Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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307
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A.We stamme mit dessen bruder Hartmann an. 1264. ansge-bele Burgdorff, mit Freyburg, Thun und andern'"Wundern Burgund gelegenen landern, an Graf EberhardHabspurg, der des verstorbenen schwester Elisabeth zur eheMe, welcher samt seinen söhnen den nahmen und titul vonMurg an sich genommen; dieser Graf Eberhard verliesse zweenb-, > Hartmann und Eberhard , welche gar füglich mit A-vei und Cain in vergleichung gesetzt werben können; dann als>?.eryard (nichtHartmann, wie Stumpff ineldet) ein wilder undmensch, sein guth meistentheils, theils durch krieg theilsdurch ein lasterhafftes leben durchgcdracht und mit schul-lehr beladen war, nahm er sich vor, seinen ältern bruderkwb , nn, der ein frommer, stiller Herr, darzu ein wittwer und>,,^tlos war, ermorden zu lassen, welches er auch an. 1522.^»rch emige schlimme Edelleuthe vollziehen und den armen bru-auf dem schnecken im schloß zu Thun, niedermachen liesse.A?rauf das schloß von den bürgern der stadt Thun umgeben^.belagertward. Folgendsträte er nach AegidiiTschudins„j,vchl in ein bündnis mit der stadt Bern ; als er aber dabeyx'At vest hielte, und der Berner halber in sorgen stunde, ver->""tte oder verpfändete er an. i z r6. die bürg und stadt Burg-an Ulrich von Signau, für dessen tochter Anastasia, giengx H ander bündnis ein mit denen ;. Eydgenoßischen lan-Schweitz und Unterwalden; heurathete hernach dieUernreldte Anastastam, und kriegte damit Burgdorff wiederumU/lnen Handen. Seine söhne Eberhard, Ego, HartinannKcrchtolff und Johann gaben an. iz6;. die stadt Burgdorff,xlWi und Oltigen, den Ertz-Hertzogen von Oesterreich, Ru-Albrecht und Leopold zu kauffen, sie blieben aber den,c.jA «m besitz. Als nun Graf Rubolph von Kyburg an. i;8r.s-^oftligkeicen mit der stadt Solothurn angefangen, und die-'^ve, mit hülffe Ertz-HertzogLüpolds, durch verratherey überrum-Ml wollen, welcher anschlag zwar zu wasser worden; gierigenU Mit Savoyischen und Eydgenoßischen hulfs-volckern ver-Mte Berner an. r;8;. 2000°. mann starck für die stadtMrgdvrff, und belagerten solche 6. Wochen lang,setzten ihr auchvart zu, daß Graf Berchtold zu accordiren anhub, und ver-ib«?d stadt und schloß zu übergeben, falls innerhalb;. Wochenentsatz zu hülffe komme; wo aber je solches geschehenden weder volck noch Proviant einzunehmen; sondern mitGlimmern jn offenem selb zu schlagen. Nachdeme aber deriN °on Nydau, wider den innhalt des stittstands snccurs undtkj'^m das schieß gebracht, würden dadurch die Berner genö-kW die belagerung aufzuheben. Iedennoch träumte demder a? "'chts gutes, und suchte derohalben unter Vermittelungau^mcigen Eydgenossen mit Bern friede zu machen, welchescvnnxV' ^^84. den 6. april auf einem zu Burgdorff angestellteniviel. ^schätze, als wodurch die stadt und schloß Burgdorff,^ stadt Thun und andere Herrschafften an die vonlgss'm gegen bezahlung ;?8c>°. fl. auf ewig abgetreten und über-gesch'Morden, welche dann selbige,wie noch aufden heutigen tagim ssNss burch einen Schultheiß zu regieren angefangen, als derdaselbst seine Wohnung hat. Es hat diese stadt ertrag-alz ^mwgulher und einen eigenen Rath samt zwey Vogteyen,keit s?, Uweil und Lotzweil, wie auch die niedere gerichtbar-TbiÄ» "tenhausen und Döringen, die sie vor altem vonreu. von Arburg, Freyherr» von Schenckenberg lind Bü-vvn 814. fl. erkauft hat. Der Schultheiß oder Amtmannben ffj.. 'ladt Bern präsidirt im nahmen der stadt, deren er auchvv„ eintritt den eyd schwöret. Sie hat grossen schadenx- ""d zwar erst vor wenig jähren erlitten, Massen an.M»sev - ^ april 45. Häuser und an. 1715- den 14. aug. 52.Thiele/ x"^ mühlin und 19. scheuren abgebrannt. An. 1401»ward . stadt das erste mal ihren eigenen Pfarrer, undanaebn,.!'.' ^09. die jetzige kirche auf dem berge daselbst neule. ^/MEt. Es begreift diese Landvogtey 8. grosse kirch-spie-siiimp/^ k>- 229. 2)4- Rönigshofen und Ju-

sfl ^ e, cbron. Lern. Nftr. ckron. Nlc:r. V. I.

' H22. k. n, 2n. i;8t- abrögs p. 457. *

haus,^ 3 dorff, ein Hertzoqlich Lüneburgisches schloß oder amt-Fyse /mem kleinen fluß, die Owe genannt, welcher in diedein einem daran gelegenen städtlein, so sonsten

Hertzoa ^Hudesheim gehöret, um das jähr 1420. aber vonMe„ unkx mardo zu Braunschweig und Lüneburg eingenom-liehst d-., heiliget, auch bey erfolgtem frieden demselben ,worden M gehörigen dörfern und einkunften, überlassendvn Bernhardt söhn Otto hat an. 14; z. das schloß

gen flecken abbauen und bevestigen lassen, auch den biSheri-versehx,, /"ss mall und graben, neuen einwohnern und Häusern«lich an iEser ort ist an. 1 <119. in der Hildesheimischen fehde,«der den Kayferlichen angezündet und ruiniret,

tvpo^r. m^eyends wieder gantz fein erbauet worden. 2«/.

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He wnm^^bifter von Deyzisau, vor alters eine adeli-bey der «Schwaben, deren stamm - guth Deyzisau naheHeister iA'As-stadt Eßlingen gelegen. Den nahmen Burger-«». ..ue vvn Marquarten von DeyMu erhalttn, welcherAiliNli/,, M'd i 297 . Bürgermeister in gedachter Reichs-stadtNersehst^m^en. Heinrich von Deyzisau hat an. 968 . zuCvnrad von Deyzisau an. izn. zu Ravenspurg,

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Caspar Bürgermeister von Deyzisau an. i;;?- zu Ingelheim ,Crato von Deyzisau an. i;74. zu Eßlingen, Christoph undWolf von Deyzisau, an. 1408. zu Hetlbronn, X. von Dcyzi-sau an. 14,6. zu Stutgard den turniern beygewohnet.Marquard Bürgermeister von Deyzisau war an. 142;. Com-menthnr des Teutschen ordens des Hauses Hornegg: und Jv»hannes von Deyzisau an. 149;. Probst zu St. Peter in Aug-fpurg und Dom-Herr zu Aichstädt. Nach diesein kam dieses ge-schlecht dermassen herunter, daß es sich des Adelstands entäussert,welcher jedoch denen von demselben übergebliebenen beyden ge-bendem , Paulo , Consulenten bey der Schwäbischen Neichs-Rilterschafft Kocher - vierchels, und des innern Raths undnachmaligem Bürgermeister zu Eßlingen, und Iohanni Ste-. phano , Fürstlich Sachsen - Eisenachischen und auch Schwä-bisch - Rltterschafftlichen, vierthels am Neckar und Schwach,wald, Rath und 8yn6iLo, (ur - ur - ur - enckeln Wolfgang Bur-germersters, welcher Bardaram Schöfferlin, eine tochter Lud-wig Schofferlms, so an. 1470. von Kayser Friedrich geadeltworden, zur ehe gehabt, und sich zur zeit der ReformationLutheri der rellgion wegen nach Mißlingen , einem der freyenReichs-stadt Ulm gehörigen städtlein, begeben,) an. 1704. wie-der erneuert worden. Von dieser familie sind nun noch imleben, ein söhn von gemeldtem Paulo, Paul Heinrich, ge-bohren 1712. lebt zu Eßlingen unverheurathet; und zwey söh-ne von gemeldtem Johann Stephan, Wolfgang Paul, vonwelchem wiederum ein söhn, Paul Philipp Eberhard, gebvh-ren 17; 1. und Gabriel Frantz, gebohren 1702. sur. Iüc. unddes innern Raths zu Eßlingen. Lünigö reichs - archiv, l>. lpec.cont. III. p. 412. tbesi ^ur. Lg. I. theil. left. X.

c. 5. p. 117. lsgg. L aliis in laclb, guv8 viä. in inä. voc.

Lurgmeifter.

* Bürgermeister von Deyzisau , (Johann Stephan) ge-bohren an. iü6;. zu Mißlingen. Nach fleißigem studiren indem Ovmn-ckio zu Ulm, und auf den Universitäten Marpurg,Tübingen, Straßburg und Heidelberg, und vieljährigemsich eben sowol mit allem fleiß zu nutz gemachten reisen, sowolin Teutschland, furnemlich nach Sveyer, Wien, Regenspurg,München,Augspurg, in Böhmen, als auch in Holland, En,gclland, Franckreich, Italien, Neapoli, ist er zu Tübingen,erstlich an. 1689. läcsnrmtus, und hernach an. 1691. v»<!kor5uris geworden, und hat daselbst bis an. 1706. seine woh,nung genommen, als er sich zugleich mit des daselbstigen be-rühmten ßLti und Lmacellorw Gadrielis s-chwederi ältestentochter verheurathet. An. 1696. wurde er bey der «Schwäbi-schenReichs-Ritterschafft Neckar-vierthels, Consulent, und balddarauf an. 1698. Lynäicus. Zu gleicher zeit, als er in Rit«terschafftliche dienste an. 1696. kommen sollte, wurde er vondes Hertzogs zu Würtemberg Eberhardi III. frau Wittib, Ma.ria Dorothea Sophia, zu des in sein vatterland Sachsen - Go-tha damals beförderten Wittums - Raths Bachovii vacirendgewordener Raths-stelle vocirt, die er aber refustrk; doch hater von Haus aus derselben sowol, als auch nach derselbentobe dero Fürstlichen erben, Printzen Ludwig von Würtemberg,und Hertzogin zu Sachsen-Eisenach Sophia Charlotta, in derogeschäfften gegen dem damals regierenden Herrn Hertzogzu Würtemberg gedient, und unter solchen diensten denRaths -character von Sachsen-Eisenach bekommen. An.1706. wurde er in der freyen Reichs-stadt Ulm Raths - Consu-lent ; in welchem dienste er geblieben, bis zu seinem an. 1722.erfolgten tobe, ungeachtet er mehrmal zu wichtigen anderndiensten, sowol bey löblichen Reichs-Ritterschafften, als auchan hohe Fürstliche Höfe, zu geheimen Raths-stellen, und sech-sten von Kayser Josepho, nach dem tode des berühmten Reichs-Hof-RathS Benders, zu der dadurch erledigt gewesene» Evan-gelischen Reichs-Hof-Raths-ftelle verlangt worden. Er warein mann von ungemeinem fleiß und arbeit, und darbey vonredlichem hertzhafftem gemüthe und treuem eifer , sowol inseinen Public- als privat - diensten und geschäfften, allermas-sen er, sowol Äclvocrmclo , als coniulenäo und reiponclsn-cko, so starck gebraucht worden, daß er die ihm überhäuftgekommene arbeiten vielfältig andern überlassen müssen; wor-unter seine collegen, Raths-Consulenten zu Ulm, nicht ge-ringen verdienst von ihm genossen. Fürnemlich aber wurde ervon dem unmittelbaren Reichs - Adel, sowol den Cavalieren insbesondere , als auch gantzen Cantonen gebraucht. Wie erdenn, bey seinem Raths-Consulenten-dienst z» Ulm, als Lon-illiarius kcmnrsrius, gegen reichliche bestallungen, sowoldie gesamte Reichs - Ritterschasst in Schwaden älter Can-tonen, als auch insonderheit den Canton Kocher bedient. Durchseine treu - eiferige dienste aber hat er sich von mächtigen qe-gentheilen nicht wenige Widerwärtigkeiten zugezogen; wie erdann , als er noch zu Tübingen gewohnt, einstens in dernacht aus seinem bethe durch Hertz^lkch-Wurtemberqischelitz abgeholet, und auf das schloß Hohen-Tubingen 6. Wochenlang gesetzt worden. An. 17-8. aber hat er sich gegen ander-wärte harte bedrohungeu, mrt einem character eines würckli-chen Kayferlichen Raths, dem m ciipIouE LLkgreo einxlitlimuni krotsökorium angefügt war, qeholffen Und dendem allem ist er jedesmal von seinen DrincivMen reiM^k, indemnisiret worden. Seinen fleiß in der aNöffentlichen schrtsten gewiesen. Vieler gedruckt gewordenen!

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