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gend ein schüler Bernhardini 8enen6s, -essen anverwandter erauch war, und begab sich hernach in den Franciscaner - ordenüriäioris oblervantire , darinnen er zweymal Vic3iw8 6ensrLÜ8in den psrtibu8 cilinoMLnis, wie auch Inquisitor gewesen. Erhat viele reisen und gesandtschafften zu Vermehrung und ausbrei-tung seines ordens verrichtet. Sonderlich aber hat er sich durchseinen eifer , seine beredtfamkeit und sein strenges leben in grossesansehen gebracht. Dannenhero man ihn nach Böhmen schickte,an der bekehrung der Hußiten zu arbeiten; auch predigte er inTeutschland, Böhmen, Schlesien, Mähren, Ungarn und Po-len eine creutz - fahrt wider die Türcken. Seine beredtfamkeitkam dem Johanni Hunniadi so wohl zu statten, daß er an densiegen, so dieser gegen die Türcken erhielte, nicht wenig theil hat-te; sonderlich bey der nicht minder tapfern als glücklichen ab-schlagung der Turckischen stürmen auf Belgrad an. 1456.; sinte-mal er die soldaten nicht allein mit seinen reden augemuntert,sondern auch das creutz an statt der sahne qeführet, und vornenan m der schlacht sehr tapfer gestritten. Worüber denn auch,wie es scheinet, zwischen ihm und Hunniade eine jalousie ent-standen , indem Johannes Hunniades in seiner relation von die-ser victorie Capistrani gar nicht gedrückt, gleichwie auch Capi-stranus Hunniadis keine Meldung thut. Doch soll hernach Ca-pistranus dem Hunniadi in der tödtlichen kranckheit, worein ernach wenigen monaten verfallen, alle geistliche hülste mit grös-stem fleiß geleistet haben ; er folgte ihm auch bald sechsten im to-be ; Massen er 7. Wochen nach Corvini tobe den 2;. oct. selbigen1456. iahrs zu Willak in Ungarn gestorben. Er ist von Alexan-dro VIII. im oct. an. 1690. canonistrt worden. Er hat 8psculumOlericorum; äs kotsÜLts kupse <L Loncilii contra Lmueems8;äs kosnis lotsrui <L kurgatorii; äs Oignitatskccleuanica aä bli-colauin V. kapain ; äs illuüranäa Lonlcisnria ; äs koenis in-zunFenäi« ; äs 8axisntia Lkriäi; äs LauxerMte Lbrilli; Oe-Lenlorium rercö oräinis a kraue, iustituti ; aäverlus stob. Xo-
elcirau u. a. m. geschrieben. Amandus Hermann hat eine weit-läuftige ledens - deschreibung von ihm unter dem titul Laxistra-nus triumpliaus in fol. an. 1700. heraus gegeben. H,/.
, rsi. Ungar. äse. III. lib.VIII. , Ich. XXIX. bitt. Lobsm. biü. vng.
Üb. XX. sontinnat.L-rra».
äs 1er. e'scl. tom. I. iu ap. aä Lave kill. lit. a/va-
ehre des Hertzogth. Crain,lib. VIII. c. I. p. 498. lsq.
Capisucchi oder Lapizucchi, eine Römische familie, wor-aus in den letzter» Lcuiis unterschiedene berühmte Personenentstanden. Vincentius Armannus hat eine eigene Historie vondieser familie geschrieben, deren genealogie auch Ughelli verfer-tiget hat. Angleichen gedencket ihrer Tarquinius Gallucci äs'
deich Lslgico ich. I.
Capisucchi, (Blasius) Marquis von Monterio, Generalder Päpstlichen trouppen zu Avignon, machte sich durch seinetapferkeit und grosse kriegs-erfahrenheit berühmt. Als Poitiersan. 1569. von den Reformirten belagert wurde, und diese einebrücke über den fluß verfertigten, die stadt zu bestürmen, spranger mit 2. andern Personen in das Wasser, ungeachtet man staräauf sie schoß, und durchschnitte die bändcr, damit die brücke zu-sammen gefastet war, worauf felbige aus einander gieng. Wel-cher action Pius V. selbst in einer bulle rühmlich gedencket.Er diente damals unter Paulo Sforzia, einem bruder des Mar-chese äi Santa Fiore. Hernach diente er in den Niederlandenunter dem Hertzoge von Parma, welcher ihn an. i 5 84. der stadtCöln in der streitlgkeit, die mit dem Churfürsten Gebhard vonTruchfeß entstanden, zum succurs schickte. Hiernächst wurde erGeneral- Lieutenant über die trouppen des Groß - Hertzogs vonFlorentz, und commandirte die armee des Papsts in Avignonund der Grafsihafft Venaißin. , äse. II. Üb. V. Lc. va-»r/a , lib. V. , in bibl. kom. p. 226.
Capisucchi, (Camillus) Marquis von Puy-Catin, des obi-gen bruder, war gleichfalls wegen feiner kriegs - Verdienste imXVI. l-culo berühmt. Nachdem er unterschiedene proben sei-ner tapferkeit in der schlacht bey Lepanto und in den Niederlan-den abgelegt, gab ihm der Hertzog von Parma an. 1584. ein re-giment zu fuß , worauf er noch eine zeitlang unter ihm diente,und Hernach die trouppen des Papsts commandirte, sonderlichüber in Ungarn grosse ehre einlegte. Er starb im nov. an. 1597.im 60. jähre fernes alters. Er war auch in der Mathematicund fortificatrons - wissenschafft wohl erfahren, und hat einentractat äs (Mcio krLtectt Laürorum geschrieben, jv aber nochnicht gedruckt worden. 8lraäa,äs bs1Io.^ta«äoss«r,in bibl. Xom.
Capisucchi, (Johannes Antonius) Cardinal des tituls St.Pancratii, hernach des hemgen creutzes von Jerusalem, undendlich St. Dementis, war erstlich Lanoniens im Vatican, undhernach Lnäicor äi Xora unter Paulo III. Paulus IV. machteihn zum Cardinal und Bischofs zu Lando, und setzte ihn in dasJnqnisitions-Gerichte. Unter Paulo V. war er krakeSM 6gna-iurX LmüR, Gouverneur von Gualdo, und hatte den charactereines Tegati Lpoäolici. , bibl. kam.
Capisucchi , ( Paulus ) war Lsncmicus im Vatican , Xels-renäLrius utriukiue lignaturse, Unäitor äi Xota, Visihvff zu Nl-castro, VICMUS 6enerali8 Dementis VII. und Pauli lll. kr-X-Zruri-L, und Vice - Legat in Umbrien. Er stil-lere die dre zu Perugia entstanden, und brachte die-
^ den Päpstlichen gehorsam. Nicht weniger
er, ^aß m Avrgnon dze ^ufgehvben wnrs
cap
den. Clemens VII. verordnete ihn, die ehe-scheidungs-frEHenrici VIII. in Engelland zu untersuchen, und war er daE»ÜSL2NU8 äi kom. Er starb zu Rom an. 15)9. im 60. jähre jk>--nes alters. , in bibl. Xom.
Capisucchi, (Raimundus) war ein söhn Paulr Caprsncck!tarquis von Puy-Catin. Er begab sich in dem 14. jähre sänalters in den Dominicaner-orden, und lehrte die Philosophie vifentlich zu Rom. Jnnocentius X. machte ihn zumder Congregation des inäicis expurMwrü. Nachmals kammit in dre Congregation exsmini» kpilcoporum. An. 1654.de er N-iMer 8. kslstii, von Alexandro XII. aber diestr >;euwiederum entsetzt, weil er Vincentii Baronii buch,Lbrilkmnse lsptenäecim loci genannt, darinnen dieser den i. 2dinal Nithard angegriffen, approbirt hatte. Doch da man 1»'Unschuld erkannt, bekam er nicht allein hernach wiederum -affection des Papsts, und seine vorige ehren-stelle, sondern w»de auch endlich unter Jnnocentio XI. an. 1681. Cardinal,starb den 12. apr. an. 1691. und hinterließ seinen angenommnen nefen Graf Alexandrum Marescotti Capisucchi zum E 'Er hat sonst auch unterschiedene schritten verfertiget, als da I»'^
LontrovsrÜL VbeoIogicX; Aorslcs; Oogmaticke; ^orixturnä mentem l). Vbomre Lquinstis relolutT; Uppenälces sä ctroverliss kupraäiätg8 ; Vita L. Iobanni8 Lbilii; Lenluc^Votuin sä librum äs Lultu L Veneratione 8an6iorunt V. a-^Icurlu8 äs graäu virtutum in 8anÄi8 canoni7.anäi8 regmM 'Lc. , in bibliotb. Xom. spoloZ. l. II- st"-
x. 141- leg. Von allen diesen Capisucchis handelt auch Sa?/e-
Capitanata, eine provintz im Königreiche Neapolis, sou 'Aren nahmen von den Griechischen Gouverneuren, die Om»genennet worden, bekommen haben, als die Griechischen U.jjstr diese provintzen, und die Teutschen Kayser das übrige w §von Italien innen hatten. Sie hat ost - und nordwärtsAdriatifche meer, und westwärts die Graffchafft Molise / .
wärts aber das land Barri, Basilicata und il krincipsco mCapitanata ist der Alten Lxnlia vaunia. Die stadte darmsind Monte St. Angelo, Ascoli, Lucera, Ardona, Bov^nArpi, Fiorenzuola, Troya, Siponte, rc. Es ist auch darm> ^der berg Gargan, welcher wegen der erscheinung St.sehr berühmt ist. Diese provintz ist sehr fruchtbar, und eme 5besten im Königreiche Neapoli. äelcr. Iral.
mög. äslcr. äi Xax. äs Hegno Ical. lib-
* Capitaneus, (Petrus) ein IVleäicu8 von Middelbuw ^wurde zu Valentin voctor, war zu Rostock, und hernm» ^Coppenhagen kroksstor IstsäicinL, woselbst er an. 1557-
ben, und Lropbxlaüicum Lonstlium antixeüilsmisls ;rentü8 anim:L Lc. geschrieben. SaJ,/«-.
Capitania, ist ein nähme in Brasilien, womit die von.^Portugiesin daselbst angerichtete 14. Gouvernementsworden.
* Capitello, ein kleiner fluß auf der insul Corsica,
sich in den Golfo ä'Ajazzo ergeußt. ^
Capito, der 25. Patriarch von Jerusalem, succedirteII. und besaß diese würde bis auf das 25. jähr des Kaysers 1^1.modi, d. i. aufdas jähr 18;. in ebron. m
Capito, (Attejus) ward unter Augusti regierung nebst La ^ne vor eine zierde der Römischen Republick in friedens-zem'halten, wie solches lob diesen beyden von Tacito beygelegt , ^iiEr war allerdings ein grosser Rechtsgelehrter, der aberViläati8 seiner kr-eeexwrum treulich aushielt, dahingegäf7.^ifloft von den meynungen seiner lehrmeistee abgieng, w«E Wo-nach der Hand den secten der Sabinianer oder Caßianerculejaner oder Pegasianer den Ursprung gegeben. yje
befleckte er durch ungereimte heucheleyen, mit denen crgunst der Kayser zu erwerben suchte, wie er denn bis M Mgermeister-stelle in Rom gestiegen ist. Zum exempel, a>o ^p,„sEnnius verletzter Majestät angeklaget wurde, daß er dasTiberii habe einschmeltzen und verarbeiten lassen, und rm Si-rius die fache nicht wollte gerüget wissen, stellete sichob er vor des gemeinen Wesens bestes redete, und sagte- fftr sey nicht befügt dem Rathe das Recht zu nehmen über ^chen zu richten; eine solche that müste man nicht ungechl?^e ersen hingehen; was den Kayser allein angehe, darinnenlangsam zum zorn seyn, aber das dem gemeinen welsn "ne unrecht könne er so vor sich dem Verbrecher MM ^ hM,Item, als Tiberius ein neues Lateinisches wort gebrauwund darüber die meynung der Lrsmmaticorum in .z yicy»wollte, sagte Capito: es sey ein alt gut wort, und wenn ^dergleichen wäre, würde es darzu werden, und es wurv ^dem Kayser zu gefallen, es leichte unter die alten reHM.^ .gegen aber der Orammaticu8 Pomponius gar wohl AM.Capito leugt: denn der Kayser kan wol ben menschen.0» Wi-
sche Burgermeister-recht verleihen, aber nicht den wondergleichen reden hat sich Capito verhaßt und lächerlich»oLl-AEr hat Lommemaria nä XII.lLdb. eonjsÄansoruM n ^0.0äs kontisicio ^urs lib. X. LoUsÄmiea äs OKcio ^ x^yni A.,sure 8nLri6ciorum Lc. gesihrieben, die hin und wie Ilio, Macrobio, und andern angeführet werden. ^ c-l
C.48. Le^a«ä«/,in ILc. lib. II. c. 5 r. <7,a7E,in ^ '
Capito, (Robertus) siehe Robertos. ^ inA