Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Am datier zu gefallen an. 1498. zu Freyburaim Brißgau VoAor..^irux; weil er aber mehr belieben zur Theologie trug, legtenach dessen tobe auf dieses ttuämm, und wurde in solcherWMt an. 1504. zu Bafel ebenfalls voittor, worauf er sichH.ch Freyburg in Brißgau begab, und die Ibeoloxiam Lcbola-lehrte. Er legte sich aber auch auf die Rechtsgelehrsam-y>^!,und ho.rte 4. jähr den berühmten sLmm Zäsium, bis er vondemRosenbergen, Bifchoff zu Speyer, nach Bruchfal in" ^vermischen gebiethe zu einem Prediger beruffen wurde.»Abmachte er sich mitJoh. Oecolampadio, der zu Heidelbergden i V^annt , und ließ sich an. 151;. von einem bekehrten Ju,d "m der Hebräischen spräche unterrichten. Von Bruchfal wur-a./r nach Bafel berussen, und zum Prediger-oder Letrth - Prie-dem Münster, oder der Haupt-und Bifchöfflichen kirche<le en.^leibst er den ersten gründ der Protestantischen kircheAaU.hat, auch als ein Mitglied der Baselifchen theologischenUUMt fowol Cafparum Hedionem, als Joh. Oecolampadium,hernach ihm in dem Reformations-werck so getreue hülstecrek- ' annoch in dem Papstthum halfvocttores ibeoiciZisedenk. ' Endlich nahm ihn der Cardinal Albertus von Bran-wm Ertz-Bifchoffzu Mayntz, zu sich, und machte ihn zu sei-

nici Hof-Prediger und Cantzler. Er wurde voittor funs Lano-rii,. >M da er nun so viel wissenschafften erlanget, wurde er inbrau^. denen wichtigen geschäfften und Gesandtschafften ge-he Daher auch der Kayser Carolus V. ihn und seine gan-h>-, wme in den Adel - stand erhoben. Doch allen ungeachtet,könne ^ Reformation in Mayntz nicht zum stände bringennack'w-'. verließ er diesen ort, und gieng mit Martins BuceroNia^ ^waßburg, woselbst er noch an. iProbst zu St. Tho-er ^.Vsde. An. 152;. ward er nach Hagenau beruffen, aüwoAn Romisch-Catholifchen gebräuche abschaffete, und predigte,tilsdn "8° wohnte er der dijputation zu Bern mit bey, brachteq- s"ne übrige zeit zu Straßburg mit predigen und vorsor-or kirche zu, und starb an. ^41. im dec. an der pest, alsCrknt/w Reichs-tage zuRegenspurg nach Hause gekommen,«u» k mit Oecolampadio vertraute freundschafft gehalten,ihrem Wittwe geheurathet, und sein leben beschrieben. Nacheine!' ovsterben verheurathete er sich zum andern mal mit AgnesweigKehrten weibs-perstm. Unter seinen schriften sind: Intti-^ ssodraicL : Lkiarrationes in Habacuc L Hokeam ; äs^00 2 puero Ibeologo; Lxpücaüo in bexaemeron; einehandln briefe , darunter einige von gar wichtigen stückenkvp. p und gar furtreflich geschrieben sind rc. pro-

Ibegs , in armal. , comment. ,

* l^utkeran. üb. I. §. 41. n. 4. *glnzinMto, (Fontejus) führte unter Nerone das regimentNach n'Rbein, und gab seinem Kayser an grausamkeit nichts

, welchen er in verdacht hatte, als ob er inNach U7U0 eine rebellion anfangen wollte, schickte er gefänglichlrilii lieö^' ' bitt. IV.Dessen bruder Julium Pau-r;. W oraus eben dieser Ursache hinrichten, I. s.

nichts'Machtet er nun viele grausamkeiten verübte, und fastbey und Hochmuth von sich blicken ließ, stund er doch

?ä reg-io.ioaten in grosser liebe und ansehen. Allein unter Gal-Nber yj/M Eostete es ihm sein leben. Julius Burdo, welcherklagte >ch,, omische flotte an den Teutschen kästen gesetzt war,Über die n? , als ob er mit einer aufruhr umgehe / und zweyw schle,,ni?wlschen legionen gesetzte Ittibuni liessen ihn an. 68 .Manchen L dem wege räumen, daß man darüber auf die

ch», ,dieft möchten selbst an der vorhabenden empö-rn taq /??chabt, und nunmehro befürchtet haben, daß solche18.1!?"^" wurde. , 6alb. II. TU«,, bitt. I. 7.

^ünaug 72s. p- 528. von

* tttsche Relchs-Hlstorie, tom. I. üb. I. p. 2;y.

- .ibli reu-,?' (Ticinius) ein gelehrter mann zu des jünger»

schürt. N' um das ende des ersten jahrhunderts nach Christi^' snisssUat von dem tobe gelehrter leuthe geschrieben. ?/,-a^'äiv ir. Ungleichen von schau-spielen. LaL,«-

Mnius aettr-« ^ wiewol in andern editionen daselbst Si-nnes wwd. Veyin Gellio, noctt. ttee. V. 20. wird auch

. * w^apttoms gedacht. , äeHitt. bat. I. ;o.

Am die h-m.L ein Ertz-Bischoff aus Meßina; man rühmet an?chs, und ^ fernes lebens , und die reinigkeit seines glau-Zulige At^«"^ss^ser wider die irrthümmer der Arianer. DerL ' Syiveff^sius lobet seine schriften, und zehlet ihn nebst Oro-

beschük'^o, Julio Liberio und vielen andern, unter die gross? das mim «^^ Christlichen glaubens. Man setzet seinen todlLnjgx ? ^-herstt ;4». 0 ^«v. , tom. II. vitiL 8ancttor.

snn. eccletl v.

n,* rapita 7 - elog. 8icol. x. 72 .

nandirtewc>,M grausamer und barbarischermann, er com-bk?"MenictmN^ Elne eompagnie aus der armee Flori. Sei-dem ^nige urW" Stenge so weit, daß er unter den Juden ,üm hrsagtenU ' em grausames blut-bad anrichtete, nurvm.ug in welcher als Statthalter seinen ossentlichen

im rit zu kewVi? h'blte, ehre anzuthun, und seine unterthä-lid Mvlften^k?x- Dieses geschahe im jähr Christi, und, ll- CLp. 2^ rcgierung Neroniö. beü. ^oäsic.

x?über^e>Uas , eine stadt ehedem in dem lande der Jsraeli-

- ' Uicht weit«» Gaulonitis, zwischenNeve und Gada-

oerr von Gaulon. In den Christlichen reiten war

cap 429

auch allhier ein BiWum. leinen. t7x«rr-

, inlcr. p. 4^. n. 1;. , äs SjMübis 8xr. äitt. III. <7et/a-

Et, not. orb. ant. III. iz. §. 267.

Capitolinus, siehe Jupiter.

Capitolinus, (Julius) ein geschicht-schreiber, lebte zu endedes III. und anfange des IV. ttecuü, unter der regierung Diocle«tiani, welchem er das leben Antonini kü und Veri; dem KayserConstantino das leben Clodii Albini, Opilii Macrini, der beydenNaximinorum und dreyer 6oräianorum dedicirte. Er beschriebauch das leben Balbini und Maximi, dedicirte aber selbiges nie-manden ; wie er denn auch noch verschiedene andere schriften ver-fertigte , die aber untergegangen. Es sind durchgehends in allendiesen leben viel gute stücke, sonderlich von briefen, RömischenRaths-erkanntniffen, Kayserlichen edlcten rc. welche Capitolinusmit grossem-fleiß gesammlet, und die sowol der Historie als denalten gewohnheiten grosses licht geben können. Trebellius Pol-lio in VMS zo. thränn, gedencket auch eines Cornelii Capitolini,welcher zu den zerten Aureliani gelebet; dessen schriften aber nichtmehr vorhanden. Em anderer Casus Julius Capitolinus ist an.274. mit dem Kayser Aurelrano Bürgermeister gewesen.äs Hitt. I-at. üb. II. s. 4- 7 - , cls tt:ri^>t. rer. ttom.

k. I. L. F'aöxre» bibl. 1 , 2 t. P. 15?. *

L/IkHOI-WN, wurde die vestung zu Rom genennet, wo.selbst dem Jupiter zu ehren ein temvel erbauet war. Tarquiniuskrilcus legte L. I). 140. tt. AI. L. e. 614. den ersten gründdarzu, und Tarquinius 8uperbus führte das werck im 221. jährL. e. zzz. L. N. ;4?l. vollends aus. Der nähme Laxitoüuinkommt her von dem Lateinischen Worte caput, weil man, nachDionysil llLÜLarnattenf« bericht, einen menschen - kopfdaselbstgefunden, als man den gründ zu legen, in die erde gegraben. Inden einheimischen unruhen zur zeit des Sullä gienge diese-schloß im brand auf, welches hernach der Rath wieder bauenließ, und hatte Q. Luctatius Catulus die ehre solches einzuwey-hen. Als Vitellius mit Sabino, dem bruder Vespasiani, schonangefangen hatte von abtretung des Reichs unter währendemanmarsch Vespasiani gegen Rom zu handeln,dieVitellianische sol-daten aber diese Handlung zerstöret, und Sabinum samt Domi«tiano in dem Lapiwüo bestürmten, kam solches unversehens inbrand, ohne daß man gewiß sagen konnte, welches von beydentheilen solches feuer zuerst angelegt, und wurde fast völlig davonverzehrt. Doch richtete Vespasianus solches nach kurtzem sehrprächtig wieder auf. Als es aber nochmals durch einen strahlunter Titi regierung entzündet und verzehret worden, ließ esnachgehends Domitianus mit grosser Pracht wieder erbauen,und verordnete darnebst gewisse spiele, die alle 5. jähr einmalsollten gehalten werden. Von welchen Capitolinischen spielen sieihre zeit rechneten, gleichwie die Griechen nach den Olympischen.Nachgehends haben die Christen eine kirche daselbst aufgerichtet,ttra Loeü genannt. Das heutige Lbpttoüum ist ein neues ge<-bäude und muß mit dem alten nicht confundirt werden, o,-»^

üb. IV. bitt. öa>o». in spp2r. 2NN2I. «Lc. *

LHkHOM-8 , werden zu Toulouse diejenigen genennet,welche die geschäffte der stadt dirigiren. Zu Paris, Lion, Rouen,Orleans, Rheims, Troyes, Poitiers, Röchelte, und in allenandern städten von Franckreich zwischen der Garonne und Som-me, nennet man sie Lsksvins oder Schoppen, zu Bourdeaux,Unrats oder geschworne, und in den andern städten von Guien-ne, Languedoc, Dauphins und Provence heißen sie Loickuln,mit einem von den Römern entlehnten nahmen, so aber von ih-nen in einem gantz andern verstände gebraucht wird. In eini-gen grossen und reichen städten des Königreichs adelt sie der Kö-nig , wenn die zeit ihrer Verwaltung um ist , absonderlich aberführt in Toulouse die würbe eines Lapttouls den Adel - stand mitsich. Sie haben sonderbare xrivilegia, und der oberste unterihnen wird zu Paris , Lion und Rouen rc. Lrsvör äsn Nsr-ek-mä» genennet; in andern städten aber, als zuBourdeaux,Röchelte rc. heißen sie Natter oder Nazwrr.

s LftkHODI.8, (die) lat. Lapitoüni, also werden zuToulouse die Rathsherren genennet , deren acht sind , welchedie stadt regieren, und neben dem Parlement ihre gerichtbarkeithaben. Das wort kommt von dem Römischen Lapttoüo. Undalso wird auch das Rath-haus zu Toulouse genennet,ohne zweifelseit der Römer zeiten, welche dorten eine Loloniam gehabt, undNagittrawr municipales gesetzet haben. Diese ehren - stelle istdorten sehr angesehen, und wer sie besitzet, wird für geadelt an-gesehen , daher der Hertzog von Noailles, da er muste seinenAdel erweisen, um das Loräon-bleu zu erhalten , sich begnügethat, etliche dieser Lapttoulr unter seinen vor-eltern anzuführen ,welches ist angenommen worden. Folglich wird dieser städtischeAdel in Franckreich besser gehalten , als unter denen in diesem

Siehe die briefe der , tom. I. eM. .

eftkUVI-H M, heißen die Verordnungen Caroli N. undeiniger andern Komge von Franckreich, wormnen sonderlich vie-le artickul enthalten ,ß? die regierung der kirche betreffen, unddurch den rath einer Bifchöfflichen Versammlung aufgesetzet wor-den. Das Wort kommt ursprünglich her von dem nahmen La-

pttula; wormit diejenigen artickul benennet wurden, welche diePrälaten zum unterricht der unter ihrer vio-ce» befindlichen

Clerisey