Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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sein^A Paulo IV. seinem vetter auferzogen, der ihn zuBon ü Kämmerling machte/ und zum Dom-Herrn zu St.Petci.

nachfolgenden Papste ward er nebst seiner familie ver-westMd ihm stin Canonicat zu St. Peter genommen. Dochstetes ."e grosse begierde zu den lluäüs hatte, studirte er sehrDadua/und legte sich sowol auf die RechtsgelehrsamkeitM^Men-historie. Von Pio V. wurde er an. i;66. wiederumriiae beruffen / und ihm der Cardinals-Hut verehret. Ei-Maa« darnach machte er ihn zum Haupte über diejenige Con-desÄ^ ^ welche zur Verbesserung der Bibel und zur erklärunggvrjz Wntinischen Loncilü aufgerichtet worden. Unter Gre-wurde er auch zum Päpstlichen Libliotkecario bestel-starb endlich an. i;yi. Er übersetzte unterschiedenedem Griechischen ins Lateinische, als LstenZm vs-^kslm in LklntiLL V. L X. 's. Lomment. Iksocloreti in

die Zz-K! Orsgorii Xarisnreni Or3t. <Ls. Er corrigirte auchniexIwel der I.XX. Dolmetscher, und fügte ferne eigene an-lll, ^agen mit hinzu, coüigirte die Päpstlichen vssremlss inund li-« ' brachte St. Hicronymi briefe in locos communes,noch verschiedene andere vortreflichs wercke hinter sich.äes Lsrä. äs lsr. lies. XVI. H>o»-

' "V-v. p. ;;o.

caMafa, (Antonius Graf) Kayserlicher General von derQbristl!^General - Kriegs-eommillsrius, geheimer Rath,Bliest-.^ über ein regiment zu Pferde und Ritter des göldenenbegab,/ P^r der jüngste söhn Marci Antonii Carafä. Anfangsan. och in den Hierosolymitaner Ritter-orden, als er abereinen,../ durch hülffe des Päpstlichen Xumü, Caroli Carafä,Kqys/nwltt an dem Kayserlichen Hof gefunden, und von demerde!, w'rr Cammer-Herrn war gemacht worden, gab er diesenbald pj.. i, und gieng nach Ungarn in kriegs-dienste, da er also-ühes compagnie reuterey, und nicht lange hernach ein Teut-bnd Nr^went bekam. Als der andere Türcken-krieg angieng,sie gss^ei, von den Türcken belagert wurde, schickte ihn der Kay-iuchen/«König ^ Polen, daß er bey demselben um succurs an-der ; als er nun auch solchen erhalten, und Wien vonttvh/ Mrung war befreyet worden, wohnte Carafa den meistenbitt der Ungarischen städte bey, und nachdem an. i68z.rvard ,dwe der stadt Eperies die campagne geschlossen wurde,sich a/. V'w General-Wachtmeister gemacht. Hernach ließ errrvbevL^Sm seyn, Siebenbürgen zum gehorsam zubringen,livay/p'wdec. an. 1687. Erla, und imjan. des folgenden jahrs'er auch l,Kongatzsch zur Übergabe. Um eben dieselbe zeit wardNenn-/,°um General-Lommillsrio der Kayserlichen armee er-^°ber,,« "r stieng hernach mit vor Griechisch-Weissenburg. Nacher vvy L dieser stadt durch die Christen kehrte er nach Wien, dieAeiM- i^Kayfer das von dem Könige in Spanien ihm ge-sich lviv-Äbene Vließ empfieng. Als er nun auch nachgehendschcy i/sy/uw Franzosen in Teutfchland undJtalien hatte gebrau«Naltch u, und die würde eines Kayserlichen geheimen Rathsbititerii-s sgrb er endlich zu Wien den 6. mertz an. 169;. undschick,^Ane kinder. Man sagt, er habe eine besondere ge-^ichern ! Phabt, die Cammer durch allerhand mittet zu be-

liisior. Asueal. Itsl. L Iliip.

^r' ' (Carolus) ein Cardinal, des Papsts Pauli IV. vet-

Zvar zy L ver dritte söhn Joh. Alfonsi, Grafen von Montorio ,?egad ex M?"s den 29. mart. an. 1517. gebohren. AnfänglichA^ dey dem Cardinal Pompejo Colonna und Petro Lu-^ ^ ' Hertzoge von Castro,in dienste. Nachmals nahm

^^Wa ?std in den Niederlanden unter dem Hertzoge von/ vyy ^ss»b-c>lenste an, welche er aber wiederum verließ , weilEiters b">>panlern sehr war beschimpfet worden. Seines!/.er "?er, Joh. Petrus Carafa, war schon Cardinal, allein

ihL "ch> sthr liebte, so hatte er doch nicht allzuviel ver-? be„ An" Mws zu thun. Bey diesen umständen begab er sichMc. cx^/heser-orden, davon er aber wenig hülffe zu gewartenrn-^word-n an. 1^5. der gedachte Johannes PetrusAestr änderte sich sein bisheriger zustand. Denn weils^abey ^damlt umgieng, sein Haus groß zu machen, so fiengand-/, Äv ^ diesem Carolo den Cardinals-Hut gab, undött troi," dcepoten, Johannem Carafam, zum Generalißi--Acrtzo^t^,Wpen des Klrchen-Staats machte, auch vor ihn daso-U waktano aufrichtete, zugleich ihn mit den einge-. vuryern bereicherte. Carolus wurde auch Legat von

^ w vre iL-aromai- Nepoten ^bedienen Mgen.

ihn /y"" der Papst sich an den Spamern rächen wollte, worzuNach E^nrdinal sonderlich anreitzete, sh wurde er am 5SM^^nckrelch geschickt, um diejenigen «rtickul, so zuRom nL a^wegeu eines stillstandes zwischen dem Papste undHenricorespTAt worden, zu bestätigen. Es hielt aber Carolus cor.P wafM mit den Spaniern, und gieng an. ^57-vmfriede, als Päpstlicher Legat zu Phrlippo ll- welcher sichwen Brüssel aufhielt. Als er wieder nach Rom gekom-

sicb ^ltigirte er aile aUairen nach seinem gefallen, und führteeinen wra^!!en auf wom stine brüder mit bchülsiichAls"'lA aber dadurch zedermans W auf den Ws zogen,diß N Papste solches zu ohren gebracht wurde , und er ohneer gy grosse Autorität mit scheelen augm ansähe ,verbannewN ende Lseine gantze sreundschafft aus Rom. Da nun noch!V. ,ahrs der Papst mit tode abgung, succebirie mus

welcher den besagten Cardinal Carolum semm bruder, ven

car 44 z

Hertzog von Palliativ, dieses Hertzogs gemahlln druder denGrafen von Alife, und Leonhardum Cardini, einen anver-wandten des Carafifchen Hauses, an. 1560. gefangen seyen ließ,den andern bruder aber, Anrvnium Carolum, Marquis vonMonte Bellv, konnte man nicht finden. Diese Proceduren schie-nen desto seltsamer, weil man dafür hielt, daß Pins IV. demCarafifchen Haufe gewogen wäre. Nach diesem stellete er sie vorgerichte, verjammletc darüber ein Cardinals-Lnllsßium, undnachdem der Proceß 9. Monate gewähret, musten sie ihm denmertz an. 1561. ihre Proceduren kund thun, darauf ohne zuvormit den ssardinälen drüber zu berathschlagen, er selbst das todes-urtheil über diese 4. gefangene sprach. Der Hertzog von Pallia-no wurde beschuldiget, daß er seine gemahlin Violanta Diascar-lona, Antonii Grafen von Alife tochter, die er im ehebruchergriffen, umgebracht, und die übrigen wurden angeklaget, daßsie mit ihm in begehung solcher that unter einer decke gelegen,auch an des Cardinals Carafä tyranney mit schuld gehabt här-ten , woraufder Hertzog von Pallianv, der Graf von Alift undLeonardo Cardim den 6. mertz an. i;6i. enthauptet, der Cardi-nal aber stranguliret wurde. 7^«. uy. xvi. XVll. leg. 0 ««.

äs csstb. vir. illuilr.

Carafa, (Diomedes) ein Cardinal, war ein söhn JohannisFrancisci II. Hertzogs von Ariano , Grafen von Marillano ;dessen älterer vatter Antonius Carafa der grosse gewesen, dessensechster söhn Diomedes Paulum IV. zum enckel gehabt: DieserGabst gab dem Diomedes Carafa das Bisthoffthum Ariano, undim dec. an. 1; . den Cardinals-Hut. Er lebte auch in grossemansehe», und als das Römische volck die Carafen aus Rom ver-trieben, und auch der gräber nicht schonten, bezeugten sie docheinigen respect gegen das, welches er sich hatte zubereiten lassen.Er starb den ir.aug. an. 15 60. im 69. jähre seines alters. cmco».

p. j^2.

Carafa, (Fortunatus) ein Cardinal. Er war gebohren zuNeapolis an. c6;2. Gleich in seiner jugend erwehlte er den geist-lichen stand. Nachmals lebte er eine geraume zeit, ohne bezeu»gung des geringsten ehrgeitzes, als ein blosser Priester, bis er zuAversa in dem Königreich Neapolis Bischoffward. Der PapstJnnocentius XI. beehrte ihn an. 1686. den 12. sept. mit demCardinals-Hut. Er lebte aber die meiste zeit in seinem Bißthum,und starb dasebst zu anfange des jahrs 1697. Sein bruder Geor-gius ward an. r6s->. nach Nicolao Cotoner zum Großmeistervon Maltha erwehlt, und starb in solcher würde an. 1639.

Carafa, (Hieronymus) General-Lieutenant über die Spa-nischen trouppen, war Marquis zu Monte-Negro im König-reich Neapolis, allwo er an. 1564. gebohren worden. Er wardes Rinaldi Carafä söhn, und der Cardinal Antonius war sei-nes groß-vatters. bruder, welcher ihn zu Rom unterrichten ließ,da er denn die Lateinische spräche sehr fertig reden lernete. Vondem jähre 1587. an dienete er unter dem Hertzoge von Parma inden Niederlanden, allwo er bey vielen gelegenheiten grosse ehreeinlegte. Er war an. 1^90. mit bey der bestürmung vor Lagni,an. 1592. bey dem nach Rouen gebrachten succurst, und an.1597. bey Überrumpelung der stadt Amiens, wie auch nachge-hends bey vielen andern rencontren. Diese letztere stadt desen-dirte er nach dem tode des Porto Carrero, und übergab sie Hen-rico IV. Gleicher gestalt dienete er unter dem Ertz-Hertzoge Al-bertofund machte sich noch mehr an. 1620. in Böhmen, und an.1621. in Mäyland bekannt. In diesem letzten jähre, als derKönig in Spanien, Philippus I V. willens war, ihn als Generalüber seine cavallerie in Sicilien zu senden, wurde er durch denKayser abgefordert, welchem er in Schlesien, Böhmen, Ungarnund Elsaß dienete, worauf er zum Reichs-Fürsten gemacht wur-de. Als er an. 1628. wiederum nach Spanien zurück gekommenwar, machte ihn der König zum Vice-König und General-Ca--pitain im Königreiche Aragonien. Als nach diesem der CardinalJnfant Gouverneur über die Niederlande wurde, und den Für-sten Carafa gerne bey sich gehabt hätte, wollte selbiger ihm dahinfolgen; er starb aber zu Genua im apr. an. 16;?. im 69. jähreseines alters. ldsna cl'liuom. illullr. mit.

nostri tsmp. Eudolfs hist, schau-bühne, Lc.

Carafa, (Oliverius) Cardinal, Ertz-Bischoff zu Neapoli,Bischoff zu Ostia, rc. war ein söhn Francisci Carafa, und legtesich von jugend an auf bie ktuäis und die Rechtsgelehrsamreit,wurde anfangs L-mor>isu8 zu Neapolis, und hernach von ProII. den 18. nov. an. 14^8. zum Ertz-Bischoff daselbst gemacht.Paulus II. setzte ihm an. 1467. den 18. sept. den Cardrnals-Hutauf. Sixtus IV. schickte ihn als I.sZstum 3 latsrs an den KonigAlphonsum von Neapolis, und da er nebst dem Komge von Nea-xolis und den Venetianern an. 1472. eine grosse flotte Wider dieTürcken ausschickte, machte er diesen Cardinal zum Legaten undAdmiral darüber, welcher mit dieser grossen flotte, so aus 98. ga-leeren bestünde, in see gieng,, gleichwol aber nichts denckwürdigesausrichtete, ausser daß er die stadt Smyrnaeroberte, den Hafenvon Satalia in Afrika anfiel, und die daftlbst befindliche kette alsein fieges-zeichen an der ürch-thure rm Vatican aufhängen ließ.Ais er wieder nach Rom gekommen, wurde er an. 1476. als Le-gat nach Neapolis gefchlcket, daß er Beatricem, Königs Ferdi-nandi von Aragonien tochter, und Matthiä Corvini braut, zurKonlgm von Ungarn cronen sollte. Als an. 1482 rwiicben Sirto

Uneinigkeit entstanden, und derKönigliche Prmtz Alphonsus, Hertzog von Calabrien, schon mit

seiner