Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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m? 2 ?atter des Königs, der k. Matilla, der es mit dem Ad-abgeschaffet, und hingegen der k.Diaz ange-Der Cardinal hoffte durch dieses Mittel den Ad-Nrann!, L ^ sturtzen, dem Könige aber ward weiß gemacht,tview^^be sich zur ungebühr in Staats - geschäffte gemischt,runelm,« ^-hernach es nicht weniger that. Diesen streich aus-bas brachten es die Königin und der Admirante dahin,Parte» Graf von Oropesa, das Haupt von der Bayerischenivelcb?« ^ stiner bisherigen Verbannung zurück beruffen ward,entaea?« auf diese weift zu gewinnen, und dem von Montereylen L? V setzen meynten, und diß geschahe mit gutem wil-sandte» kayserlichen Hofes, der schon längst durch den Ge-gearh-j, aus eben dergleichen abstehlen an dieser zurückberuffungttr ^' ^chatte. Indessen nahmen der k. Draz und ein ande-dinM^chrnicaner, Moretta, nach den eingebungen des Car-scheiii/ ihres amts beym Könige wahr, dem sie unter demKönigs °aß es gewissens-sachen wären, den Admiranten, diehaß, und die Teutschen, so bey der Königin waren, ver-gär, .x^en suchten, wir sie ihm denn einmal, da er krancklind d»« M des regiments von der Garde, so in Madrid lag,reich? ,vu sie sagten, daß es zu Unterdrückung des volcks ge-heit durch den Admiranten blos zu seiner eigenen sicher-er «Mzogen worden, so kräfftige Vorstellungen thaten, daßsie aus gewissens-angst anfieng zu schreyen : Er mu-

uicht und ewig verdammt seyn, wenn man diß regiment

Tvledv ÄVUglich fortschaffte; worauf es auch alfobald nachin ej«./Ucken muste. Es kam auch so weit, daß sie den Konig8einak,i.^scheidung allmählich bereden wollten, weil sich diesetviettzM.zu seiner schwachen leibes-beschaffenheit nicht schicke,seiner bemühungen wegen der liebe, die der König zubey ^.hlln trug, vergeblich waren. Der Cardinal selbst,es be^Avnig vor einen unparteyischen mann hielt, brachteEck.-!.Am dahin, daß er sich entschloß, die erklärung desElster zum Cron-erben aufzuhalten, bis die Kayserlichende in VZgelangt wären, und Spanien sich zu wasser und lan-Kaysex Me Verfassung gesetzt hätte, welches der Komg demUlais einen eigenhändigen brief zu wissen that. Da-Uivvrff-« ble partey der Königin fast völlig über den HaussenNcsgyA' und sie selbst wies forthin gegen den Kayserlichenmt als eil und die angelegenheiten dieses Hofs mehr laulich-Me> ,Ner, so daß der Graf von Harrach fast nicht mehr'Me, er sich wenden , oder wem er sich vertrauen

^>er die grösten am Hofe den Oesterreichern zuwider,

Mraat-n v>ch nicht aufrichtig zugethan waren, ausser dem Ad-Mh„e' ven doch der Graf aus einem übelgegründeten arg-ä^nzöf m ^uen verräther hielt. Nunmehr war auch dersicher 'iK^Ä'bte Graf von Harcourt nach Madrid gekommen,

Uch eiuxss.Ul Cron-erber

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die erklärung eines Oesterreichischenerben protestirte, wiewol er noch nicht deut-

xMärckt!- des Dauphins söhnen dazu antrug. HingegenFran:^-?^ Ein überaus geschickter Minister unter der HandPartey durch Vorschub des Grafen von Monte-Nkeit, und gewann durch seine schmeicheleyen, freund-»n Semü,M^?igkeit, angenommenen eifer im gottesdienstestine Spanier dergestalt, daß er nicht nur über-^ svn^uther hatte, sondern auch das volck allen haß,Ä? auE^^en die Franzosen hegte, fortan gegen die Teut-Me»cke „nx Selbst die Gräfin von Berlepsch ward durch2 die Mn? il^osse verheissungen umgestimmt, und durch dre-K btey Av, ?" eingenommen, daß sie dem Kayserlichen Ge-legen gesichte mehr machte, mit dem Französischenaus, Kmer gemahlin in der grosten Vertraulichkeitihrem man meynt, die absichten des Hauses Bourbongema^?^gen befördern half, weil man ihr die hoff-fAey. ' daß sie künftig dem Dauphin sollte vermahlet»M, hatte die Bayrische partey, welcher, auftb°f' ihre s 8ecretsrii Urraca, Portocarero beygetretenihr^b" rns geheim so gut gespielt, daß sie unvermu-V- 2 esterreUA.V?Me, indem sich einige von ihren Hau--i, ?^ich stellten und hinderten, daß dem Kavserlk-gyMte selbst nichts geschahe, und der Französischeredete ^tt briugx ^ er das Haus Bourbon nicht öffentlich

um

>M xri." ^Ullte, jluivruru vvn

ndkM.» der Oesterreichischen partey schaden zu" ward dem Könige das nahe recht des Bay-

. Haus _ ...

zuweilen von dem Chur - Printzen

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Nschen . ....

Eeyd-!?n die Ungültigkeit der von ftiner Mutter

kc>mp°DvmmA t>or äugen gestellet, und von obbemeldtenHarbinrechm^m deswegen ins gewissen geredet. Endlich^enMvli, Ä^bedencken, welches Portocarero von Leon-8<lb An, A Bononischen Rechtsgelehrten, hatte spre-bey de^le dieses vor den Chur - Printzen lautete, so^°Uk uilmer m», , der ohne dem vor das Bayrische

Ein"» .-Hu in cäAe gehabt, und dem Churfürsten das.Eiia.AwIich Anlanden schon vor vielen jähren mitlNm^Sschig^ unmnschränckten macht anvertraut, der facheEicht'?E» Cb,,» Ä^an. 1698. ein testament machte, und dar-'Melden ! zum erben einsetzte, wie einige näch-

st Ä- wqnifestA^wol der Churftrrst selbst in einem 1705. ge-FchAße nni^ sagt, sein Printz sey gestorben, ehe er noch^ de«V, dam/V iur Crone gehabt. Inzwischen hatteAivjff," Konjq andern ein blendwerck vormachen moch-^ " thttluvoti Engeüand und die Holländer beredet, einen'M-rrartat über die Spanische Monarchie zu

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schliessen , der im oct. 1698. im Haag unterzeichnet wurde, undnach welch«« der Chur - Printz von Bayern Spanien, West-Indien und die Niederlande, der Dauphin Neapolis, Sici-lieu, Guipuscoa, u. s. f. der Ertz-Hertzog aber allein May-land haben sollte, welcher tractat jedoch, nachdem der Bay-rische Printz gestorben war, an. 1700. wieder in so weit geändertward, daß der Ertz - Hertzog nunmehr alles bekommen sollte,was vorhin dem Chur-Hrintzen zugedacht war. Dieser starb ge-dachter Massen 1699. und durch seinen tod wurden die Oestcrrei-chische und Französische partey von neuen rege, wiewol die letzteredie meiste starcke erlangete, indem sie nicht allein von voriger zeitviele Minister auf ihrer feite hatte, sondern derselben auch nun-mehr» der Cardinal Portocarero beytrat, durch dessen hülffeder Französische Gesandte überall seinen zweck erhielt. DerGraf von Oropefa, der jetzt Oesterreichisch geworden war, mu-ste den Hof verlassen , und weil der Unwille des volcks, zumalbey uberhand nehmender theurung, wider der Königin ihreTeutschen immer zunahm, ward auch die Gräfin von Berlepschnebst ihrem söhne genothlget, Spanien zu räumen, die es dochnoch vor ihrem abzuge dahin brachte, daß auch der Graf vonMonterev, einer von den vornehmsten der Französischen partey,von Hofe gebannt wurde. Der Kayserliche Gesandte war inschlechtem ansehen zu Madrid, erfuhr selten was bey Hofe vor-gieng, und wenn gleich der König noch dann und wann demKayser schriftliche Versicherungen von seiner guten meynung ge-gen den Ertz-Hertzog gab, auch damit solche unterstützt werdenmöchte, eine und andere anstalten zu künftiger Vertheidigung desKönigreichs machte, wüsten doch die Minister solche gar baldfruchtlos zu machen, da hingegen Franckreich auf den Spantesehen grentzen und kästen in steter bereitschafft stund. Einervon den künstlichsten streichen der Franzosen war dieser, daß sieden theilungs - tractat selbst zuerst in Spanien kund machten ,und dadurch die Spanier so erzürnten, daß sie »»gescheut sag-ten , ehe sie ihre Monarchie zergliedern liessen, wollten sie sol-che lieber einem Französischen Printzen gönnen, und wiewolauch die Hochachtung gegen den Grafen von Harcourt sich da-durch zu vermindern schiene, inmassen selbiger im may 1700.wieder nach Hause zog, und bey dem abzuge ein scheinbaresMißvergnügen blicken ließ, weil, wie er vorgab, der Hertzogcli Moles mit einem testamente vor den Ertz-Hertzog nach Wiengeschickt worden, so fiel doch der meiste zvrn auf die Holländerund Engelländer, die von den Franzvsen'als Urheber des tractatSwaren angegeben worden, und Harcourt hatte seine fachen schonso gut eingefädelt, daß sie auch bey seiner abwesenheit vollendsausgeführt werden konnten , wie auch bald hernach geschahe.Denn im sept. 17»°. fiel König Carl, der sich sonst diß jähr überziemlich wohl befunden hatte, von neuem in eine gefährlichekranckheit. Er hatte kurtz vorher mit dem Kayser die abredegenommen, daß derselbe zu beybehaltung der Italiänischenlande eine armee dahin schicken sollte, Engelland und Hol-land sollten vor die Niederlande und West-Indien sorgen, zurVertheidigung von Spanien aber hatte er zu starcken rüstungenzu lande und zur see befehle gegeben, welche anstalten jedoch al-le durch seine überhand nehmende kranckheit nnd bald darauferfolgten tod zunichte gemacht wurden. Der Cardinal Porto-carero und seine anhanger bedienten sich der schwachheit deSKönigs so wohl, daß sie unter dem schein, daß man ihm ruhelassen und vor feine seele zu sorgen gönnen müsse, alle die, sonicht Französisch gesinnet waren, von ihm entfernten , auchdem Kayserlichen Gesandten allen zutritt verwehrten, und alsoallein zugegen waren, wie der König den 2. oct. sein testamentunterschrieb und untersiegeln ließ, da denn den Umschlag die Car-dinäle Portocarero und Borgia, Don Manuel ä'Arias, dieHertzoge von Medina Sidonia, Infantado und Sessa undder Graf von Benevento unterschrieben, wozu er den 5. oct.noch ein codicill fügte. Er verstarb hierauf den i. nov. undfand sich bey der eröfnung des testaments, daß der andere söhndes Dauphins, der Hertzog von Anjou, zum allgemeinen er-ben eingesetzt worden, unter dem vorwande, daß die verzicht,so die Spanische Printzeßin, als sie Ludwig XIV. vermahltworden, geleistet, nur das absehen gehabt, daß Spanienund Franckreich nicht unter einen Herrn kommen möch-ten , und also blos den König und den Dauphin angegangen.Dem Hertzoge von Anjou war sein bruder, der von Bern, die-sem erst der Ertz-Hertzog und nachdem der Hertzog von Savoyensubstituirt, und folglich das Teutsche Oestermcbische Haus fastgantz hindan gesetzt, woraus denn, als Franckreich dlß testa-ment annahm, der blutige Spanische succeßions-kneg entstan-den. Man ist nicht einig, ob der König von solchem testamen-te etwas gewust, oder ob es ohne sein wissen untergeschobenworden. Die, so das erste behaupten, sagen, es hatten derCardinal Portocarero und die von seiner partey dem Königevorgestellt, wie er im gewissen verbunden fty, fernen Reichennach seinem tode frieden zu schaffen, welches anders nicht,als durch eine solche erklärung vor den Französischen Printzengeschehen könne, dadurch sie dem Komg angst und bange ge-macht, der sich doch zwey tage lang gegen sie gewehret, bis sieihm den dritten tag eingebildet, das volck sey mit grossem unge-stüm in den pallast gedrungen, und schreye nach einem Fran,zösischen Printzen, sey auch anders nicht von den Königlichenzimmern abzuhalten, als durch Unterzeichnung des vorgelegtentestaments. Hingegen scheinet der Admirantvon Castilien mei-nem schreiben an den Papst, so er nach seiner Sucht abgehen las-sen,

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