Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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ten, zu strafen» so kam es endlich von dem feder-geftchte zueinem würcklichen kriege. Marggraf Carl und sein bruderBischoff Georg von Metz, auch Graf Ulrich von Würtem-berg brachten in der eile ein corpo von 600. pftrden und 6000.zu fuß zusammen, und belagerten anfangs Heidelsheim; zogenaber, als sie nichts davor ausrichten konnten, wieder ab, undpostirten sich ohnweit Heidelberg, allwo Churfürst Adolphshülfs-völcker, in 400. Pferden und 4000. zu fuß bestehend, sichmit ihnen conjungrret. Den letzten jul. an. 1462. zogen dieFürsten alleine mit der reuterey im Heidelbergischen gebietheherum, allwo sie alles mit brand und sonsten verheereten.Inzwischen aber hatte sich Pfaltzgraf Friedrich ohnwissend der-selben nicht weit von Seckenheim mit 700. pftrden und ei-nem starcken fußvolck, wozu Diether von Isenburg mit zoo.pftrden gestossen hatte, in einen Hinterhalt verstecket. Auswelchem er, als die Fürsten sich eben in der enge zwischen demRhein und dem Neckar bey Seckenheim gleichsam sechsten ein-geschlossen hatten, plötzlich auf sie hervor gebrochen, und sol-che nach starcker gegenwehr dennoch geschlagen, weil er derPfaltzgraf in die 4000. mann zu roß und fuß starck gewesen, dieFürsten hingegen gar kein fußvolck, sondern nur etwa 1000.Pferde bey sich gehabt. Marggraf Carl von Baden, sein bru-der BischossGeorg und Graf Ulrich von Würtemberg wurdennebst vielen Grafen und Herren auch einer anzahl vom Adelsechsten gefangen. Nun hoffte man zwar, es würde derKayser sich der gefangenen annehmen, als welche den krieglediglich auf seinen befehl gesühret hatten. Allein es warkeine hülffe von ihm zu erhckten, und da die übrige freundeund Wirrten sich auch allzulaulicht und langsam in ihrembeystand erwiesen,so war eben kein Mittel mehr vor die gefangeneübrig , als daß sie sich sechsten, so gut möglich musten zu er-ledigen suchen, welches dann endlich, wiewol auf gar har-te conditionen, geschehen ist. Marggraf Carln wurde einerantzion von looooo. fl. angesetzt, wofür er seinen theil ander vordem Grafschafft Spanheim, nebst den ämtern Besig-heim und Beinheim, jedoch alles aufwiederlösung, der Pfaltzabtreten muffen. Über dieses muste er der losungs-gerechtig-keit zu Eppingen, seiner anspräche auf Heidelsheim und ver-schiedenen andern gerechtigkeiten renunciiren, auch noch meh-rere beschwerliche conditionen eingehen. Übrigens wurde die-ser Marggraf Carl und Churfürst Friedrich zu Pfaltz, inglei-chen Albertus des Kaysers bruder zu ihrer zeit vor die tapfer-sten Helden gehalten, die alleine geschickt wären, die armeegegen die Türcken zu commandiren, und hat er auch seine lan-de löblich regiert, die Marggrafschafft Hochberg vermehrtund in aufnehmen gebracht, und ist an. 147;. auf Matthiägestorben. Seine gemahlin war Catharina Hertzog Ernestikerrei von Oesterreich tochter, und Kaysers Fridericr III. schwe-ster. Er zeugte mit ihro drey söhne, wovon Albertus an.1488- in der belagerung Damm in Flandern an einer blessu-re geblieben. Fridericus ist Bischoff zu Utrecht worden, undan. 1517. zu Baden gestorben, dessen exitspbium sich mit fol-genden Worten schliesset r Nortem cuni vim muftre plsios-aue viäi , IsLuMs eosäein LLLS jsceo. Und Christophorus I.hat ihm in der regierung nachgefolget. Lkrou. üb.

XXIX. x. Oermsnis spuck 8uüsrck. c. ;8-

p. 462. H>/v. cks 8tstu Lurop. lud Lricksrico III. csp.

Z4. kill. belü Lsvsr. spuck kreber. tom. II. Mün-sters cofmograph. üb. V. I7II0A. Muesl. üiüor. p.

62z. cke rubus Lsckeuk. /-rri-o/. slügus. *

Carolus II. Marggraf von Baden, ein söhn Ernesti, vonwelchem die Durlachische linie entsprossen, wurde den 24.jun. an. 1529. gebohren. Weil seine beyden altern brüderBernhardus und Albertus zeitig gestorben, und zwar Alber-tus an. 1542. Bernhardus an. bekam Carolus die rc-gierung allein. An. i; 56. hat er sich zur Augspurgischen Con-feßion bekannt, auch die kirchen in seinen landen zu re-formwcn angefangen, zu welchem ende er zu Pfortzheimeine eigene schuft ausgehen lassen, darinnen er die Nothwen-digkeit dieser fache vorgestellet, und seine Unterthanen die Lu-therische lehre anzrmehmen ermähnet. Insonderheit hat er sichdarinnen der hulffe Simonis Sulzeri, eines Predigers zuBasel, wie auch Iacobi Andrea und Iacobi Heerbrandi be-dienet. Nicht weniger hat er sich angelegen seyn lassen, einegute Verfassung fernes landes zu machen, und in demselbenlöbliche ordnungen nebst Handhabung der gerechtigkeit inschwang zu bringen. Er hat auch die residentz von Pfortzheimnach Durlach transftrirt, nachdem er daselbst ein ansehnlichesschloß erbauet, welches nach ihm die Carlsburg genennet wor-den. Vorhero aber nahm er sich seines schwagers MarggrafAlbrechts von Brandenburg an, der in die acht erklärt war,und Vergünstigung erhallen hatte, daß er seine fache ausfüh-ren , und aus Franckreich , wohin er sich begeben, wiederumnach Deutschland kommen dörfte. Wie sich dann derselbigeeine zeitlang bey diesem Carolo aufgehalten, und zu Pfortz-helm an. gestorben ist. Um das jähr i;66. gieng ernach Franckreich, woselbst er der schlacht bey Moncontour wi-^ beygewohnt; worauf ihm an. 1568- die

Hertzogs Ludovici von Würtem-berg, "^ss,dem Pfaltzgraftn Wolfgango und dem Marggra-fen zu B^dmburg Georgio Friderico aufgetragen wurde.An. begleitete er m« emer starcken mannschafft die Prin-

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tzeßin Elisabetham, des Kaysers Marimiliani II. tochter, wcWmit dem König in Franckreich Carolo IX. versprochen w»und starb darauf den 2;. mertz an. 1577. Seine erste »mahlin war, an. 1551. Kunigunda, Casimiri, Marggr"!.zu Brandenburg-Anspach tochter, welche an. 15? 8. g^und ihm einen söhn Albertum hinterlassen, der aber aw ,gestorben. Worauf er sich noch in selbigem jähre m» M ^Ruperti, Pfaltzgraftn am Rhein zu Veldentz und Lutzew^tochter, vermählet, und mit ihr drey söhne und funt ^ ^ter gezeuget. Die söhne waren i.) Ernestus Fridericus, ^Jacobus und z.) Georgius Fridericus, von welchem dasschlecht fortgevflantzet worden. Siehe Baden. ^ ^r Vl-xroloxogr. k. III. xsg. 49;. üb. XIX. « ^

ch>e!>rer-. Izckl. Viktor, genest, /ttri-o/. notit. kroe. Üb. r8- n. 27. leg. * ,

Carolus Magnus, Marggraf zu Baden, ein söhn TUrici V. zu Baden-Durlach, und Barbarä, einer gebvyr> ^Hertzogin von Würtemberg, an. 1621. gebohren. Er v» ^in dem;o-jährigen kriege der Crone Schweden, und w» ^an. 1641. von dem Kayserl. General PiccolominiNachgehends ließ er seinen unerschrockenen muth m p ....

sehen, und soll dem König in Schweden in der stMAral-Warschau das leben gerettet haben. Er starb alsFeld-Marschall-Lieutenant an. 16^'. und hinterließ von st» .^gemahlin Maria Juliana, einer Gräfin von HohentoheV eistlingsfürst, zwey kinder, 1.) Carolum Fridericum,sehr gelehrter Herr gewesen, und an. 1671. zu Rom dsttholische religion angenommen, auch nach abgelegten' - - —. - - M grossem

in Franckreich und Italien dem Kayser mit grossem^kriegs-dtenste gethan hat. Allein er ist an. 1677. in dem ^jähre seines alters als ein Maltheser-Ritter zu Bas« ""Masabgegangen. 2.) Carolam Sophiam, eine gemahnn ^Emieonis zu Leiningen-Dachsburg.reb. Lscksuü /»,-»/. not. kroo. Imp. üb. IV. csp-

ftll. bist. xsZ. 6;8. PufkNd. Schweb, "k vschichte. , ^ ic.

* Carolus wilhelmus, Marggraf von Baden-D»""siehe Baden.

-Zertzoge von Münsterberg und C)els :

eist

Carolus I. Hertzog zu Munsterberg und Oels,söhn Henrtci, dessen vatter George Pobiebrad das FM.'NMarg-Münsterberg und Oels zuerst überkommen, und Ursula' ^

gras Alberti Achillis von Brandenburg tochter. ^„chchenden 4. may an. 1476. gebohren. In der theilung der vamländer überkamen seine beyde ältesten brüder Alben»Georgius das Fürstenthnm Oels; weil aber Albertus»/, re-den , und Georg« söhn Henricus auch sehr frühzeitighielt Carolus - auch das Oelsnische Fürstenthum. ^m chwar er ein Herr von grosser klugheit, dannenhero ")>' f Hol«vicus, König in Ungarn und Böhmen, an. i?2;> s»'verneur des letzter» Königreichs ernennete, wie erLand-Voigt in Ober-Laußnitz und des FürstenthuM ^ ^e-Hauptmann war. An. 1^27. erhielt er von dein K»'dinando I. bey welchem er in gar sonderbaren gnam' diese" kdie Schlesische Ober-Hauptmannschafft, und einpßMge zu Breßlau. Sonst hat er sich sehr geneigt gegen UenhaMerzeiget, und nachdem er dessen schritten gelesen^big an ihn geschrieben; wie er sich denn gegen deniewk' ^ege'ret, daß der Papst seinen groß-vakter George PodreorJohann Hussens lehre bis ins vierte glied m Me Lauch dabey Luthern ermähnet, daß er fortfahren ' H yamißbräuche der Cathvlischen kirche zu bestrerten.sich derselbe hernach geändert, und durch ernen 1 ^ gauf einem Böhmischen Reichs-tage zu Prag m'ftr starb/^macht worden, sich den Lutheranern widersetzet. ^anistS';i. may an.i;;6. Mit Johanna, Hertzogs A, dar »Sagan tochter, hat er unterschiedene kinder gezelMter folgende söhne: Ioachimus, der BWoss r» ^^n, Lund Havelberg auch Dom-Dechant zu Breßlauan. 1562. gestorben; Henricus, der ihm m der »»sgischen regierung gefolget, und Lutheri lehre «>' Margl^stenthum eingeführet; Georgius, welcher tn r ,Georgens von Brandenburg suite dem Reichstag" xehlMAnan. mit beygewohnet, und an. i^LEFürE,4-storben; und Johannes , welcher das Oelsmsch »^ K lbekommen. Schief chron. IM. H- . ^

Eucä Schlef chron. snn. Lvsng.

vucker. lib. I. §. 1)2. lib. II. §. 12. ein l?.^

Carolus II. Hertzog von Münsterberg «»0 / ^

Henri« II. und Margarethä, Hertzog Helnr«a)s^-^„bürg tochter, wurde den 2;. apr, an. 1544. » s^sie »'verlohr seinen vatter an. i?48. Gletchwie n ^ sims

und des vatters bruder Ioachimus alle fE,'^i.im l-erziehung anwandten; also thaten sie rhn an. ^ Ferdma»^re seines alters an den Hof des KZlers ^ Me^kan welchem er, wie auch nach dessen tode » ^n.fers Marimiliani II. neun >ahr verblichen. ^er die regierung an, und residrrte antang m ^4

Es fiel aber ihm und semem bruder Hen" zu > y,«»

jähre das antheil ihres vetters Carok Chrlstopst