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Zweyter Theil. Bi - C.
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Gelegenheit das gantze gefecht durch gelauert hatte , einen wurf-pfeilaufsie, der ihro durch die brüst fuhr, und sie auf der stelletodt niederlegte. Jedoch hatte sich dieser nicht lang über solcherthat zu erfreuen; dann Opis eine der gefährtinnen Diana , wel-che eben diesen tod zu rächen , schon vorher von der Diana , diedenselben vorsähe , auf erden geschickt war , traf ihn gleichnach dem gefecht mit einem Pfeil an gleichen ort der brüst, woer die Camilla verwundet hatte. So hat hiervon Virgilius ge-lichtet , und mit dieser beschreibung dem ende seiner Lneis einesonderbare anmuth zuwegen gebracht. Den nahmen Camilla,und wie er sie noch ferner nennet, Casmilla, hat er gewehlet, umdurch denselben anzudeuten, wie diese jungfrau schon von ihrerkindheit an zu dem dienst der Dianä gewiedmet und geheiligetworden. fV^?r7. An. üb. XI. L aci sum *

Camilla, Papsts Sixti V. schwester, war an einen mannverheurathet, der in einem dorft nahe bey der stadt Montaltoin der Anconitanischen Marck wohnete. Als ihr bruder FelixPeretti unter dem nahmen Sixti V. den Päpstlichen stuhl bestie-gen , wurde sie nach Rom verlanget, wohin sie auch nebst ihrensöhnen und ihrer einzigen tochter kam. Als sie nahe an diesestadt gelanget, giengen ihr die Cardinäle äs Medicis, Este undAlessandrino entgegen, sühreten sie in einen pallast, und putz-ten sie als eine Fürstliche Person aus, in meynung, dem Papstdadurch einen sonderbaren gefallen zu erweisen, präsentieren sieauch also dem Papst , welcher sich aber stellete, als ob er sienicht kennete, und sich in ein ander zimmer begab. Allein da siedes folgenden tages in ihrer gewöhnlichen tracht im Vatican er-schien , umfaßte sie der Papst , und sagte: nun seyd ihr mei-ne schwester, und ich will nicht haben, daß jemand an-ders, als ich selbst, euch zu einer Furftm mache. Da-rauf gab er ihr den pallast von Maria N-lgZiore zu bewohnenein, nebst einem jährlichen ansehnlichen unterhalt, verbot abererstlich, daß sie sich in keine staats-handel mischen, noch vor je-mand bitten sollte; welches sie auch so genau in acht genom-men , daß sie sich mit der freyheit vergnügte, eine confraterni-tät in der kirche äi ssekugio zu Neapolis aufzurichten, darübersie selbst die protection behielte. bitt. äi Litto v.

LäNlUI, wurden bey den alten Römern diejenigen kna-den genennet, welche den Priestern des Jupiters bey ihren opfernaufwarteten. Es wurden auch gewisse mägdlein, LamiÜW ge-nannt , bey celebrirung ihres geheimen gotzendienstes gebrau-chet , und daher kommt es, daß Mercurius m der alten Hetru-rischen spräche Lamillu^ geheißen , d. i. ein diener der götter,wie Plutarchus in dem leben Numä meldet. Bochart mercketan, daß die Wahrsager und diener der götter bey den HebräernXoielnm geheißen, daher bey den Römern das wort (Ximilüsoll entstanden seyn, welches von dem Hebräischen Lolme-el,d. i. diener GOttes, seinen Ursprung habe. in llisror.

k. I. lib. II. c. ;6.

Camillus, (Marcus Furius) ein Römischer Bürgermei-ster , ssribnnus Mlimm sorssulari potessste und Dictator. hatzuerst das geschlecht der Vuriorum in ansehen gebracht. " Er hatvier mal triumphiret, und ist fünfmal Dietmar gewesen. In-sonderheit hat er sich durch eroberung der stadt Veji, welche dieRömer viel jähr lang vergeblich belagert hatten, berühmt, hin-gegen aber verhaßt gemacht, da er sich im triumph eines Wagensmit 4. meisten Pferden bedienete. Welcher haß vermehret wur,de, als die soldatcn den io. theil der beute wiederum zurück ge-ben sollten , weil er denselben durch ein gelubde dem Apolttnigewiedmet hatte. Einige zeit darauf entstund der krieg mit denx-äildis, in welchem Camillus nicht weniger ehre einlegte. Esbegab sich in demselben unter andern, daß der fchulmeister inder stadt Falerii ihm die Ander der vornehmsten einwohner zu-führete, und als gefangene übergab. Allein Camillus schickteihn gebunden nebst den Andern den Anwohnern wiederum zu-rücke , wodurch diese beweget wurden, sich freywillig der herr-schafft der Römer zu unterwerffen. Weil er aber durchaus nichtgestatten wollte, daß man einwohner in die stadt Veji schickensollte, aus beysorg die meiste Römische macht börste sich dahinziehen, und hernach zwischen beyden städten beständige kriegeentstehen ; ward ihm das Römische volck noch gehäßiger. L.Appulejus ein ssriburms klebi8 klagte ihn vor dem volck an, undals Camillus seine clienten und andere bekannte, so er unterdem gemeinen volck hatte, zusammen heruffen und gefragt,was sie für einen ausgang vermutheten , erklärten sie sich alle,sie wollten wol aus ihren Mitteln das nöthige geld zusammenMessen, um die straf, so tym wurde aufgelegt werden, zu bezah-len , aber seine entschlagung durch die mehrere stimmen desvolcks könnten sie ihm keines Wegs versprechen noch zuwegenbringen, weil die Verbitterung der leuthen wegen dem zehendender Vejentanischen beut allzugroß; welches dann den ehrlichenmann so heftig schmertzte, daß er ohne fernem anklager zu ant-worten gen Ardeam in ein freywilliges elend gienge. Aberkaum war er weg, da die Gallier die stadt Rom eroberten, unddas Capitolium belagerten. Camillus that darbey seinem vat-terlande sehr grosse drenste, und bezeugete nicht weniger liebe ge-gen dasselbe, als vorher. Derowegen ihn die Romer, die imCaprtolio belagert waren, L. D. z66. zum Dietmare machten.Worauf er die Gallier aus dem Römischen gebiethe verjagte.Dem ungeachtet tractrrten ihn bisweilen die Iribuni Llebis garhart, und wüste er an. zgy. da er gleich Dietmar war, gesche-hen lassen, daß endlich das gemeine volck in seinem begehren, ei«

nen der zwey Bürgermeistern aus seinem Mittel zu erwess-jen , völlig durchdränge; da jedoch Camillus, als er vernünf-tig urtheilte, daß man endlich der Heftigkeit des volcks , ineMAan sich selbst nicht unbillichen fach , weichen müste, zu besamt!gung der kmricioruin und beruhigung der stadt für die k»Nstige zeit das meiste dazu beytrug, worauf er aber das fol-gende jähr an der pest starb. Seine johne haben gleichsahdie vornehmsten ehren-stellen in der Römischen Republick ve-rleidet. Hernach aber ist sein geschlecht in abnähme glom-men , bis zu den zeiten Tiberii; sintemal Tacitus berichtet edaß damals Furius Camillus Lroconlül von Africa trirnnM-ret, weil er den Tacfarinas und die Numidier überwunden'Ja man befindet, daß noch zu den zeiten Hieronymi wE-personen aus diesem geschlechte übrig gewesen, weil er ja-ches von der Furia meldet, an welche er seinen tractat »5viänitme iervairäa geschrieben. in vita Lsmilli. , s,

D,«, , lih. V. /Vorn,, üb. I. L. 2;. äs viri§ U'

lult. ÜVrcÄ«,, annal. üb. II. c. §2. *

Camillus , (Lucius Furius) ein Römischer Bürgermeisterund Dsstmor, des jetztgemeldten Camilli söhn. st. ss- Los-wurde er Dietmar, und das jähr darnach mit Appio Clauv!"Crasso Bürgermeister, welcher letztere aber bald darauf stAvda dann Camillus genöthiget wurde, sich qantz allein den Ge-liern zu widersetzen. Er schlug auch selbige, wobey Valeriusnen Gallier durch hulffe eines rabeu, so diesem Gallier uimHaupt flöge, umbrachte, woher er den zunahmen Lorvmus be-kam. ss. ss. 416. da Camillus zugleich mit C. Mänio BnEmeister war, schlugen sie beyde die bmino«, und wurden dAwegen zuerst mit Ritter-säulen beehret. Camillus bemeist^sich auch der stadt Antium , nahm alle galeeren aus dein v»fen, und brachte ihre ehrne schiff-schnäbel an denjenigen ortRom, allwo man öffentliche ormianss zum volcke zu han»pflegte; daher der nähme lloltra und pro ssoltris entstand»'ss. II. 429. wurde er abermal Bürgermeister samt Decimonio Bruto Scäva. Darauf giengen sie wider die Pelign»?Marser und Vestiner zu selbe, da Camillus aber kranck wul'r^und auf beseht des Raths einen DiMaroreni nennen mE/welcher den krieg an seine statt zu end brachte. , üb. ^

L VIII. /'/M. üb. XXXIV. L. ;. Ls. *

Camillus Scribonianus, wurde von einigen Römersdie der regierung Claudii überdrüßig waren, zum Kaysto^wehlet, als er der provintz Dalmatien vorstünde; aber vadarauf von seiner partey verlassen , und endlich voir ^nem nahmens Volaginio umgebracht. Sein weib hieß CAnia; und weilen auch Pätus Cäcinna mit selbigem ver»E^war, und deswegen gefangen nach Rom gebracht wurde,

Päti gemahlin die Nrria diese Juniam, daß sie ihren nia ^hätte tu ihrem schoossehen umbringen, ohne zugleich mitdeml^den zu sterben, wie sie Arria zu thun gesinnet war. Der sohstss chses Camilli, ebenfalls Furius Scribonianus genannt, musteao ^noch unter Claudio ins elend wandern, weil er sich durchChaldäer hatte wahrsagen lassen, ob nicht der tod Claudu'ohe wäre. üb. DX. in Llanä. 7 -a^r. annal. üb.

L bist. üb. I. L. II. spick. üb. III. 16. *

Camillus, (Julius) aus dem gebiethe von Forli gebürtignennte sich Delminium, von einem städtgen in Dalmatien , ^wo sttn vatter gebohren war. Er lehrte kurtz nach dem »des XVI. stecuü die Logic zu Bononien, hatte sich aber dav^wohl in den Morgenlandischen sprachen, wie auch in der c. ,bala und der Egyptischen, Pythagorischen und PlatoE>^Philosophie umgesehen, und war zugleich ein guterund Poet; wiewol er besser mit seiner mutter-sprache, ÜM-je-der Lateinischen zu rechte kommen konnte, und es in der ^ js-chischen nicht weit gebracht hatte. Als der BischofsvonIon, Joh. Bapt. Paüavicini, Francisco I. wegen seinesders , der einiger nachtheiligen reden halben in hartemnis gehalten wurde, einen fußfall that, erlangte er bestenlassung durch eine sehr bewegliche oration , dre er sich von. ^millo hatte aufsetzen lassen, unter dessen Misten sie, stvMgedarauf erfolgten danckfagung, noch zu finden ist. ^Me»eder beredtsamkeit durch eine sonderbare ersindung aufjuv)indem er sich bemühete alle fachen, gedancken mid arl"vortrags in gewisse classen zu bringen, damit ein Redn»les was die Orawre8, sonderlich Cicero, von einer stich,.ll»auch auf wie vielerley art ein jedes Wort gebraucht ,

einem augenblick übersehen, und was zu seinem zweck

auslesen könnte. Dazu bediente er sich einer höltzernen ma, ,^

in form eines tbsscri, mit vielen fächern, darinnenmenge geschriebene blätter legte. Hiermit gieng er nacy.Areich, und bot seine kunst dem Könige Francisco I- an,erm^ ^ mvon demselben ;oo. ducaten, um die fache völlig zu n -.^lsbringen. Mein da er sich bemühete, alles, was nur» „„din der Redner-kunst erfunden worden, mit anzubrmg»-dabey seine kunst so geheim hielt, daß er niemanden (eydam und einen Venetianer Mich. Angelum, zu goywo, jEnehmen wollte, fand er so viel arbeit dabey, dav eclang damit zubrachte, und seinem vorgeben nach "chendarauf gewendet hatte, ohne daß er damit m ende kvw> chZre: wie denn auch erstlich sein gehulffe Angelus , y ch ,ucy>-selbst darüber starb, und was er davon geschrieben , xy.von ihm, sondern von seinen freunden, Franc.

Porcacchi und andern heraus gegeben worden. AM

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