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buc bud
Burggrafen-amte zu Prag, und von dem Kayftr an. »69». inden Adelstand erhoben wurde. Zuletzt ward er nach Wien be-rnffen, und daselbst entweder zum Kayserlichen Hilioriogrsxko,oder zum krokellore gemacht, auch mit dem character einesRitters des H. Römischen Reichs begnadiget. Als er esaber daselbst bey den Jesuiten, die ihn bisher gehoben hatten,versähe, muste er von Wien fort, da er dann an vielen ortenherum geirret, und endlich in grosser armuth zu Cöln gestorbenist. Es stund darauf, daß er sich wiedrum zur Lutherischenlehre wenden, und gegen anderwärtige beförderung alles das,was er wider die Protestanten geschrieben , widerruffen, auchseine Schlesiftlie Historie, die er aus treflichen documenten zu-sammen getragen, aus licht geben sollte, allein der tod unter-brach diese coissilig. Indessen haben wir von ihm: krolegome-ns IliitoriX 8ilsllorum eLclefisliisL; densslogism LleÄors-lem kslstirism Xeokurgioo - LsvAriosm ; Olllertstioiiem äsKegis Il.om 3 norum kleÄione 6c Loronstione; OkkervstionebHiliorico-kolirics8 sä inürumeutum ^>sci8. in prL-
meäitst. sä inürvm. xsci8. in mifsell. liter. 8i-
lek. ljiec. i.
Buckor, eine stadt und Königreich in Indien, in dem ge-biethe des grossen Mogols, liegt zwischen Hendowns und Jes-selmere, welches ihm gegen morgen, dem Königreich Tatta,so gegen mittag, dem Königreich Multan, so gegen Mitternacht,und Hajacen nebst Persien, so gegen abend ist. Die stadt liegtan dem fiusse Indus, welcher durch diß Königreich gehet, unddarinnen die flüsse Rawey und Caul in sich nimmt.
Buckorv. Diesen nahmen führen zwey städtlein in demHerllogthum Mecklenburg , davon eines das Alt- das andereNeu-Buckow genennet wird. Beyde liegen nicht weit von ein-ander , gegen der see zu, und das letztere vhnweit Krvpelin.
2»/. toxogr. 8sxoi». inker. p. 71.
Bucold, siehe Johann von Leiden.
Bucquoi, siehe Longueval.
* Bucretius, (Dan.) sonst Rindfleisch genannt, ein
Breßlauer, dessen vatter und groß-vatter Neäici daselbst gewe-sen , hatte gleichfalls solches 8wäium erwehlet, und gieng, umsich darinnen besser zu qualificiren, nach Padua, wo er denberühmten Adr. Spigelium hörte, und in so genaue freund-schafft mit ihm gerieth, daß er nicht nur dessen schwager wer-den sollte, sondern auch von selbigem verschiedene manuscrip-1 e zu dereinstigen edition erhielte. Von dar begab er sich nachan. 1626. erlangter voÄor-würde nach Rom, nahm die Rö-niisch-Catholische religion an, reisete darauf gen Venedig, gabhieselbst an. 1627. abgedachte manuscripte , benanntlich äsAumsni Lorxorib ksbriss, und Jnlii Casseri Tsbulss ülis.omi-LA8 in fol. heraus, nachdem er solche noch mit 20. die daranfehlten, vermehret hatte. Als er in folgendem jähre nach Pa-ris kam, machte er sich mit den berühmtesten männern be-kannt , unter denen auch die krokellore ümsroiniN, JohannesRiolan, und Gilbertus Puylon waren, von welchen er noch vielesproficirte. Allein, er verließ kurtz darauf den weltlichen stand,und ward, da er 20. jähr alt war, den 2;. apr. an. 1629.ein Dominicaner-Mönch, da er dann den nahmen s St. The-ma annahm. Er starb nicht lange darnach den »o. sept. an.i6zi. ,/o. ops>. tom. I. iik. I. s. 6. p.fcriyt.
O. k. tom. II. p. 470. kiblioZr. Lnst. p. 197. GtSl-
les Historie der Medicinischen gelehrth. 1 .1. 6c;7.
Bucurest, siehe Bucherest.
Buczav, Busko, eine stadt in Roth-Reussen, in derWoywodschafft Bielski, wobey der fluß Bug entspringet. Dasvornehme gefchlecht der Buczaver hat von diesem orte denNahmen. kiü. kok
Buda, ein brnder des Hunnen-Königs Attilä, streifte an.441. durch Jllyrien und Thracien; jähr hernach aber ließihn Attila aus argwohn umbringen. in skron.
^raco«. lib. XV. rer. IIun§.
Buda, siehe Ofen.
* Budäus, (Gottlieb) ein Neäicus, war zu Rehfeld inder Hertzbergischen Vi«ce8, woselbst sein vatter eine lange zeitksüvr gewesen, den 25.,jul. an. 1664. gebühren. Nachdem ererstlich auf der Chur-Sachsischen land-schule zu Grimma, undso dann auch auf den Umversttate» zu Wittenberg und Jenastudiret, ward er an. 1689. Lahd-kkL>cu8 des Caiauischen undSprembergifchen krerses m Nleder-Lausitz, und nahm daraufan. 1690. zu Jena den titul eines voüorib an. Nicht langehernach bekam er auch die stelle emes Hof-und Leib-Nsäici beydem nachmaligen Sachfen-Merseburglschen Hertzog Henrico,so damals in Spremberg feine Hofhaltung hatte, begab sichaber einige zeit darauf nach Vudißin, allwo er an. 169;.gleichfalls das amt eines Land-kkylisi überkam, an. 1714. aberKUt Obrigkeitlicher genehmhaltung ein Lollsgium ülsäicum er-richtete, und endlich an. I7;4. mit tobe abgieng. Er war imubrrgen ein Mitglied der Lcsä. ölst. Luri»formn , und hinter-Iieß unter andern 4. Loiieciioner von medicinischen Lor>i,lii8
' Nigleichen einen tractat von der krampf-und krie-bel-suchr, rc. k. IX.
(Vlilhelmus ) wurde an. »u Paris aeboli-rrn, und aufdre Universität nach Orleanü geschickt, bst Rechl^
bud
gelehrsamkeit zu treiben; allein er begriff sehr wenig, weil er,nach beschaffenheit der damaligen zeiten, in Humsnioribu8 kei-nen gründ geleget hatte. Nachdem er wieder zu seinem vatterkam, brachte er die meiste zeit mit jagen und andern ergotz-lichkeiten zu; doch einige jähre darauf bekam er eine unglaub-liche begierde zu den studien. Am allermeisten legte er sichauf die Griechische spräche, zu deren aufnähme er auch eingar grosses mit beygetragen. Er hatte darinn zu anfuhren»erst Georgium Hermonymum, der aber ein schlechter kerl war,und hierauf den berühmten Johannen» Cäsarem , der «verwe-gen anderer geschäffte gehindert wurde Budäo recht zu dienen,daß also auch hierinnen das meiste auf seinen eigenen fleiß an-gekommen , welcher so groß war, daß er auch diejenige zeckhöchst bedauerte, weiche er zum essen und schlafen muste an-wenden, und so gar an seinem Hochzeit-tage ;. stunden fürsich nähme, um demselben abzuwarten. Er zöge sich auch da-mit viele kranckheiten und sonderlich heftige kopf-schmertzen zu»womit er in die 20. jähr solle geplagt worden seyn, und wel-ches allem ansehen nach das meiste beygetragen, ihn bey zu-nehmendem alter etwas unlustig und verdrießlich zu machewso daß er sonderlich gar leicht und heftig zörnen konnte, auchso gar gegen seine beste freunde; dessen unter andern einigeseiner briefen an Erasmum eine gute prob an die Hand gebenkönnen, als dessen geistreichen aber doch immer höflichen schertzBudäus gar nicht verstehen können. Svnsten hat ihn, lautseinem eigenen gezeuqnis, schon Ludovicus XII. zweymal cnwichtigen geschafften nach Italien versandt. Bey dem KönigeFranclsco I. kam er in solches ansehen, daß er ihm seine bi-blivtheck anvertraute, und ihn zu seinem Requetenmeister mach-te. Zu gleicher zeit wurde er auch zum l-revür äe8 lVlsroKsnäsin Paris erwehlet, da er denn vor nichts mehr sorgte, als diewissenschafften zu befördern, zu welchem ende auch Francistu»I. einige krokeüions8 auf der Universität zu Paris stiftete. W»dem Varillas zu trauen, der aber seine smkore8 nicht anzie-het , so ist Budäus auch von diesem Könige, an. 151;. gen Ron»an den Papst Leonen» X. verschickt worden, allwo aber ebenseine grosse geschicklichkeit eine ursach soll gewesen seyn, dg»das geschäfft Übel gerathen, weil er sich in jeder confereutz Nickdem Papst, der auch ein gelehrter seyn wollte, in lange dsscick-se von den studien und antiquitäten eingelassen , und nicht ge-achtet , daß man dadurch nur seine Handlung zu verzögernsuchte, und die zeit unnütz wollte Hinstreichen lassen. Alleinda Ludwig Regius in der lebens-beschreibung Budäi nichts da-von meldet, ja ausdrücklich zeigt, daß Budäus erst an.mit Francisco I. bekannt worden; sonsten auch Varillas, woer gantz neue fachen ohne zeugnis anführet, den Gelehrten la-'Everdächtig, so lässet es sich an diesem umstand billich zweifeln-Er hatte sonst mit dein Cantzler von Franckreich, AntonioPrat, einige streitigkeiten, und kam deswegen selten nach Efe; doch da sein bester freund, Poyet, Cantzler von Frank-reich wurde, muste er stets um ihn seyn. Endlich als M"ciscus l. an. »;4o. bey einer grossen Hitze eine reise nach?/,see-küsten von der Normandie thäte, begleitete ihn BudaMund wurde auf dieser reise von einem hitzigen sicher überfallen'worauf er sich nach Hause tragen ließ, allwo er den 2;. anS'besagten jahrs starb. Weil er des nachts ohne ceremonie A.graben seyn wollte, gab solches etlichen den verdacht, "wer»» er der Protestirenden religion nicht nngeneigt geweck'''sonderlich da auch seine Wittwe sich mit einigen ihren kinvernach Genf begab, und zu der Reformirten kirche bekannte.hat unterschiedene schristen hinterlassen, als: äs 8ruäio K'V,rsrum recho inüituenäo sä krsnciloum kegem; äs kon»?bu8 6c Neuluri8; äs Llle ejulgue xsrtibus; äs 'kkiloloßiaKro8 II. äs Lontemtu rsrum fortuitsrurn lik. III. äs 1^ ...Ilellenilmi sä Lkrillisnilmuin lib. III. Lxillols8; Oominenris OrXLse kingu-e ; Lonunentsris in ksi»äschs8 ; korensta, v
inn er die zu seiner zeit bey den Juristen, sonderlich Ad?0k^ten, in Franckreich übliche barbarische csrminos in gut uns ^Latein übersetzet. In allen dieses manns schristen stecket."grosse und in ansehung seiner zeit fast verwunderliche gelelstv^keil. Sie sind an. i;; 7 - in IV. vok in fol. zu Basel zuck'inen gedruckt worden, in virs Luäeei sxuä ^'^7.
rum in viÜ8 ßLtorum. exiltolse. stoß- A Ar-
eloZ. c. ». kilioir. äe8 *
,IL8 regn. < 7 rg//ö, elo§. O« /-ret-err«, rkestr.
* Budäus , (Wilhelmus ) ein Neäicu8 lindpracticirte erstlich zu Quedlinburg, und wurde darauflich-Braunschweig-Lüneburgischer Leib-Nsäicus, wie aucvIiou8 oräinsriu8 zu Halberstadt, worauf er an. 162s.
59. jähre seines alters mit tode abgieng. Unter seinenten, welche insgesamt etwas selten und rar geworden,
mercken: 1r. äs ksmilis K kstrimonio L. ätepksni t? . .stsäienf>8 ; Vits ülkerti II. kpilcoxi XXIX. IIslbsrlkiaiL»^^^Tksnsrologis, welche Leuckfeld wieder auflegen lassen,Lkronioon Hslkerttsclienkum L^iwopoium, wovon NV. Mwas in seiner eigenen druckerey gedruckt, aber nMUck-Hrif-das icht gestellt worden ; seine übrige noch «»gedruckte'ten sind nebst seiner ansehnlichen bibliotheck durch denmeistens zerstreuet worden, ir«»,»-«»». äs lions 8Lici«.
Budden, eine von den ältesten und vornehmsten «oe' gsfamiiirn in Pommern. Joachtm Budden ist r» AM