfamkeit so sehr beflissen, ohne unterlas gesto-ret würden; und Bruno war aus gleich guten und frommenablichten des Römischen Hof-lebens, sowol als aller ehre, dieihm der Papst anthat, und der geschäfften, wozu er ohne un-terlas gezogen ward, ebenfalls bald müde. Die erstere zogen vorBrunone weg, und empfiengen von ihm den abgedachten Laud-win zum andern Prior. Bruno muste zwar dem Papst zu ge-fallen noch eine weile in Rom bleiben; allein da er nach etwaszeit zum Bischoff gen Reggio in Calabrien begehret ward , undihn Urbanus nun wollte bahrn ziehen lassen , bediente er sichder gelegenheit, nicht zwar das Bißthum anzunehmen, sondernvielmehr sich vom Hofe zu entfernen ; da er denn nach Caia-brieü zwar soll Hingereiset seyn, aber anstatt gedachtes Bißthumzu beziehen, sich in einer im Bißthum Squillace gelegenenwüste In Torrs genannt, auf ein neues und zwar gantz alleinsoll verkrochen haben; doch von Roggerio, Grafen von Cala-brien und Sicilien, ungefehr auf der jagd gefunden wordenseyn. Worauf ihm dieser eine kirche und kloster an diesen ortbauen lassen, auch grosse güther dahin vergäbet, und noch vielmehrere hingeben wollen, wo es nicht Bruno selbst verhinderthätte. An diesem ort hielte sich also Bruno auf bis an sein en-de, welches gegen ende des septembris im jähr r°yi. erfolgte,ehe er noch das ?c>. jähr erreichet. Leo X. hat ihn an. 1514.canonisirt. Man hat von ihm eine auslegung über die Psal-men, Lommemsrio8 über die Episteln St. Pauli und unter-schiedene andere tractate, welche ein Carthäuser - Mönch Theo-dorns Petrejus an. r6n. in. volum. zu Coln hat druckenlassen; worinnen aber einige, die dem Brunoni Menü oderLignienli beygeleget werben. Lz/Ür«, äs Isuä. Lsrtü.
üb. XXVIII. L. 82. ex. 86. (?/«-
«rac-. lib. II. c. 28- tlt. XV. c. 22. äe oriZ.
relig. lib. II. c. cbron. äes Lbsrtr. t?e-
«xLrarai. in cbron. Sa^a». L. 6. 1086. leg. in sx-
xsr. LeFarnr. äe lcrixt. eccl. bibl. Lsrtü.
St. Bruno , ein Bischoff und Apostel der Preussen. Werer gewesen, und wo er sein Bißthum gehabt, ist unbekannt,ausser daß er von einem alten jedoch unbekannten lcrixwreSt. Bruno äe Quereford genennet wird. Er kam ums jährIvrc,. mit 18. geführten nach Preussen, und bemühete sich dieleuthe zu bekehren ; wurde aber von den Heyden mit seinen ge-führten enthauptet. Von ihm soll die stadt Brunsberg inPreussen den nahmen haben. lib. IV.
cbron. , sä sn. ioc>8.
sä sn. iooy. lOankr. in Netrop. lib. IV. c. HavtkNdchS
kirchen-historie, lib. I. c. i.
St. Bruno, mit dem zunahmen Menü« oder 8isnienstx,war aus Piemonl von Soleria aus dem district von Asti, daherer Menüs heißt. An. 1079. befand er sich auf dem Lonciüozu Rom, und disputirte daselbst wider Berengarium. Grego-rins VII. machte ihn zum Bischoff zu Segni in Lsmxsgns äiRoma, daher er auch ^nisnüs heißt. Weil er aber die einsam-keit liebte, begab er sich in die Abtey auf dem Monte Lslüno,woselbst er auch Abt wurde. Doch das volck zu Segni bat ihninständigst sein Bißthum wiederum anzunehmen, welches ihmauch der Papst anbefahl, dannenhero er sich aufs neue dahinbegab, und daselbst den *8. Ml. an. uro. oder 2;. starb.Lucius III. hat ihn canomsirt. Er hat unterschiedene schriftenhinterlassen, welche an. 1651. zu Venedig m 2. volum. ge-druckt sind, und welchen Dom Maur Marchesio, ein Mönch vonder Congregation Nontis Lamm, eine Umertsrionem billori-csm vorgesetzt , darinnen er von den schriften dieses Brunonisausführlicher handelt, Oraca«. äs vir. ulukr. Lslünsnstc. ; z . Wpro, elog. Hbbst. Lsllin. tom. I. Itsl. lscr.
, äe orw L rscessu 8. Lrunon. s Lsllin. Lara«.
Bruno, Ertz-Bischoff und Churfürst zu Trier, ein gelehrterHerr, war ein Graf von Bretheim aus Francken, und wurdean. 1 ic>i. erwehlet. Er hat das kloster St. Florini zu Coblentzgestiftet, und sich bey dem damaligen streite zwischen dem Kap-ier und dem Papste so in acht genommen, daß er sowol als seinErtz-Bißthum keinen schaden erlitten. Lr«». snnsl. Trsv. L«.«v/r«. L. 8.
bru
Bruno, zugenannt Nsgnus, Ertz-Bischoff zu Cöln und Her-tzog von Lothringen, der dritte söhn Kaysers Henrici ilucnxlsund bruder des Kaysers Ottonis I. Er war in der Griechi-schen und Lateinischen spräche erfahren, und zog unterschiedenegelehrte leuthe nach Cöln. An. 9;;. wurde er zum Ertz-Bl-schaff daselbst erwehlet, und darauf llegstus des Päpstlichenstuhls. Sein bruder der Kayser Otto I. gab ihm das Hertzog-thum Lothringen selbiges zu verwalten, und hatte er an denwichtigsten Verrichtungen feiner zeit antheil. Da er, wie eini-ge berichten, nach Franckreich kam, gewisse streitigkeiten beyzu-legen, wurde er zu Compiegne kranck, ließ sich nach Rheimstragen, und starb daselbst den 11. oct. an. 96;. Ihm werdenLommentsrii über die V. bücher Mosis und einige leben derHeiligen beygelegt. c'ori-». üb. I. snnsl. Kze-
sä sn. 957. 59. 6;. cstsl. ärcüiex-
Lol. sp. x. 681. in cbron. inviw
Lrunon. in Msrt. Illusrä. n. oct. c
orig. Leneä. in lsst. Lelg. Lrnrexo/rr«, in cstsl. LIeB. scel-in Lolonike msgnitnä.
Bruno II. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cöln, ein gebohr-ner Graf von Alten« oder von der Marck, ward, ungeachtet ermit der schweren noth beladen, an. uri. erwehlet. Als er denKayser Lotharium, bey dem er in grossen gnaden stund, in Ita-lien begleitete, gieng er an. 11;?. in Apulien mit tode ab'orig. Usrc. it. cstsl. Lrcüiex. Lol. in roin.
II. rsr. 6erm. Lucä Grafen-saal, ?. IV.
, Bruno III. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cölln, ebenfallsein Graf von Altena, oder von der Marck, war anfangs Prob!»zu Bonn, gelangte aber an. 119». zu dem Ertz-Bißthum , naOdem der erwehlte Lotharius, Graf von Hochstadt, freywillig zu-rück getreten. Weil er aber schon bey jähren war, so überließ cksolches, mit einwilligung des Dom-Capituls, feines bruders sohnkAdolphs, und ward ein Mönch in dem kloster Aldenbergf-Northof meldet, er habe kaum ein jähr regieret, Hübner abffsetzet drey jähr. Iforrb. csr. grnb. Lol. it. vri§. Nsro. Eus<tGrafen-saal. k. VII. bili.
Bruno IV. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cöln, ein gebog-ner Graf von Sayn, war an. 1205. erwehlet, und vorherol"Bonn und Cöln Probst gewesen. Er wurde von Ottone vo»Braunschweig , welcher zu der zeit mit Philippo aus SckM^den um die Kayserliche Crone stritte, in schütz genommen, H<Ate aber das Unglück, daß er, nach der vor Ottonem unglückllmabgelauffenen schlackst, an. 1206. auf dem schlösse WasserbM'Svon Philippo gefangen , und nach Würtzburg gebracht ward'Nachdem sich aber der Papst an. §1207. mit Philippo vertra-gen , kam er nicht allein wiederum auf freyen fuß, siEAgelangte auch an. 1208. nach dem tode Philippi zu dem vo»'gen besitz seines Ertz-Stifts; er gieng aber noch in selbig/"'jähre mit tobe ab. ostsl. ärob. Lol. Eucä Grass "
saal, x. 478- L. 8.
Bruno, Bischoff von Würtzburg, so unter dem nahm/"Bruno Herbipolenü8 bekannt ist, war ein söhn Conradi, H,,,tzogs von Kärndten und des Kaysers Conradi II. vatters br>'der. Er wurde am 10;;. zum Bischoff von Würtzburg ecn/v,let; als er aber an. 104;. den Kayser Henricum in deni kru«wider die Ungarn begleitete, fiel er zu Preßburg nebst anA»von einem hohen Hause, und starb daselbst den 17. may.hat V0N ihm LominsmsrinL in wwm klsltsrium, in Ls"^omnis V. L dl. 1. in8Mbo1s gpolloIoium,Lmbrofii und ^-.siü, welche an. 1494. zu Cöln zustimmen gedruckt sind,sich auch in der bibüotüscs kscrum befinden.lcrixt. äe Lxilc. 6erw. ^ '
bist. üt. -
Bruno, Bischoff zu Augspurg, war ein bruder des KEst,Henrici II. oder 8sneti, und wollte denselben anfangsthrone stürtzen helffen ; beftmn sich aber an. ioc>;. eines ^und erhielt darauf an. 1007. das Bißthum Augspurg, wiEdennoch nicht unterließ, ihm allerhand Verdruß anzuthun, je-mals hatte ihin gedachter Kayser eine grosse summe gess»/.,geben, um dem H. Ulrico in Augspurg eine kirche zu ba"^er aber wendete das geld zu seinem eigenen nutzener nahm sich endlich vor, das Bißthum Bamberg zublos darum, weil er wüste, daß sein bruder der Kgvss»grosses vergnügen über diese stiftung gehabt; und weil erKaysers Conradi II. gemahlin Gisela aus der feite hatte,che Bamberg, wenn es secularisirt wäre, ihrem söhne H/ ^l-zuzufchantzen gedachte, so hätte er beynahe seinen zweck/ten. Allem da soll ihm in einer nacht der verstorbene fser Henricus II. erschienen seyn, in einer gestalt, die gantz ^lich war , doch so, daß ihm die halbe platte und der / ^hart abgeschoren war. Wie nun Bruno fragte, wer w ^übel zugerichtet hätte ? bekam er zur antwort: D» ^ ,pessmann, der mich zu schimpfen sucht, weil du dich annem Stifte Lamderg veräreiffen willst. Vonzeit an ließ Bruno seine verderbliche anschlage fahren,folgte auch bald die strafe darauf; denn ber Hertzogin Bayern überzog ihn an. 1026. mit krieg, und erover!»v^espurg. Zuletzt war er gar andächtig, und verordnete, fLsncuiici in der Cathedral-kirche alle tage den izo. PI«singen sollten, davor vermachte er ihnen an.
Straubingen in Bayern, die ihm aus seiner vatterncuschafft gehörete, welche aber nachgehends an den Bav^^