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Zweyter Theil. Bi - C.
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Cornara den Veuetianern in die Hände fiel, konnte das Savsyi-sche Haus zu dessen würcklicher besitzung nicht gelangen. Imübrigen war dieser Hertzog Carolus em grosser liebhaber dergelehrfamkeit, und so ehrerbietig, gegen den Stuhl zu Rom /daß er nicht in die lägue der Italiänischen Fürsten wider Jnno-centium VIII. mit treten wollte. Er starb an. 1489. zu Pigne-rol, und zwar soll ihm der Marggrafvon Saluzzo mit gift ver-geben haben. Mit Blanca von Montferrat hat er JolanteLouise Hertzogs Philiberti I. zu Savoyen gemahlin / und Caro-lum II. Johannem Amadeum gezeuget. L«rc^e«o» , lull. äs 8 s-vo^e. ae Le.

Carolus II. Johannes Amadeus, ein söhn des vorherge-henden , gebohren zu Turin an. 1488. Weil er seines vatters inder zartesten kindheit beraubet wurde, nahm der Marggraf vonSaluzzo daher gelegenheit, sich seines verlohrnen landes wiederzu bemächtigen, welches dieses Caroli mutier als Regentin nichtverhindern konnte. Hierzu kam noch die unruhe/ welche der Graf6 e Is Chambre nebst einigen andern stiftete, als welche nicht da-mit zu frieden waren / daß die Regentin den Bischoff von Mon-dovi zum Ertz-Bischoffe von Auch und Genf ernennet hatte /und daher einen andern erwehlten / welchen sie mit gewalt ein-setzen wollten. Woraufdie Regentin die Statthalterschafft Phi-lippo Grafen von Bresse / dem fünften söhne Ludovici Hertzogsvon Savoyen, auftrug, welcher den Grafen 6 e Is Chambre zumgehorsam brachte; aber bald darauf durch «»vermutheten toddes Printzen Caroli die eigenmächtige besitzung des HertzogthumsSavoyen als nächster erde erhielt. Denn dieser Printz starb den16. april an. 1496. da er aus Unvorsichtigkeit seiner bedientenaus dem bethe gefallen war. üiüoire 6s Lsvo^s <Le.

Carolus III- mit dem zunahmen der gütige, ein söhn Phi-lipp!, welchen er mit seiner andern gemahlin Claudia 6e Brossegezeuget, wurde den io. octob. an. 1486. gebohren, und succe-dirte an. 1504. seinem bruder Philiberto II. Anfänglich stand erbey dem Kayfer Carolo V. sehr wohl, so daß ihm derselbige nichtallein unterschiedenes, was seine vorfahren den Grafen und Her-tzogen von Savoyen conferiret, bestätigte, sondern ihm auch an.rzzi. die Marggrafschafft Ceva verehrte: als aber an. Ijjj. dasgeschlechte der Margarafen von Montferrat mit Johann Geor-gio ausgieng, und Carolus vermeynte das beste recht zur fuc-eeßion zu haben, wurde ihm der Hertzog von Mantua FridericusII. Gonzaga von dem Kayser vorgezogen. Bald darauf überfielihn der König in Franckreich Francistus I. an. i;;;..unter demvorwande, als wenn er ihm sein mütterliches erbtheil vorenthal-ten , in der that aber wollte er sich dadurch einen weg in dasMayländische bahnen. Hier muste sich nun Carolus in kurtzerzeit fast seines gantzen landes beraubet sehen. An. 15; 6 . wurdeTurin geplündert, an. 154;. gieng es Nizza nicht besser, und dajm folgenden jähre die Franzosen bey Cerisoles gewonnen, schienalles verlohren zu seyn. Die Schweitzer bedienten sich gleichfallsHieser gelegenheit, und nachdem sich an. izzz. das Walliser-land,imd an. iz;z. auch die stM Genf in ein beständiges bündnismit ihnen-eingelassen , nahmen sie im folgenden jähre dasHer-tzogthum Chablais, und diez.ländgenVaux, Gex undGene-vois hinweg. Hierüber bekümmerte sich Carolus dergestalt, daßer in ein verzehrend fieber fiel, woran er an. 155z. den is.sept. zuVercelli im 66. jähre seines alters und 49. seiner regierung starb.Er war sonst ein gelehrter Herr, und liebte die Gelehrten, aberzum kriege war er nicht sonderlich geschickt. Mit seiner gemahlinBeatrix, Emanuelis Königs von Portugall tochter, hat er zwarunterschiedene kinder gezeuget, so aber fast alle in der jugend ge-storben, bis auf Emanuelem Philibertum, welcher ihm in derregierung succediret. Kittair. äs 8 svove. /ovr«/ ,

üb. XXXV. feg. I-kE. üb. XI. L XII. Le.

Carolus Emanuel I. der grosse zugenannt, ein söhn Ema-nnelis Philiberri und Margaretha, Francisci I. in Franckreichtochter, wurde den 12. jan. an. 1562. gebohren. Er war ein am-bitiöser und dabey sehr listiger Herr, der sich zu seiner zeit in vieleHändel gemischt. Zuförderst bediente er sich der Unruhe, so durchdie innerlichen kriege in Franckreich entstanden, und zog dieMarggrafschrfft Saluzzo an sich, welche die Franzosen an. 1548.da der letztere Hertzog Gabriel mit tobe abgegangen, als ein lehnvon Dauphins weggenommen, ohne daß man es an Savoyi.scher seile verhmdem können. Allein da Henricus IV. auf denthron in Franckreich kam, und das Reich wieder in ruhe gesetzt,der Hertzog aber den Konig durch versprechen und fchein-hand-lungen eine zeitlang vergeblich herum geführt, gieng endlichHenricus mit grossem Nachdruck auf Savoyen los, und nahm inweniger zeit alles weg, was der Hertzog disseits der Alpen hatte.Worauf an. 1601. der friede zu Lyon erfolgte, in welchem CarlEmanuel Saluzzo behielte; er muste aber davor Is Bresse, Bu-gey , Gex und andere örter an Franckreich abtreten. Hieraufließ sich dieser Hertzog nebst dem Könige in Spanien in eine con-spiration wider den König in Franckreich Henricum IV. ein, wel-che der Marschall 6s Biron ausführen sollte. Doch der anschlagwurde entdeckt, und der rühm, welchen Carolus Emanuel andem Französischen Hofe davon trug, war sehr schlecht. Um dasjabr 1602. nahm er sich vor, die stadt Genf in seine gewalt zubringen, wie denn schon längst die Hertzoge von Savoyen einepratmsivn auf diese stadt gemacht, unter dem vorwande, daß sievormals zu der Grafschaft Gebenne oder Genevois gehört, wel-che der Hertzog von Savoyen Amadeus VIII. an sich gekauft.Carolus Emanuel hatte es auch bereits so weit gebracht, daß

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durch künstlich-gemachte leitern etliche ioo. mann auf denund von dar in die stadt gekommen , weil aber die bürgeriw"^

und von dar in die stadt gekommen, weil aber diegar zu bald in die Waffen kam, und der feinde leitern^'einen glücklichen canon-schuß aus einer bastion, wemc.mauren, wo jene angelegt waren, bestrich, guten theils ^tert worden, wurden die Savoyer, so schon drinnen waren,»empfangen, und die übrigen musten unverrichteter fache" - „Eshen. Der Hertzog, so nächst vor der stadt gehalten, hiesse es ^belle cs§s6e, und legte damit um so weniger ehre ern , " „st,diesen anschlag unter wähendem frieden , welchen er, eve>> §die Genfer sicher zu machen, vor kurtzem geschlossen hatte,^nommen, und noch dazu seinen soldaten alle grausamreumuthwillen zuzulassen versprochen hatte, wo nur W siEthe. An. 1612. starb dieses Hertzogs schlvieger-stchn FcaM>iIII. Hertzog von Mantua und Montferrat; da wollte nunlus Emanuel durchaus Montferrat theils in seinem ergem sttheils auch in seiner tochter Margarethä, oder vielmehr ver ^ihr gezeugten Printzeßin Maria nahmen bebauvten: waro ^

ihr gezeugten Printzeßin Maria nahmen behaupten; „ «er-

durch die Spanier daran verhindert, welches ihn dergchaudroß, daß er auch das ordens-zeichen des güldenen Miesses .m' ^rum zurücke schickte. An ..a^uoin .

. . 1619. kam er äuch in consideraW l st

Böhmischen Crone, als sich die Böhmen vom Oesterreich"-^.Hause los machen wollten, und an. 1626. als Vincenl»'. ^Hertzog von Mantua und Montferrat ohne leides-erbenden, suchte er seine alte pratension auf Montferrat wiederOb er gleich nun sein äusserstes that, konnte er doch wE" §Spamer seinen endzweck nicht erhalten. Er verband sich ".'.E, jyLudovico XIII. wider Mayland und Genua, eroberte a»"^dem letzter» Staate unterschiedene örter, und schlug die Ge>schen trouppen bey dem flusse Ponente; sonst aber konnte er > ^viel ausrichten. Weil ihm also seine anfchläge so wenig vonten giengen, zog er sich solches zu gemüthe, daß er an.

26. ,ul. an einem schlag-flusse zu Savigliano starb. Mit x^errina, Philippi II. Königs in Spanien tochter, hat ergezeuget , unter welchen sonderlich merckwürdig Pf"Emanuel, der an. 160;. in Spanien gestorben; Victor Wi-deus, der feinem vatter in der regierung gefolgt; Emanm«Iibertus,Groß-Prior vonCastilien und Vice-König vonder zu Palermo an. 1624. gestorben ; MauritiusPaulo V. zum Cardinal gemacht, verheurathete sich aber"mit Louisa Maria seines bruders Victoris Amadei tochtcr"mas Franciscus, von welchem die Carignanische linle o^^aPmet; und Margaretha, Francisci Hertzogs von Mantua vIm, so nachmals Spanische Statthalterin in PortugallMein. 6e Vr-H'. , Kitt. cis 8sv»ve.

L'L-Ee»-. Nir. Le bitt. 6 e Louis XIII-Carolus Emanuel II. Hertzog von Savoyen, Viewmadei söhn, wurde an. 16,4. den 20. junii gebohren, "AEvovMdirte an. 16;8. seinem bruder Francisco Hyacinthe m ^ vonund Piemont, da er noch unter seiner mutter Cyrim^E'Franckreich, desKönigs HenricilV. tochter, vormundjcyau st -icSeines vatters bruder Mauritius und Thoinas n vcnadministration der regierung an sich ziehen, und wurdenSpaniern souteniret ; die verwittwete Hertzogin aoe^^tzosdurch hülffe der Franzosen die oberhand. Nachdem deran. 1648. für mündig erkläret worden, trat er selber Erung seiner lande an , und hielt mit Franckreich aA» ,fteundschaffl, aßistirte auch dieser Crone wider Spau^nwurde in dem an. 1659. geschlossenen Pyrenäischen.v A"'begriffen , und mit Spanien völlig wieder ausgejov«i6;4. und 55. verfolgte er auf des Königs von^rana F M

1654. und 55. verfolgtestiften durch den Marquis

tigste; muste aber nachgehends, als sich die Repuv''Astgeu--.und Schweitz, ingleichen der damalige kroteötor m v0>VCromwellderselben nachdrücklich angenommen, MUs". dcu"^ge rechte und freyheiten wieder einräumen; wiewoi ^ a»an. 1662. beynahe eine neue Verfolgung wider die Mt« ^st^ ^ rgefangen hätte. Er starb an. 167z. den 12. junu. ,, Appw'gemahlin war Francisca Magdalena, Gastoius , 664 '^Hertzogs von Orleans tochter, welche den 14- tsisiävaria IoUstorben.Woraufersich den n. may an.i66z. mlt 4 ^ MeM^-na Baptist«,einer tochterHertzogs Caroli Amadei«pelli" ^vermählet, mit welcher er an. 1666. Victorem 4 »"zeuget, der ihm in der regierung gefolget.

Carolus Emanuel von Savoyen, Hertzog §sie gVstwar Jacobi Hertzogs von Nemours und Annen ^ster söhn. Als sein vatter an. 158;. starb,. vermaln^ pM^seinen söhn, daß er sich in die Ligistischen Handel, we stpgeam ^in Franckreich rege wurden, nicht mengen sollte, u ^pd v sx-hieng er sich bald hernach an die Guisische par^"-E felneE^man, daß er an. r z 8 ?. unter des Hertzogs von ,, zumee wider die Teutschen gefochten, die den H"A §uf t>epgekommen waren. Jedoch war er nicht iowo» ^

tzogs von Guise, als auf des von Mayenne ferner ^ 0das Haupt der sogenannten Carolinischen partev 'von Guise stiye macht und grosse heimlich "U wenn "siEhchIn den Verträgen , welche die Guisen denn uim ^n.v^ perKönige Henrico III. machten, war immer aum » ^ LonW xa-des Hertzogs von Nemours gedacht worden, une^^, .je-die heimliche zwistigkeiten dieser fam'lie ^oy- ^sther meynte, sie zum theil durch wohlthaten wreo . gebternHeu, gab dem von Nemours die anwartuug ^