Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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chxxEttiethen zwar die meisten Minister diesen zug, weil sol-diei der weiten entfernung der conqueten dem Reich nichtte wurde, wenn er auch gleich glücklich ablauffen soll,svwn?^ Gegentheil sporneten den König sehr zum krieg an,Kr<^,.Mge unruhige Herren aus Neapel, die sich an denUaAhe" Hof retiriret, als insonderheit Ludovicus Sfor-^"d, der sich in der Usurpation des Hertzogthumsbellam - bruders söhn Johannem Galeacinm, welcher Jsa-aiss Neapolitanische Printzeßin zur ehe genommen, undals ^em damaligen Könige zu Neapolis, Ferdinands,auf kam aroß-schwäher, gewisse hülffe zu erwarten hatte,ex zu schützen und zu erhalten wüste, als wann

M ^bnig selbst stürtzte, oder ihm doch sonsten so vielEvnntp wachte, daß er sich in keine fremde Händel mischenlirn Wtltch war auch eine grosse anzahl junger Herren

ihre , welche nichts mehr wünschten, als anlas

viele« Mkkett sthen zu lassen, wozu unter Ludovico XI. inkann keine rechte gelegenheit gewesen war. Diese alle-

destär^ durch ihre sollicitationen die begierde des Königs

sehr n' welcher auch hierauf im jul. an. 1494. mit ohnge-versx^ooo. mann die reise antrat, ob er gleich nicht mit geldland ,, >^ar. Als er in Italien ankam , nahm er zu May-tzavo«- Genua geld auf, und die verwittibte Hertzogin vonraten streckte ihm ihre jubele» vor, die er vor 12000. du-feinen".^sitzte. Die meiste Staaten in Italien sahen aucheins ^ ungern, und endlich, nachdem Johannes Galea«ster von cni en, und Ludovicus Sfortia völlig und ruhig mci-vni " Mayland worden, wandte er unter der Hand alles an,besi,r^»ranzosen unternehmen fruchtlos zu machen , weiterland ^ es möchten diese hernach ihre anspräche aufMay-es hff"uch ausführen. Petrus cle Medicis zu Florentz hieltestr mit dem Könige Ferdinande zu Neapel, und die-

kvlivn 'einen söhn mit einer armee, die durch die Päpstliche"ist d!»? verstärcket worden, Carolo VIII. entgegen geschickt,ja ^ vorhaben, sich zu Viterbo in ein verschantztes lagersie aU"' und daselbst die Franzosen so lang aufzuhalten, bisterz...j.lnangel geldes und Proviants bey der damaligen win-«chttt selbst sich ruiniren möchten. Dem allen ohnge-siinv, Deichte Carolus VIII. seinen zweck, und da er Fisi-Petrus ^ Florentinern gehörte, durch gewalt erobert, wur-. ölllq U Medicis dergestalt dardurch erschreckt, daß er demssa noch übrige vestungen, Scresana, Seresanello, Pie-!^>netp ^^ das schloß Pisa und den Hafen von Livorno ein-

zufrieden war, daß

» ---.-.„,.e, wurden sie doch

Uer g^v ver Franzosen abmarsch aus ihrer stadt noch mitMiiq ,,llen summe geldes zu erkauffen. Hierauf gieng derMaLiFei» Kirchen - Staat, und weil der Hertzog vonschaun-., m ersten entschluß nach steh zu Viterbo nichtsstadez ' . nahm er solches ohne widerstand weg, giengU Araann^vor Rom, und zwang den Papst, daß er^>en vv» Mb partey verlassen, den Hertzog von Cala-Mey schicken, und der Französischen armee einenMei, d^bchzug verstatten muste, worauf Carolus VIII. denN Ferdw?"- r 494 . seinen cinzug in Rom hielte. Der Kö-Naiiae» ""?dus von Neapel, war kurtz zuvor mit tode ab-h^luvehr ^in söhn Alphonsus setzte sich m eben so gute

vcenke» über bey dem ersten eintritt Caroli VIII. inN erggi " von Neapel gantz Abruzzo nebst andern provintzendm °1'?rat er, um den haß der Unterthanen gegenlinder» vurch seine scharfe regierung sich zugezogen, zu!?°rlen, Ä' fernem söhn Ferdinando, dem Hertzoge von Ca-k?. Carvli^b Crone ab, und rctirirte sich nach Sicilien. AlleinMvgnnj^ beyde vestungen Montefortino und Monte vt.ilvi^bn mu x?bnig Wochen einbekam, und die einwohner als>n scvp^arfe tractirte, setzte er die Neapolitaner berge«, ^?bn, daß Ferdinanbi armee, die sich bey St.angriff l?^brt dem fluß Garigliano, gesetzt hatte, ohnekk^lltreuessN erwarten, die flucht nahm, und Capua durchte» ere^^ses Gouverneurs Trivultii die thore öfnete, wel-kn/ L/^eapel und viele andere städte des Reichs folge-o» wnL^vwand sich zu schiffe nach der insul Jschia reti-rössll'Sz. Konig Carolus hielte hieraufden ir. may

/Wloß px M solennen einzug in Neapel; allein bald daraufl,L recht »N wieder nach Franckreich zu gehen, ehe er sichvLu? des ^Asetzet, und alle städte, infonderheit aber dieH. dlgte jhn lchs, unter sich gebracht hatte. Hierzu aberlWvgs,» i.igue, welche inzwischen vornemlich aufdesivv^lg, dem^^^ Ludovici anstiften zwischen dem Papst,der^'uiid^^vstt, Spanien und Mayland geschlossen«g/Meit äusserlich nur auf die Vertheidigung

der Ute» di- fallen, heimlich und in der that aber bar-er ir^vniq ssjüranzofen aus Italien zu jagen. Damit nundem » ^fon in sicherheit bringen möchte, entschloßdie grn^bvsten theil der armee aufdas schleunigste, eheNckrejch ", b der Ligirten beysammen seyn wurde, nachliSb, einen und ließ Gilbertum Grafen vonMont-h'rü^vgefL..^ar tapfern, aber nicht allzuklugen Prmtzen,ÜM- mann, zum General-Lieutenant daselbst

unu^^le hielt er sich zu S-ena und Ptsa.un-Mayland inzwischen die Ligirten den krieg wurck.angefangen, indem sie Novara, so der Her-

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tzog von Orleans, als der sich in währendem zug des Königsnach Neapel zu Asti aufgehalten, weggenommen , belagerten,so sahe der König die gröste gefahr vor sich. Er hatte zwarfeine artillerie mit der grollen mühe durch die Schweitzer infeiner armee über das hohe gebürge an dem Parmesanischen ge-bracht , wurde aber am fluß Taro bey dem dorfe Fornou inItaliänisch Fornovo, den 6. jul. an. 1495. von den Ligirten,die bis 20. oder, wie Cominäus sagt, zzooo. starck waren,angegriffen. Jedoch weil die Italiänische soldaten vor derzeit in die bagage fielen, erhielte der König den sieg, kamauch ohne fernere gefahr nach Asti, und weil er bald daraufeinen succurs von 20000. Schweißern erhielt, war er willensNovara M entsetzen. Es kam aber den 10. oct. zu einem ver«gleich mit dem Hertzoge von Mayland , krajft dessen diesem No-vara übergeben wurde, dahingegen er sich der lägue widerFranckreich los sagte, zu allen zeiten dem König einen freyendurchzug versprach, demselben auch die aufgenommene gelbernachließ, und dem Hertzoge von Orleans 50000. ducaten zubezahlen sich verbünde. Der König setzte hierauf seine reise nachFranckreich fort; aber mittlerweile war Ferdinand mit einerhülffe der Spanier aus Sicilien wieder in Neapel ausqestieqen,und weil die einwohner der Franzosen herrschafft wegen ihrerUnfreundlichkeit und aus eifersucht wegen ihrer weiber über-drüßig worden, so erklärte sich nicht allein die haupt-stadtNeapel sondern auch viele andere vor ihn, und die Vene-tianer nahmen auch etliche orte weg. Die Franzosen wehr-ten sich zwar sehr tapfer, erhielten auch in den meisten schar-mützeln den sieg. Der König hatte sich auch entschlossen eineneue armee unter dem Hertzoge von Orleans nach Italien zuschicken, und hatte etliche schiffe würcklich gen Neapel ge-schickt. Weil aber der Hertzog von Orleans wegen des zu glei-cher zeit vorgefallenen todes des jungen Dauphins, und desschwachen zustands des Königs bedencken trug, sich von demReiche zu entfernen, gieng der gantze zug zurück; die schiffe wur-den zum theil verschlagen, zum theil durch Ferdinanbi schiffeabgehalten; und endlich ward der Graf von Montpensier ineiner stadt eingeschlossen, und zu einer capitulation gezwun-gen , krafft deren er versprach, alle befatzungen aus den ve-stungen zu ziehen. Allein die Gouverneurs derselben weiger-ten sich seiner ordre zu gehorchen, und er selbst starb vor sei-nem abzug. Endlich aber musten die Franzosen doch ausMangel geldes und anderer Nothwendigkeiten, und weil ste garklein zusammen geschmoltzen waren, capituliren, und unteranführung des ä'Aubigny nach Franckreich zurück kehren.Mit Ferdinando Lmtiolico, der inzwischen auch in Franck-reich eingefallen war, und seine tochter an Maximiliani Prin«tzen Philivpnm verheurathet, folglich den letztgeschlossenen frie-den vielfältig gebrochen hatte, machte Carolus an. 1497. einenstillstand, starb aber nicht lang hernach den 7. apr. an. 1498.im 14. jähre seiner regierung, und im 27. seines alters. Eswar ein Printz von schlechtem äußerlichen ansehen, und weilihn sein vatter so übel erziehen lassen, von schlechten qualitä-ten zu regieren. Doch wenn er langer gelebt hätte, wäre ernoch ein guter Regent worden, wie er dann kurtz vor seinemtode seine fehler, und insonderheit die er auf dem zug nachNeapel begangen, erkannt, und angefangen sich der geschäff-ten mit grosserm fleiß anzunehmen. Seine gröste tugend warseine gütigkeit, wie dann Cominäus an ihm rühmet, daß ihmniemals ein ungestümes Wort entfahren; dahingegen sein grö-stes laster bestund in wollüstiger liebe, darinnen er viel excessebegieng, und oft die Staats - geschässte darüber versäumete.Mit seiner gemahlin Anna von Bretagne zeugte er drey Prin-tzen: Carolum Orlandum, Carolum und Franciscum, davonder erstere im 4. jähre, die beyden andern aber noch jüngergestorben, und eine Printzeßin, nahmens Anna, die ebenfallsin der zarten kindheit verschieden. Sein Nachfolger war dan-nenhero der Hertzog von Orleans, unter dem nahmen Ludo-Vici XII. kill. äs Lkarl. VIII.

Lc. /.« journsl äu vozmgs äs Xsx. äu Xoi LksrI.

VIII. ,

bitt. äs krsncs tom. II. xsZ. 759. La«re/, kill. äs krsncstom. II. col. 1460. *

Carolus IX. König in Franckreich, war Henri« II-undCatharinä von Medicis söhn , an. 1550. den 27. jun. gebohren,hieß nach seinem pathen, dem damaligen Könige m Böhmenund nachmaligen Kayser, auch Maximilian. Er folgte m,nem bruder Francisco II., nachdem selbiger ohne lewes-erbenverstorben war, an. 1560. in der regierung, und ward an.1561. zu Rheims gesalbet. Weil er aber wegen jemer zugend da-regiment nicht allein führen konnte, spreite sich die Königli-che Mutter dasselbe in die Hände, dabey der Komg von Na-varra, Antonius, des Königs Lieutenant m gantz Franckreichund Generalißimus der armem ward. Gleich rm anfangegieng die Versammlung der Stande vor sich, dre schon unterdem vorigen Könige hatte seyn sollen, und dazu bereits diemeisten Abgeordneten angekommen waren, ward aber baldnach ihrem ansang auf etliche monat verschoben, nach derenverlauf sie erstlich zu Pontoffe, und hernach zu St. Germaingehalten ward, aber werter Nichts, als vor den König einegeld-bewilligung fruchtete. Kurtz hernach ward das berühmtereligtons-gesprach zwischen den Catholrschen und Reformirtenru Poißi gehalten, von welchem die parteyen aber auch ohne

Ss 4 vergleich

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