Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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mit grossen schulden beschweret war, so ent-beyde bruder, die Cammer-güther im Fürsten-«n die,Ä'H'^derg nebst allem was sie noch darinnen hatten,dich - "de des Fürstenthums zu verkauften, worauf sichBvkm-« W an den Kayser Maximilianum II. als König inVrivii-ni» übergaben , wodurch dieses Fürstenthum sonderliche«er erhielt. Carolus aber hat sich in der regierung sei-riebst f,^ ^ar löblich aufgeführet, und insonderheit an. 1568.erdliu,^ ' ^ bruder Henrico eine sehr wvhlgefaßte landes-A W dem Oelsnischcn Fürstenthum aufgerichtet. An.den er als Abgesandter des Kaysers Rudolphi aufMit Druschen wahl-tag nach Warschau. An. 1604» zog erÄn. Pferden dem Kayser wider den Türcken zu hülffe.vrdgxt b' N>urde er zum Ober-Hauptmann in Schlesien »er-de» sg' nnd im folgenden jähre ließ er ihm sehr angelegen seyn,Einen aMaben Majestäts-drief ausznwürcken , bezeugte auchhat fern-»^ Eifer in erhaltung der Lutherischen religton. Erihr dle vvrmundschafft über die Briegischen Printzen undrühniij^athum, wie auch das Kriegs-Generalat in SchlesienSeine -«^führet. Endlich starb er an. 1617. den 28. zan.in ^LWahlin war Catharina, Wenceslai, Freyherr»picum ^ D^a und Sternberg tochter, mit welcher er Hen-Nence^pEeslaum, Georgium , Carolum, und Henrieumrrstern?'aum den jungem gezeuget, davon aber die dreyr>vrqea««?Erjuge„d gestorben, nachdem ihre mutter an. i?8;.Und csMen war; und die Mährische Hcrrschafften Sternberg«uf v-MMtz an das Oelsnische Haus hinterlassen hatte. Hier-KaqdlMlte sich Hertzog Carolus an. 1585. mit Elisabeth«Hin - Hertzogs Georgii II. zu Brieg tochter, welcheens am '^'Edene kinder gebühren, darunter Carolus Frideri-rrp.werckwürdigsten ist. Schles. chron. Üb. II.

"ucä Schles. chron. x>. n;o. Lo.

rin ZUus Fridericus, Hertzog zu Münsterberg und Oels,^evrau 77^roli II. und Elisabeth« Magdalena, Hertzogstzl" u ;u Liegnitz und Brieg in Schlesien tochter, geboh-die °Et. an. r;y;. In seiner jugend legte er sich aufstlii, s n, und begab sich unter der inspection Georgii PastOder, und Fürstlichen Raths nach Franckfurt an derUvliimen 'Ast er auch das Rectorat dieser Universität ange-Eesla» , f,^Hlerauf trat er nebst seinem bruder Henrico Wen-E>ne rein E^Eh gleichfalls bisher in Franckfurt aufgehalten,

. den rv"' sie wieder zu Hause kamen, starb ihr vat-Md das D-'uu- an. 1617. da sie dann die regierung antraten,das 'Mstenthum theilten, so daß Henricus WenceslausUanq,° "uadtlsche, und Carolus Fridericus das Oelsnische^Eschwik Mährischen Herrschafften aber Sternberg und. E Bökmu-S'^en sie insgemein. Im übrigen als an. 1618.Und SläM^unruhe angieng, und die Schlesischen FürstenMe svvv.chEh derselben theilhafftig machten , auch zu dem§eiedrim ' °u fasse und zu pferde warben, befand sich CarlAr einer kl uer Zusammenkunft zu Breßlau an. 1619. und^mivn uen denen, die zu befthützern der Böhmischen con-neuevmIM erkohren worden, leistete auch dem an.m, di/^^EnKönige, Churfürst Friderico V. von derAls den, IM' und wohnte in demselbigen jähre aber-die aAiMfchen convente zu Breßlau bey. NachdemssE»Mcklim AAey Präge auf des Kaysers Ferdinandi II. sei«Mlesien wi^usMallett, und der Churfürst von Sachsen«A "pgeleaVn vernehmen mit dem Kayser zu setzen

Adern Gesandt-«" ließ, ward der Hertzog Carl Friedrich nebsttrld'Ekt, den Schlesischen Standen nach Dreßden

),°uen wurde A auch den 18. febr.an. 1621. ein vergleich ge-kAdem Kana-^dp ^lchem die conföderation aufgehoben,Adrey Ljer den Ständen pardon ertheilet, auch von die-x°Nlget wiirü-ll^ldes zu bezahlung der krregs-unkosten ein-Mi?^ den kürkch»^°^ ^s an. i6zi. die Kayferlichen beyFr üher armee^ogen, und der Churfürst von SachsenV Ach L m Schlesien fiel, ergriff der Hertzog Carl^ön^Eh an. Schwedische und Sächsische partey,

de ' Äz Pvlws^/.' Aermal dem Kayser submittirte, und durchleqjxAach dj^ ^erceßion mit demselben ausgesöhnet wur-mrü^ äefühA^t dieser Hertzog eine geruhige und löblicheFriert Seine Er Endlich den 22. apr. an. 1647. ge-H^dcich Wilhelms ^?dWhlin war Anna Sophia, Hertzog^^vchter.'A-.iu hälfen, der Chur Sachsen Lämini-MiA.'die an ^"welcher er an. iürz. Mariam Elisabe«lin ^Eck, vermäkÄA'w Nunrod, Hertzog zu WurtembergvndAd SvphjAlEt worden, gezeuget. Seine andere gemah-^eiiA'ES tvcht-r^Aalena, Hertzog Christians zu Liegnitz§E erb-A auch welcher er aber keine kinder gehabt,AodiAa^liinterläss?»"^ Henricus Wenceslaus keine inännli«9el«ischen q'N, ist mit ihm der männliche stamm des»aibe^Wadt abn A.^"^egangen, die FürstenthümmerEgssche linix ^vn^nppr^rwekm^heurath an die Wür-

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Iürss

Lucä Schles. chron. x. n;2.

en von Lichtenstein:

w^ Ein fowi^AAw, Hertzog von Troppau und Ia-t?chter m^'Elasbura Aannr IV. Freyherr» von Lichten-^'lren CarE ^A-Msberg von Anna Maria einerH aAd in d« LLteuburg. Erwürbe an. iz6y. ge«^ 'lc>r. '^erifthen^eligion auferzogen, verwech-

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selte aber hernach selbige mit der Catholischrn. Seiner gros-sen geschicklichkeit halben kam er bey dem Kayser RudolphoII. und nachmals bey Matthia in grosse consideration. Ru-dolphus machte ihn zum Landes - Hauptmann in Mähren,und schickte ihn zu den Türckischen und Siebenbürgischen frie-dens-handlungen. Matthias, da er an. isvg. seinen bruderRudolphum zu abtretung des Ungarischen Reichs bringenwollte, communicirte unter andern die fache mit diesem Carlvon Lichtenstein, welcher auch auf seine Unkosten ein regimentaufrichtete, und solches dem Ertz-Hertzoge Matthia in Ungarnzufuhrete., Er bekam hiernachst für seine vorgeschossene gel-ber das Fürstenthum Troppau in Schlesien zum unterpfande,so er aber hernach erblich an sich gebracht; wie er denn auchan. 1614. von dem Kayser Matthia in den Fürsten-stand er-hoben wurde, und alfobald die reception in das Schlesische Für«sten-LollsZium erlangte. Bey anfange der Böhmischen unruhewurde er von den Bohmen, die in Mähren gestreift, gefangen,und schien sich für ihre partey zu erklären, begab sich aberbald tbieder zu der Kayferlichen armee unter dem Grafen Buc«quoi, und wohnte der rencontre bey Wien den 24. und 2;.oct. bey. Nachdem er noch andere proben seiner treue abge-legt , und die fachen des Kaysers Ferdinandi II. in Böhmenetwas glücklich liefen, machte ihn derselbe nicht allein zu sei-nem Cämmerer und geheimen Rathe, sondern auch zum Statt-halter dieses Königreichs, und trug ihm die Inquisition undexecution wider diejenigen auf, so sich vor andern gegen denKayser gesetzet hatten. Er ließ «Ist an. 1621. den n. jun. zuPräge den Grafen Joachim Andreas Schlicken nebst vielen an-dern vornehmen Personen öffentlich hinrichten , und die übri-gen , so entwichen waren, citiren. Im folgenden jähre aberpublicirte er im nahmen des Kaysers einen general - pardon,und ließ, auf vielfältiges anhalten der Schlickischen wittwe,das auf dem brücken-thor aufgesteckte Haupt des Grafen vonSchlick wieder abnehmen. In eben diesem jähre publicirteer auch ein Kayserliches edict, krafft dessen die LutherischeIdeoloßi ihre kirchen in Böhmen verlassen, und die bürger«schafft in der stadt Präge an statt der Lutherischen CatholischeRathsherren annehmen muste. Es wurde auch zu dieser zeitden Jesuiten die Präger-Universität eingeräumet, und sonstenhart wider die Lutheraner procediret; dannenhero sich derChurfürst von Sachsen dieser fachen nach Möglichkeit annahm,und deswegen an den Kayser schrieb, wie denn auch der da-malige Chur-Sächsische Hof-Prediger, v. Matthias Hoe, andiesen Fürsten von Lichtenstein ein bewegliches schreiben ab-gehen ließ, wodurch man aber an beyden feiten wenig aus-richtete. Da auch um diese zeit der Marggraf Johann zuBrandenburg in die acht erkläret, und ihm das FürstenthumIägerndorff genommen wurde, verehrte der Kayser besagtesIägerndorff, ausgenommen die Herrschafften Oderberg, Beu-chen und Tarnowitz, diesem Carl von Lichtenstein. Ob nunschon das Chur-Haus Brandenburg ernstlich darwider prote-stirte, behauptete er doch die poffeßion dieses Fürstenthums,wodurch derjenige schade einiger Massen ersetzt wurde, welchendas Lichtensteinische Haus an. 162;. erlitten, da Bethlen Ga-bor in Mähren eingefallen, und dessen Herrfchafft Auspitz,Preßnitz und Felßburg gäntzlich ruiniret. Es hat aber die-ser Carl von Lichtenstein nicht weniger eifer vor die Catholi-sche religion in seinen landen als in dem Königreiche Böh-men erzeigt; und als einsmals die Lutheraner sich bey ihmüber die Reformirten beschweret, und die Ursache alles Un-heils ihnen beygemessen, hat er ihnen zur antwort gegeben:Sie sollten zufrieden seyn , denn sie mästen beyderseits zumlande hinaus. Endlich starb er an. 1627. den 12. febr. zuPräge im 58. jähre seines alters, da er kurtz vorher grossepräparatorien zum kriege gemacht. Seine gemahlin war An-na Maria, Iohannis Schembera von Czernahor, Freyherr»zu Buschowitz in Mähren tochter, mit welcher er CarolumCusebium und zwey töchter Ännam Mariam und Franci-scam Barbaram gezeuget, davon jene an Maximilianum,Fürsten zu Dietrichstein, diese an Werm n, Grasen von Lil-ly, vermählet worden. Lucä Schles. chron. not.

kroc. üb. V. csx>. 12.

Carolus Euftbius, des Heil. Röm. Reichs Fürst undRegierer des Hauses Lichtenstem, Hertzog in Schlesien, zuTroppau und Iägerndorff, ein söhn des vorhergedachten Ca-roli, wurde den 12. sept. an. r6n. gebohren, brachte seinejugend in den studien bey den Jesuiten in Präge zu, undmachte sich hernach bey den Kaysern Ferdinands II. und III.durch seine meriten sehr beliebt, so daß er auch m den Reichs-Fürsten-stand erhoben ward. Er hielte sich öfters in seinenSchlesischen Fürstenthümmer» auf und an. iszy. conserirteihm der Kayser nach Hertzogs Henricr Wenceslai zu Oelsabsterben die Ober-Hauptmannschaffts-verwaltung in Qber-und Nieder-Schlesien, welche er aber an. 1641. wiederum

niederlegte. Erstarb endlich den apr.an. 1684. An 16^hatte er sich mit Johanna Beatrix , Maximilians Fürstenvon Dietrichstein, und seiner schwester Annä Maria lochte»vermählet, und Mit derselben Johannen! Adamum Andreas(von dem ern besonderer artrckul j nebst drey töchtern n«eu!get, davon Maria Eleonora Rosalia A ,A): nch^^ASiegfried, Fürsten zu Eggenberg, Maria Theresia an?"cob, Grafen von Leßle, Kayferlichen Feld-Marfchatt, und

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