Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Endlich sahe er sich gar gezwungen, nach Franckreich zu ent-weichen , allwo er lange auf die von dem Cardinal Mazarinversprochene hülffe wartete. Weil er aber merckte, das, dar-aus nichts werden wurde, begab er sich zu ende des jahrs1648. nach Irrland, und schloß im folgenden jähr um diereit, da dem Könige in Engelland der proceß gemacht ward/im nahmen desselben, und, wie man davor halt, unter garan-tie des Königs von Franckreich, mit denen, so an dem aufstandwider den König theil gehabt, einen neuen tractat, nahm etli-che städte ein, und brachte Caroli II. fachen auf einen ziemlichguten fuß, muste aber doch die belagerung von Dublin, weiler durch einen ausfall der belagerten grossen schaden erlitten,und seine macht vorher zertheilt hatte, aufheben. Von die-ser zeit an begunten die Irrländer auf reitzung der Päpstli-chen Clerisey, ihm, als einem Protestanten, den gehorsam anf-znkünden, und verschworen sich so gar wider sein leben, welcheser bey einem, durch einen Priester zu Limerick, erregten aufstandbey nahe Verfahren hatte. Die Bifchöffe erklärten sich auchöffentlich, daß sie keinem ketzer, und also auch ihm nicht fernergehorchen wollten, daher er sich wenig gutes mehr vor den Kö-nig auszurichten getrauete, und nachdem er den Marquis vonClanrikard zu seinem Lieutenant erklärt hatte, nach Franckreichgieng, von dannen er dem Könige nach Cöln folgte. Vor dieseso treulich geleistete dienste, machte ihn derselbe nach seiner Wie-dereinsetzung an. 1660. zum Pair von Engelland, mit dem ti-lul eines Barons von Lanthoni und Grafen von Brecknock, unddas folgende jähr zum Hertzoge von Ormond in Engelland, auchferner zum Discount Purles, Baron von Arcklow in Jrrland,zum Königlichen geheimen Rath, obersten Hofmeurer, Cam,mer-Herrn und Ritter des Hosenbandes, und zum Lord-Lteu-tenant von Jrrland. Ohngeachtet man ihm nun in diesem Rei-che viel zu schaffen machte, und dem Könige mancherley be-schwerden wider ihn übergab, so hatte er sich doch in dessen gna-de , weil er sich in allen seinem «Villen zu unterwerffe» beflis-sen gewesen, dermaßen vest gesetzt, daß derselbe nicht anders,als durch vieles ungestümes anhalten zu bewegen war, ihm dieStatthalterschafft abzunehmen. Solches geschahe an. 1668.da der König im geheimen Rath bekannt machte, daß er dieregierung in Irrland geändert hätte, und dem Hertzog seine voll-macht zu zweyen malen abfordern ließ, ihm aber, als er solcheselbst überbrachte, dreymal läugnete, daß er solches von ihm ver-langt , und ihm erst hernach melden ließ, er hätte besorgt, demHertzoge möchten über diese Veränderung, die er wider seinenwillen vornehmen müssen, einige harte Worte entfahren, welcheser gerne vermeiden, und sich mit ihm nicht veruneinigen, son-dern vielmehr zu bezeugung seiner fortwährenden gnade ihm diewürde eines Oberst-Hofmeisters bestätigen wollte. An. 1669.machte ihn die Universität zu Oxford zu ihrem Canbler. An.1674. rieth er dem Hertzog von Jorck, daß er sich auf eine zeit-lang aus dem Reiche entfernen möchte, welchen vorschlag dieserHerr ihm niemals vergessen können. Zwey jähr hernach be-kam er die Statthalterschafft in Irrland zum andern mal,verlohr sie aber unter Jacobs II. kurtz nachdem derselbe seinregiment angetreten hatte, weil ihn derselbe als einen mannansähe, der zu seinem vorhaben keineswegs dienlich wäre.Doch ward ihm die würde eines Obrist - Hofmeisters gelassen.Weil er nun von dieser zeit an am Hofe alles sein ansehen ver-rohren hatte, und über dieses durch das alter geschwächt war,brachte er die übrige zeit seines lebens gröstentheils auf demlande zu. Während seiner Statthalterschafft in Jrrlandhatte er einige sehr berüchtigte diebe hencken lassen, deren came-rad, Blud genannt, welcher geschworen, an ihm feiner gesellenlod zu rächen, ihm nach Engelland folgte, mit beyhülffe 8. an-drer ihn, da er dereinst nach Hause fahren wollte, aufhielt,nebst einem andern, der ihn halten sollte, auf ein pferd band,und wie Blud nach der zeit selbst bekennet, ihn zu Tyburn anden galgen hencken wollen, dafern nicht der Hertzog, nebst dem,der hinter ihm gesessen, vom Pferde gefallen, und solchergestaltden Handen dieses menschen, dem er solches auf defehl desKönigs verzeihen muste, entgangen wäre. Dieser Herr besässealle eigenschafften eines Hof-mannes. Er war von einem gutenansehen, von einem lebhafften muntern geist, liesse es an kei-nem aufwand fehlen, nahm den Wohlstand auch gar bey seinenlästern, die er mit dem schein der religion zu bedecken wußte,wohl in acht, war in bedienung seines Herrn emsig, und erwiesesich allenthalben gefällig gegen ihn. An seiner geschicklichkeitzum kriege hat der üble ausgang der Dublinischen belagerungzweifel erwecket. Der Protestantischen religion war er beständigergeben. Seine rathschläge gierigen auch jederzeit auf beobach-tung der gesetze, er war aber nicht marines genug, die Über-schreitung derselben zu ahnden. Er starb den 21. jul. an. 1688.

* Butler, (Thomas) der älteste söhn des vorerwehnten Ia-eovt, war ein hertzhaffter, großmüthiger und Überaus ehrlichermann, und bekam von seinem vatter den titul eines Grasenvon Offory in Jrrland. Carolus II. berief ihn an. 1666. mitLords Butter von Morr-Park, zu dem Engel-

s ?^rmnt, gab ihm auch den orden des Hosenban-

^/n^^!^«k-^-?"^/°"^Edmirals. In dem Holländi-

lnys merster zu machen, weil er aufViren rMn wabr^nommen, wie wichtig dieser ort, und n^

Es waren auch bereits alle anstalten gemacht, und es wußte

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von dem Handel niemand als der König und noch s. andre per-sonell. Allein, als der Graf des andern tages darauf unter le-ge! gehen wollen, so erzehlle der König dem Hertzog von Bu-ckingham das gantze vorhaben, und dieser wußte, aus haß gegenden Grafen und dessen vatter, die gantze fache auf eine so schlim-me und lächerliche weise vorzustellen, daß sie gantz und garunterbliebe. Da denn nach geschlossenem friede der Graf denHolländischen Gesandten sein vorhaben selbst entdeckte, und sieveranlassete, vor die bewahrung dieses orts besser bedacht zu seyn*Er starb an. 1680. noch bey seines vatters leben. l>m-

äe8 äernisre« revolm. ä'Lnglet. wm. I. LII. Lax,», km-changier, wm. VIII. IX. X.

* Butter, (Carolus) ein Engelländer, war gebohren zuWycomba in der Grafschafft Buckingham an. i?6o. und wardan. i;7y. in dem Magdalenen-Lollegio zu Oxford ein Llsricu^Au. 1587. Hrtüum NaMsr, und kurtz darauf zu Basingsto«-in der Grafschafft Hantshire Schul - Kccwr, und ?, jähr her-nach zu dem, drey meilerr daran liegenden, Vicariat St. Lau-rentii in Wotton befördert. Er starb den 29. martii an-1647. im 88. jähre seines alters, und 47. seines'VicariatS,und liegt zu Wotton im chor begraben. cl-rr. x>. z N'Seine schritten sind folgende: ö/Iormrclüa kemimns leu w"Koria Lpum, Oxford 1609. 16^4. in 4. Londen 167;. in 8'Eine Englische grammatick, Oxford i6;4. in 4.xroxinguitsw matrimomum impeäients, ib. 162;. in 4. Or->"wri-e lib. II. ib. r6;z. XkewricL lib. II. !b. 1628- i6ry-i6;2. Miller krincixia, Londen i6;6. m4.

* Butter, (Samuel) ein berühmter Englischer Poet, waran. 1612. zu Strensham, in der Grafschafft Worcester geboh-ren, allwo sein vatter ein Land-pachter war. Er studirte einezeitlang zu Cambridge, weil ihn aber sein vatter daselbst nEunterhalten konnte, zog er wieder nach Hause, und kam in dmdienste des Friedens-Richters in Worcestershire Iefferys, in de-nen er aufftines Herrn kosten sich insonderheit in der HistorikMusic, Poesie, Und Mahlerey unterrichten ließ. Als er in desRitters Samuel Lücke diensten stunde, verfertigte er das vc-kannte Englische getichte, ttuäibr28 genannt, in welchemdie feinde der Königlichen regierung auf eine sinnreiche und angenehme weise lächerlich gemacht. Nach Caroli II. Wieder-einsetzung ward er bey Richard», Grafen von Carbury, undeinige melden, nach der zeit bey dem Hertzoge von BuckinM"'8ecrsmrius, welcher letztere ihm viele wohlthaten erwleie (gleichwie auch der Graf von Dorset, der selbst ein guterwar, thäte. Er starb an. i68->. Ausser dem obgedachten Alichte, soll er auch noch 2. kleine Misten verfertiget haben, ^ren eine den titul ülola Limsria führt, die andre aber ein scha -ben ist, so er unter dem nahmen Johannis Audland,Quackers, an den bekannten Wilhelm Penn an. 1672. HE-gegeben. Bey der edition vom ttuäibrs 8 , so an. 1709. HE.,gekommen, ist Nachricht von seinem leben zu finden. An. r 7 » '

sind seine wercke zmn dritten mal zu Londen aufgeleget woden. ^/e'»ror>e§ xour lervir ü I'diüoirs cies Kammes ulmtom. IX.

Butter, Buttar, eines der ältesten und ansehnlichsten Eftr in Hessen, allwo deren stamm-haus Buttler im ländgen Achau an dem fluß Ulster zwischen Fulda und Eisenach gestAEs stehet mit der vorgebuchten Engelländischen samilie, «E^chen mit den Herren von Buttlar in Polen, Lieffand rc. in »s"verwandtschafft. Simson, ist um das jähr 12;;. ein beruv'ter kriegs-held gewesen, und hat dein turnier zu Würtzburg f ^gewöhnet. Um das jähr 1)70. da Andreas die stelle eines E yjemanns in Nordhausen bekleidete, hat sich dieses geschleust' -MNeuenburgische, wilprechtrodische, Grumbacvn ^und Treuschische linie vertheilet. Die erstere scheint «gangen zu seyn; die Grumbachtsche, so den nahmen von ^Ritter-guthe Gruinbach bekominen, haben noch zu ausgan».^XVII. s-Lculi Johann Friedrich und Philipp Hermann um"^ten. Von der wilprechtrodische» linie war Wilhelm « 7.söhn Hermanns, der zu Wilprechtrode gewöhnet, amAbt zu Reinhardsbrunn. Um das jähr 1550. war ^auf Wilprechtsrode Chur - und Fürstlich - Sächsisch^mann zu Georgenthal. Dessen söhne waren 1.)chior, Fürstlicher Amtmann auf Lichtenberg. 2.) Hansauf Hessenrode,ein vatter Johann Friedrichs, Obristen des ^ ^Fulda. z.) Wolf Wilhelm, Burgmann zu Saltzungeu VMckenckel Adam Wilhelm an. 1699. als Fürstlich - Saw>

Rath und Obrister verstorben, und nebst 5. tvalstsöhne hinterlassen. Von den röchtern hat sich ' „chsanna mit einem von Ketschau verehlicht, der das staw'Buttler im besitz gehabt, und Fuldischer Hauptman« Läu-sen. Von dem aste, so sich Treusch beynahmt,. wurderich, beygenaimt der lange Hesse, von dem Kömge M^P^MI. an. i zag. als Gesandter nach Caffel zum exameaund an. 15,9. aus den convent nach Worms gesch>«^.Jficö-Heinrich Treusch von Butlar war an. i6z8. Lrjedr'^Sächsischer Obrist-Wachtmeister. An. 1699. lebte s ^,4.Probst auf dem berge St. Michaelis bey Fulda , und a - ^ peswurde Constantinus, Johannis Christophs« von ,^„>0Ober-Rheinischen kreises General-Majors söhn st, ÄschenAntonii, Churfürst!. Mayntz. Cammer-Herrn, Furstl- o«geheimen Raths, Obrist-Jägermeistersund Ober-AM