Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
491
JPEG-Download
 

car

den rs. dec. oder wie andere wollen, den oct. an.hat drey gemahlinnen gehabt: die erste war an. 1289.che/o«retha, Caroli II. Königs von Sicilien tochter, mitwel-reick ^..^^uget Philippum VI. den ersten König Won Franck-der dem Hause Valois ; Carolum, einen stamm-vatteran » von Alengon, und vier töchter, davon Isabellaass an Iohannem III. Hertzog von Bretagne, JohannaMara-,^ Wilhelmum öonum, Grafen von Holland,*>on Rl^s a an. i; io. an Guidonem von Chatillon, GrafenMvrf,-» verheurathet worden, Catharina aber in der mgendlus Diese erste gemahlin starb an. 1299. worauf Caro-ritlx«/ M ^ demselben jähre mit Catharina von Courtenay ,Phiiippi, der ein söhn des vertriebenen Kayfers zuring i?Wnop,el Balduini II. war, vermählte. Papst Bonifa-jie ei,,-,, /?vnte sie an. i;oc>. sie starb aber an. i;«?. nachdemAchterIohannem, der wiederum gestorben, und dreytitlsi d>MMt gebracht, von denen die erste, Catharina, denConstantinopolitanischen Kayferthums ihrem gemahlderx, von Sicilien Printz von Tarento zulegte; die an-Ehete ^°vanna, an. i;i8. Robertum von Beaumont heura-Äebtiet» die dritte, Isabella, Priorin zu Poißi und hernach!;v-> zu Fontevraud wurde. Carolus verheurathete sich an.Vvy dritten male mit Mathildis, einer tochter GuidonisElllon, Grafen von St. Paul, welche am ;. oct. an.tun,' Worden, nachdem er mit ihr gezeuget hatte: Ludovi-verh.,, Mafen von Chartres, der den n. nov. an. 1,28. un-labrj-n Ar starb; Mariam, die an Carolum, Hertzog von Ca-UndJfabellen, die an Petrum l. Hertzog von Bourbon,den. Wcam / die an den Kayser Carolum IV. vermählet wor-

^Nc V3I018 Uranc. Aenssl. äs

S); Da«/?/, KiK. cls Lrsnce tom. II. col. 258- 264. 28;.

;;7. ;62. ; 94 - 400. 42;. leg.

tz;^ 5 ,^ius, Hertzog von Berri, hernach von Normandie und' ein söhn Königs Caroli VII. von Maria von Anjoutlls-i°"L.kuderLudoviciXi. war gebohren aufdem schlösse Mon-<Ul einL^rs den 23. dec. an. 1446. und führte anfangs den tt-Hertzö^ Hertzogs von Berri. An. 1464. ließ er sich durch denbvn M °vn Bretagne, Francifcum II. und durch den Grafenuin, „tvwis und nachmaligen Hertzog von Burgund, Caro-uch zuw^r der Hoffnung einer bessern apanage bereden, daß erSue Hüupt der wider den König feinen bruder gestifteten fi-nch Public auswarf; ob er gleich seinem naturell nachden özisVarzu schickte. Nachdem die Printzen ermeldter lägusM ät'"» zu einem frieden gezwungen, ward dem Hertzog anter n>äk^!.^Epagne zur apanage zugedacht. Weil aber un-dvlo ex^chden tractaten die Normandie rebellirte, und sich. Ca-Uer nÄ?/ ward ihm dieses land darvor gelassen. Es währteMtnna , so fiel das land theils wegen der heimlichen an«Königs, theils weil sich Carolus von dem HertzogelM oh ^"We nach gefallen regieren ließ, an. 1466. wieder von7s ihn.' «r gieng darauf zwey jähr lang in der irre herum,Me z^ M Vermittelung des Hertzogs von Burgund Chamva-Mlhaff.wai,age gegeben ward, welches deswegen vor ihn vor-wenigxx. war , weil es an Burgund grentzte. Nichts desto-^ annak^dete ihn der König nachmals, daß er davor Guien-Ur , Wd ^ mit ihm völlig versöhnte. Er unterließjHes nicht, mit dem Hertzoge von Burgund sein heim-henxas^önls fortzusetzen, wozu ihn sonderlich die HoffnungAI" des Hertzogs von Burgund einziger tochter undjusäa/Iw veranlaßte, welche nicht allein der vatter dersel-' sondern auch des Königs eigene Minister zu befor-^urch x-Allein an. 1471. ward der Hertzog von BurgundMe von mieden genöthiget, allem Verständnis mit dem Her-Nlay abzusagen, und im folgenden jähr 1472. den, cv > arv dlestr zu Bourdeaux, nachdem ihm sein Lurnö-r?I wevuIIs zavre Versois, Abt zu St. Jean ci'Angeli, wieIsteß ^I^uf des Konigs anstiften gift beygebracht, und hm-Iä- Xi, natürliche töchter. billor.

Oa»re/, blil. äs Lrsncs wm. II. col. 1290.Paroli,'r;rr. izzr. i; 4 b. r;;;.

des Franckreich, Hertzog von Orleans , war ein«rancisci I. von der Claudia von Franckreich,^ den «,7s/- Germain en Laye, den 22. jan. an. 1522. ErHertzog von Orleans , Bourbon, Angoule-v,>."" und ^ Graf von Clermont und äs 1 a Marche, wur-dvn m.G^6-Cantzler von Franckreich, wie auch Goirver-und Brie. Sein vatter trug ihm an. 1542.^ler ^ Idvuber seine armee auf, und schickte ihn wider denda er Damvilliers, Montmedy, Arlon,stn ?^arwe?»I"sswegnahm,aber zum Mißvergnügen des Ko-lia, Pe^i?"dersehens verließ, um einem vermutheten tref-SefI SeleaenM" beyzuwohnen ; wodurch dann den Kayser-va,V^wd w!AI .gegeben ward, die eroberten Plätze eben sor und ""Zunehmen, als sie dieselbe zuvor verlohrenUd,?ennvü,traft der Printz bey seiner ankunft die sa-M/äb-ttte K?wer schlacht disponirt an, wre er sich, ernge-k A versp'rvgA mit der Englischen Prmtzeßm Eli-

Esspy ein°U 5 .worden. Hernach ward chm in dem frieden

fnung von ihm, indem er

c a r

491

sehr viel gaabett hatte. Allein sein leben soll sehr unordentlichgewesen seyn. Uberdiß lebte er in steter Widerwärtigkeit mit sei,nem bruder dem Dauphin, und war bey Francisco I. besser ge-litten, als dieser, daher man argwohnt, es habe Catharina vonMedicis einigen antherl an seinem tode gehabt. bitt.

xeneal. äs Ii3nc. Ac. *

* Carolus, von Alengon, -er älteste söhn Caroli von Va-

lois , eines stamm-vatters der Grafen von Alencon, trat an-fangs nach seines vatters tode die regierung an, legte aberdieselbe wegen vieles vngemachs, so sich dabey äusserte, baldwieder nieder, und begab sich in den Dominicaner-orden, wor-wrder sich zwar seine mutter sehr setzte, sich aber doch, weilder Papst ihres sohns beruf vor rechtmäßig erkannte, dessel-ben entschluß muste gefallen lassen. Er führte einen sehr de-müthigen und unsträflichen Wandel , und legte sich aufdie stu-dien; ward auch endlich Ertz-Bischoff von Lyon, und starban. Iz 75. 6s!i. Okrik. rom. I. Von Sommers-

berg, tsb. gsnesl. wm. I. x>. 217.

* Carolus, von Franckreich, Hertzog von Berri, war derdritte söhn Ludovm, des Dauphins vonFranckreich, und ein en«ckel Königs Ludovict XIV. Er war an. i 686 . am ;i. aua.gebohren , und ward Hertzog von Berri, Alengon und An-goulsme, Vicomte von Vernon, Andely und Gifors rc. Rit-ter der Königl. orden, auch des güldenen Vliesses. An.1710. vermählte er sich mit Maria Louisa Elisabeth«, einertochter Philippi II. Hertzogs von Orleans , so ihm an. 1711.eine Printzeßin, an. 171;. Carolum Hertzog von Alengon,und an. 1714. Loutsam Mariam Elisabetham gebobren, so ins-gesamt zu zeitlich zur wett gekommen , auch bald nach der ge-burt gestorben. Er selbst verschied an 1714. im May.

Röntge von Navarra:

Carolus I. siehe Carolus IV. König von Franckreich.

Carolus II. der böse zugenannt, König von Navarra undGrafvon Evreux. Seine eltern waren Philippus, Graf vonEvreux und hernach König von Navarra durch seine gemahlinJohanna, Königs Ludovici X. in Franckreich tochter. Erwurde nach seines vatters tobe an. 1,49. zu Pampelona gecrö-net, kam 4. jähr darnach in Franckreich , da er anfänglich un-ter dem Könige Philippo VI. bey dem gantzen Hof angenehmwar. Nach dessen tode aber bediente er sich des damaligen elen-den zustandes bey dem kriege mit Engelland, und suchte den tra-ctat, trafst dessen seine Mutter mit diesen bedingungen Navarrabekommen, daß sie gegen Angoulsme auf Champagne verzichtgethan, (siehe Johanna, Königin von Navarra, und Philip-pus VI. König in Franckreich) umzustossen, forderte auch vorAngoulsme, welches die Engelländer im kriege verwüstet, ein an-deres land. Der König Johannes II. gab ihm auch würcklichvor Angoulsme die städte Manie und Meulan in Normandie,um ihn zum freunde zu behalten. Weil aber Johannes hieraufAngoulsme seinem favoriten Carolo äs la Cerda, Connetablevon Franckreich , dem Carolus todfeind war, übergab, ver-droß ihn dieses dergestalt, daß er gedachten Connetable an. izzr.auf dem schlösse Aigle in der Normandie erstechen ließ. Der Kö-nig Johannes pardontrte ihm zwar auch dieses wiederum , weiler aber noch nicht ruhig war, sonderst den Dauphin Carolumselbst wider den vatter aufhetzte, und sich mit Engelland in einbündnis wider Franckreich einließ , nahm ihn Johannes unver-muthet auf einem von dem Dauphin deswegen angestellten gast-mahl gefangen. Nachdem aber der König Johannes bald her-nach von den Engelländern in einer schlacht gefangen, und nachEngelland gebracht worden, und in Franckreich grosse unruhenentstunden, auch insonderheit Paris öffentlich rebellirte, (sieheJohannes II. König in Franckreich,) ward er von seiner parteyvefreyet; worauf er wegen seiner Mutter anfieng auf die CronFranckreich anspruch zu machen. Er wäre auch beynahe irrParis zum König ausgeruffen worden, wenn nicht ein getreuerbürger es noch verhindert hätte. Er verheerte indessen das gan-tze Reich dergestalt, daß man die rantzion vor Iohannem II.fast nicht aufbringen konnte. Endlich als an. i; 6 o. friede wur-de , ward er auch mit eingeschlossen; als aber kurtz vor dem todeJohannis II. der letzte Hertzog von Burgund starb, machte eraufdcssen succeßion anspruch, und da Johannes dieses Hertzog-rhum seinem jüngsten söhn, Philippo dem kühnen, gab, erregteer einen neuen krieg. Nachdem er aber an. 1; 64. eure schlachtbey Cocherel verlohren, und der König in Franckreich Carolus V.mit Aragonien sich in ein bündnis einließ, ward er genöthigt an.r; 6 z. zu Vernon einen frieden zu machen, und m demselben aufChampagne, Brie und Burgund verzicht zu thun; desgleichenMante und Meulan gegen Montpellier auszuwechseln, undmit den Plätzen in der Normandie und seiner väterlichen erb-schafst Evreux vergnügt zu seyn, auch Longueville zurück zulassen. Als aber an. i;?°. neuer kneg zwischen Franck-reich und Engelland entstund, ließ er sich mcht allein in ein bünd-nis mir dem letztem em ^ sondern suchte auch dem König inFranckreich, dem er bereits vor einiger zeit gift beygebracht,mit gift zu vergeben. Es kam aber an tag, worauf der Kö-nig Carolus v. in Franckreich Evreux und die übrigen Plätze inder Normandie, der König in Castilien aber fast alles in Na-varra wegnahm. An»iz 86 » ward wiederum eineiolche conivira-tion wider den Konlg Carolum VI. in Franckreich entdeckt, wor^auf dieserKvmg ihn auch mit einem in öffentlicher verfämmlung

der