Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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zen verführen ließ, dadurch er in die Verwirrung gerieth, dieihn aus seinem vatterlande triebe. ae LeSar.

Lgxit. etlÄNF. tom. I. s-eri, leben Kayfer Carls V. *

Carolus von Bourbon, Hertzog von Vendome, Pair vonFranckreich, Gouverneur von Paris und Isis äs krrmcs, warder älteste söhn Francistr von Bourbon und der Maria vonLuxemburg, gebohren zu Vendome den 10. jun. an. 1489. An.

1507. folgte er Ludwig XII. auf feinem zuge nach Genua, undföchte an.1509. in der Macht bey Agnadel , da ihn dieser KönigzumRitter schlüge. Francifcus I. machte ihn auch zum Hertzogevon Vendome, und gebrauchte ihn in verschiedenen angelegen-heiten , nachdem er seiner tapferkett, die er bey eroberung May-land und in der Macht bey Marignano an. 1515. erwiesen,

Versichert worden. Zur selbigen zeit war Carolus Gouverneurzu Paris und Isis äs krause. Worauf ihm der König an. 1518.noch das Gouvernement von Picardie gäbe, da er den Grafenvon Nassau die belagerung von Mezieres aufzuheben nöthigte.

Obgleich der Cvnnetable von Bourbon, sein vetter, des Königsbleuste verlassen, blieb er doch so beständig in denselben , daß,als ihn viele nach des Königs gefangenschafft die regierung zuübernehmen veranlassen wollten, er sie doch selbst zum gehorsamgegen die Rmentin anwies. Er starb zu Amiens den 2;. mertzan. r;;?. Mit Francisca, der ältesten tochter Renaki, Her-tzogs von Alengon und wittwe Francisci des ersten Hertzogs vonLongueville, halte er 1;. kinder gezeuget, darunter merckwür-big: Antonius König von Navarra, Henrici IV. vatter; Fran-ciscus Grafvon Enguien , der an. 1544. die Macht bey Ceri-soles befochten; Carolus Cardinal und Ertz-Brschoffzu Rouen;

Johannes Hertzog von Enguien blieb an. i;; 7 . in der Machtbey St. Quintin; Ludovicus Printzvvn Conde; Margaretha,

Francisci von Eleve, HertzogS von Revers gemahlen, rc.r,» -t« Lc.

Carolus von Bourbon, Grafvon Soissons und Dreux,

Pair und Großmeister von Franckreich, Ritter des Königlichenordens und Gouverneur in Dauphins und Normandie, Ludo-vici l. von Bourbon, Printzen von Conde, und Franciscä vonOrleans söhn, wurde zu Nogent-le-Rotrou den iz. nov. an.

1566. gebohren, und kam unter Henrici III. regierung an demKöniglichen Hofe in ansehen. Als ihm aber daselbst einige Wi-derwärtigkeit begegnete, wandte er sich zum Könige von Na-varra , und diente ihm an. i?8?. in der Macht bey Coutras.

Eine zeitlang hernach verließ er dieses Königs vartey, und kamwiederum bey seinem vorigen Herrn in gnaden, befand sich mitbey der Versammlung der Stände zu Blois, und als er an. 15 89.bey dem Könige zu Tours war, allwo der Hertzog von Mayen-ne den König Henricum aufzuheben verhofft hatte, that er ei-nen gantzen tag der feindlichen armee in dem gefecht bey der Vor-stadt besagten vrts widerstand. Nach diesem, da er zum Gene-ral-Lieutenant der armee in Bretagne gemacht worden, warder gefangen und nach Nantes gebracht, von bannen er aberwegsiohe und Henrico IV. zu Dieppe zu hülffe kam, welcher ihnsodann zum Großmeister von Franckreich machte. In der bela-gerung vor Paris an. 1590. commandirte er die reuterey , unddiente auch im nachfolgenden jähre in der belagerung vor Char-tres. Jedoch war er der faction des Cardinals seines bruderszugethan, welcher noch eine dritte partey aufbringen wollte;als aber solches fehl schlug, half Carolus Henrici IV. crönungan. 1194. mit befördern, wobey er des Hertzogs von Norman-die und Guienne stelle vertrat. Gleichergestalt wohnte er auchLudovici XllI. crönung an. 1610. mit bey, da er Gouverneurin Dauphins war, starb aber nach 2. jähren zu Blandi in Brieden i. nov. an. 1612. An. 1601. hatte er sich mit Anna, Grä-fin von Montafie vermählet, mit welcher er Ludovicum, Gra-fen von Soissons, gezeuget, ingleichen Louisen, so Heinrich II.

Hertzog von Longueville, geheurathet, und Mariam , so Tho-ma Francisci von Savoyen, Printzen von Carignan, gemah-lin worden, und noch zwey andere, so jung gestorben. Erhat auch zwey natürliche löchter hinterlassen, so beyde Aebtißin-nen worden. Nemolr. cis

Carolus von Bourbon, Printz von Roche-lur-Aorr, Her-tzog von Beaupreau, Graf von Chemill und Gouverneur vonDauphins, war der jüngste söhn Ludovici I. Printzen cle I-, Ro-che-sur-Aon, und hatte unter Francisco I. Henrico II. und Ca-rolo IX. wichtige bedienungen. Henricus II. gab ihm das Gou-vernement von Dauphins, und machte seine Herrschafft Beau-preau in Anjou zu einem Hcrtzogthum und Paine, woselbst erden 6 . oct. an. i? 6 ;. starb. Mit Philipp«, Joachimi Herrnvon Montespedon einiger tochter, und Renaki, Herrn vonMonteian, Marschalls von Franckreich Wittwe, zeugte er Hen-ncum, Marquis von Beaupreau, der schon an. 1560. gestor-ben , und zwey töchter hinterlassen. Ls.

Carolus Cardinal von Bourbon , war ein söhn Carls vonDendome, gebohren den 22. dec. 152;. Er begab sich in dengeistlichen stand und stieg dämme dergestalt, daß er Cardinal,

Ertz-Blsthvff zu Rouen, und Legat zu Avignon ward , auchnoch andere trefliche geistliche Pfründen kriegte. Er hielt sichimmer am Hofe auf, und wird daher fast bey allen öffentlichenmerckwurdigen Handlungen feine gegenwart erwehnt, gestalt er

denn i;; s. die Kvmgm in Spanien, Elisabeth, Philippo zu- Henrici ivs Hofe "ein/dritte partey im Reiche zu

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führen helffen, und r;6c>. bey der Versammlung der Grosse« MFvntainebleau , hernach bey der versiuumlung der SianeOrleans, dem religions-gespräche zu Poißi u. s. f. ZewfW,« ^insonderheit die trauung bey der Vermählung des KomgrNavarra, mit Caroli IX. schwester verrichtet. UnterII. nach entdeckung der zusinnmcnschworung von Amdoneer an seine brüder, den König von Navarra und Prmtzm , -Conde, geschickt, um dieselben nach Hofe zu locken,nnewvon der dicfem letztem gestellten falle nichts wüste. Als er >Carolum IX. auf seiner grossen reife durch Franckreich heg'»"und der Hof nach Avignon kam, trug ihm der Papst ou ^tion von dieser Grafschafft auf, ihn desto gewisser beyM M!chen stände und der Römischen kirche zu erhalten, vseu er»selbigen zeit mine machte, als ob er sich verheurathen n>vEr ließ sich auch nachdem die Handhabung des Römischen AM,diensts eifrig angelegen seyn, und war dieses eine gelegenyen' ^dadurch ihn die Güssen zur Ugue zogen, welches ihnenviel leichter ward, weil Ludovicus Minturnus, Abt vonstres, der den Cardinal gantz regiert und der Guisischen p-^ablichten gehindert hatte, an. 1^80. starb, dahingegen^bemprs, sein Cämmerling, welcher so dann alles oen ^zu gelten anfieng, von den Guisen geld nahm, nno oseinen Herrn auf ihre feite lenckte. Man bildete demsiwMneben dem anliegen der religion, hauptsächlich ein, datz er,der älteste vvm Hause Bourbon, ein näher recht zur Crone v" Aals der Konig von Navarra, der ohnedem ein ketzer sey, »no Mwegen gehindert werden müsse, zu welches rechts behauptn»chm von deu Ligisten alles ihr vermögen angeboten, von ^Hertzoge von Gusse aber insonderheit zur Vermählung' verwittweten Hertzogin von Montpensier Hoffnung sich yjelward, in die er sich verliebt hatte. Er aber.glaubte um ^mehr bey dieser partey seinen Vortheil zu finden, weil er M Meinige Wahrsager, die damals sehr mode waren, alleryauo > ^sehe einbildungen hatte machen lassen. Als der krieg M "heilhen sollte, ließ ihn der Hertzog von Guise gleichsam zur i«"^feiner perfon nach Peronne bringen, gab ihm auch alleryw Mtreue leuthe zu, die ihn beobachten musten, weil ^dereinst ihn fast wieder auf andere gedancken gebracht lMMg,dessen kam in seinem nahmen an. i;8;. eine erklärung z, zudarinnen er sich den ersten Printzen vom geblüte nennteerkennen gab, wie er nebst den übrigen verbundenen M'MNder in gefahr stehenden kirche und Reichs-verfassung M «pwe«w -ssen. Indessen hatte er an den folgenden thätlichkettentl l, außer daß man sich seines nahmens gebrauchte.i?88. der König sich mit dem Hertzoge von Gusse verss»kam der Cardinal von Bourbon zu ihm nach Charts / Mward durch ein besonderes patent zum ersten Printzen vow A,jch-te und vermuthlichen Cron-crben erklärt. Allein diese Y. ^keit währte nicht lange. Denn als bey der versaninuwStände zu Blois die beyden Guisen umgebracht waren,^man den Cardinal von Bourbon in arrest , und fuheu wKönig nebst den andern staats-gefangenen selbst auf dasAmbosse, von bannen er hernach weiter nach Chlnon swurde. Nichts destoweniger thaten die von der lägu?, w ^ persie noch immer auf seine Person sähen, ob sie ihn gu-that wenig achteten, und der Hertzog von Maine stetz w' ° Jo-ris gar unter Caroli X. nahmen nach Henrici III-tooe,;»nige ausruffen, und durch einen Parlements-Mutz^sEthanen an ihn weisen, auch mit seinem bildnisse wuny <0gen. Ja der wohl-gesinnte theil des Parisischen ^§1sich zu Tours aufhielt, rieth aus beysorge, daß er cw iv.möchte, nach Henrici III. tobe dem neuen Könige HEselber, er sollte ihn zum Mit-Neqenten annehmen. Av 'gsteßis^ricus kriegte ihn durch geschickte UnterhandlungMornai in feine Hände, und ließ ihn nach FonteliMw^^mnsichere Verwahrung brinaen, allwo er bis an seinen wv ..muste. I,wi

nmste ^^bnÄ^^ugcn', ällwo'erch'is anMen Wd

ssardmal von Bourbon, der jüngere, E^ar ss«von Conde, dritter söhn aus erster ehe. Erjv

Mae aÄA den Cardinais-Hut, da er den

8 stln vetter lebte, der Cardmal von

M-Dlehoffnung diesen zu beerben hielt ihn auch pa-niais ^ öemKonige von Navarra zu schlagen/ Krafmalsjettre beyden bruber, der Printz von Conty livb ^b-n ^llfvns, thaten. Jedoch liefet man nicht, daß er^sehr eingelassen. Hingegen kam er.nach d.^

auf die gedancken, wsshulssesti po«ders, des Grafen von Soissons, und einiger mssvergrM . ^d

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