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Zweyter Theil. Bi - C.
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auf darzu angehalten worden, und hat es in dieser wissenschasflsehr weit gebracht ; wie er denn auch unter Churfürst Joh.Georg II. und III. als Zeug-Lieutenant bey der vestnng Pleissen-burg gedient. Er hat ein buch in Teutscher spräche von derartiüerie geschrieben, so den titul führet: Tbeori.« L kr«xi8UrtillerlL, und zu Nürnberg in ;. theilen von an. 1682. bisan. 1685. in fol. heraus gekommen; wovon der erste theil vondem geschütz und dessen gebrauch ; der andre von lust-feuer-wercken; und der dritte von der Zubereitung des Pulvers unddessen gute, handelt. Und wird dieses buch von den liebha-bern dieser wissenschafft in gutem wehrt gehalten.

Buchnerus , (Augustus) warm Dreßden aus einer altenund edlen familie den 2. nov. an. 1591. gebohren. Sein dat-ier Paulus Büchner war ein Ingenieur, und hatte unter demKönige von Spanien in den Niederlanden, Italien und Franck-reich gute dienste gethan. Als er sich aber des kriegs begeben,ließ er sich zu Dreßden nieder, da ihn der Churfürst Augustuszum Ober-Aufseher über die artiüerie und das bau-wesen mach-te. Sein söhn Augustus wurde an. 1604. nach der Schul-pforte geschickt, von dar er an. 1610. auf die Universität nachWittenberg gieng, da er sich auf die Rechtsgelehrsamkeit zulegen beschloß; als aber die krolsKo kosten vacirte, wardihm selbige an. 1616. aufgetragen. An. i6zi. erhielt er auchdie krokellionsm OrÄwriiL, und brachte sich einen sonderbarenrühm zu wege, so, daß auch die Königin Christin« ihn zu sichnach Schweden haben wollte; welches er aber ausschlug , undan. 1661. den i2. febr. zu Wittenberg starb. D« sonst vielseist in seinen orationen ist, soll er hingegen gar keine art inderen mündlichem vortrage gehabt haben. Seine schritten sind:

Lomnisnt. in Lornelium dlepotem; in kruäemii Hvmnum äsLkrilki Mrali; klauti LomosäiLs; Lalilü käbri Tbeläurn, dener sehr vermehret; Lpistolxe klinü cum notis; äs LxercitLtio-ne 8t^II; äs commutata äisenät Rirtions; Omtions8 lune-br«8 <L p-meg^risL ; krogrammats; LpistolX ; kosm.it« ; indlscalia Domini iäMi« äuo; Anleitung zur Teutschen Poesie, rc., kbilos. äec. VII. L in äi«r. biogr. k'rel-ei-. *

* Bucholtzer, (Christoph) ein voÄor und krok. luris zuRinteln, und Heffen-Casselischer Rath, schrieb Lxsrciri« su-Knisne«, Rinteln 1646. in 4. Eine Apologie vor die Rinte-lische Universität wider Aegid. Sträuchen zu Wittenberg unterdem titul: Kehr ab; und abgenöthigte Remonstration; Ke-sponüim .chris pro rnatrimonio krincipis cum äefunökcS uxo.ii8 sorore; kjusclsni iläLrtionsm Wider Ivh. Ott. Taboreni,und Mich. Havemannum, Rinteln 16,9. in 4. nebst andernstreit-schriften, die er mit Havemanno deswegen gewechselt,ve , vit. Austin.9. n. 2.

Buchorn. Die Grafen von Buchorn sind in den alten Zei-ten sehr berühmt gewesen, und sollen aus einer von des Kay-sers Caroli VI. geschlechte absteigenden linie ihren Ursprung ge-nommen haben. Aribo, Graf zu Buchorn und Schale, hieltArnolvhi partey, als er nur Hertzog in Bayern war, wurde auchvon ihm, als nachmaligem Kayser dem Marggrafen von Oe-sterreich an die feite gesetzet, daß er die Ungarn zu paaren trei-ben helffen sollte, in welchem feldzuge er auch sehr glücklichwar. Änrckardus, Graf von Buchorn und Lintzqow, leisteteden Kaysern Ludovico IV. und Conradv I. sowol wider diese alsandere Reichs-feinde trcfliche dienste, und erwarb dadurch dieMarggräfiiche würde von Oesterreich, ja als darauf die bunds-genossen Hertzog Arnolds in Bayern, der sich wider KayserCvnradum empört hatte, nemlich Hertzog Luitfried, HertzogErchinger in Schwaben , und Hertzog Bertholt» von Aleman-nien, an. 917. zur lebens-strafe gezogen wurden, scheuchte ihmder Kayser ihre verwirckte landschafft nebst dem titul eines Her-tzogs in Schwaden, sendete ihn bald darauf mit einer armeegegen Konig Rudolphen von Burgund, welchen der neue Her-tzog bey Winterthur in einer Macht besiegele, und dahin brach-te , daß er dem Kayser zu Regenspurg einen fußfall thun, ihmaber als uberwmder seine tochter Bertham zur ehe geben mu-ste. Ulricns, Graf zu Buchorn und Lintzgau , besaß auch ei-nige güther im Nortgau, und hatte zur gemahlin Wendelgar-däm, eine Gräfin von Eberstein, von welcher er zwey söhne,Burchardum, der an.,959. zum Abt von St. Gallen bestäti-get worden, nach n- jähriger regierung aber freywillig abgedan-kt , und Adelhardum erzeuget. Dieser beschenchte die AbteySt. Gallen mit der am Rhemthal gelegenen stadt Altstädten,und hinterließ Richerum , einen vatter Ottonis, Grafen zuBuchorn und Lintzgau, welcher mtt stmer gemahlin Bertha,Guelphi IV. Hertzogs in Bayern tochter, eine unfruchtbareehe geführet, dahero sein geschlecht an. noi. mit ihm ausge-gangen , und die Buchornischen guther zum theil an die Guel-phones, Hertzoge und Grafen von Altorff, zum theil auchan die Avtey Weingarten verfallen sind., monaster.

6 erm. prosoxoZr. k. II. Luca Grafen-saal.

Buchorn, eine freye Reichs-stadt in Schwaben am Boden-fee rm Algow gelegen, hat vor zeiten eigene Grafen gehabt,nach deren Eerben sie an die Grafen von Altorff und Ra-vensbmg' und als diese abgegangen, an das Reich gekommenEs rst allhier eme ^rühmte Niederlage der kaufmanirs-guther, welche von St. Gallen und Steinach über den see inSchwaben, und von bannen zurück geführet werden. Sie ste-

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het unter dem schütz der stadt Uberlingen, und hat die Herr-schafft Baumgarten unter sich. An. 1488. stunde ste in dembürger-recht der stadt Zürich und St. Gallen, und wolltenicht anders, als diesem rechte »»beschädiget, in den grossenSchwäbischen bund treten. An. 1291. hat sie der Bischoff zuConftantz und Abt zu St. Gallen eingenommen, aber nichtlange behalten. An. iz 6z. ist sie mit allen ihren documente»im feucr aufgegangen. An. -6;4. ward sie von den Schwe-den bevestiget, aber nach der Nördlinger-Macht verlassen.Aferra«. topograph. 8usv. Darr. äs pacs publ. lib. II. c. 7 »A 9. LasE, äs migrst. gent. x. 42;.

Buchs, siehe Buch.

Buchsee, Nünchenbuchsee, ein altes Johanniter - Hausnebst einem dorf zwey stunden von Bern gelegen. Es war vorzeiten ein schloß und stamm-haus der Edlen von Buchsee, dieder Grafen von Kybnrg dienstmannen, oder Vasallen gewesen,von welchen Conrad, der letzte des stammes, als er dreymalzn Jerusalem gewesen, das H. grab zu besuchen, Buchsee nmleuthen und allen gükhern, die er daselbst besessen, wie auchdas dorf Wvrlauffen samt noch andern güthern St. JohanMgewiedmet und vergäbet an. n go. Zu diesem ende hat er umbewilligung Arnolds, des Priesters zu Buchsee, in der kircmeinen spital angeordnet , darinnen die arme, krancke, auchdurchreisende Pilger versehen und gespeiset wurden, welche»alles vom Papst Alexander III. und Kayser Friedrich I. an.ngo. und noch vom Papst Cölestino an. 129;. bestätiget wor-den ; und ward auch hernach eine Cvmmenthurey daselbst ange-ordnet. An. 1486. haben die Ordens-Ritter zn Buchsee, ihrealldasige Unterthanen auffürbitte der stadt Bern der leibeigen-schafft erlassen. Seit den zeiten der Reformation, lind zwarvon an. i;;6. wird diß haus durch einen Vogt von Bern ver-waltet, und das allmosen den armen und dürftigen, sowoleinheimischen, als reisenden beständig ausgetheilet, eben wwsolches von altem her geschehen, vocum. Dom. Luckles. *

Buchsgau, Bucheck, eine landschafft in der Schwell? ?zwischen dem flusse Aar und dem berge Jura, im Aergöw (st-legen, und theils dem Canton Bern, theils dem Cantön So?lothnrn zuständig. Sie hat den nahmen von dem alten schlokse Bucheck, welches das stamm-haus der Freyherren und Mletzt Grafen dieses nahmens gewesen, von welchem oben dAartickul Bucheck zu sehen. Von diesen Grafen, welche siwzugleich Landgrafen in klein Burgundien (d. i. im Aergöw >Buchsgau genennet, und aus denen Matthias an. i zao. ErtzBischoff zu Mayntz, und dessen bruder, Berchtholdus, BssMzu Straßburg und Speyer gewesen, (siehe wiederum Suche«?-/In diesem Bnchsgow liegen die stadtlein und schlösser Mslispach, Wangen, Btpp, so nach Bern gehören, und Fw'ckenstein, Bechburg, Ölten, so unter Solothurnischer HA-schafft stehen. Schweitz. chron. Spangenb. Adelst'

k. I. cbron. L« 61 . pgg. 4z. *

Bucht«, Buchten, ein ansehnliches geschlecht in Sck^sien, und zwar in den Fürstenthümern Oppeln und Ratibo",welches sich auch in andern Teutschen provintzen ausgebreitet'Heinrich von Buchtau und Buchtitz auf Hohen-Gießdorf, Lch"dusch und Zilzendorf, lebte um das jähr 1599. und war desschoffs Pauli, «'gleichen nachmals des Bischoffs JohannisErtz-Hertzogs Caroli zu Oesterreich Rath und Hof-Richter»Neisse. Echtes, curios.

Buchwald , vor zeiten Bockwolde, ein adeliches geschleAin Holstein, welches ehemals ansehnliche schlösser und gsttd ^daselbst besessen; nachdem es aber mit der stadt Lübeck in ewrstreit gerathen, hat es nicht allein die meisten eingebiM, lo-dern es sind auch ihrer 10. von dieser familie öffentlich enthwVtet worden. An. 120;. wird Detlev in einem privilegio, gches der König in Dänemarck der stadt Hamburg ertheilest",zeuge angeführet. An. 1286. war Conrad Probst zu Preze,»'-an. i;c>9. Johannes, Bischoff zu Schleßwich. GodstN^Herr auf Oelpnitz, hat bey dem Kayser Friderico III. und ^stiano V. in Danemarck die geheime Rath-stelle bekleidet,unterschiedliche Gesandtschafften verrichtet. An. 1662. war ^Dänischer General-Lieutenant, und an. 1678. N. Schwedllw^General-Major in Stralsund, ats dieser ort an Chur-Bra/wbürg ubergieng. An. 1682. florirte Caspar von Buchwalv .Mugesfelde, als Holstein-Gottorpischer Land - Rath.diese familie ehenrals auch in Schlesien sioriret.chron. äs reb. gsliis kriä. VVilh. Vi>nll-U-

VIII. c. 49.

Buchwitz, ein anfehnliches adeliches geschlecht insien, ist Slavonischer oder Vandalischer ankunft, welche» ^erstlich in Mähren niedergelassen, und von ihrem stam>n-w» ^se Buchau, Buchwitz genennet. Wentzel Buchwitz ^chau zu Pontwitz in dem Fürstenthum Oels stund an-bey dem Hertzoge Carole I. zn Münsterberg und Oels wderbaren gnaden. Carl von Buchwitz, der Herren,,und Stände unter Hertzoas Heinrich Wentzels zu MunsterOels und Bernstadt, leid-compagnie Capitain, lebte an.

Hans Wolf von Buchwitz und Bnchau, Holländischerster, rückte an. 171;. vor Bonn. Hans Ernst von 2 )NL^-und Buchau auf Langendorff war an. 1717. der freyendes-Herrschafft Wartenberg Land-Hof-Gerichts-ässslIor

Landes-Deputirter. Schles. curios.