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Zweyter Theil. Bi - C.
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lich, liegt gegen morgen zu. Die stadt wird von vielen reichenkaufleuthen bewohnt, welche die herrlichsten Magazinen in gantzEuropa haben. Es lausten auch daselbst der Spanier gold-und silber-flotten aus America ein. Das tastest ist von den Moh-ren erbauet, und nach der zeit wohl fortificiret worden. Daskort St. Philippi ist aufgeführt , den haftn in flcherheit zu er-halten. In der stadt ist ein Bifchöfflicher sitz unter Seviliengehörig. Sie hat auch viel wohlgebaute kirchen , und ist einevon den allerältesten städten in Spanien, fo bet) den Alten un-ter dem nahmen Gades und Gadica , inglcichen Tartessus be-kannt gewesen. Strabo berichtet, daß vor diesem zwey städtedieses nahmens auf der insul gelegen. Aber Plinius gedencketnur einer, die er ßuliam (-aäicsnam nennet, weil Julius Cä-sar , nachdem er Svanien ihm unterworffen , eine Römischecolonie daselbst gelassen. Heut zu tage giebt sie keiner stadt imKönigreiche nichts nach. Allhier verbrannten an. 1596. RobertGraf von Ester und Walter Raleigh die Spanische und In-dianische statte, bestehend in 40. segeln, deren ladung aufachtMillionen cronen geschähet ward, nahmen zwey grosse gallio-nen, St. Michael und St. Andreas genannt, mit ihrer ladung,und führten mehr krieges-rüstunaen hinweg, als in vielen jäh-ren hernach nicht hat wieder angeschaffet werden können , be-mächtigten sich ferner der stadt, worinnen sie 4000. mann zuzu fuß, und 600. mann zu Pferde theils niedermachten, theilsgefangen nahmen, und eine herrliche beute davon brachten.Die stadt erlegte darauf zu ihrer ranzion fünf Millionen und2000. ducaten. Es wurden auch noch zwey Millionen darüberofferiret, daß die schiffe in Port-real nicht möchten in brand ge-stecket werden; allein der Admiral wollte solches nicht einge-hen , weil er ordre hatte, alle und jede schiffe, die er nichtkönnte mit fortbringen, zu verbrennen. Aller erlittene scha-den ward auf 20. mill'vnen ducaten geschahet. Der Graf vonEsser wollte diese insul zwar unter Englischer botmäßtgkeit er-halten ; allein die andern Offtcirer, die sich trestich bereicherthatten, widersetzten sich. Übrigens ist Cadix einer von denortern, welche Carolus V. seinem söhne Philippo H. als schlüs-sel der damaligen Spanischen Monarchie recommendiret hat;die andern beyde sind Flißingen in Seeland, und Goletta inAfrica. An. 1702. suchte zwar die Engell-und Holländischeflotte sich meister von Cadix zu machen, muste aber unverrich-teter fachen abziehen. üb. IV. 0. 22. lib. V. c.

üb.III. c.6. M«, kea/. lib. I. <L III. c.9.

in Lansan Üb. I. c.;4.

in vits Lüksb. voyage ä'Llpagne, öLc.

Cadizadeliten, eine gewisse secte der Mahometaner, welcheden 8toiciü sehr gleich kommt. Sie meiden alle ergötzlichkei-ten, und affectiren eine gantz ausserordentliche ernsthafftigkeit.Sie reden unaufhörlich von GOtt, und einige vermischen dasChristenthum und die Mahometanische lehre mit einander. Sielesen das Evangelium in Sclavonischer spräche, und den Al-coran in der Arabischen. Im monat Ramazan, oder derTürckischen fasten-zeit trincken sie wein, doch ohne gewürtze.Sie lieben und beschützen die Christen, halten den Mahometfür den H. Geist, und glauben, daß die am Psingst-tage vomHimmel herab gekommene feurige zungen ein zeichen der ankunftdieses Propheten gewesen sey. Sie gebrauchen sich der be-schncidung , und suchen solches mit dem exempel Christi zu be-stätigen. Das Haupt dieser secte heißt Birgali Effendi.üe I'Lmp. Ottom.

Cadmus, der erste Thebanische König, des Agenoris Kö-nigs in Phönicien von der Telephassa oder Argiope söhn, Phö-nicis und Cilicis bruder und Epaphi enckel. Er gieng in Böo-tien, und erbaute die stadt Theben , oder doch wenigstens dascastell Cadmea genannt, ä. N. 2554. L. L. 14;«. und brachteH. N. 2540. L. L. 1444- diese 16. buchstaben: -d, s,

«, x, ", in Griechenland, zu welchen

Palamedes zur zeit des Trojanischen kriegs diese 4. S, A p,nach diesem aber Simonides die übrigen «, soll hin-

zu gethan haben, wie denn auch einige das » dem Pythagorälieber zuschreiben wollen. Nach der Poeten bericht, soll Cad-mus sein land verlassen haben , um seine von dem Jupiter ent-führte schwester Europam wieder zu suchen, also sey er aufbe-fehl des Oraculi tN Bootien gereiset, allwo einer von seinergesellschafft, alS er Wasser aus einem brunnen geschöpfet, voneinem brachen gefressen worden; welchen brachen sodann Cad-mus auf der Minerva befehl gelobtet , und dessen zähne auf ei-nen acker gesäet habe, woraus ein kriegs-heer entstanden, wel-ches sich selbst aufgerieben habe. Ferner soll er sich mit Her-mione oder Harmonia, des Martls und der Veneris tochter,vermählet, und mit ihr Polydorum, der ihm nachgefolget, wieauch die Semele, Jno, Autonoe und Agave gezeuget haben.Diejenigen aber, welche in diesen fabeln einige Wahrheit su-chen , geben zu, daß Cadmus in Bootien, eme provintz vonGriechenland, damals Aeolis genannt, gekommen sey, undeinen gewissen Fürsten, Draco genannt, umgebracht, durchlist unter dessen Unterthanen, welche sich ihm, da er in demlande sich vest setzen wollen, opponiret, einen Zwiespalt erreget,und sich also vermittelst solcher Zwietracht des landeS bemäch-tiget , auch den nahmen Thebä der allerersten stadt, so er darin-nen erbauet, gegeben habe; um dadurch zu zeigen, daß seinevorfahren aus der in Egyplen gelegenen grossen stadt Thebengewesen waren. Er führte gute sitten unter dem solche ein,

muste aber endlich wegen der Verwirrung, so in seiner eigenenfamilie entstanden, in Illyrien gehen, und daselbst sein «ebenendigen. Wie andere wollen , soll er der oberste Hofmeister beyeinem Könige von Tyro oder Sidon gewesen seyn, und seinweib Hermione oder Harmonia auf der flöte haben spielen kön-nen. Das, übrige, was in dieser fabel vorkömmt, wollen I>eaus der Phönicischen spräche herleiten. lib. IX. 6^"-

lib. III. inetamorxb. Xa,. c?Er. lib. IX. L. 40.

Cadmus von Mileto, ein Griechischer Hiüoricus, Pandio-nis söhn, schrieb ein werck von vier büchern, so von dem Ur-sprünge der stadt Mileto und des gautzen landes Ionien han-delt. Ihm eignete Plinius die erfindung der Historie zu.lebte uin die zeit, da die Griechen Troja einnahmen, welche»L. N. 2800. L. L. H84. geschehen. Es ist noch ein andererCadmus gewesen, auch von Mileto gebürtig, welcher wenjünger als der vorige, und eine Historie von der landschEAttica in is. büchern verfertiget hat. , üb. VII. c.

lib. I. contra üxion. üb. t-

ürom. , 6e Wt. 6r. üb. I. c.r. Üb. III. LIV. c. r- »

äs kbiloloZ. c. ro.

* Cadogan, (Wilhelm) Graf von Cadogan, stammte auseinem alten Englischen geschlechte her. Sein groß-vatter warder Oberste Wilhelm Cadogan , der sich insonderheit an. 1641-gegen die Irländischen redellen tapfer gehalten. Sein vattelder Ritter Heinrich Cadogan , starb an. 1715. zu Dublin, und 'verließ von Britged , einer tochter des Ritters Hardres WalletWilhelmum, von dem dieser artickul handelt, und Caroluw-Dieser Wilhelmus erwarb sich durch seine tapftrkeit und kriegs-'erfahrenheit, so er bey gelegenheit des Spanischen succeßions-kriegs insonderheit in den Niederlanden, und zwar anfangs un-ter commando des Hertzogs von Marlborough erwiesen, ewgrosses ansehen. An. 1704. befand er sich noch bey gedachtemHertzog, als General-Quartier-Meister. An. 170;. ward erBrigadier, und bekam ein regiment zu Pferde. An. 1708- war.er General-Major, an. 1709. aber General-Lieutenant und Gou-verneur von Fowr, auch alö ausserordentlicher Abgesandter un»klenipotentisrius nach dem Haag und nach Brüssel gesendet -in welcher letztem bedienung er zu vielen beschwerden über ftwfallzu grosse gewinnsucht und hartes verfahren in den Spa»^scheu Niederlanden anlas gab. Als Georgius I. zur regierungkam, ward er Ober-Kleider-Verwahrer, und bekam ein reg'ment garde als Oberster zu commandiren. Darauf ward eals Englischer Bevollmächtigter nach dem Haag , nach B«"fel und Wien geschickt, und trug vieles zu schliessung des m o>sem jähr zu Antwerpen errichteten Barriere - Tractats vev-An. 1716. ernennte ihn der König zum geheimen Rath ss'Ritter des Distel-ordens; ferner zum Baron von Reading; V'gleichen an. 1718. zum Baron von Oaklcy, Vicomte von^vesham in Orfordshire, und zum Grafen von Cadogan, w^auf er abermals noch in diesem jähr als ausserocdentlicherÄ».bassador nach dem Haag gesendet ward, daselbst ansung eines alliantz-tractats mit den General-Staaten zu armten. Hierauf ward er ferner General en cbek von der ^terie, Oberster vom ersten regiment garde, und Gouverm^von der insul Wight. Bey den obgerühmten guten eigenlE^ten besaß er gleichwol viel stoltz, eigensinn und geitz, we>wletztere sich vorncmlich bey verkaussung der kriegs - bedien»gen geäußert. Hierdurch machte er sich in den letzten M'seines lebens viele, und unter denen insonderheit den R'" ^Robert Walpole, zu feinden; lüde auch durchsein ungestüm» §bezeigen sogar den haß des Königs Georg» I. dem er bev „fgcwisten gelegenheit verdrießliche reden gegeben, dergestalt h,sich, daß man bedacht war, ihm das commando gar zumen, welches ihm, weil die Minister sich über feiner nW„ckknicht vergleichen konnten, zwar gelassen, aber also eingesclss»ward, daß er nicht macht haben sollte, einen Officier st.,dancken, oder eine erledigte stelle zu ersetzen. Man sagt 77 er-daß er kurtz vor seinem ende, welches an. 1726. im Dw Afolgt, des Königs gnade zum theil wieder erlangt habe-verließ nur zwey töchter, Saram, eine gemahlinCaroli Lenox von Richmond, und Margaretham. Vonansehnlichen vermögen hat sein bruder, Carolus, derster über ein regiment infanterie, und mit des Ritters v ^Sloane tochter vermählet war, den grösten theil geerbt'nicht den Gräflichen titul, sondern nur den titul eines zs.von Reading und Oakley erhalten. Alemoires cis477- Europäische Fama, pEm L rom. XXVI.

* Cadoi, wie Moreri sie nennet, oder vielmehr ssA, z »oNbey Strabone heißt, eine stadt in Mvsia, wie Stephass,„ x>jß.Bysantz sagt. Strabo in seinem zweyten buch, sagt 7, Mv-Aber Ptolemäus setzet sie in Lvdiam , an den grentzessgiens. Und nicht nur Hierocles nennet sie eine stadt Ochste"

8ia Lspitiana, sondern man findet üderdiß in dem '

Lonciüo zu Constantinvpel einen Bischoff, der sich lw sspMden hat, Philippus Sischoff zu Cadoi in^ der stMCapatlana, In dem III. steculo muß dlß eine wlw^ v Zu-gewesen seyn, dann man findet, daß sie zu des Kannriani zeiten das müntz-recht ausgeübet hat. jn de»'

Ladoltzburg, ein amt, marckt-flecken und altes S»

Brandenburgischen Marqgrafthum Anspach, so destenmercken, weil die alten Marggrafen sich zum öfter» vhalten.

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