Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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320
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* Bujhue, (Herren vo») ein berühmtes ^schlecht in Sa-voyen, welches von Antonio, einem natürlichen söhne Iacobi,Fürsten von Achaja und Morea, Grafen von Piemont, ab-gestammet. Derselbe nahm den zunahmen von Morea an,bekam Busque zu seiner appanage, und lebte um das jährizyo. Von seinen söhnen huldigte Martinus von Morea we-gen Busque an. 1465. dem Hertzog von Savoyen, AmadeoIX. und hinterließ unter andern 2. söhne: 1.) Der jüngste,Antonius von Morea, Herr von Busque, hatte eine einzigetochter Magdalenam, Andrea von Jmola zu Pignerol gemah-lin, deren nachkommen noch jetzo den beynahmen von Moreaführen. 2.) Der älteste, Godofredus von Morea, Herr vonBusque, so um das jähr 1480. am leben gewesen, zeugteMartinum, welcher z. söhne nach sich ließ. Die beyden älte-sten, Ludovicus und Wilhelmus, stürben ohnbeerbet; derjüngste Lanrentius aber, so noch an. 1540. lebte, war einvatter Godofredi, welcher an. i;8o. Capital» bey der Sa-voyischen garde war. Desselben söhn, Wilhelmus von Morea,Herr von Busque, starb an. 1610. ohne kinder, und endigtesein geschlecht. 6Ärc/>e/ro«, kill. äs 8^voxs.

* Bussäus, (Andreas) Bürgermeister zu Helftngör, warin Norwegen den z r. mertz an. 1679. gebohren. Er ward frühezu den studien angehalten. An. 1694. ward er in die schulezu Bergen gesendet. An. 1696. gieng er nach Coppenhagen,und ward ihm bald die erste Daure-t in der Philosophie beyge-leget. Das 8tuämm Ilisologicmn war anfangs sein Haupt-zweck. Er ließ sich zu dem ende mehrmals auf der cantzel hö-ren , ließ sich auch von den Theologen examiniren. Nachher»aber änderte er seinen sinn, und legte sich am meisten auf phi-lologische und historische wissenschafften. Hierauf ergäbe er sichdem 8mäio luris Xswrsr <L 6eritimn auch kubiico OerwM.Insonderheit aber beflisse er sich, die Rechte seines vatterlandszu erlernen. An. 1710. wurde er als Advocat bey dem höch-sten Gericht angenommen. An. 1718. ward er zum Bürger-meister von Helftngör ernannt. Seine übrige zeit wandte erauf lesung juristischer und historischer bücher, von welchen,sonderlich denen, die zu den Nordischen alterthümmern undHistorie gehören, er sich eine auserlesene bibliotheck gesam-melt hatte. Er starb den 4. ian. an. 17;;. Seine gedruckteschrifken sind : IncroäuÄio in vi-äsckologwni X. 1. ; äs koeliLpica Üillertati'o; XotN <L Iuäiss8 3ä Olsi Lorriskü Lon-speökum 8criptorum linZ. 1 . 3 t. 6 r 3 MM 3 tisxe 1 . 3 t. krXLLpta;ltmullis tzr, 3 Ntit 3 tum; Lrngrimi Lissiüanäia , in ling.I>3niL3M tr 3 N 8 l 3 t 3 ; Ltü Vroä 3 , lol^bitkons, 8clisäiL live I.i-bellus äs I 8 l 3 näi 3 e veteri I 8 l 3 näis 3 in 1 . 3 t. ling. tr 3 N 8 lgt.

L nntis illullk3t. beneben vielen curieusen manuscripten.Einige briefe des Grafen von Plelo an Bussänm findet manin der Dänischen bibliotheck th. II. wo auch dessen lebenenthalten.

Bussenberg, IVlon8 LullM, ein berg in Schwaben, zwi-schen den klöstern Offenbach und Zweyfalten gelegen. Es habendie alten Hertzoge in Schwaben allda ein residentz-schloß gehabt,dessen Überbleibsel an der östlichen ecke des bergs noch beobach-tet werden. An der westlichen ecke des bergs stehet eine schönekirche, dahin eine wallfahrt gehet, wovon die kirche reich wird.cle monalk. Oerm. p. 299.

Busseret, oder Vuisieret, (Franciscus) Ertz-BischoffvonCambray, war von Mons im Hennegau. Er studirte zu Ryssel,und als er ein Canonicat in der kirche zu Cambray erhalten, thater eine reise nach Rom , und bey seiner zurückkunft wurde erVoökor der Rechten zu Bononien. In seiner kirche aber wurdeer hierauf Official, hernach Lrodiäuicomis, endlich Dechantund Groß-Vis3iiu8. An. 1602. erhielt er das Bischoffthum zuNamur, welchem er bis an. 1014. vorstund, da er zum Ertz-Bi-schoff zu Cambray erhoben wurde; an. 161;. aber den 2. mayzu Valenciennes im 66. jähre feines alters starb. An. 1605. hater Oräin3tione8 8>noä3ls8 zu Namur heraus gegeben , aucheine Historie von einer besessenen Nonne zu Mons geschrieben.

bibl. kilkoir. esclss. äu ?3i8 - ö 38 . c?a^e»rr^,

stistoir. äs Lambr. Lc.

Bußi, (Ludovicus Herr von) siehe Amborse.

ZZußieres, (Johannes äs ) Cardinal, Abt von Cisteaux undClairvaux, war aus Burgund. Er begab sich in seiner jugend inden Cistercienser-orden, und da er nach Paris gekommen, wurdecrvoöwr IbsologiT. Er that sich durch seine frömmigkeit undqclehrsamkeit dermassen hervor, daß er zum General des gantzenordens als Abt von Cisteaux und Clawvaur erwehlet, und vonGregorio XI. an. rz?;. den 20. dec. zum Cardinal gemacht wur-de, wiewol er bald hernach den 4. M. an. iz?6. zu Avignonstarb. Es ist noch jetzo eine ansehnliche fannlie von Bußieres inNieder-Burgund und Beaujolois, daraus Johannes äs Bußie-res ein Jesuit entsprossen, welcher sich durch seine schritten be-rühmt gemacht, als da sind: Eine Historie vonFranckreich inLateinischer spräche; klolculi Uiikoriarum, welche er unter demtitul kqrterrs ttiüoiiyrie ins Französische übersetzt ; ein vortref-lich getichte von dem Scanderbeg, und verschiedene andere wer-eke in gebundener und ungebundener rede. Iral. taLra.

V31I. , Lurä. IVrLo«. O3II. L'racco«,«/.

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* Ätt^ttnnck, oder Buftznang, Buftzlincteu, ein fleckenund ehemaliges schloß rm Thurgöw zur lincken der Tur, Wyn

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selben gegen über. Das schloß wurde an. 1405. von denAppenzellern zerstöret. Vor diesem hatte sie ihre eigene Frey-herren. Berchthold, Freyherr von Bußnang, der ;z. Bisch»»zu Costnitz, welcher an. 1179. stürbe, wird zu diesem ge-schlecht gezehlet, wiewol andre ihn einen von Küßnach , lindwiederum andre vor einen Hertzog in Zähringen halten. Inden Upbemsriäilw8 Älonalt. 8. 63H. 3 p. 6VÄa/?. rer. ölem.Isripwr. wm. I. p. 94. L 97. stehet den 4. lä. öiwji der todAdelheid von Bußnang und 1;. L3l. äan. des Conradi, welcheran. 1266. Abt zu St. Gallen gewesen. Stumpf. Schweiß,chron. V. 2z. p.Elisabeth war Aebtißin zu Seckingen, undwurde an. 1)07. von Kayftr Alberto zu einer Reichs - Fürstwerkläret. Anna, welche eine Gräfin von Bußnang genennetwird, stürbe an. 1404. als Aebtißin zu Frauenmünster. ev«-3IM3I. 8uev. k. II. lib. II. c. 7. Conradus wurde an-I4i9. zum Bischoff zu Straßburg erwehlet, weil aber andreJohannem von Ochsenstein haben wollten, so trat er sein rechtRoberto, Printzen von Bayern ab, und stürbe den 22. wart»

an. 1471. Mr«rpöe/r«Z. S 3 t 3 l. Lpils. ürgeM:. p. 106. leg-6erm. Her. welcher auch üemm3wgr. k. IV. einenAlbertum anführender Veronicam von Bodmann zur ehe gehabt.

Bussou, (Franciscus), ein Piemonteser, und der beste un-ter denen vier seiner zeit berühmten Generalen, welche nebst ihr»waren Braccio, Sforza und Piccinino. Sein vatter war ei»bauer und vieh-hirt um die gegend Carmagnola, dem er durchdie soldaten entzogen, und zum kriegs-wesen angeführet ward.Es thäte sich da an ihm nebst einer schonen und ansehnlichen ler-bes-gestalt auch alsobald Herfür ein fertiger und kluger verstau^eine unvergleichliche tapferkeit, eine grosse gedult alles ungemacvzu tragen, wie auch eine verwunderliche geschwindigkeit in Voll-ziehung dessen, so ihm anbefohlen ward; deshalben er auch stal-fel-weise gar bald bis zu der ehren-stelle eines Generals gelangte/ja das glück führte ihn so hoch, und brachte ihn bey demDiftonttin solche gewogenheit, daß er eine seiner baasen zur gemahlm er-hielte. Allein es stunde nicht lange an, so hatte auch BuWvglückseligkeit den neidhart zum geleits-mann; Massen er von ei-nigen bey Hertzog Philippo Maria dergestalt verkleinert war»/daß er bey selbigem in Ungnade fiel, und dieser ihm hier und ^etwas zu entziehen anhube, bis er ihn endlich gar zwang »e»Mayläudischen Staat völlig zu verlassen. Er begäbe sich von darnach Hause, allwo er seinen alten vatter annoch imileben fände/und denselben mit seinen erworbenen Mitteln bereicherte. M"bannen gieng er nach Venedig, und ward daselbst zum CapitalGeneral angenommen, in welcher qualität er auch die herrschn^dieses Staates treflich erweitert hat. Endlich aber gab ihm dasglück auch allhier seine bitterkeit zu kosten, indem der Rath eine»argwohn auf ihn warf,als wann er mit dem feind in heimliche»Verständnis lebte, und der Venetianischen armee unter Crew»«'nicht habe wollen zu hülffe kommen, als wodurch dieser iinp^.tanke ort, welchen die Nepublick so sehnlich verlangt, ihr» 7.",den Händen gegangen; derohalben als er nach verlauf 8-nach Venedig gekommen, ward er auf der Riesen - stegepallasts gesanglich angehalten, folgends grausam gefoltert, .nachdem er seine begangene untreu bekannt, durch des heEHand auf dem St. Marx - platz öffentlich hingerichtet.hat an seinem leibe 200. wunden gezehlet, die er im kriege Spfangen, und dennoch hatte sein schicksal ihn zu diesem schwellichen tod aufgesparet. Heut. zustand Sav. und k"e"

p 3 g. i;;. *

Bussus, siehe Clerc, (Joh. Is)

Bustamantius , ( Johannes) äs I3 Camara, war innem vatterlande zu Alcala oberster krolsllor kbilosoxbiD » ^

Msäisin-e, und hat 6. bücher äs Lnim3MibiiL 8criptur-e

geschrieben. bibl. Hilp.

LLI8H)N, war bey den Römern derjenige ort, da man

die

todten zu verbrennen, und hernach die asche zu begrabendergleichen sich Augustus mitten auf dem L3wpo ö/l3rtio ge»^Bin welchem er und seine nachkommen verbrannt worden,jemand sich um eine stadt übel verdient hatte, so warf wa>'sen grab, wenn man vorbey gieng, mit steinen. Xr»^/Eäs sur>. Xom. äs jure M3N. analst

Bußweiler, Buschweiler, eine kleine stadt undnebst einem schlösse, zwischen Lichtenberg und Zabcrn >>«

angenommen hatte. 2er/.

Butacides, oder Philippua, em söhn des Butackd^eii-Crolon in Italien, wurde zu seiner zeit für den schönsten ,schen gehalten, und war in den leibs-übungen so gesclM'er etliche mal in den Olympischen spielen den preis davonEr heurathete die tochter des Sybaritisthen Königs Tews-er aber von Crown, unwissend aus welcher ursach,ins eien»dern muste, und gen Cyrene in Africa zöge, verlohrweib. Hernach schlug er sich zu Dorieo dem söhndes Lacedämonischen Königs, welcher eine pflantz-staor > . y,elien anzulegen suchte, kam aber bannn samt Doneo. 0 " - ,jestWaffen der Egestaner ums leben. Wegen seiner sch»»^ undsen ihm auch selbst seine feinde ein grabmahl auinE' /. ^7.brachten ihm nach seinem tobe opftr. uo.

- L lib. VII. c. i;6.