Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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554
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554 cas

L-MsnL der Rechtsgelehrten entstanden, welche derjenigen, sodem Proculo folgten, entgegen gesetzt wurde. Unter Cajowar er üroconlul in Affen , unter Claudio Landpfleger in Sy-rien. Pomponius confundiret ihn mit dem Lucio Caßio Lon-gino, der eine tochter des Germanin geheurathet. Es wur-de aber derstlbige endlich von Nerone ins elend verjaget, wie Ta-citus und Pomponius melden. Wiewol Suetonius und Ju-venalis berichten, daß ihn Nero habe tödten lassen. Dagegenandere meynen, er sey von Vespaffano zurück beruffen worden,gnnal. Üb. XVI. c. 9. leg. 2. lk. äs orig. jur.

in Xerone c. lst^r. 10. in amwn.

^ur. Livil. cap. 4z. in viwILt. c. ;i. As.

Caßius Longinus Lucius, ist bekannt wegen seiner stren-gigkeit und ernsthafftigkeit im richten, so gar, daß man auchseinen Richter-stuhl 8copuIum reorum, und alle strenge RichterLsümnos genennet hat. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Lu-cius Caßius, dessen Cicero äs cl^ris Orstoribu8, und üb. III.cie IsZibus gedencket, ein anderer sey als dieser. Im übrigenwar auch dieser Caßius derjenige, der nach Sallustii bericht,ü. II. Ü42. g. A. Z872. ü. L. H2. kieeror war, und von wel-chem das sprüchwort: Lni bonv, bekannt ist; weil er in denihm anvertrauten Untersuchungen immer zuerst nachforschte,wer aus der Missethat, um welche es zu thun war, den grö-sten nutzen gezogen, oder doch zu ziehen hätte hoffen können.J/a«. üb. III. c. 7. in bello sugurtb. c?rce^o,

orst. pro Xoücio ümerino, pro Älilons, küiüpxieu II. <Lc.*

Caßius 8everu8, (Titus) ein berühmter Redner zu Rom,war von schlechtem herkommen, und brachte stch selbst durchseine satyrische schriften in Unglück; sintemal er deswegen inselend verjaget wurde, und in solchem stände bey grosser armuthsein leben beschließen muste. Er gab auch dadurch dem KayserAugusto gelegenheit, eine genaue Untersuchung wegen der Pas-quillen anzustellen. Von der zeit, wenn er ins elend gegangen,ran man nichts gewisses sagen, weil auch die Gelehrten nichteinerley meynung von der zeit haben, wenn von Augusto dasgesetz wider die Pasquillen gemacht worden. Dieses aber istgewiß, daß ihn Augustus in die insul Cretam relegirt, unddaß Tiberius seine strafe noch mehr geschärfet, indem er sichin die insul Seriphus, so eine von den Cycladischen, begebenmüssen, allwo er in gröstem Mangel und elend gestorben. Erist auch zu unterscheiden von dem Caßio üarmsnü, welcher andem tode Cäsaris mit theil gehabt, und von dem ein eigener ar-tickul folget. IVr». üb. VII. c. 12. üb. XXXV. L. 12.üb. X. , prsef. üb. III. äeelam. üb. II. 8sturri.

c. 4. , üb. VI. c. 21. Üb. V. cis bello civil.

, Üb. I. lät^r. 10. oä. 6.Lpoä. Oor'ck. üb. I. äs Vonto elex. 8- in cbron. L«.

ch-. , cls kost. ÜLt. Üb. ll. K äs Hill. 1,3t. üb. II. c. 21.L«7/e. *

Caßius Viscellinus, (Spurius I ist sowol wegen seinerthaten als wegen seines Unglücks berühmt. Er war dreymalBürgermeister in Rom. Das erste mal L. II. 252. ü. IVi. 5482.L. L. 502. mit Opitre Virginio Tricosto; zum andern mal,ch. II. 261. ü. N. ;49i. L. L. 49z. und das dritte mal, L. II.268. V. AI. ;498. L. L. 486. einmal General der cavaüerie un-ter dem ersten Diätatore T. Lartio Flavo, ü. II. 256. ü. IVl.Z486. ü. L. 498. und hatte zwey mal die ehre zu triumphiren.Er richtete aber grosse unruhe in der stadt Rom an, indem un-ter seinem dritten Bürgermeister-amte am allerersten die soge-nannte lex L§rsri» promulgiret wurde. Weil er darüber mitfeinem coüegen Proculo Virginio zerfiel, und sie fich beyderseitsbemüheten, auf allerhand art die gemüther des volcks an sichzu ziehen, kam endlich Caßius in den verdacht, als wenn erdurch anlockung des volckes ihm die Königliche Hoheit zuwegezu bringen suchte. Daher er endlich, so bald er sein Bürger-meister-amt aufgegeben, zum tode verdammet wurde. Dieumstände drefer fache werden unterschiedlich erzchlet, indem et-liche vorgeben, daß ihn sein vatter selbst in dieser fache gerich-tet und gelobtet, auch sein erb-guth der Cereri gewiedmet.Livius aber halt dieses am wahrscheinlichsten, daß er von dentzuXÜoribus Casone Fabio und Lucio Valerio angeklaget,und von dem volcke L. II. 269. L. A. 7499. L. L. 485. zumtode verdammt, auch sein Haus öffentlich niedergerissen wor-den. Wiewol andere es noch mit andern umstanden erzehlen.Lrsr«,, üb. II. c. 41. t)ro«. Xom. rmtiq. üb. VIII.

FV 07 A 5 , üb. I. c. 26. licka»«»«,, üb. V. c. 8- ex. 2. üb.VI. c. z. ex. i.

Caßius oder Cäsius Scäva , siehe Scäva.

* Caßius Longinus, (Lucius) war Röm

scher Bürgermeister, und wurde wider dre Crmbrler zu ftl!geschickt, legte aber schlechte ehre ein, indem er von den Tgurinern geschlagen wurde, und nach euuger meynung selbdie zahl der todten vermehrte; der groste theil der armee bluauf dem platze, die übrigen wurden gefangen, und mlt d,bedingung wieder losgelassen, daß sie den halben werth voallen ihren güthern zur ranzion geben wollten , zu welchem eide sie auch gerffel zurück lassen musten. Cäsar sagt an zw«orten, dre armee CMi sey von den Tigurinern mit der bekamten schwach beleget worden , weiche man lub jugum mitte,mnnete. 2 acrtM , äsmor. 6 erm. Z7_ V. i;. I-rr-r«

c a s

Lpit. IXV. , äs ü. 6 sII. üb. I. c. 7. L ir.

Loniui. aä L. II. e. 646. p. 101. Von Bunaus ^euuReichs-Historie, wm. I. üb. I. x. 71. mh

* Caßius von Parma, ein Poete, und einer von den» ^der Iulium Cäsarem zusammen geschwornen, die ihn

haben ; er hangele fich zu erst an die partey des foynvpeji MiZni , alsdann schlug er sich zu Marco Antonio,te bedienungen unter diesen beyden, und nach der §AActium verfügte er fich naher Athen, ungefehr rmerbauung der stadt Rom 727. und vor Christi geburt 27. Ju-lius schickte ihm Qutntilianum Varum nach, ihn um, ^ ^gen. Varus traf ihn auch über dem studiren an, u -er ihm das leben genommen, nahm er alle seine vun- ^schriften zu Handen. Dieses hat etliche glauben gemam^,die tragödie des Thyestus von Caßii Hand sey. Da"" Dernoch etliche andere trauer-spiele geschrieben, wie esdiese verse Horatii üb. I. epikolL IV. v. bemercket.

8cribere guocl OsIIi krtrmenüs opuscula vinca . ^

Dieser Caßius war einer, der von den Mördern Calm^^rlängsten geiebet hat. Sein poetischer geist war sehran einfüllen, wie es Horatius von ihm bezeuget, wan»gendes schreibet:

- - - - ämer lcnpülls äucentos :

Unte cibum verüis, toticlem coenstus. LUMtzuale ftül Lolü, rspiäo ksrvemius riwni .Ingenium; cspüs quem Lma eil eile übEUmbuiium propriis. . , »v

Horatius nennet Caßium einen Hetrurier oder Tojcaer schon aus Parma gebürtig gewesen, dieweil, wie m'^alesson es sehr wohl beobachtet, die grentzen Hetrurlens -stch Wetters erstreckten, als heutiges tages, und nocstj.mesanische, Bolognesische und andere stadte mit unter „^1fe; Ar. Dacier will haben, Varus habe den Catzw'My,dem tod samt seinen schriften und büchern verbrenne-und dieses scheinet Horatius anzudeuten, wann er Laibenter lutym wider seine allzngrosse geschwindigkeit nu -sagt, sein feuer und seine Heftigkeit habe nicht ander, ^pck-als durch das feuer seiner eigenen büchern gelug» df-'Horatius in der 10. Isryrs. üb. I. v. so. <Lc. epm-,^xoer-I. buchs. Or^rä. üb. III. äs kom. sieg. 9. c. ' 7)ick-o^

Isliuis und üb. II. c. 21. äs Hiilor. ÜLcin.nsire cririque. Oacrer-, commenturius ---

t°m.vi. k>erE

"Caßius, ein beynahme des Iovis, der m ven Mstadten Caßiope, sowol der, so auf der insul Corcv "auch der, so am Ionischen meere in Epirus , r-hatte, auch die gelegenheit zur benennung gegeben '^gc.o' -»r«,, üiil. nLt. IV. 12. Xer. 22. >

rmt. II. i;.§. 159. 14. §. z. ,

* Caßius, (Bartholom.) ein Jesuit, gebürtig au^jgio^

tien, war an. i?75. gebohren, gab anfangs em»-^ xa->rium im Turckischen gebiethe ab, und ward y»- j-tsntisriu8 zu Rom und Loretto. Er starb end!!»- b,u»den 28. sept. zu Rom. Man hat von ihm mcw ^4.»'^scher spräche Inlürutione8 linAUL lüyricsr) R0> K 0Xillorism iLurslLNÄM , ib. 1617. in 8- Vitsw 4. brire , ib. iü;8- in 8. XiwLle üomrmum, ib. r?^-, ^

ßsüa LpillolLs AitIüÜ8 XomLni, ib. *641-M t.^

clium clockrinse LbriüisnW Lsügrmini, ib. ^gvor-''tics fpiritusü», ib. 1624. in 12. Vitsm 8. Lran - .

i6;8- in 8. <kc. ' ,y

* Casso, oder Caßio, eine insul in dem ürcwf Aldero pder zahl der Sporaden, zwischen dem Capo M-,Candia und der insul Scarpanto, fünf stunden, v ^^,0sieben von dem genannten Capo abgelegen. ^

* Cassolus, (Philippus) gebürtig von RegM ^ern

Ourelkor Lpotloücu 8 zu Rom, hiernachst Rath b erstevländifchen Grafen, und endlich einer mit von r Me, „ffelioribub.ftiris zu Pavia, da er sich in solchen "ete. HNman ihn insgemein voclorem OoSonim nc> ^ PadUwurde er zu einer gleichmäßigen bedlenung -- ^ rock ^it

ruffen, welcher er eine geraunte zeit vor'» §ericth.M» lwiederum nach Pavia zurück kehrete. DaselvN ^^ßl-chLciadem berühmten Juristen Baldo in einige ^ einen ^starb aber bald hernach an. izyi. ^Nachde^^ nchst/M"'

äs VeÜLMLnti8 und 8uccelücmibos htNterlai Zzgsstdenen XeIxonü8 , welche mit unter den Oon Hut.

äs clar. 1 e§. interpr. II. 71 - ^ . AI2

kstsv. rom. I. p- 201. . iNsV^gts

Cafsopo, eine nordwärts gelegene stadt t.fu. Vor zeiten hieß sie Caßiope, und war -eo war-.des tempels , so dem Jvvi L-M-mo gewiedmeges tages aber ist nichts mehr atthrer, a-s . ^^yyggene vestung mit einer kirche zur ehre der mso von Griechischen Geistlichen dienet

Cassuben, ein Hertzoqthum in Teutschl ^sscumern gehörig, und also dem,Konlg > Ostch^ dÄr

liegt zwischen Pommern und Preussai haben -nahmen soll es von den Slaven bckonim dw ^und Hub« beydes eme falte bedeutet /-^pssuS, Xgefaltete rocke getragen; wiewol