Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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* Carreto, (Galeazzo) lebte gegen dem ende des XV. 6 ec.Die Genueser verjagten ihn von Finale, weil er der parteyPhilippi Mariä Visconti, Hcrtzog von Mayland, angehan-gen , aber er fände mitte! sich wieder m gnaden zu bringen. Erwar sowol seiner kindern als seiner selbst wegen glücklich. Sei-ne söhne waren Alphonso l. Fabricius, Großmeister zu Rho-dis, Carolus Dominicus , der Cardinal, und Ludovicus oderAloisio, Bischoff zu Cahors. Alphonsus der erste dieses nah-mens , Marchese sti Finale, liesse diesen platz besser bevestigen;Maximilianus l- beehrte ihn mit dem titul eines Vlcarii desReichs in Italien, und gab ihm die müntz-gerechtigkeit. Vonihm find die andern Herren aus dem Hause Carreto entsprossen.Seine kinder waren Paulus, auch Bischoff zu Cahors, undAbt von Bellecombe; Alphonsus II. welchem Philippus II.Königin Spanien Finale an. 1571. durch unrechtmäßige ge-malt weggenommen. Auch reitzeten die Genueser Alphonsi Un-terthanen zum abfall, weswegen er sich unter den schütz Franck-reichs begeben muste. DieSpanier wurden unter dem vorwand,daß sie etliche trouppen dort einschiffen wollten, zu Finaleeingelassen , und belagerten alsdann die citadelle, wo Johan-nes Albericus Carreto, ein vetter des Marchese Alphonsi,commandirte, und er muste sich endlich ergeben. Alphonsusbeklagte sich diests unbills halben bey dem Kayser; der Kayserschickte zwar Deputiere an die Spanier, diese aber antworte-ten denselben, daß sie zu spät gekommen seyen, zu dem,habe der Rönig in Spanien solche Ursachen seiner auf-führung , die der Rayser sechsten gut heißen muste.Nach der Hand wurden die Marchese von Carreto m demFinalischen wieder eingesetzet, bis dieser platz an. 1602. ausbeseht Philippi III. des Königs in Spanien, von dem Grasenvon Fuentes wieder ist eingenommen worden. Die Spamerliessen aldann den Marchese für sich bringen und todten, nach-dem sie ihn zuvor gezwungen, einen protections - tractat anzu-. nehmen. 5 a»/öDr«, stelle kamlZlle st'ltslis. luüor.

Üb. s. Lenzer' stelcrlpt. Itsl. Lockr»«,, Ich. II. csx. 9.

ste Itepubl.

Carrick, eine Grafschafft im westlichen theile von Schott-land , an einem arme der see, bey Dumbarton gelegen. VorZeiten waren einige Grafen darinnen; als aber die letzte erbinMartho einen jungen Edelmann, nahmens Robert Bruce,geheurathet, zeugele sie von ihm Robert Bruce, den berühmtenKönig von Schottland. Von welcher zeit an der titul dieserGrafschafft bey der Königlichen familie geblieben.

Carrickfergus, sonst auch Knockfergus genannt, eine mit-telmäßige marck - und see-stadt in Ulster, in der nord-ostlichengegend von Jrrland. Sie liegt in der Grafschafft Antrim, undist der vornehmste ort darinnen, hat darbey einen guten Hafen,so von einem castell beschützet wird, und an einem berge liegt,welcher ebenfalls Knockfergus genannt wird. Er ergab sichan. 1689. nach einer belagerung von wenig tagen an den Her-tzog von Schomberg. Dieser ort soll seinen nahmen haben vonFergus, einem Schottländischen Könige, welcher unweit da-von schiffbruch erlitten.

* (Karriere, (Johannes Baptist«) zu Apt gebohren, soeine stadt in Provence ist. Er war Königlicher Advocat indem Parlement dieser proviutz , und lebte in der mitte des sech-zehnden jahrhunderts. Von ihm sind etliche schriften in Fran-zösischer und Lateinischer spräche bekannt, unter andern übersetzteerFrancisci Contarini Venetianische Historie. L«

* Carriere, (Franciscus) ein Francistaner-Mönch vonApt gebürtig, war vocior PheoloZise, und starb an» 166;.Man hat von ihm einen Lnmmemgrium über die gantze Bibelin Französischer spräche, der zu Lyon an. i 66 r. herausgekom-men. Man muß ihn nicht vermengen mit Ludovico ste Carrie-re, von dem der folgende artickul handelt, /.e /.»»§, blbl.

ssers, P. 669.

* Carriere , (Ludwig von) ein Priester des Oracorü,war von Angers , und schrieb in Französischer spräche eineart eines Lommemsrü über die gantze heilige Schrift, wel-che also eingerichtet war , daß sie nur aus solchen Wortenbestünde, welche in den tert gesetzt worden , damit dersel-be desto deutlicher gemacht wurde. Dieses wcrck ist in vierund zwanzig banden m 12. zu Paris von an. 1701. bis 1716.gedruckt worden. Er starb an. 1717. zu Paris.

hibl. sacr. p. 669.

Carriüo, siehe Carrllo, (Alphonsus) Ertz - Bischoff zuToledo.

* Carrillo, (Johannes) ein Barfüsser - Mönch von Sa-ragossa und krokellor 1kec>!o§iw zu Madrid , zu ansang desXVII. Leuli , legte sich besonders auf die Spanische Historie,und hinterließ la Historis ste 8 . lsabel, Inkrnls ste Lraxonyikeina ste kortuggl, Saragossa 161z. in 4. Ia Ililiorla ste IL^eresra Orsten ste 8 . Lrsncisco , in zwey theilen , k. I. lh.1610. p. II. 1K. 161;. in 4. Helseron ste la lunstacion stel mo-nsllerlo ste 8. Llürs ste Aastriä, Madrid 1616. in 4.

oikl. HilpLn.

^ Martinus ) ein Spanischer Jurist und H

Itoricus von Saragossa, ward anfangs Lanonieus in seinei

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vatterlande, und lehrte daselbst eine zeitlang mit vielemrühm, erhielt aber endlich an. isi;. die Abtey von Je ^Aragon. Man hat von ihm: Unn-stes, gus co-wensn ^

colss llrecestistirr en ei inunsto , lennslsäsmente ^stesste su krlneixlo 7 poblkieion lisÜL ei anno ae ja

Huesca 1622. in fol. so nach des amkoris tode an.fol. zu Saragossa wieder aufgeleget worden ;

AluZeres InllZnes stel Vlejo üeüamento, Huesca ch?"'ciiea ste curaa, ib. 1624. in 4. LataloZuni LrebiexilLskLseiar - LuZulians: Lccleii-e, Cagliari 1611. lunsrarM ^stinanstorum, Saragossa i;y6. in 8 . Venedig 1Ü06. m ' b.daselbst mit dem 1r. ste äjustsr a Kien nivrlr, lürr.von neuem gedruckt worden; Lxxlic-Ulon ste ßubueo^ilmo, Saragossa lüoo. in 8 . ingleichen ste la Lull» a ^älkunÄ08, ib. 1601. und Alcala lül;. in 4. rc.blbl. Hiß).

* Carrillo, (Alphonsus) ein Spanier, von CordrM^,bärtig, Commendanc von Veles, lebte um das jährund hat in Spanischer spräche verschiedenes geschrieben ^ ,ter andern hat er die Psalmen Davids in versewelche sein söhn, der Commenthur des Calatrava - ^an. 1675. zu Neapolis heraus gegeben. Alphonsus vw' Mrillo war ein söhn Francisci und ein bruder Ludovicl ^welcher auch Commenthur des St. Iacobs-orden uno "^0.ral über die Spanischen galeeren gewesen, und an.gestorben ist. Er hat auch etliche wercke hinterlassen, w gsia-unter dem titul : OI>M8 ste üon üouis Larriilo, ujpj.drid an. 161;. zusammen gedruckt hat. Wc.

Hispsn.

Carrion, ein fluß in Spanien, welcher an den noro-chen grentzen von Alt-Castilien , unweit Saldanno, ennL^„-und nachdem er in dem Königreich Leon, bey derzia, vorbey gelauffen, sich mit der Pisuerga vereinign ^gegend, wo er den fluß Cea in sich nimmt, befindetkleine stadt Canon ste Iv8 Condes genannt, welche vonschiedenen Königen in Spanien grosse privlleZia erhalten- ^umliegende boden bringt vortreflichen wein, viel getrey'b.Mjkte garten-früchte und schönen flachs. Auch findet man «ver-einen Überfluß an fischen, an zahmen Vieh, und an alle""wildpret. stelle. sts l'Llp. p. i;;. ^ <lt>s

Carton, (Ludovicus) von Brügge, ursprünglich^Spanien, war ein vortreflicher Lriricus, der Justo l>nnen rühm streitig zu machen suchte. Man hat vonLr-lZmeuts 8ällu1iii und Oenloriiu, einen tractat lre

antiguaruni üectlonum llbr. III. Lmenst-rtlonum llbr-U-starb noch gar jung zu Löven den 18. junii an.hihi. ste ter. ÜLL. XVI. .

"OMK0LIVN, oder LMKOLMM' tilss

mittlern reiten bey den Jtaliänern eine sahne, „ nra

folgende art gemacht hatte. Es ward ein grosser provier rädern gemacht, der gieng oben wie ein thurn ba"'!'war mit rothem tuch behängen. Oben gieng einin die höhe wie ein mast-baum, an demselben war » ^ Eoben ein crucisix und unter demselben die fabne. vavo'.gen ward von vier paar ochsen gezogen

tjru »vuvv vvt> puul , und die aus! Man

einem vornehmen und ansehnlichen mann anvertrau"-^M bman mit dem feinde schlug, stand dieses LLrroLciuu ^ pi^der schlacht - ordnung, wobey ein Geistlicher, ochlEsirten und sterbenden tröst zusprechen muste, und " ^

peter. Man hielt es vor einen grossen schimpf,lohren gehen sollte, und daher war es den sow^^ch vzeine anreitzung, so oft sie sich retirirten, daß jst soicv^desto grösserm muth auf die feinde losgiengen. ^ ,.j,

von Herberts , Ertz-Bischoffen zu Mayland,a»-^ ^1funden, und von den meisten Italiänischen ftadlen Mw vzjchen einer freyheit gebraucht worden. Man h" ,

- - ^ - '' nd abenov^, ^

glocke daran, mit welcher man früh und aveno-^ ^läuten konnte, dergleichen im kriege schon am hiebrauch gewesen. Man findet auch, daß ßch/,,Istonei'0^^sehen, Engellander, Niederländer und andere u".^t,enet haben. Wann auch zu friedens-zeiten eme' ^jt nsion vorgieng , so ward dieses L3rroc«um cdens» ^ ste 0stadt herum geführt. Lrit. p- vi-

Ital. VIII. p. 1 97 - I'-'i/?««- Kilt. W

r>. 127. nnl. sst Ä'o^o«. Orig- .

Icript. rer. 6ermsmL. tarn. I. p. 420. k)« - ^

t?or/. stilli ste LLrrocÜ8, Altorff h^x

leben Friedrichs I. x. i;8. ,6°?- '"ri-

* Carry, (Aegidius la) ein Jesuit, war an-Französischen provintz Languedoc gebohren / un ^orm die Societät, in welcher er die Rhe orrc / " AuerMp„chTheologie lehrte, ward Leäkor des Oollegu z ^ startn, sfs'sich einige zeit als MWonurius gebrauchen / "'h^g X)i ^l*-in dem LollsMo zu Clermont gegen das en rMan hat von ihm: Llogium velk-wa i-gbu »

Xotss in Iscicum ste Noribus Oeiman . ^ per

rltkmicsL ; Xumilmgr» sntlguL sä Lbroi .

Hiüoriclin Lvstici8 ßuHlnisnei Le. ^

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Cars, eine Asiatische stadt in Turcoma'l p ^ ^

der gegend, wo der Euphrat entspringet / v