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ländischen Königs Stephani um das jähr 115a. Er schrieb eineHistorie von den kleinen Königen, so sich in währender Sächsi-sche» regierung in Wallis und Cornubien etabliret, unter demtitul: LritLrurorunr LucceDonss. Er hat auch einen tractatiäe 8itu Orbi8 verfertiget, ingleichen das leben Gildä Albanii,und <?ommeMr>rio8 über die prophezeyungen des Merlins Syl-vester Giraldus soll sein leben geschrieben haben. Es gedencketmich seiner Gauifridus Monumentensis. , äs kcr. änA.
äs Ilitt. sut. Ich. II. c. 5 r.
Carafa oder Caraffa, eine der vornehmsten familien imKönigreiche Neapolis, aüwo sie sich sin verschiedene linien zer-theilet hat, als in die von Ariano, Montorio, cls Ruvo, Monte-Bello, Monte-Negro und Anzi. Einige führen sie von einemKönige in Polen her, andere aber sagen, baß sie von einemNeapolitanischen Ritter, der aus dem Hause Caraccioli gewesen,ihren Ursprung genommen , welcher bey dem Teutschen KayserOttone im X. Lc»!o sehr hoch gehalten worden, und ihm allent-halben in kriegen nachgefolget. Als sich aber dieser Kayser einmalallzuweit unter die feinde gewagehso daß er darüber in die äusser-ste lebens-gefahr gerathen, habe dieser Ritter sich ihnen so langentgegen gesetzt,bis demKayser einige von seinen keuchen zu hülstegekommen, wodurch zwar der Kayser sein leben errettet, derRitter aber das seinige durch viele wunden, darunter sonderlicheine ins Hertz gegangen, eingebüsset. Als nun die feinde hernachin die flucht geschlagen worden, sey der Kayser auf die wahlstattgeritten, und habe dieses Ritters todten leichnam suchen lassen.Als sie nun selbigen gefunden, sey er von dem Pferde abgestiegen,und habe seine Hand aufdes todten Ritters Hertz geleget,sagende:0 csra fs! d. i. o angenehme treue! welche Worte hierauf desRitters familie zu ihrem nahmen angenommen. Andere berich-ten, daß als der Kayser des Ritters Harnisch über und über blutiggesehen, er seinez. finger darauf geleget, und gesagt habe: Oaraks m'e la voitra, und weil er mit seinen z. fingern etwas vondem blute hinweggewischet, und z. weisse-striche an den Harnischgemachet, so sty dieses die Ursache, warum gedachte familie inihrem wapen z. weisse balcken führet. Doch dem sey wie ihmwolle, so hat sich diese familie sehr weit ausgebreitet, und somolden Papst Paulum IV. 10. Cardinäle, so viel Ertz-Bischöffe vonNeapolis, als auch viele Vice-Könige, Gouverneurs und be-rühmte Generals-personen hervor gebracht. Darunter sonder-lich zu mercken Johannes Vincentius, Ertz-Bischoffzu Neapo-lis , welcher von Elemente VII. zum Cardinal gemacht worden,und an. 1540. gestorben. Er war ein söhn Francisci Carafä,Grafen von Ruvo. Francifcus, seines bruders söhn, wurde nachihm Ertz-Bischoffzu Neapolis, und starb an. 1544. Der PapstPaulus IV. hatte z. Nepoten. Antonius besaß die Marggraf-schafft Monte-Bello, welche dem Grafen Bagni genommenworden, und hinterließ Johannem Marquis von Mirabclla,und AIfonsum, der um das jähr 1540. gebohren. Der Papstließ diesen sorgfältig erziehen, und machte ihn an. -557. zumCardinal, hernach auch zum Ertz-Bischoff zu Neapolis. Als eraber einsmals aus dem Lonlillorio gieng, ward er nebst seinesvatters bruder, dem Cardinal Carolo, in arrest genommen,weil er an der Mordthat, die an der gemahlin des Hertzogs vonPalliano begangen worden, sollte mit theil gehabt, auch einigefachen aus dem Päpstlichen zimmer kurtz vor dem tode Pauli IV.entwendet haben. Weil er aber sonst sehr leuthselig war, wurdeer gegen caution looooo. ducaten und abtretung der aufsichtüber die Päpstliche Cammer wieder erlassen. Er begab sich hier-auf nach Neapolis, und starb daselbst von Verdruß an. 1575. alser in das 26. jähr seines alters getreten. Marius Carafa succe-dirte ihm im Ertz-Bißthum, welches auch seines bruders söhnder Cardinal Decius besessen, der an. 1626. gestorben. Der Car-dinal Olivier Carafa hatte einen bruder Alexandrnm, der auchErtz-Bischoff zu Neapolis war, welcher die orciingriones ss-no-äsiez von einem seiner vorfahren und die gewohnheiten seinerkirche heraus gegeben, darüber Albertus Ue Oliva coiymsms-ii»8 gemacht. , gene-si. äellL kill». Lilrilk. darüber er
zo. jähr gearbeitet. Va«/sr,r«. käm. Irsl. ^»,M».,ro,kili». Xsäpol.
In corp. IMor. gen. Ital. Iliffsn. ornem.
cies grmoriers, Lc.
s Aus diesem geschlecht war Carolus Maria, vierter Fürstvon Roccella und Botero, erster Baron von Sicilien undGrand von Spanien, welcher an. 1684. außerordentlicher Ab-gesandter zu Rom gewesen , und an. 1695. als der letzte vonseiner linie unbeerbt gestorben. Er hatte 1 'Hmbskelaäore ?o-Iltleo-LkrilliLno, opere politiLo-Lkrlllisne, und Lxemplar Ho-rologiormn 8olarium civllium geschrieben. Hector Caraffa,zehender Graf von Policastro, gieng an. 1723. ohne männlicheerben mit tode ab, da denn über stmer verlassenschafft zwischendem Kayser Carolo VI. und dem Papst Benedictv Xlil. strei-tigkeiten entstunden. Carolus Caraffa, Hertzog von Mata-lona , ward von dem Kayser Carolo VI. an. 1716. zum Fürstendes H. Römischen Reichs erhoben, und ihm zugleich freyheitertheilet, in seinem gebiethe müntz zu schlagen, den titul HI-terra zu gebrauchen, und seine Vasallen in den Marggrafen-und Grafen-stand zu erheben. An. 1717. den iz. jan. ward erauch würcklicher Kayserl. geheimer Rath, starb aber den fol-genden 2;. jan. und hinterließ von Theresia Charlotte, einertochter Philippi Colonna, Fürstens von <2vnnino, keine kinder.Martins Caraffa ward nach desselben, als seines bruders, tode,
Hertzog von Matalona, und vermählte sich an. ^Anna Maria, einer tochter Philippi Alepandri Colonna. JAtrus Ludovicus Caraffa, ein söhn Francisci Maria,su"'zten Marggrafen von Arzi und Fürsten von Belvedere, MM»des güldenen Vliesses; empfieng an. 1728. den 20. sipt. vchBenedictv XIII. den Cardmals - Hut, mit dem titul l>'. I-A'rentii in kane <L kerna , ward auch an. I7ZY. krot.Lcwr pl.Camaldulenser. Er ist an. 1677. gebohren. SommersbeW'tab. Asneal.
* Carafa, (Dromedes) der letzte unter den söhnen Antonsmit dem zunahmen Malizla, war einer der ersten von dene 7die diß Haus in rühm gebracht haben, die dienste, welche erphonso dem König, und nach der Hand dem König Ferdina«.gethan, trugen sehr vieles darzu bey. Sie setzten beyde Eses vertrauen in ihn, und der einte bcschenckete ihnGrafschafften Matalone und Cerette. Er hielte ihn für eine'seiner getreusten Räthen, überliesse ihm fast die gantze regiern^seiner Staaten, und thäte in ansehung seiner dem gantz^'geschlechte viel gutes, so daß dieselbe sich in weniger zeit vedemjenigen, so man den anhängern des Hauses ANjou abgenom -men hatte, sehr bereichert fanden. Also reden fast alle geschW,schreiber, die ihrer Meldung thun. Diomedes trüge mitetlicher seiner vettern vieles bey, die trouppen Alphonsi dw"eine heimliche Wasserleitung in Neapolis zu bringen. Er n'".prächtig und großmüthig, liebte die gelehrtheit , und ^sonderlich ein liebhaber von antiquitaten, worauf er ch:17000. thaler gewandt, welches zu seiner zeit eine ansehnn-L.summ ausmachete. Er liebte auch die ticht-kunst, und mEte selbsten verse, nach seinem tod wurde auch ein buch von >ner arbeit gedruckt: cle Iniritutionidus milit-iribus. -^Er Vlerließ 2. söhne, Johann Antonium den Grafen vonrio, welcher als der jüngste eine zweyte linie ausmachte, ^älteste hieß Johann Thomas Carafa, Graf von Matalone; v,commandirte an. 149;. ein corpo von Königlich-Ferdinan.schen trouppen wider die Franzosen, welche den HZ.,,von Montpensier, der in Neapolis belägert wurde, en>W.sollten, allein Percy, der Französische General, schloff 0Eboli den Grafen von Matalone so enge ein, baß voii^fmann, die er bey sich hatte, sehr wenig davon kamen. D.Graf nahm zu erst die wagschaale für seinen deiick-w" ^worbey diese Worte stunden: Ü0L ksc <L vives, welchesdern von seiner linie beybehielten. Der General Percydiese Wort an den wapen der sahnen und standarten inund sprach bey dieser gelegenheit, wahrlich meinhat nicht gehalten, was er um seine wagschaalen-chschrieben , dann er hat seine kräfften gegen den " ^nigen bey dieser action nicht recht abgewogen- §s-starb an. 1525. Johann Thomas, sein enckel, suchte eine Wlseehre, die Waffen wohl zu führen , und das turnte ,^zu verstehen, wie auch dafür gehalten zu werden: abe-^war sein Unglück. Dann als er zwey seiner freunden /. soeinten im duell, den andern beym turniren erlegetkam er in einem zweyten duell selbsten um, und xBso viel schulden, daß fein vatter Diomedes, der GravisMatalone deswegen aus unmuth gestorben , und d«eschafft dein enckel Diomedes hinterlassen hat, welcher dn.j y.nur io. jähr alt war. Dieser diente in der armeeund erzeigte sich in dem Sienifchen kriege sehr tapfer-wegen bekam er den titul eines Hertzogs von Matalone / , ^ward zum Statthalter der provintzen Otranto undmachet. Endlich bekam er gar die patenten als st,»von Sicilien , die man ihm schon zugeschicket hatte, a>w'tod verhinderte ihn dieselben selbsten zu empfangen, nlen er keine kinder hinterliesse, so fiele das Hertzogtffseine schwester, welche mit dem Printzen Stigliano 0^0»»^let war. Er hatte zwey onelen von vätterlicher Eciscum und Aldimarium, welcher gegen dem endejahrs, nahe bey Carmagnolle, von Hector Bobda ptt-worden, den er ausgefordert hat eine lantzen mit ihm »^ Wchen. Thuanus im 15. buche seiner Historien saaet/^, ^bey Montecatvo geschehen, und einer nahmens MEx 5 ^Fahndrich aus Pivars, sey der thäter gewesen. EE», Erafa, des bemeldten bruder , welcher mit FerdiN"'^i>VSt. Severin, dem Printzen zu Salerno des hohen , /
angeklagt wurde, zu genaue freundschafft gepflE^, Eist in das gefangnis gebracht, an die tortur gesüMV ^auf die vestung la Goulette relegirt worden. Da ' ^Turcken an. 1573. dieses orts sich bemächtigten, war^Mihnen zum sclaven gemacht ; er wurde aber N ^ denund nach seiner zurückkunft erhielt er -wieder gnade s ^ »>'Könige; nach der chand vermählte er sich zu NeaE ^ Mhinterliesse etliche söhne, die unter dem titul ,
ranello bekannt, und davon annoch Nachkömmlinge pjes'den sind. Die Printzen von Colobrato waren auch " -äst, und sind von einem der söhnen Johann Thomach^A»Grafen von Matalone, hergekommen, aber inroli Carafa, welcher an. 1617. zum Printzen voncreirt worden , ausgestorben. Die tochter dieses u»hernach dieses Fürstenthum auf die sechzehende var^gebracht.
Carafa, (Antonius) ein Cardinal von Neapoli L Aonuaus vorgedachtem geschlechte. Er kam sehr jung na n