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Zweyter Theil. Bi - C.
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Teutsche nahmen beygeleget, welche noch heutiges tages ge-bräuchlich find. ää) Die Christliche religwn zu befördern undauszubreiten ließ er sich sehr angelegen seyn. Sintemal er nichtallein diejenigen völcker, so er überwunden, dar;» zu bringensuchte, sondern auch zu andern nationen geistliche abschickte, ih-nen das Evangelium zu verkündigen ; und ausser den Sach-sen und andern völckern in Teutschland soll auch den Ll^vis,Hvnribus, ingleichen den Schweden, Dänen und andern völ-ckern durch Caroli anstalten die lehre des Evangelii kund ge-than worden seyn. Er hat nebst 8. concubinen 4. ordentlichegemahlinnen gehabt. Vor die erste gemahlin wird gehaltenHimmeltrud , es ist aber dieses nur eine concubine gewesen,-e) Die erste rechte gemahlin war Hermingardls, die auchvon einigen Bertha , von andern Desiderata genennet wird ,des Longobardischen Königs Desiderii tochter, die er aber nacheinem jähr wieder von sich gestossen. Die andere Hildegardis,aus dem geschlechte der Hertzoge von Alemannien entsprossen,mit welcher er drey söhne, Carolum, Pipinum, undLubovi-cum, der ihm in der regierung gefolget, desgleichen drey toch-ter , Rotrud, Bertham und Giselam, und noch drey anderekiuder, die gantz jung gestorben, darunter auch ein söhn Lotha-rius gewesen, gezeuget. Seine dritte gemahlin hieß Fastrada,und soll aus dem geschlechte der Grafen in Francken entsprossenseyn, mit welcher er drey töchter Theodoram, Hildrudin undRothaiden gezeuget. Von einigen wird noch die vierte gemah-lin , nahmens Luitgardis, hinzu gethan , welche ihm kerne An-der qebohren. Seiner natürlichen Ander werden auch sehr vielrrwehnet; wiewol von diesen allen nicht genügsame gewißheltvorhanden. Von seinen schriften find nebst vielen briefen undoapimlis äe re eceleÜLÜies noch zu finden : Llbellus aä Llcui-nnin äe Lacriücio Nissse L ratioue Lituum Leclellse; LpiüolaLnc/clica äe Lsptllmo, ejusque rltikns aä Oäelbertum ürelii-epileoxum Neäiolansnkem; Lpistola äe Lratia leptikormis 8pi-riws, und andere. « ) Le re äiplomat. in supplem. L in annal.

aä ä. a. 77 >r,/e»r. in Lress. äe iiatura Lar. Ist. ) LKr«.Harä. annal. L vit. Lar. Ist. c) L annal. aä an. 769. ä )annal. aä an. 771. L vit. Lar. iVl. Lnnal. Tickere»/ F'rt/ä.K-Zr»o. e ) LZr-ri-. vit. L annal. aä an. 772. F'oe-t. 6s Zeit.Laroli IVl. Ticke/. kn/ä. L Ler/i«. /re§,»s. /) vit.

L annal. aä an. 77;. leg. bibl. L'«F»-

/i/nr. Ticke/e»/ Lcr/r«. L ) ÄKel-er/. Lembl. b )vita L annal. L»Zs/r/»r. ck>»Ä. §«->-. lib. II. aä an.

785- F're/ä. Ler/r«. Tlcko»r,M.?näerL. -) Li-n-

re». List. Xckestxlral. k. I. x. 582. annal. aä an. 776.

Ticke/. /) vit. Lar. lss. L annal. aä

an. 778- L»Z°/r/»r. annal. dicket. clrron. Tickorss«e. Lsä. 7 "s e/.

/e«r , Ticka»««« /«rr/a. nr) LZr»l>. annal. an. 78t. «) /l-iä. aä an.788- 0) Lo»erV. Lack. tom. Il.an. 789. ?) cktzr»/-. annal. an. 791.

/o. el-ra«. ,ickor/rae. r) Lack. tom. II. r) LZi»-. annal. L

/'«/ä. aä an. 796. / ) ^a«arnr. I'T-eoT-l-a««, in okron.L ann. ck'«/ä. aä an. 798. « ) aä an. 801. <L T'/a?»-xt'a». in sstron. n) LZÄ^.vita Lar. gl. ^/s».äillert. Lür leb Monnoyss äs Lbarlemagns. vita Lar. N.

2) Llrarta clivilionis ax>. in snnstit. tom. I. p. 149.

äivis. Larolin. aa) annal. an. 809. vit. Lttä.

l-L) vit. L. A. L annal. cv) ^/s«. 5 . A'aL. in

annal. 5 «^. üb. IV. ää) vit. Lar. Ml. dann

DE. äs Lpikcop. Netenk. nennt sie nur nobilem xuellam. conk.

in crit. in Laron. tom. III. aä. an.771. n.i. lsgg. überhauptfind von Carolo lVl. zu lesen: in vita Laroli lVI.

L»rZo/r/-»e-^rr, in vita Laroli AI. bey Pithao. ii/arrac^r,' .0»«-6aöe»ss,, lib. II. äs geüis Laroli lVI. bey Canisiv, tom. I. Und V0Nden neuen ^lctta/o/«r,in vita Laroli M. cbron.

von den thaten Caroli lVI. IV«»-7rr llillor. Lar. ül. 6o?^/krro,äs re-bus stee. IX. ^/rsergAchiü. äs krarice tom. I. p.;85- va«r /chifi.äo^rancetom.l. col.42;. seg.Lc.Von derleibes-grösse Caroli lVI.hat Freherus heraus gegeben: kluloponium äs üatura Laroli lVI.*(sarolus II. zugenannt Lalvus oder der kahle, König inFranckreich, und nachgehends Kayser, war ein söhn Lubovici küund dessen anderer gemahlin Judith, welche ihn zu Franckfurtam Mayn den i jun. an. 82;. zur weit gebracht. «) Es hattesein vatter Ludovicus kius bereits vor seiner geburt das Reichunter seine drey söhne aus erster ehe Ludovicum, Lotharium undPipinum getheilet, und wollte hernach diesem Carolo zu gefallensolche theilung wieder umstossen, dahero viele streitigkeiten ent-standen sind. (siehe Ludovicus kiua) Kurtz vor dem tvde Lu-dovlci, als dessen söhn Plpmus gestorben , gab der vatter mitausschliessung des Pipinl söhne , Carolo Lalvo Aouitanien, undbald darauf theilte er sein gantzes Reich unter Lothario und Ca-rolo, mit ausschliessung Ludov.Lerm. Dieses erregte einengrossen krieg, welchen Lothartus noch mehr entzündete, als ernach dem tode des vatters allein Herr seyn wollte. Dahero Ca-rolus und Ludovicus Lermanicus sich Mit einander vereinigten,und kam es an. 84r. den 2;. jun. bey Fontenay zu einem bluti-gen treffen, in welchem Lotharius den kurtzern zog, worauf an.84z. zu Verbun eine neue theilung erfolgete, in welcher CarolusLalvus Franckreich behauptete, ausser daß Aquitanien dem jün-aern Prptno, seines bruders Pipini söhn, zufiel. ) Doch ent-stund an. 848. aufs neue ein streit zwischen Carolo und Pipino,da denn Carolus erstlich Pipini bruder Carolum , hernach an.8^2. Pipinum selbst gefangen bekam, sie in ein kloster stieß, undAquitanien mit gewalt an sich zog, aber die Aquitanier, wel-che jederzeit einen eigenen Kvnig haben wollen , waren mit

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Caroli regierung nicht zufrieden; sondern hiengen sich an LiMvicum Lermanicum, dessen söhn auch würcklich, nach Aqu>^nien gekommen, und von den einwohnern als König angenonmen worden. Pipinus entkam zu gleicher zeit wieder aus ougefängnis; daher endlich Carolus Lalvub, um die Aquitamer sbefriedigen, seinen Carolum an. 8? 5. zum König von A§uunien machte, der zwar noch mit Pipino zu schaffen hatte, end» taber zu ruhigem besitz dieses Reichs kam, nachdem LudovimLerm. wegen entstandener Unruhen in Teutschland sich zurua s'hen müssen, ch Hiernächst hat Carolus Lalvu8 mit den Norwanern viel zu schassen gehabt, welche fast alle jähr in Francrcem'einfielen, Paris, Tours, Bourdeaux und sehr viel andere ira"verbrannten und verheereten, an der Seine und Somme po>.faßten, von dar sie doch an. 861. wieder vertrieben wurden; ^Der Hertzog in Bretagne Nomenojus suchte sich auch wieder»von der Herrschafft der Francken loszumachen, und schlug emwmal Caroli Lslvi trouppen, die wider ihn ausgeschickt worden-nach seinem tode aber brachte Carolus das land wieder in ruy,'und erhielte von den Hertzogen von neuem den vasallen-eyd-^Einige jähre hernach wurden die Unterthanen der regierung ^ ^roli Lalvi wegen der grossen Plünderung der Normänner »,anderer Ursachen überdrüßig, und Ludovicus Lerm. der dieüions8 unterhielte, brachte es an. 8^8-dahin, daß ihwV,Franzosen durch eine solenne Gesandtschafft die Crone anboss»worauf derselbe in Franckreich einfiel, auch in kurtzer zeit iow-progressen machte, daß Carolus Lulvm von allen proLsvo»und Unterthanen, auch von der armee selbst verlassen wEund es an dem war ^ daß er sollte dethronisiret werden. Alss»weil Lud. Lerm. den fehler begieng, daß er Carolumnicht recht verfolgte, noch seiner Person sich zu bemächtigend,te, auch seine Teutsche völcker wieder nach Hause schickte;er nach und nach von den Franzosen wieder verlassen, und e *lich gar gezwungen, vergebens wieder nach Teutschland zu ^,)ren, woselbst auch inzwischen die Wenden rebelliret halss»-.^An. 862. empfand Carolus Lalvus viel Verdruß von stine» ^dern, weil feine tochter Judith sich durch Balduinum einen w,fen entführen lassen; der eine söhn Ludovicus sich zu d^n Wrtanniern geschlagen, und der andere, Carolus, in Aqntw'^den väterlichen respect aus den äugen setzte; beyde auch M ^der seinen willen verheuratheten. Doch submittirten sielich alle wieder, und wurden pardonirt. (siehe Judith,

Laib. und Laroluo in Aquitanien.) An. 866. ließ Carolu»vu8 seine gemahlin Jrmentrud crönen, und weil eben »uw ^söhn Carolus gestorben war, machte er den andern Mssz-chlisvicum an. 867. zum König in Aquitanien. ) DaLow»^.Caroli Lalvi sowol als Ludovici Lerm. bruders söhn Meistmit tode abgieng, machte Carolus Lalvus an. 87°. mitbruderLudovico in Teutschland eine theilung des LothrnM.^,Reichs, und behielt denjenigen theil, der an Franckrelwvor sich, das übrige überließ er Ludovico. >>) Nichtgieng er damit um, wie er die Kayserliche würde aufM)möchte. Denn da Ludovicus des Lotharii söhn an. 875-ben, gieng Carolus in grosser geschwindigkeit mit einernach Italien, schlug Carolum, Ludovici Lcrmanici fov»^ Aysals Carolomannus dessen bruder mit einer neuen arm^Teutschland ankam, betrog er denselben mit list. Dann er Mte einen accorb mit demselben, daß beyde ihre völcker aus-) coj»ziehen, und das land in der güte theilen sollten. Dich»„tiAerfüllte Carolomannus; hingegen Carolus Lalvus, <m üEhieltFranckreich zu kehren, gieng heimlich nach Rom, M zu'ssan. 876. mit grossen geschencken von dem Papst, daß crKayser crönele. -) Ein gewisserJtaliänischer autkor Ael>c-daß Carolus Lalvus damals dem Papst das HcrtzogtV»»vent geschenckt, und sich alles rechts, welches ssim ", finde»bey den Päpstlichen wählen gehabt, begeben. Aber mischendiese umstände bey keinem einigen andern coLvo. on de»als Carolus Lalvu8 von Rom wieder abreiste, ward erJtaliänern durchgehends angenommen, und auf e">ew L^n ss8^noäo zu Mayland vor einen Kayser und König m sssxjiier Kkannt, worauf er wieder nach Franckreich gieng Lss. mntec»c>mahlin bruder Bosonem zum Gouverneur in Italien-) in»

/) Ludovicus Lerm. fiel zwar in Franckreich ein, we»^ st»'Papst Carolum Lslvum gar zu sehr soutenirte , und »

Legaten demselben auf öffentlichem Loncllio den P.,,, ^o»escepter präsentsten, auch dessen gemahlin als Kavv ^rol»ließ, und über dißalle Bischöffe zum gehorsam gest"ermähnte, konnte Ludovicus nichts ausrichten. c-a-

bald darauf Ludovicus in Teutschland starb, suchte^ Malsv.^vus auch noch den theil von Lothringen, welchen erdovico Lerm. in der an. 870. angestellten thessm o^,j§admüssen, an sich zu bringen, und fiel deswegen mTMu^M» ^

Aber Ludovicus, Ludovici Lerm. söhn,widersetzte W wsich auch durch vorgeschlagene tractaten nicht auw ^chisi

und als es zur schlackst kam, zog Carolus mit growss^jsil»g -kurtzern, und muste Lothringen nach der alten ern y^ paw^Teutschen überlassen,welches an. 876. geschehen-"b j„-gieng Carolus nach Italien, um den Saracenen > üverlmh g.higen Hertzog von Benevent widerstand zu tmch'ss^ovicE ,ätdessen das regiment in Franckreich seinem lohne vu gieiE 'pjeCarolomannus, König in Bayern,begab sich E ^»Memmit einer armee dahin, beyde aber verfielen oci-

jedoch nur Carolo Lslvo todtlich war, als -

877. starb,nachdem ihm von einem Juden Schech'»/- Mec»