bru
g-^kunsberg , oder Braunsberg, tt'm feine Aadt in dem
Polnischen Preussen zu dem Ermländische» Bißthum gehö-«egt an dem fluß Passerg, der nicht weit davon in denMcyen Haf gehet. Ihren nahmen scheinet sie von dem heil.i^Wone zn haben, welcher sich im X. Lsulc, die Preussen zu111^, " bemühet; nicht aber von Brunone, Bischoffe zu Ol-muy, welcher mit dem Könige Ottocaro aus Böhmen an.in Preussen gekommen, sintemal der stadt Brunsberg""^^rr gedacht wird, und soll sie nebst dem schloß ums^40. von den Ordens - brüdern seyn erbauet worden,^achgehends die Preussen von dem Christlichen glaubentu- ^ - abgefallen, beängstigten sie diesen ort dergestalt, daßBürger stadt und schloß anzünden, und sich nach Elbingbat ^Een. Der Ermländische Bischvff Henricus aberschloß und die stadt an. 1279. wiederum erbauet, und«i^nchoff Hermannus von Liebenstein ums jähr 1,48. die^""aadt fundiret. An. 1520. nahm sie Albrecht, MarggrafBrandenburg, ein, machte Petrum, Burggrafen von, zum Commendanten daselbst, und an. 1524. ward einne>>> ^'cher Prediger eingesetzt. Hernach aber ist den Luthera-ZsVble udung ihres gottesdiensts verboten worden, und der^ choss Stanislaus Hosius hat an. 1551. aühier ein Jesuiter-gestiftet, welches man nach ihm Lollsgium Hosis-s-:'" "ennet. Anfangs hat der Ermländische Bischvff allhieruen'ii" gehabt, wie auch die Dom - kirche, zu St. Andreas
»mx Hernach aber ist die Dom - kirche nach Frauenburg
L ", ber Btschöffliche sitz nach Heiisberg verleget worden. ^?. IIl. c. 27. <L 1;;. Hartknochs Preussen, k. II.
«5.
tz^kunghera, bey Hexter an der Weser, war ehemals eintwn , jetzo aber liegt er meist wüste, und gehört dem AbteEorvey. Sie ist wegen der schlacht bekannt, so Carolas^..daselbst wider die Sachsen gewonnen, welche ihm die»"Mge des flusses streitig machen wollten,f^runsbittel, ein flecken in dem Süder - theil von Ditmar->0 ehemals beseitiget gewesen. Danckwerthö Schlesw.
^^unshausen , ein kloster nicht weit von Gandersheim.Gandersheim.
«.„^runsmann, (Johannes) ein gelehrter Prediger zu Cop-' gebohren an. 167z. den ;o. oct. zu Nidrosia in Nor-wa? ä 5 stwo sein vatter, Bernhardus Brnnsmann, Prediger'»wirke zu Upsal und Coppenhagcn, wurde anfänglichstHule zu Herlow, und starb an. 1707. den 2;. jul.""eu vielen schriften sind Okssrvstionea äs proprietstsI^-nsti kliilslscl>i8 8ckeäislmst:s äposslxpriss; Hi-8 pirg°; äs (icssncusrians Lbrsiss, Coppenhagen*2 uLncrgumsni Longisntss, Leiden, Leipzig 169;. iniinn» , orrsnäo Lscocisemons, ib. soä. in 12. kdofpborus; Streit-schriften wider Bossuet, Varillas, Was-Llg "bn und Leysern, wider welchen folgendes vorhanden ist:
Vicirix, ssu Ortboäoxse LLslelirL Lbriliisuse sen-"" auia äumwxst eoäem tsmpors soncsckia LbrillisnoNnd^' ^ orimiusrionikus viuäicsts guibns vis. Franckfurt* )r"^bENhagen 1679. in 8. Kenär-e/ct,.
Her^unsrode, oder Drunsrothe, ein schloß und flecken imschnei» Braunschweig, eine meile von der stadt Braun-lincken des flusses Schonter, oder Schunter gelegen,dian rn beschreibung des alten Sachsenlandes, p. 20;. Esstn^^'cks ohne das stamm-haus einer adelichen familjegewe-reuäen sicher zwey gebrüder, Johann und Hermann, alsBrai ^rstEaee gz AN. 1241. Ottonis, Hertzoqs zu
^üneS stehen. Pfeffmgers Historie des Braunschweig-gana"kS^sth^h Hauses, V. 8. wm. II. p. 954. Nach deren ab-chem a-Ä, Herren von Bulow gekommen, als von wei-hst sz^.„ch»chke Henricus in der mitte des 14. jahrhundertsBrunsrodrsche linie gestiftet.
ivfss^Ms, oder Brunn, (Conradus) Lsnonicu« zu Augspurg,h>e«en stecken in dem Hertzogthum Würtemberg, undbefand wiffenschafft in der Rechtsgelehrsamkeit berühmt;Cpe«" "ch aufden Reichs-tagen zu Augspurg , Worms ,Regenspurg. Er starb an. i;6z. und hinterließscheinen : als äs Leremouiia; äs HiMticis; äs^ ; äs Legstionibua; äs Lslumniis; äs Imsginibu8 ;äetzl, °^ewQSln pr-ekstioui8 fslste liilkaris; ceuturistorum Illss-v> sLnIium; Ls. äs lsript. lies. XVI.
tig, .^us, (Jordan) ein Neapolitaner, von Nola gebür-«us ^ ^en Dominicaner - orden, muste aber an. 1582.w>d di/i..» entweichen, weiter die transsubstantiation läugnete,S'enq a,o "sts^uschafft der Mutter GOtteS in zweifel zog. ErM wun- Mch Genf, von bar er aber auch nach 2. zahrenDaher 'v' "eil er Calvini lehren nicht in allen beystimmte,endlich «Vtz er sich nach Lyon, von dar nach Toulouse, undrlus äk->. - Eis - aüwo er krok. exrmorä. wurde, oräinL-öesuef,.,, . ".'cht werden wollte, weil er alsdenn die messe hätteMMn. Hier schlug er seine rkslss äs dlseurs LAeidiqie « ^e Johann Henneguin unter ihm an. 1586. ver-bstselven zugleich eine äsclamscionem spologetissm vorJehends »k »' und solche den rksükus beydrucken ließ. Nach-las er eine reise nach Engelland, und gab daselbst
§xsseio äs I» bsüla trloukaate, heraus,Vsttor. //. Theil.
bru
269
kam hierauf nach Deutschland , da er, wie ScioppiuS vor»giebt, 2. jähr zu Wittenberg öffentlich soll gelehret haben; dochmuß er wenigstens nicht krolsllor da gewesen seyn, weil Sen-nertus nichts von ihm meldet, obschon fein äm'ksium perc»-rrmäi an. 1587, und eine andere schrift von ihm unter dem ti»tul: Lcrotilmus, leu r3tione8 sreieulorum pli^sicorum :»ä-verfu8 Psriparetico8 ?srifu8 propos,torum, an. i;88. daselbstgedruckt worden. Von Wittenberg gieng er nach Präge, undgab daselbst die schriften äs Immenlo L Inknito, äs Irmu-mersbili, äs I/mbri8 Icisarum , und 1588. äs 8pecierum 8sru-tinio <L Vümpaäs venstoriL Xu^memäi LuIIii heraus» An.r;8y. begab er sich nach Braunschweig und Helmstädt, allwoer auch ewige zeit gelehret, und eine leichen-rede aufHer,tzog Julium drucken lassen; reisete folgends nach Franckflirtam Mayn , und gab daselbst an. 1591. seine schriften äs Ima-giiium, Lignorurn uc läesrum Lompolltion«, äs triplici lVli-nimo, Und äs Nonsäs, diumeio, Ligurs, item äs Innums-radilidus , Immenlo L inKZursbili heraus. Endlich wagteer sich wieder nach Italien, gerieth aber zu Venedig , weilman sein 8pLLLlo äs 13 belln bey ihm fand, in die Inquisi-tion , die ihn einige zeit darauf nach Rom schickte. Bey derverhöv war er sehr veränderlich , indem er bald versprach zuwiderruffen, bald auch seine irrthummer wieder vertheidigte,und wie es schien, nur zeit zu gewinnen suchte. Da man nunauf solche art fast 2. jähr mit ihm zugebracht hatte, ward erendlich den 9. fedr. an. 1600. von der Inquisition degradirt, ex-communicirt, und der weltlichen Obrigkeit übergeben, da ernach Verlesung des Urtheils zu den Richtern sagte: Ihr sprechtmir das urtheil vielleicht mit verzagterm muthe, als ich sol-ches anhöre. Acht tage drauf, als den 17. febr. ward er indem Lsmxo klor-e vor dem tkeatw Pompeji zum scheiter - Haus-sen geführt, da er das ihm überreichte crucifir mit verächtli-chen gederden von sich stieß, in seinen irrthümmern bis aus endebeharrete, und folglich als ein Atheist und ketzer verbrannt wur-de. Die lehren , darüber er von der Inquisition verurtheiltworden, sind : daß unzehlich viele welk - kugeln waren; daßdie seele aus einem leib in den andern, ja gar in eine an-dere welt-kugel wandele, und zwey cörper beseelen könne; daßdie zauberey eine gute und zugelassene fache, der heil. Geistnichts anders als die seele der welt, und die weit ewig sey; daßMoses seine wunder durch zauberey gethan , und seine gesetzeselbst erdacht; daß er die H. Schrift verwvrffen, und behaup-tet, die teufet würden noch selig werden; von Adam und Evakamen blos die Hebräer, die andern völcker aber von den bey-de« , die GOtt den tag vorher geschaffen habe, her ; daß erChristi Gottheit geläugnet, denselben gelästert, und viel ande-re verbammliche irrthummer geheget. Übrigens ist er ei» scharf-sinniger kbilokoptms, Nntbemnücus und Poet gewesen; wiedenn ein grosser theil seiner bücher aus versen besteht. Eini-ge glauben, daß ihm vieles mit unrecht aufgebürdet worden,indem keine spuren der Atheisterev in seinen schriften zu finden,und mag er sich wol am meisten in dem 8p3cclo äslla dsstlLvergangen haben. Er war ein eifriger Vertheidiger von derarte lmlliaiut, die er in verschiedenen schriften zu mehrerer Voll-kommenheit zu bringen gesucht ; hingegen ein grosser seindvon der Aristotelischen Philosophie, wodurch er sich viel feindezugezogen. Ausser vberwehnten schriften hat man von ihmauch folgende : äs LompsnälaL ärskitsÄum L complsmeu-xo arti8 ImIIü ; Oa»tu8 Lirssei aä memorise praxin oräiaati;Lr8 Ülemoriss; NnsmolHres Templum ; kigurstio stuälmskli^lici Lritloteli8; äs Llmo LMsmco; äs stmma, äs Lauts,krincipio <L Lno ; äs Lolmiinstris xrsxi; LIsvis msgus ;äs Lntis Oölseufu; V?.mps5 Uetsplr^lics ; ÜlstsphzVlcoruintsrmirrorum 8u.mma sä cspstssuäum logisT l-diloIopdiL stu-äium sx ixtius eutis äesssulu ; äs mulriplisis Nuuäi Vits ;äs Usturss üsLUbus; äs kriusipiis Xerum; äs ästrologis; äsUsgis kti^üss ; Lider ;c>. 8tstusrum äs zo. st^illis; äe8vk-e-
rs ; 8igillum tlgillorum; ingleichen die comobie Lsnäelsjo,allwo er sich äcsäemico äi Nulls Lcsäemis äetta il ksttiäiwnennet; Is Lsns äells Lsnsri und andere. Cartesins soll vie-le seiner gedancken von diesem Jordans Bruno, sonderlichaber dieVorrisss, entlehnt haben; wiewol er denselben niegenennet. 8crai>?>r Spill:, sä Xittsrslsus. in 8truvii SÄ. littsr.ksfc. 5. üCoMi, didl. Xspolet. sääirioni sl lop-
xio. /. Ll. in xrkef. lidri äs 2orosllrs. cenkurs
kkil. Lsrt. sn. 1682. kol^lrilk.
psnäsÄX. *
* Brunus, (Vincentius > ein Jesuite von Rimini gebürtig,war an. i.zi. gebohren, und hatte MsäiLliism studwet, auchdarinnen schon eine zeitlang vracticiret, als er an. 155z.den Jesuiten trat, weil er in scmer mgend bereits ein gelubdegethan , sich dereinst in dcn Franciscaner.orden zu begeben, dener aber hernach vor sich, weck A krancklich war, zu strenge be-fand, und also an dessen statt dleGesellschafft der Jesuiten er-wehlle. Er blieb;6. zahr m derselben ^ungeachtet seines sie.chen leides und öfter» dlutmurtzungen, war Mittlerzeit in un-terschiedlichen Lollegli8 UeÄor, und starb zu Rom den Iaug.an. Er hüt 6s VitL , kiEone L^eturre^ione Oominr;
in OominiLäliL NNh äe
koenltentlD, gesthrkeben.
* Brunzeny- Meydan^ eine bevestigte stadt in Croatien,nahe bey dem stutz Unna. Sie war ehemals eine grentz-vestung
Z; der