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bur
Bourg, Fronsac, Castillon, Cadillac und Bourdeaux, über wel,che nian ihn auch zum Königlichen Richter bestätiget, wieder un-ter Königliche Devotion zu bringen. Von Ludovico XI. wurdeer nach seiner crönnng zum Ritter geschlagen. Er starb zu Pa-ris den 5. julii an. 146z. k. kiüoir. 6e8 granäs 05 >
üc. 6 e 1 s Louronne.
Burellus, Laurentius^ von Dijon, Bifchoff von Sisteron,war von gar armen eitern, trat in den Carmeliter - orden , undbrachte es so weit, daß er nicht allein zu Paris voNor, sondernauch einer von den vornehmsten Predigern seiner zeit wurde. Erward auch beyCarolo VIII. und Ludovico XII. Beicht-vatter,Pro-vincial der Narbonenstschen provintz, und an. 1499. BischoffvonSisteron. An.i;ol. besahlen ihm Papst Alexander VI. undKonigLudovicus XII. sich wegen der conduite der Waldenser, zu infor-miren, welche in den gebürgen von Dauphins noch übrig wa.ren. Dabey verfertigte er verschiedene schriften , und unter an-dern seine LIiLäsin oder lob des Propheten Eliä , einen tractatvon den berühmten leuthen seines ordens, rc. Er starb endlich znBlvis an. 1504. äs Icrixt. ecclss. ep.
54 - , 6 es liommss illulir. cls krause. äs
kpllsopi 8 Iiilior. Oallia Llirilt. l^oA«r, 6 s Ilist.
kst. lib. III. c. 2.
Buren, Bühren, lat.Lum , eine kleine stadt in dem Hol.ländlichen Geldern in der Betau, unter dem titul einer Graf-schafft. Sie liegt zwischen Bommel und Wuck 6s Durstedenicht >veit von dem fluß Linge über dem buch, so sonir la koiisaux Nu 1 e 8 genannt wurde. Vormals gehörte sie der Hochitra-tenschen, nachgehends der Culemburgischen, weiter der Egmon-dischen familie, von welcher sie nach absterben Graf Maximi-lians von Egmond an. -549. an Prmtz Wilhelm vou Oranlen,weil er dessen einzige tochler zur gemahlin hatte, gekommen.Sie gehört zu der erbschafft des Königs Wilhelmi von Engel,land. wpoZr. LurZuuä. Franckenbergs Elirop. Herold.
* Burenius , (Arnoldus) ein -krokessor Humsuiorum zuRostock, war auf einem land-guthe, nicht weit von Buren imBißthum Münster, davon er seinen zunahmen erhalten, an.148;. den r. febr. gebohren. Er hat sich zu Wittenberg 15.jähr aufgehalten, und mit Luthers und Melanchthone vertrau-te freundschafft gepflogen, worauf er zum Hofmeister bey demMecklenburgischen Printzen ernennet worden, und sich nachge-hends nach Rostock begeben, daselbst den Mgüler- titul ange-nommen , und mit grossem rühm , als Professor Lloquemisegelehret. Erstarb an. i;66. den 16. ang. und hinterließ et-liche Oiatiouea , welche zusammen gedruckt sind./lEk/ME. in oxp. l>. IÜ8. 142». 1447- LlMotö. Li-eme».class. I. Isis. 2. u. 5.
Burford, auf alt-sächsisch Beorford, ist eine marckstadtvon ziemlichem alterthum in dem westlichen theil der Englischenprovintz Orfordshire, bey dem fluß Windrush. Die gewohn-heit, welche jährlich an dem abend vor dem Johannis-fest einesehr lange zeit daselbst in acht genommen worden, daß man ei-nen gemahlten brachen, nebst einem riefen,auf eine triumphiren-de art herum getragen, soll von einer merkwürdigen victorieherrühren, welche an. 750. der West - Sächsische Konig Cuth-bert, wider den hochmüthigen König von Mercia, Ethelbald,bey dieser stadt befochten, wobey man unter andern das feind-liche pannier, worinnen ein güldner brache gestanden, erbeutet.Nachdem Wilhelmus I. Engelland unter sich gebracht, gehörteBurford dem Grafen von Glocester, Roberto, dessen söhn Wil-helm von dem Könige Henrico II. das prlvileglum erhielt,daß dieeinwohner von Burford, gleiche rechte mit den bürgern der stadtOrford gemessen sollten. Heutiges tages hat dieser ort gar vielvon seinen ehemaligen freyheiten verlohren; indessen wird erdoch noch unter die sogenannte corporarlone8 gezehlet, und istsonderlich im rufweqen der guten sättel, so man allda verferti-get. An. 1676. den 27. dec. machte der König Carolus II. sei-nen mit Eleonora Gwin erzeugten natürlichen söhn, CarolumBeauclair, zum Baron vonHedington, und zum Grafen vonBurford. Nachdem derselbe den 10. jan. an.1684. zu der wür-de eines Hertzogs von Samt Albans erhoben worden , hat des-sen mit Diana, einer tochter des Grafen von Orford, Äubrey äsVere, erzeugter ältester söhn, Carolus, gebohren den 6. april an.1696. den titul eines Grafen von Burford angenommen.Hn'/lielp w LnZÜ8k IMor>, x. 29;. 0/ /.
k>- -6.
Burg, ein städtgen in derGrafschafftZütphen an der altenIssel zwischen Anholtund Dotekum gelegen.
Burg, eine Herrschafft und schloß im Voigtlande unweitSchläitz , den Grafen Reußen zugehörig.
Burg , siehe Borg.
Burg, auf Burg, ist ein dorf in der Eydgenoßischen Land-grafschafft Thurgöw vor der stadt Stein vorüber an dem Rhein,welches vor diesem ein Römisches castell wider die Alemanniergewesen, wie aus den alten gemäuern und inscriptionen zu be-mercken.
* Burg, oder Borg, paß zur Burg, eine schantze undpaß über den fluß Tersam, nebst einem schönen flecken in demHertzogthum Bremen, eine meile von der stadt Bremen. An.iBo- m der dainaligen Uneinigkeit zwischen dem BischoffvonBremen Godofredo, Grafen von Arensberg, und dem äämi-
bur
nistrakors, Mauritio, Grafen von Oldensburg, wurde diesescastell von dem letzter« eingenommen, und eingeäschert. Um dasjähr 1627. stecketen die Dänen diesen flecken, nebst der brückeüber den fluß Tersam in brand. Die Kayserlichen daueren. dargegen an dem passe daselbst eine schantze, welche die Schwe-den an. I6;i. eroberten und schleiften. Diese bestimmtenauch an. 1654. die vestung selbst, daß sie sich auf discretionergeben muste. Sie wurde zwar darauf von den Bremernwieder erlanget, aber an. 1666. in dem zwischen Schwedenund Bremen erneuerten Slavischen vergleich an die CrortSchweden abgetreten. An. 167,. nahmen die Alliirten diesevestung den Schweden ab , und ob sie ihnen gleich an.1680. restituiret wurde, so mnste sie doch an. 1682. nebst an-dern geschleiffet werden, clrroii. Lrem. Lp.
rer. 6erm. Icrixc. tom. II. x>. 66. Schneiders beschreib,des alt. Sachsen, p. 286. L
Burgau, eine Marggrafschafft in Schwaben zwischen Ulmund Augspurg an der Donau, dem Haus Oesterreich gehörig.Sie ist 8. weilen lang und eben so breit, und fängt bey Aug-spurg bey dem kleinen wasser Ettenbach an. Ein theil davonwird das länbgen Richsnau genennet. Sie ist nicht Fürsten-mäßig, wie etwa sonst die meisten Marggrafschafften, daher dieErtz-Hertzoge solche in ihren tituln, den andern Grafschafftennachsetzen. Einige wollen, es habe sich Ferdinandus I. zuerstvon Burgau geschrieben, es hat aber schon Maximilianus I-an. 1489. den titul geführet. Vor dem Interregna hat sie ihreeigene Grafen gehabt, die aber an. 120;. ausgestorben, woraufder Kayser Philippus dieselbe an einen Grafen von Roggensteinverliehen. Der letzte dieses geschlechts, Henricus, soll an. 1 28;-verstorben seyn, und darauf Kayser Rudolphus diß land, alseine dependentz von dem Hertzogthum Schwaden, zu sich genom-men haben. Allein es scheint, daß der Burgauische stammeine geraume zeit nach dem Interregna erloschen, und dasland an Oesterreich gediehen sey; inmassen die stadt Augspurgden Marggrafen Heinrich, den letzten ohne einen seines ge-schlechts, an. 1291. zum Schutz-Herrn genommen. Es habensich die Bayern stets bemühet, diesen strich landes an sich zn brin-gen , und der Kayser Ludwig suchte denselben mit gewalt zubehaupten, konnte aber nicht durchdrungen, bis daß die Oester-reicher das land an BischoffJohannem zu Augspurg an. r-E:versetzten, von dem es Hertzog George in Bayern ablösete. Eswurde ihnen auch solches an. 1489. in dem vergleich des KarMMaximiliani mit Hertzog Georgen wiederkänflich überlassetAllein Ertz-Hertzog Sigismundus brachte es an. 1492. käuMwieder an sich,worzu die Unterthanen selbst das geld gegeben -und versetzte es nachmals dem Bißthum Augspurg, von dem ^erst der Kayser Ferdinandus an. iz;9. wieder los gemacht. ERitterschafft darinnen scheinet noch an. 1488. von den 4. viertel»der übrigen Schwäbischen Reichs-Ritter abgesondert gewesen V'seyn, angesehen sie noch an. 1495. den gemeinen pfenning in ^schatz-cammer nach Insvruck liefern müssen. Sie sind aber amihre angebrachte beschwerde bey der immediatität gelassen wor-den. 6e 6ig. illulir. Datt. 6e pase üb. I. p. 2; 8.auiial. ?. I. x>. 148- k.II. p. k. III. p. 167. ckro»'
äugf. k. II. p. 89 - 242. rmnal. Lvikilt. k. I. p. 2j?-. '
II. x>. 221. Lei-c/-. k. II. k. i zz. äs orä. eguest»?'
;4- ä66s Decker. tlieatr. pr-eteust xag. 574. rast'
8uev. ^
Burgau, eine stadt und schloß, davon die MarggraE»,den nahmen hat, liegt an der Mündel, und muß vor alter-,:besserm ansehen gewesen seyn, Massen sie in dem bündnis »"dem Kayser Alberto an. izo?. nebst andern Reichs-und >a»^stadten anzutreffen ist. Doch ist daraus nicht zu schliessetwenn sie damals gantz frey mäste gewesen seyn, angesehen .selbigem bündnis auch land-städte, als Kirchheim rc. gestaE.,An. i z 24. hat der Kayser Ludwig den ort belagert und hart,»!^genommen, welches nachgehends in den Bayerischen MEten mit Oesterreich an. i;?i. wieder geschehen. L>»e. äsin Linon. äug. k. II. aä cit. annos.
8uev. ^
Burgdorff, eine schöne stadt und Vogtey mit einemschloß in der Schweitz im Argow, am Wasser Emmat, 4-w,,,.,von Bern auch so weit von Solothurn gelegen. Der ernr ^Heber dieses orts ist unbekannt, und findet man , daßBerchtolff von Zäringen selbigen an. 1190. mit mauren u»ss,x„gen habe; wie dann eine auf dem alten marckt an einemdaselbst annoch stchende aufschrift dessen zeugnis giebet.schloß ist lange zeit vor dem Hertzog erbauet worden, .^zwar, nach sage der Berner-chronick von zweyen gevr»Sintram und Berthram, welche Herren des landes M>obohrne Grafen von Lentzburg gewesen; gleichwol kanter Hertzog mit gutem fug unter die erbauer der stadt gooU„ekwerden, alldieweil er das schloß erweitert, und r" 'Ge-wöhnung stattlich zugerichtet, auch die stadt durch stwsff. „oksenheit und Hofhaltung empor gebracht; dann obschon '' jüdem des kleinern Burgunds Haupt-stadt und schon an- r'f.des Zäringischen Hauses Händen als Reichs-lehn gewesen-' 6-
sic dennoch gering und unachtsam, und wie es M'" 1,18-gentlich mehr ein flecken, als eine stadt. Nach seinem an-erfolgten tobe, kam die stadt Burgdorffan seinermann, Graf Wernher von Kyburg, und als dieser ^