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behielte er vor sich alle gemalt , führte krieg und machte friedennach gutdüncken, gab den Gesandten audientz, und empfiengvon den auswärtigen Königen alle schreiben / darinnen er mei-stens Sub-Kegulus genennet ward. Er schlug die Sachsen zudreyen malen, und darauf an. 728. die Alemannen, Bayernund NoriLo», desgleichen auch den Hertzog von Aquitanien,Eudanem, und die Saracenen, die kurtz vorher Spanien unterihre gemalt gebracht hatten, wider welche er unweit Tours aufeiner ebene zwischen der Loire und Eher einen grossen sieg erhiel-te , indem er looooo. mann von ihnen, samt ihrem KönigeAbderame niedermachte. Nach diesem nahm er Burgund, des-gleichen auch nach des Hertzogs Eudonis tobe, Aquitanien weg,und als kurtz daraufder Konig Theodoricus IV. (III.) starb, er-setzte er den vacanten thron nicht, sondern führte unter dem ti-tul eines Hertzogs die souveraine gewalt und regierung übergantz Frankreich allein bis an seinen tod; nahm aber alle jährneue expecittiones vor, damit es innerlich im Reich ruhig bliebe.Er erhielt an. 7z6. einen sieg wider die Friesen, und unterwarfsich das gantze land, welches er auch zur Christlichen religion be-kehren ließ. Hierauf gieng er den Saracenen, welche Moron-tes, der Gouverneur in Provence, nach Franckreich gelockethatte, auf den hals, und trieb sie an. 7;?. aus Avignon unddem niedern Languedoc, nachdem er ihres Königs Amormachaarmee an dem ffusse Berre in dem thale Corbiere geschlagen hat-te. Als die Sachsen inzwischen revoltiret, zwang er sie wiederzu dem tribut, der ihnen von Dagoberts I. war erlassen wor-den ; und hierauf jagte er Morontem aus dem lande. (c ) An.
741. schickte der Papst Gregorius III. eine solenne Ambassade anihn, wider die Longobarden um hülste zu bitten; und als ersich nicht darzu verstehen wollte , ließ sich der Papst Mit lhm lntractaten ein , um ihn zum Kayser in Occident zu erklären, zuwelchem ende er ihn schon zum voraus zum Lonlul in Rom er-nennet hatte. (^) Aber sowol der Papst als Carolus stürben ineben diesem jähr, ehe die sache zum stände gekommen, undzwar dieser letzte zu Carisiaco oder Quiersi, einem lusthaust, andem siusse Oise, den 22. octob. nachdem er ohngefehr 50. oder
jähr alt worden, und 26. jähr regieret hatte, und wurdezu St. Denis begraben. Weil er ein kriegerisch gemüthe undsonderbare lust zu den Waffen hatte, wurde ihm der nähmeMartellus gegeben. Ein gewisser »mkor spricht von ihm, (?)daß man aus allen seinen thaten einen grossen Printzen, einengrossen Helden und einen grossen Loliricum, aber kernen allzu-frommen Christen an ihm erblicke. Mit seiner ersten gemahlinRothrude, so um das jähr 724. gestorben , zeugte er Carolo-mannum, Hertzog und Printzen in Franckreich, Pipinum, soKönig in Franckreich wurde, und Chiltruden, Odillonis Hex-tzogs von Bayern gemahlin. Seine andere gemahlin hieß So-nichilde oder Sunichilde, welche ihm Grifonem gebohren. Erhinterließ auch noch von unterschiedenen concubmen ;. söhne,als Remigium, so Ertz-Bischoff zu Ronen worden, und an.771. oder 72. gestorben; Hieronymum , genannt Graf undAbt von St. Quintin, einen vatter Fulradi, welcher Abt da«selbst worden, auch an. 814. das Loncilmm zu Noyon unter-schrieb ; und Bernhardum, welchen man für den ersten hält,der die würde eines Abts mit der Gräflichen dignität vereiniget.Kurtz vor seinem tode hatte Carolus Martellus die Verwaltungdes Reichs dergestalt unter seine söhne getheilet, daßCarolo-mannus Austrasien und die Teutschen provintzien ; Pipinusaber Neustriam und Burgund bekam. Der söhn aus der an-dern ehe, Grifo, wurde zuerst ausgeschlossen; endlich aber gabihm der vatter etliche städte von Neustria, Burgund und Au-strasien, welches hernach zu vielen Unruhen anlas gegeben. (/)
(a) p. ;2. (egg. c. 106.
tegg. c^o«. FÄ-Äa»?/?. (l>) 6^1. lieZ. c. (0)
»a/. sä sn. 719. 729. 7z 6. c. 109.
Iliüor. grsb. Ilb.III. c. n. 12. i;. 14.
Irilk. kivng. litz. VI. c. 46. (g) 0. no.
Lcl an. 741. (?) Oa»r?/, tom. I. col. ^76. (/)
L. HO. Lll LN. 741.
Carolus, der älteste söhn des Kaysers Caroli N. wurde an.
742. gebohren, («) und durch das testament, welches sein vat-ter an. 8°6. aufgerichtet, zum Könige von Neustria oder Ost-Francken gemacht, (siehe Carolus M.) Als der Papst Leo III.nach Franckreich kam, gieng er ihm entgegen, ihn zu em-pfangen. Sein vatter schickte ihn an. 784. wider die Sachsen,da er einen völligen sieg befochte. (/>) An. 805. schlug er die Sla-ven oder Böhmen, und machte das gantze land seinem vatterunterwürfig, (?) Im folgenden jähre, nachdem er durch dasvätterliche testament Teutschland zu seinem «»theil bekommen,daher er auch kr-ele-ckus OermumL genennet wird, that er einenzug wider die Sorben-Wenden in Meisten und Osterland, schlugihren Hertzog Miloduch nebst vielen von den feinden, undzwang die andern , den Christlichen glauben anzunehmen,bauete auch viele schlösser an der Eibe und Saale, (ck) An. 8c>8.schickte ihn Carolus N. wider den Konig m Danemarck, da erdann die Sächsische grentzen wohl beschützte, (?) Er starb nochvor dem vatter den 4. dec. an. 811. ohne kinder. (/) («)
in crid. in Lsron. tom> III. scl sn. 784. n. ( ^ ) -ck«». Lor/?/.
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NLl. ä. LN. (s) sci gn. 8i I. 6ce. LNNLl.
Carolus, em söhn Pipint I. Königs in Aquitanien , und«ticket Ludovlcl Lu, wurde nchst seinem bruder Pipmoll. von
car
der vatterlichen erbschafft durch den groß-vatter ausgefchE?/und als er an. 849. seinem bruder wider Carolum Lslvum y»'>fe leisten wollte, gefangen, und von Carolo in ein.klouer» .steckt, (siehe Pipinus II.) An. 8es. wurde er, durch hülste st>mvettern Ludovici OermLiüci, Ertz-Bischoff zu Mayntz. 8?^«" '
Carolus, König von Aquitanien, ein söhn des KaysA Uroll Lslvi, und seiner ersten gemahlin Hermentrudts, wmrmit willen des vatters zu Limoges den 15. oct. an. 8ee.nige von Aquitanien gecrönet, kam aber wegen der trouo>-''so sein vetter Pipinus erregte, erst nach etlichen jähren M ruvger regierung. (siehe Carolus Lslvus. Pipinus II.) Er,"heurathete sich an. 862. wider des vatters willen mit der wn»eines Grafen in seinem Reich, und führte sich sonst noch n>ruhig wider seinen vatter auf, muste sich aber im folgendenre wieder submittiren. («) Endlich kam er durch einen trai".gen zufall um das leben. Denn als er auf einen abend zupiegne von der jagd kam, wollte er einen grossen Herrn, Umens Abovinum, zu fürchten machen , und griff ihn bey ^,ausgang des Waides an; weil aber dieser wegen der dem"^rung nicht wüste, wen er vor sich hatte, warf er Carolum auserde nieder, und zerbrach ihm den rückgrad, davon er sterben »ste. Welches den -w.sept. an.866. geschehen. (t>) (a) 0 ^
»ä an. 862. L leg. (L) Iciem Lcl an. 866. , «U
Carolus , König von Provence und einem theil von HE«und, war em söhn des Kaysers Lothar» I. und-der Irmentruv HEr bekam gedachte lander nach des vatters tode an.das testament und brüderliche theilung, hat aber nichts dermwudiges verrichtet, und starb an. 86;. ohne kinder. Unnsl-«
er». Lä LN. 8;;. L 866. O« c 7 öe»?, Kill. äe öourg. liv. tt- ^geneLl. siilc. sie krnv. liv. V. c. 6.
Carolus, der jüngere söhn Ludovici IV. IIItrLinarini; ^Carolus 1 . Hertzog von Lothringen. j
Carolus, Graf von Provence und Anjou; siehelus I. König von Neapolis, rc.
Carolus, Grafvon Valois, Alengon, rc. Königs M MeIII. LuäLLis jüngster söhn, Philippi IV. kulckri bruder,an. 1270. gebohren. Als der König Petrus von AragowAM1282. nach vorhergegangener Sicilianischen vesper den UpstCarolum von Neapel, aus Sicilien verdrungen, that derMartinus IV. denselben nicht allein in den bann ,schenckte auch das Königreich Aragonien dem Könige inreich, Philippo lll. mit dem beding, daß es derselbe eme'Shiefeinen jünger» söhnen, als ein lehen von dem Päpstlich^» >geben sollte. Dieser gab hierauf das recht diesem Carow / ,
cher den vatter auch an. 128;. in dem feldzuge dahin beg«und da er in der Grafschafft Barceüona einige Plätze innen ^sich würcklich Konig von Aragonien nennte. Weil aber 1 »' j^cter noch in selbigem jähre starb, und die armee gantz^zwar, muste er sich wieder zurücke ziehen. Endlich kam vck-°1291. gar zum frieden, krafft dessen Carolus aufAragon»zieht that, und hingegen Königs Caroli II. von Neapel nAMlfen von Provence tochter heurathete, die ihm die Gr«" ^ ,nAnjou und Maine zubrachte. An. 129;. commaE^^.dem kriege in Guienne, und nachgehends wider die Flan" ^>1 (1299. bekam den Grafen nebst dessen beyden söhnen
zog nicht lange hernach an. i;oi. in Italien, um serneMCarolo, Könige in Sicilien, zu hülffe zu kommen,wider den willen seiner andern gemahlin, Catharina PM
nay , den titul eines Kaysers von Constantinopel an. ^ zM
Bonifacius VIII. machte ihn in besagtem kriege in «M»' MVicLrio und vekenlore Lcclesise, ernannte ihn zum G sxiedARomandiola, und beehrte ihn mit dem titul eine" ,HEmachers von Toscanien, nachdem er die spaltung, an«Florentiner in die sogenannte LcttonLs der schwär»-weissen zertheilet,beygeleget hatte. Von der ersten faelM'^M1 e er unter andern auch den Poeten Dantes Alighen/ ^ Msodann, um sich zu rächen , wider diesen Carolum gMHaus Franckreich heftige schmäh-schriften verferttgr^^diesem gieng Carolus, zu folge eines zwischen ihmnige von Sicilien Carolo II. zu Rom getroffenen E
dessen Gegen-Konig Fridericum, welcher aber durm^,,meinen ruf von seinen glücklichen kriegs-thaten erjcy^ vvankunft nicht erwartete, sondern alle gemachte con^ -
Apulien und Calabrien verließ, und um frieden c.»
auch den 26. sept. i; 02. geschlossen wurde. , jhrN
rolus mit Papst Bonifacio VIII. welcher versprochen^. E,AbendländischenKayserlichencronebeförderlich W ' Albegehends aber die wähl des Ertz-Hertzogs von Oetterrc^ greiAgenehm hielt; dannenhero er wieder zurücke in Frau^ ^ rund daselbst an, i;°;. zu Lyon des Papsts Clemenlnnng m,l beywohnte. Hernach erwies er seme drem ^ v ^render regierung seines vettern Ludovici X. da erdammung des unschuldigen Staats-MimstersMarigni veranlaßte, (siehe Marigm) Nach Könlg' heb
machte er dessen bruder Philipps V- nachmaligem ehielt " HRegentenschasst in währendem lntsrregno jtrenm, wNI>hflnichts. Uilter dem folgenden Könige Carolo rmwider den Konig von Engelland nach Guienne L,'"^„nrer alle zwischen den flössen Dordoane und ^ friedende lande eroberte , und die Engellander " ^ i«.
zugehen nöthigte. Er stach endlich am W v