Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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438 cap car

c a r

jähr verwaltete: nach anderer meynung aber, als Livii, Ovr-dii, Eusebii, rc. ist Eapetus des Capys söhn und Nachfolger ge-wesen. Einige halten dafür, daß er die stadt Capua erbauenlassen. Suetonius berichtet, daß man eben daffelbige, jähr,als Julius Cäsar ermordet worden, in des Capys begrabnisseeherne bleche gefunden »worauf mit Griechischen Worten ge-schrieben gestanden, daß wenn des Capys gebeine gefundenwürden, einer von Julii nachkommen durch seine eigene par-ley würde umgebracht werden. Dro«Z/I ant. üom.

in ^ul. in cilron. *

* Capys , ein Trojaner, und naher anverwandter desAeneä. »ä Vir§. Ln. X. 14;. Er gieng mit demselbennach Italien, und erbauete daselbst die stadt Capuam,

An. X. 14;. , V. lc-k-sua. Lr'vr«5, IV. Z 7 - oder

wie Strabo, XIII. p. 90;. will, eine stadt in Arcadien, welcheauch nach ihm Capua genennet worden. Er rieth sonst demPriamo das höltzerne Pferd der Griechen in die see stürtzen;ulassen, weil er vermuthete, daß ein betrug der Griechen dar-unter stecke, fand aber kein gehör. Ln. II.; z. und ister übrigens mit andern nicht zu confundiren. sä Vir-xil. I. c.

* Capys, (Eliseus) wird von einigen Caiis genennet , da

doch alle eäitiones des Tridenlinischen Loncilii den nahmenCapys haben, war ein Dominicaner-Mönch aus Venedig, undin der Theologie so treflich erfahren, daß ihn Antonius äsMuglitio, Ertz-Bischoffzu Prag, an. i?si. mit auf das Lon-cilium zu Trident nahm, wo er sich dann mit seiner gelehr-samkeit sehr hervor gethan. Er hat zwey tractate äs keLcgrovriginaü nemlich, und äs Lrsria geschrieben. äs lsrixt.

O. k. tom. II. p. i? 9 -

Car, Phoronei söhn , König von Argos, regierte zu Mega-ra, und nennete diese stadt und provintz nach seinem nahmenCaria. Er soll Lydum und Myfum zu brüdern gehabt haben,von welchen Lydien und Mysien benennet sind. Er bauete ei-nen tempel der göttin Ceres, und soll die kunst aus dem flugeund geschrey der vögel zu weissagen erfunden haben. Nn'»a-,r.üb. I. c. 171. *

Car, (Robert) siehe Gommerset, (Robert Car, Grafvon)

* Cara, ein schöner flecken an einem fluß in Asien, auf demWege zwischen Damasco und Aleppo. Man siehet sehr vieleeingefallene mauren, welche zeugen, daß vorher eine grosse stadtmüsse da gestanden haben, welches auch die einwohner bekraff-tigen. Änjetzo.halten sich noch viele Christen hier auf. Theve-nots Morgenländische reise. k. II. Üb. I. c. 6.

* Cara-Ilug-Ochman, Carlubegs söhn, der dritte PrintzderTurcomannen, aus der vMsüis des weissen Schafes. Erbegäbe sich in Tamerlans dienste, und begleitete ihn in sei-nem zug nach Natolien, und wurde auch, nachdem dieser denBajazet geschlagen hatte, Cara für seine getreue dienste wohlbelohnet. Dann Tamerlan gab ihm die städte Sivas inNatolien, Arzengian in Armenien, Edessa und Mardin inMesopotamien ; Cara-Jlug, welcher auf diese weise aus Ta-merlans freygebigkcit mächtig geworden, sieng an die Printzenseines volcks, welche in ihrem zeichen das schwache Schaf füh-rten , zu bekriegen; so glücklich er aber im ansang wider siewar, so wurde er doch endlich auch geschlagen, und von Escan-der, dem söhne Cara-Ioseph, einem Printzen aus der nemlichenvvnsllie, umgebracht, in dem jähr 809. der Hegira, d. i. an.Christi ,406. Er hat doch über 9s. jähr gelebt, und einensöhn Hamzabeg hinterlassen, welcher m seiner Herrschafft nach-folgete. Er war übrigens ein ur-groß-vatter des unter demnahmen Ussun-Cassan bekannten Turcomannischen. Printzen.

tzitzl. Orient.

* Cara-Ioseph, oder Issuf, Cara-Mohammeds söhn, dererste Printz aus dem Hause oder aus der vMaltie der Turcoman-nen des schwachen Schafs. Sein vatter ist eigentlich nurHauptmann über die troupven dieser nation gewesen, welche un-ter dem regünent Sultan Achmed des sohns Avis stunden. Erstenge sein Reich mit der grösten treulosigkeit an, dann er nähmedem Sultan Avis, welcher sein deschützer und beförderet gewe-sen , die stadt Bagdad hinweg, ohngeacht dieser sein gantzeshaus, wie auch rhn mit gutthaten überschüttet hatte. Er genös-se aber die frucht sturer untreue nicht lange, dann Tamerlanverjagte ihn von Bagdad, und gab es dem Sultan Achmedwieder. Cara-Ioseph, der nunmehro seiner güther sich beraubetsahe, entflöhe in Egypten, und Achmed, welcher bald daraufauch aus Bagdad von Mranjchab dem söhn Tamerlans ver-jagt worden, begab sich ebenfalls bahn,. Farage, welcher da-mals in Egypten herrschest, machte dem Tamerlan zu gefallenbeyde zu gefangenen. Da aber Tamerlan m dem jähr der He-gira 807. d. i. an. Christi 1404. gestorben, wurden beydevon Farage wieder frey gelassen, und sehr wohl gehalten; die-se zwey Printzen haben während der gefangenschafft sich alsoverglichen, daß, so sie wieder sollten in ihren Herrschaften ein-gcsttzet werden, sie in guter Verständnis mit einander leben woll-ten. Aber kaum war Cara-Ioseph aus Egypten frey herausgekommen, so begab er sich in Chaldäa, und von dar in Mesopo-' "Ä warf sich zum anführcr der Turcomannen auf,orten so viel möglich aufgebracht hat.Mit dieser zusammen gelesenen schaare nahm er sich vor sein

glück zu sirchen, und dasselbe weit-möglichst zu treiben. Zu demende griff er, ungeacht seiner gethanen Versprechungen unos»gebenen treue, die Ander Tamerlans in dem lande Adherbig«"an, er nahm ihnen die stadt Tauris weg, er schlüge die arm»Abubekers des sohns Miranschah, und Abubeker kam selbst^um das leben, nahe bey der stadt Nackhshirvan, und bald dar-auf folgte der tod Miranschah des sohnes Tamerlans, mi8iv. der Hegira; als er aber diese stadt verlassen, um denin dem lande Gurgistan fortzusetzen , so bemächtigte sichSultan Achmed derselben, welches einen neuen krieg Mim»ihnen beyden absetzest, in welchem dieser Sultan zu gründ gm»im 80- jähr der Hegira, welcher tod dem PrintzenJoseph eine sehr grosse macht zuwendete, dann er kamdurch in besitz von Chaldäa, Mesopotamien, Medien, und vaeinem grossen theil Armenien und Georgien, und bedroh»schon Syrien und Natolien sich unterwürfig zu machen, *Scharok der vierte und letzte söhn Tamerlans, nachdem er r»"erst die meist gegen osten gelegenen provintzen seines Reiche ^die ruhe gesetzet, sich an. Christi 1419. in dem 822. ^der Hegira vorgenommen, den tod seines bruders Miramw"/zu rächen, welches er schon seit 12. jähren in dem sinnDieser Printz war schon in Medien angelangt, und hatt» »ne sehr starcke armee bey sich, um Cara Jo»eph aus dem ss'.zuschlagen. Allein dieser kam ihm hertzhafft mit einer nlwminder starcken macht entgegen, welche schon lang gewoyn»7den sieg davon zu tragen, und in der kriegs-zucht erhärtet wUund wäre es zu einem harten treffen gekommen ,nicht Cara-Ioseph unvermuthet eines natürlichen todes vssAItch gestorben wäre, da seine armee nahe bey Tauris ^war. Dieser todes-fall zerstreuest bald die gantze macht, "xso mehr, da der nunmehro gestorbene Cara-Ioseph in dem W §weder söhne noch andre anverwandte hinterlassen , welche 1»-partey nehmen, und das volck beysammen halten hätte" fer-nen oder sollen. Ja ein theil derselben fielen zuerst aufdf^^zelt dieses Printzen, und plünderten es aus. Man schnittedie ohren ab, die behencke desto leichter abzunehmen, »nvi ^leichnam blieb eine gute zeit unbegraben. Etliche seiner s»»"den brachten ihn endlich nach Argis, wo er an. Christl i4 §im 82;. jähr der Hegira, und im 14. seines Reichs zur»bestattet worden. Cara-Ioseph hatte bey lebzeiten 6. Aride» vzeuget, nemlich den Pir Buda Khan, so vor dem vatter ,den, den Emir Escander, welcher dem vatter nachfolgest /

Mirza Gohan Schab, welcher auf den Escander folgte

umgebracht worden.

Cara Mustapha, siehe Rara Muftapha. , .

* Carabi, ein kleiner fluß im thal äi Mazara inwelcher sich unweit Xacca in das meer ergeußt; einige Y"ihn mit dem fluß Btrgi vor einerley.

Carabusa, siehe Garabusa. ..

Caracalla, (Marcus AureliusAntoninusBaßm"", penRömischer Kaystr, succedirte seinem vatter Severo aN; 27-.^2. febr. Er war zu Lyon gebohren, als sein vatter über ^provintz Gouverneur war. Als er nach Rom zurück gerom Er-ließ er die Rsästos umbringen, weil sie seinen vatter mcmten um das leben gebracht, wie ers verlangte. Semen A ^Getam ermordete er in seiner mutter armen, tödteteberühmtenRechtsgclehrten Papinianum, weil er sem»",der-mord nicht entschuldigen wollte, nebst allen chemattg»^,-dienten seines vatters und seines bruders , so daß die g»Msschreiber selbiger zeit in die 20000. Personen rechnen, die he,nen befiehl ermordet worden. Ferner begieng er dhm^chelc-indem er sich mit Julia, seines vatters Wittwe, verbeug .^0Darauf reisele er in Orient, und erfüüete die stadt 2 lstA„„teNmit dem blute ihrer einwohner,weil selbige nach ihrer b»»" stje-gewohnheit über ihn sollten gespottet haben. Er suchte undmand rath als bey den zauberern und sternkundig»»' Aisrühmte sich doch dabey, daß er Alexandro N. nachahme»»'- jhyihn Abgarus, König von Edessa, einsmals besuchstCaracalla gefangen nehmen, und bemächtigte sich se"7°'

Eben dergleichen that er auch dem Könige der Arm^!.. schän^Parthischen Konig Artabanum betrog er ebenfalls E > bes-tich. (siehe Artabanus IV. > Den nahmen Caracalla st»wegen bekommen haben, weil er eine gewisse art vonmit aus Gallien gebracht, welche er gerne bey dem §chdewren wollte.. Er gab sich den beynahmen Oermsmcus, zyiner einige volcker von Teutschland, so revoltiret, wie „gehorsam gebracht, und wollte auch gern den nahmen st,mund Lrabicus mit in seinem titul haben. Endlich mm, ,nOfficlrer eine conspiration wider ihn, und als er von ^pel,d^Mesopotamien zu dem einige Meilen davon liegenden»monds unter einer kleinen begleitung reisest, >blgl ^fchl dvon seinen Hauptleuthen, nahmens Martianus, m tMacrini, der hernach dem Caracalla succedirte, uno .^g,igccalla von dem Pferde abgestiegen, und etwas beyst» »^ Mwar, machte sich Martianus heimlich von der mm- ^weg, und tödtete ihn den 8. apr. an. 21?-nawoen2. monat und 7. tage regieret, und 29. oder wirwill, 4z. gelebet hatte. Lfarrr«».ti/a». <Lc. *