Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Aund Theologie unter anführung der Jesuiten zu Neapolisdi^ iahr, wendete sich hierauf zu der Rechtsgelehrsamkeit,»lAaber gar bald mit der Medicin verwechselte. Bey diesenbilden fand er vor nöthig, sich in der Griechischen sprächebeä?^hen, damit er Galenum, Hippocratem und andere AltenWer verstehen möchte. Er gieng hierauf im 22. jährrä„n? leine vatter-stadt, in dem absehen seinen köpf aufzu-gerieth aber mit der Obrigkeit selbigen orts in grossewiss- "§sseit, und gab man ihm schuld, daß er an einem ge-e>, I?! Meuchelmord mit theil genommen, daher er der gefahr zusta,H> en, wiederum nach Neapolis zurücke kehrte. Allhier6'sonderlich Thomas Cornelius, ein tiefsinniger üle-i„>^'wohl an,bey welchem er die wercke der neuern lvleälcorum.h o.Philosovhen, als der Helmontiorum, Gassendi, Cartesii,erBoylii, Wallisii und anderer zu lesen bekam, und weilE?"?or schon bey der bisher in Italien eingeführten lehr-artscrupel bekommen, welche ihm seine gute känntnis in

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der L icrupel bekommen, weiche lym ftlne gure rannmis rnicl,,°.,l r/hematic und Anatomie täglich gehäuffet hatten, soo, er das joch der alten meynungen desto freymüthiger ab,den, b^Mnhetx sich ein neues liz'ilsma zu erfinden. Er stiftete zur°i,,Istde die Lcaäemiam invelkigautium, welche zu gewissendem pallast des Marquis ä'Arena sich versammlete,los "Mer sich dasjenige, was jedweder in der Medicin und Phi-tersua ^ Migemercket, mittheilte. Er selbst behauptete in 2. un-canss, s^en wercken die Ungewißheit der Medicin und der medi-Di? ^ wodurch er sich aber die Neäicos zu feinden machte,ärcsa Mgin Christina hielt ihn sehr hoch, und die Academie derNaknn^riahm ihn in ihre gcsellschafft auf, in welcher er denSein!?)Acestt Cillenü bekam. Er starb den 17. jan. an. 169z.Mrl' mwiften sind karsrs äivikato iri Otto raZicmamenti, us'i'^^itameuts uarranäoü 1'oriZius sä ll xro^relko äella Äls-he-4' ' ^aZlonameotl inturno all' incerte'/xa äs msälsamsmi;cis P "es äs Uepbitium natura ; Vita lkoärese Lantslmi vu-äj sopolituni, und einige streit-schriften. Vita cll Lionaräo6a XicLols ümenta vol. 2. äclls vlts äegl' Lrcaäl ll-kuppt. com. I. §. 12. äs an. 171;. x. 501.

ner.ÄUa, (Petrus äs) ein Cardinal, gebürtig von Amalfi, ei-ihn an dem Königreiche Neapolis. Cölestmus III. machteander zum Carbuial-viaLoiio, und trug ihm hinter ein-Neavnl.'^lchtige Legationen auf, die erste in das Königreichrsihstss ? 8 die andere in die Lombardie, die dritte aber und be-abstbam ^ das Königreich Polen, woselbst er viel mißbräucheMe» er eben dergleichen in dem Königreiche Böh-

kap, ."genommen, gerieth er darüber in lebens-gefahr. Erauf Uwln nicht geringere gefahr bey Piacenza, als er dadurchbey ss.,,!? reisete, und von etlichen soldaten gefangen wurde,Äavsteer seine freyheit für geld erkauffen muste. Demdie bi,^-V solches so nahe, daß er Piacenza in bann that, weilWacbt^ boshafftige leuthe nicht abgestraft hatten, undU»ten^.N Bischoff von Piacenza dem Ertz-Stifte zu RavennaFranck^i»?' . Innocentius III. schickte ihn als Legaten inCnaellan!^ btnen stillstand der Waffen zwischen Franckreich undtey q8?"d zu vermitteln. Als ihm solches glücklich von stat-eheM.jMW predigte er eine creutzfahrt, und stellte wegen der^berae->i"^ Königs Philippi Augufti von seiner gemahlin En-stlbst xx M zusammenkunft der Prälaten zu Dijon an, wo-Mrimi--,« Ws Reich in den bann that, womit er aber nichtsAls ^V Weil der König an den Päpstlichen stuhl appellirte.U ,/d^r «ach Rom gekommen, setzte ihm Innocentius,,V,l?^'l)M auf, und committirte ihm die wichtigeOrient, woselbst die Lateiner den Griechen dasdielt sick Kayserthuin abgenommen hatten. Er

kucke nael, S Eiche jähre im Orient auf, und als er zu-lull pm kam, starb er an. 1208. t7,«co«.

Kaveäe». hilf. äs krance.

?^^hrE^(/Bartholomäus von) ein Neapolitanischer Rechts-EchN»'^ssMrdievornehmstenehren-stellen in dem König-^udecten !'!E / und an. izoo. starb. Er hat über die

wgreicha ^,77^,den Loäex, und über die gewohnheiten des Kö-dolis geschrieben. bibliorbegus

^Lu - autsurs äu Lroit Llvil, Lsuouiqus Lc. llui out* ssm /rneriua, <Lc. Paris 1692. 12.

, hat in,^ Capucio, (Antonius) von Spoleto gebür-ansang des XVII. stxLuli gelebt. Er war ein jün-wss andrem,^" Mureti, unter welchem er das Griechische'M, wue wissenschafften gelernet; dieses lehrte er her-ä?Iw unord?n Man sagt, daß er übrigens

w ^em gesiclu leben gefuhret, und die zeichen desselben^.^adya getragn habe; die pest nahm ihn an. i6;i./ftsssen. welclies schuksal auch seine frau und kinderlchnften sind verlohren gegangen. Iacoi'.

^ ' ^ Quorum.

welct^^' lvurde eine gewisse art der Wiclefiten ge--^llvster^ Vsm Augustiner-Mönche, Peter Pareschul, derthaten s^ datte, nachfolgeten, und sich IN Engellandweil sie bekamen an. i?87. diesen nahmen deswe-Saeramente ihr Haupt nicht entblößtem»'Eapuc ' m 9.

des Fra^.w?^^E die Mönche einer gewissen Congrega-- E^"er-ordens von ihren grossen spitzigen cappm

»'iror. /t. Theil.

genennet. Ihre kleidung ist von groben grauen tuche, nebst ei-nem mantel von gleicher färbe. Sie tragen holtz-schuhe und ei-nen härenen gürtet über ihren röcken, aber keine Hemden. Mat-thäus äe Basci, ein Minorit aus dem Hertzogthum Spoletound Mönch in dem convent zu Montefalcom, nahm sich an.152;. vor, in einer noch grösser» armuth zu leben, als bis dahinin seinem orden war gebräuchlich gewesen, und begab sich aufZulassung des Papsts in die einsamkeit, worauf sich einige auSeben dieser absieht zu ihm geselleten, daß die zahl aus 12. an-wuchs. Der Groß-Hertzog von Florentz gab ihnen hierauf ei-ne Eremitage in seinem lande, und Clemens VII. approbirte die-se Congregation. Paulus III. bestätigte sie an. iz;<i. mit zulastsung selbige allenthalben auszurichten, gab ihr auch einen ViLa-rium generslem und andere 8upsric>re8. Das erste kloster die-ses ordens soll zu Camerino von der Hertzogin Catharina vonCibo seyn erbauet worden. Unter Caroli IX. regierung hatman die Capucmer in Franckreich aufgenommen, da ihnen daserste kloster zu Meuoon von dem Cardinal von Lothringen auf-gebauet wurde. Bernhardinus Ochinus ist unter den erstenund bekanntesten dieses ordens, auch deffeibigen General, keinesWeges aber stifter davon gewesen, wie etliche vorgeben. 6>a-rra«. vita cornmerill. Larcl. 6c Lovs»-,«!.

an. 1 ; zz. sog.

* Capugnano, (Zuanino, oder Johannes cle) ward alsogenennet, weil er von Capugnano, einem dorf bey Bononicmgebürtig war. Er war zwar ein mahler; aber seine kunst er-streckte sich nicht weit, also daß, wann er etwas von einigerWichtigkeit sich zu mahlen vornähme, solches sogleich von allenverlachet wurde. Er beklagte sich einsmals bey den Carra-ches, daß sich niemand bey ihm anmeldete, die mahler-kunstzu lernen. Sie gaben ihm hieraufden bekannten Leonello zumlehrjünger , welcher damals schon sehr geschickt war, und denCapugnano zu spotten nach wenig tagen dergleichen that, alshatte er alles von ihm gelernet. Jener glaubte dieses aus ent-falt , bis man ihm endlich die Wahrheit zu verstehen gab.

* Capulo, eine kleine insul in der Orientalischen see, ausder zahl der Philippinischen. Sie liegt zwischen Tendayo undMasdato. ^kae.7,

* LilkOXI, ein volck in dem mittägigen America, und

zwar in dem Königreich Guyana gelegen; sie wohnen an demufer des Orenokes, und die meisten unter ihnen sind zimmer-leuthe; sie machen aller gattung höltzernes geschirr und Haus-rath, welches sie in Guyana um gold, und in der insul der Drey-faltigkeit für taback vertauschen. Die Lapuri sind groß von leib,starck, der trunckenheit sehr ergeben, und höchst eifersüchtig ; sieessen hartes fleisch. Wann ihre Statthalter oder obersten Haupt-leuthe sterben, so begraben uud beweinen sie dieselben, wann sieaber nach der Hand glauben, daß ihr fleifth nunmehro durch diefeuchte der erden schon verzehret sey , graben sie den leichnamwieder heraus, zieren das Haupt mit allcrhanb kostbaren federnvon verschiedenen färben , und hengen also die todten in demHaus, wo sie bey lebzeiten gewohnt haben, zur schaue auf. Andie übrigen gebeine hencken sie alle ihre güldenen gefässe, die sienur ausbringen können. beschreib. Guyana,

Lickionnaire.

* Caputus, (Petrus Paulus) ein söhn Paschalis, Marg-

grafens zu Petrella im Neapolitanischen, und bruder Gon-salvus, hatte sowol in den Rechten als auch in der Theologiepromoviret, wurde darauf V. 8. IvekereiMarnis, unb Lnäi-wr constclsiiriarum zu Rom, nachgehends Abt in dem klosterSt. Maria Maggiore zu Neapolis, auch unter Urbano Vlll.an verschiedenen orten des Kirchen-Staats Gouverneur, end-lich an. 1628. den ;. apr. Bischoff zu Larino, starb aber nochin diesem jähr den 29. julii. en. /.eL-, äs kam. Xsax. k. II.p. 264. Iral. kacr. tom. VIII. p. zog.

Eapvcius, oder Lapece, (Scipio) war aus einem altengeschlechte zu Neapolis, und machte sich im XVI. üsLulo durchseine schriften berühmt. Er war bey der Ijabclla, Villamarinrdes Fürsten von Salerno gemahlin, in grossem ansehen. Seinewercke bestehen meistens aus getichten, darunter die vornehmstensind cls krinLix>ü8 rerum, in welchem er die luft zum Ursprüngealler dinge setzet, und äs Vaw maxlmo, welche Paulus Ma-nutius an. 1546. zu Venedig hat drucken lassen. In ungebun-dener rede hat er geschrieben NaZilkramum XeZni Xeapolirani

LUM ffomanvrum MaZilirarlbua comparationsm; 8upsr 1>t.äs acguirenäa polksllloue, ökc. äs kost. LVaAg,

elvA. tom. II. p. 176. , tzibl. Xssxol. aääiL.

alla bibl.

* Eapycius, (Vincentius) ein Neapolitaner von Adel,ward ein Llerlcua lke^ularis zu Chleti, und setzte sich durch sei-ne klugheit und frömmigkeit m so grossen «>! , daß ihn KönigPhilippus II. an. Um Bischoff von GMpolr vorschlug,und Clemens VIII. in solcher diglutat den 8. jan. confirmirte.Er führte sich auch dabey sehr rühmlich auf, und starb an.1620. Lampaml.8-mprelks äi Xobch p. ;8.

2A/L, kill. Xsl- Llsr. Heg. x. i;y. Ical. kacr) tom.

IX. x>. 107.

Tnpvs, mit dem zunahmen Sylvius, war der siebende Kö-nig der Lateiner, aus Aenea geschlechte, und folgte nach einigermeynung Capeto ss. Ist. Z090. in der regierung, welche er 28.

Oo; jähr