Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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bischer kinie; als sie aber des Hertzogs Philippi von Burgund andie Hertzoge zu Sachsen abgeschickte Gesandten aufgefangen,und hieher in Verwahrung gebracht hatten, ward es in gedach-tem jähr erobert. Es war auch ehemals allhier ein berühmtesCistercienser-Nonnen-kloster, welches an. 1202. von BurggrafDietrichen zu Kirchberg gestiftet, bey der religions - änderungaber secularisirt worden, orig. 8ax. x. 72;. leg.

jetzt flor. Thuring. ZeoZ. ^en.

Capelletti , werden bey den Venetianern die trouppen sowolvon der infanterie, als von der leichten reuterey genennet, welchesie von ihren Unterthanen in Sclavonien/ Albanien, Dalmatienund der Morlachey zusammen bringen, und wegen der absonder-lichen treu, so dieselben allezeit gegen die Republick, vornemlichaber wider den Turcken, sehen lasten, so hoch schätzen,»daß sie ihrebeste platze aufdem vesten lande damit besetzen, auch beständigL. compagnien fuß - volck davon zu Venedig haben, welchen siedie bewachung des Hertzoglichen pallastes und des Platzes vonSt.Marco anvertrauen. bist. cku 6ouv. cke Venilex. 66.67.

Orakel, ville 6L ftep. cke Venile p. 266. *

. * Capellettus, (Benedictus) ein karriems aus Rieti, undHerr von Belvedere, Freyherrl. standes, warf. I/. DoÄor, unddabey Nagitter iKsoloZi-x, gab hernach bey dem Legaten vonAvignon einen General-Auditeur ab, und advocirre nach diesemzu Rom,worauf er an. 1659. Ertz-Bischoff zu Siponto, und an.1670. Inguilitor zuNeapolis ward.Er resignirte feinErtz-Bischöff-zich amt an. 1675. freywillig. lacr. tom.vii. x.864.

Capellianus , des Römischen Kaystrs Maximini Landvogtin Mauritanien, zu ende des III. ss-culi. Er fiel dre beydenGordianos , den vatter und söhn, mit krieg an , welche sichMit des Römischen Raths bewilligung zu Kaysern hatten decla-riren lassen. Der söhn wurde im 46. jähre seines alters in derWacht umgebracht, und der vatter tödtete sich aus kummer.t7«/>reo/r'»«5, in LorUisno.

Capello, eine von den alten familien, welche unter die Xo-Liii von Venedig gehören. Sie hat unterschiedene Lrocurawresvon Sän Marco , Generals und andere berühmte männer her-vor gebracht. Die kroLurscores sind Marinus , erwehlt an.126;. Johannes an. 1486. -Antonius an. 152z. Paulus an.1524. Andreas an. i;;?. und Vincentius an. 15;8.Dieser letzte-re gelangte zu solcher würde an des Hertzogs Petri Lands statt.Der Senat ließ ihm zu ehren eine statue zu pferde zu Ma-ils kormola aufrichten, allwo er begraben liegt. Sein epita-xkium meldet, daß er dreymal General«Capitain zur see gewe-sen ; daß er die kriegs - disciplin auf der flotte wieder in denschwang gebracht; daß er Barbarossam, den General der Ot-tomanntschen armade, bey Prevesa eingeschlossen gehabt, unddaß er eine vollkommene victorie über ihn hätte erlangen kön-nen , wenn der Christen unglückseliges schicksal es nicht verhin-dert , (das ist, wenn der Printz Doria, General von den Spa-nischen galeeren, seine schuldigkeit gleichfalls hätte in acht neh-men wollen.) Dieser Vincentius war ein söhn Nicolai Capello,welcher gleichergestalt General - Capitain zur see, und zwar indem kriege wider den Türckifchen Kayser Bajazeth II. war; daer denn das Königreich Cypern, welches derselbe einzunehmentrachtete, glücklich erhielt. An. r?8°. ward Hieronymus Capellogebraucht, einige differentien, so zwischen dem Hertzoge Wil-helms von Mantua und denen von Verona entstanden waren, zuentscheiden. An. 164;. ward Johannes Capello zum kroeumwrvon Sän Marco,und zum General-Capitain erwehlt. Der Groß-Hertzog von Florentz, Franciscus, nachdem ihm an. i?78. seineerste gemahlin Johanna, eine tochter des Kaysers Ferdinandi I.gestorben war, heurathete an. i?79« Blancam Capello, welcherdie Republick damals die ehre anthat, sie zu ihrer tochter, undalso den gedachten Groß-Hertzog zu ihrem schwieger-sohn, anzu-nehmen , welcher aber mit ihr keine kinder gezeugt. Die Capelli-sche familie besitzt unter andern eine mit sehr vielen kostbarkeiten,und beydes von der natur und von der kunst hervor gebrachtenmerckwurdigen dingen angefüllete raritäten-kammer. ^Kitt. äu Oouvern. äe Venile, p. 24. io;. 508.557.

* Capello, (Clemens) ein Dominicaner aus Brescia, be-saß eine grosse wissenschafft in der Theologie, und starb an.1716. Er hat llilguilirionem in matoria conftaternitstum ge-schrieben , Cremona 1716. in 4. und einen sehr gelehrten tractat,Lcslsm ^acobeam genannt ; nebst einem Kelponlo sä gu-eli-tum äs Lonoextione palssva Lorxoris Ltiritti iM Manuscripthinterlassen. , lcript. o. k. tom. II. p. 792.

Capellus, (Rudolphus) war an. i6;4. zu Hamburg ge-bohren. Nachdem er daselbst guten gründ zu seinem studiren ge-legt hatte, gieng er an. 1652. nach Wittenberg, und weil er einherrliches gedächtnis hatte, legte er sich sonderlich auf die Litte-ratur und Historie, trieb aber zugleich dre Theologie, und giengdas folgende jähr nach Giessen, da er sich fleißig im disputirenübte. Hierauf begab er sich wieder nach Hause, und wurde an.I66o. ?rof. Lloquemiie, reisete aber noch selbiges jähr nachGiessen, und wurde voÄor Tkeologise. Als an. 167z. dasOymnssium eine neue einrichtung erhielt, und vier neue krcr-teliores bekam, wurde er krotellor mstoriarum und OrXLX Lin-xuL, welches amt er bis an sein ende verwaltet. Er starb an.^84-am hitzigen fieber, als er eben an einer schrift vom CreutzSonst hat er heraus gegeben: Erfahrungund Vorstellung des Norden; Lavü Tsbulas 8crir>corum Lccls-llslkceorum; tviuno^n^lacmm Lüiieriaiiuni; 8Mtsgmg seÄis-

cap

nvm Lidliotkecsiium; Lxclamationem cie 8. suchsro , eM*gue äivino llekormarionis opere , und verschiedene andr *Seine ö^rantina sind erst nach seinem tode heraus gekommen*eloZia HieoloZoium stec. XVI. L XVII.

Capellus, siehe Lappellus. .

Capeluche, ein scharfrichter zu Paris, war an. 1418* vstHaupt einiger aufrührischen, und als die innerlichen strerM^ten in Franckreich zwischen Ärmagnac und Burgund im sttMA.ge waren, hielt er es mit dem Hertzoge von Burgund.wurde aber nichts destoweniger auf befehl dieses Hertzogs e»hauptet, weil er sich unterstanden, mit dem Hertzoge sich S"zu gemein zu machen, und desselben Hand zu berühren. ^a, kill. äu lloi Ltiarles VI. ...

* Caper , Freybeuter, romisfahrer, Lrmateur,Weiner, weicherem schiff, das wohl besegelt ist, zum krieg a»"rüstet, mit erhaltener eommißton auf die feindlichen schiffe

tzet, damit er dieselben wegnehmen, auch aus neutralen schm-contrebande - waaren, die dem feinde zugebracht werden sE'aufheben lasse. Die capers sind des kriegs - rechts theilhaM 'auch ist zwischen ihnen und den see - räubern ein grosserscheid, als welche letztere durch eigenmächtiges unternehme» Uaufdas see-kreutzen legen, auch deswegen, wenn man sie,e""rpet, aufgehangen werden, wittenberg, vom recht der Cap"Dantzig 1711. in 4 . . .

* Caper, (Flavius) ein alter Lateinischer Ommmaticur,äe OrckoZrapbig ; cke Verdis äukiis gejchrieben , welche wemgen in knrlcbii Krammsticis antiguis stehen. bibl. b» -

, Capernaum oder Capharnaum, eine von den i«.im Jüdischen lande, war eine berühmte Handels - stadt am Ades Jordans gelegen, an dem mitternächtlichen ende des sees^Jberias,im stamme Naphthali; welche aber dadurch noch,>7^mehr berühmt worden, weil Christus selbige zu seiner wotE-Jerwehret, und viel herrliche wunderwercke daselbst verrichtetweswegen er ihr auch zur strafe ihres Unglaubens eingericht drohete. Unter andern ist St. Matthäus, welcher^zöllner daselbst war, zum Apostel-amte allhier beruffen wom .Nicht weit davon westwärts lieget ein berg, mons(ibritti ge»a> ^weil nemlich unser Heyland daselbst öfters soll gelehrt havemauch allda nach feiner auferstehung feinenJüngernPetro,Tkw' ^Zkathanael, Jacobs und Johanni erschienen seyn. Heutigesist Capernaum gantz verwüstet, nachdem sie Solymannäschert hat, und wird von einigen familien der Mohren vem ,^net, welche von den Pilgrimen, die diesen ort besehen wolle»/ s .fordern, IV. L IX. II. XXI. Lc.

itin. 8cr. Lc.

* Caperole, (Petrus) ein Mönch von der ObservantzK-durch feine predigten grossen rühm erworben; er hat im -^xe»culo gelebet, und ist in dem Venetianifchen gebieth ge»^.worden, und zu Brescia in den Franciscaner - orden eiligem^Als der krieg zwischen den Venetianern und Mayländer» ^ret worden, erzeigte sich Caperole parteyisch, welches lhmgrossen haß von feiten feiner untergebenen zuzöge,deswegen übel hielten: dann sie waren meistentheils >pestEr suchte sich dessentwegen, mit beyhülffe einiger freunden/Meche mit ihm in dem gleichem fall gewesen, zu rächen, »»p^ t>a-sich jenen zu trotz an die Conventualen. Allein er erzürn^durch besagter seiner untergebenen Superioren nur um smehr, diese machten der widerspenstigen anschlüge zu E,,M»theilten sie in dre ärmsten klöster,und die von dem Venetm""per--Staat am entferntesten waren; diß war nun eine gatlM'LchckWeisung in das elend für Caperole, aber es gab ihm r»

zeit gelegenheit, seinen verschmitzten verstand, und dar»gleitete Hartnäckigkeit, an den tag zu geben. Dann ^durch list mitte! aus, die meisten klöster in dem Maym» ^ g^durch Uneinigkeit hinter einander zu hetzen, um sie unter ^horsam der Conventualen zu bringen. Dieses geschaheAa»die trennung dieser klöster kam zu einem grossen proces-^MCapitul der Observantz zu Neapolis wollte sie auseinan^ ^,,e»und den frieden stiften, deswegen richteten sie zu Hreft" M»

wollte doch Caperole nicht, weigerte sich dessen östem'^le ^gedachte seine feinde auf das höchste zu treiben, und vs"zu denr ende so weit, daß der Papst einen Congregatmrm - ^i-riat aufrichtete, welcher nach Caperoli nahmen der ./UlMsche genennet wurde, und unter dem gehorsam dec«ev» ^^„0len stunde. Der eifer, welchen Caperole blickenjede aus der Observantz in diese Vicariats - Congregalw'nehmen, welche sich nur angaben, verursachte neM v"'gen, und er.muste auch deswegen von dem Papst eEgungen anhören, welches aber dessen ohngeacht nicht s"te, daß ihm nicht fünfjahr hernach, an. 1480. das kw!- Mletn gegeben worden. Der General des ordenspic»lieb hatte, wie auch die Venetianer, unterstützten ch»/»s^v,siy^letzter« sich beständig befürchteten, es möchten dle M»» a»vorgesetzten der klöster in ihrem lande irgend eine urior^richten. Da aber Caperole kurtz darauf gestorben^ .regMsich die Republick, daß man ihr anböte, aus der Co»^ aMder Caperolanern eine von der Mayländischen Obstrva ^ pich.sonderte Congregation zu machen, so daß der »avMönchen nicht viel langer als er lebte, bekannt und .tvichtigen nachruhm geblieben. L«e-. tE