Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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, (Francistus von) war aus einer adeliche»gana in welche sich aus dem Paduanischen thal Su-

kWlianii ^ begeben. In seiner jugend war er Kaystrs Ma-ttn Ri^s.P^se, und hernach dessen Truchses. Nachdem erOberä-v ^"bischen kriege sich versucht, hat er sich darauf alsflacht wider Franckreich und Venedig in der

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rnchtH„^ Vincentz, bey belagerung der stadt Verona, wieNe tavselW^a dem treffen bey Bicocca , Pavia rc. durch sei-ln Trid?»," bekannt gemacht. An. 15 27. ward er GouverneurGrgM. 'ÄUnd an. 1529. General-Statthalter in Tvrol, welchebey kr in dem damaligen Schmalkaldischen kriege widerbachd^ ^al Sebastian Schertlin von Burtenbach erhalten,er mit 8000. mann entgegen gerückt. Endlich ist

Tchrx>.M i;;<r. als der letzte seines geschlechts verstorben.

* Esst grossen Helden-buch.

an,, von Baßiano, einem kleinen ort in dem Pa-kt» ge!N. gebürtig, hat in dem XIV. ttesulo gelebt. Er hatlinder i,,aber den frieden geschrieben, welchen der Papst Ale-^dedisi.a>it dem Kayser Friderico Varbarotts geschlossen,bvy M es an. 1)27. Francisco Dandolo dem HertzogeBernhardinus Scardeoni, welcher die Historie

^geschrieben, zehlet Castellannm ehender unter dieredet von x "der als unter die Dichter, und Leander AlbertiNistengeschlecht Castellani, als von einem der vor-III Baßiano. äeleript. Itsl.

Lc.

^rrivio^ana, oder LIVI 7 P , eine stadt im

Arta vev^^tri, mit einem Bischoffthum, so mit dem zuMdevenk'get ist , und unmittelbar von dem Päpstlichenisoo ret. Bernhard Benedicti hielt daselbst an. 1^96.""'iSrs.' r^uen Lxnoäum, ingleichen Angelus Gozadini

??Ae^Aane, oder Chaftellane, eine kleine stadt und Ba-!uge. ^"'vence, in der viosLes von Senez, nebst einer bail-m/ür dj/ ".rgt in dem gebürge, und wird von einigen scriben-0 r einem 8o1inientium gehalten. Vorzeitenlagsie

Me, »./enen, an. 1260. aber baueten sie die einwohner aufsN°ke geU bey dem flusse Verdon, über welchen daselbst einev ' ^rr Bischoff von Senez hat seine Wohnung all-^^ , äessriprioii äs 1a kranee com. IV.

vi. ..rn dannen sich der söhn ltt.lv ^-lu,l>, vv»

a/Kn stch?/"re niedergelassen; welches aber nicht wohl zu be-Es ist zwar in Spanien ein geschlechte von Ca-0'^ Aetri bon Johanne von Castilien, einem söhn Ko-A« grausamen und der Johanna von Castro , her-bat an. ,Em dieser Johannes lebte erst an. i;66. da dochtvjxx 80. emes Bonifacii äs Castellane in Provence ge-q^chter feinet daher, daß dieses geschlechte von ob-sxsl^so. dj„^ Eastellane seinen nahmen bekommen, weil schonsvii^r Neba biesen nahmen geführet; dieses geschlecht aberNi^rain bi-e/tr ^zu gehörigen Baronie über zweyhundert jährCajA übersE?: Ais aber Bonifacius III. und IV. von Ca-z»bn, 1 'Wet worden, baß sie die stadt Marseille wider.Mrei, ?on Neapolis und Grafen von Provence,

«Ak-LAssr .....—

» - (..»gezogen. öec.

OM. cbr. Uk- ^ _„sonen, welche

.«Uanm in Polen und in LMMen W

Ä L'dem Senat ihren sitz ^ d? E'^mmando der

und zu kriegs-zeiten, unter em ,urlM-

als deren Lieutenants'dteume^^ Jnewer'r^^ndilch^ Edelteuthe in das ftld zwar weh-

reZ-ns Wvywvdschafft giebt es derMchen' u^xstlben fünfUadLj^ey oder noch mehr. f allen sind ^^oywoden,armtiMg- Dreye davon haben ihren sitz bey Ei, Der Ca-sichMe vvn Cracau , von Vttna und von « 0 ^^ Sena-?»^ocau ist der oberste unter allen w ^ ^ s«cuwbee zwar entweder deswegen, wen m gewesen, we-

hrr AW°be von Cracau, welcher sonst dtt Ml g ^

Bvleslaum III. rebelln-e , hwW ^^chten Kö-Ns geblieben , oder well unterdes ^^en dre

I^ung der Cracauische Woywode w w ritterlich ge-Mey gUen , hingegen der Castellan G ud^aus ^ Se-^»ren Ker Castellan von Vilna § uFff^^hende. Die m-^ abee ^I^^ ' und der von Trokt der z N« ^^xn den

tvvL" 8r. Castellan-« ^'

guther eingezogen.

so wurden sie an. 1257. enthauptet,

ber-k"' und^ellane! föm-/""?Äare drenste, geleistet. Diellnx^^den einn^"bM »ach den sämtlichen Woy-six W, füh^ UMtheilt in grosse und in kleine. Jene,!>i ch gufar^wn, sitz" den nahmen von der Woywodschafft,bev^?stls^'stuhlen.,/".bem Senat, gleich denen Woywo-sth!/>ch titn l)!"b werden aus der Cantzley Wielmoz-

Kesamt in "L,,. ^ kleinen, an der zahl 49. befin-"ur von newia-"'do!en , Masovien und Müssen,^ t»i d-» Än zu nen»)^u gegenden (daher man sie L-illel-g Senat bffegt) sind vor-nicht sehr langer zeit"«genommen worden, sitzen Hinter den

übrigen Senatoren auf bäncken, und bekommen aus der Cantz-ley den titul Urodzenc oder Leneroli. In den übrigen stückensind sie einander fast gantz gleich, empfangen auch, wenn an-dre mit ihnen reden , oder an sie schreiben , durchgehends dentitul.fssnie Mielmornc oder Illuürillimi, und werden Herrenvon dem ort genennet, wo sie Castellanen sind, z. e. Pan Pos-nanski, Herr von Posen. Kein Woywod, etliche wenige inLitthauen und in Preussen ausgenommen, ingleichen kein Sta-rost , kan zugleich Castellan seyn, noch auch eine einzige Personzwey unterschiedene Castellaneyen verwalten. Im übrigenwird zu einem Castellan erfordert, daß er ein Polnischer oderLitthamscher Edelmann, und in der gegend, worüber er Ca-stellan zu werden verlangt, mit unbeweglichen güthern angesestsen sey. Dre mrisdiction, so sie haben, erstreckt sich fast nurauf pemlkche fachen. iih. iv. srmsl. kulon. x. ^69.

Iih. II. s.;. p. ;c>6. llsts ob kolsnä k. II.

ledtr. 2.

Eassellanetn, eine stadt im Königreich Neapolis, in lerrs ckiOtranto , mtt einem Bischofflichen sitz unter Tarento gehörig,und dem tttul emes Fmstenthums , liegt an dem kleinen -usseTalvo, sieben oder acht wellen von dem Tarentintschen Meer-busen , zwischen MKera und Motula.

, und XILdODII, sind zwey einanderstets entgegen gesetzte parteyen unter dem gemeinen volck zu Ve-nedig. Dieser ort wird in sechs quartiere abgetheilt, von wel-chen sich drey disseit und drey andre jenseit des grossen canals be-finden. Von den gedachten factionen nun hat eine jede dreyquartiere. Die Castellanen nennen sich von dem quartier äiLiillello, wo die Patriarchal-kirche an dem einen ende der stadtstehet. Die Nicolotten aber haben ihren nahmen von der kircheSt. Nicolai,welche sich an dem andern ende der stadt, und zwarin einer solchen gegend befindet, wo mehrenrheils fischer undgantz gemeine leuthe wohnen. Gleichwie diese «.welche auch auSihrem mitte! einen absonderlichen Doge zu erwehlen pflegen) aufdas fausshandwerck sich am besten verstehen, also sind sie meh-rentheils den Castellanen überlegen. Hingegen prätendiren die-se , vornehmer zu seyn, als jene. Überhaupt verachtet undhasset die eine partey die andre, so gar, daß wenn junge kna-ben von beyden gattungen einander ungefehr begegnen, sie nichtleicht ohne blutige köpfe geschieden werden können. Ja manch-mal sollten erwachsene und sonst gar verständige leuthe lieberdie grösten Vortheile ausschlagen, ehe sie ihre tochter an einenvon der widrigen faction verheuratheten. Der Adel selbstschlägt sich, nach beschaffenheit der gegend, wo seine wohnunggelegen ist, theils zu dieser, theils zu der andern faction, dochmit diesem unterschiede, daß die gemeinen sich eine recht wichti-ge fache daraus machen, und darüber in ernst einander in diehaare gerathen , die Edelleuthe aber zu ihrer kurtzweil eine ge-wisse partey nehmen, und blosse zuschauer abgeben. Diese Hei-lung gehet gar so weit, daß auch die fremden entweder zu denCastellanen (wenn sie nemlich von der feite von Chiozza ankom-men, ) ober zu den Nicolotten (wenn nemlich ihre ankunft vonder feite von Mestre oder von Lizza Fusina geschiehet) gerechnetwerden. Diejenigen, welche das eigentliche corpo von diesenbeyden parteven ausmachen, worunter die Gondoliers die stärck-sten sind, fallen fast täglich und an unterschiedenen orten einan-der einzeln oder in gleichen trouppen an, und schlagen einan-der so lange mit fausten, bis die eine partey sich vor überwun-den erkennen muß. Der eigentliche kampfplatz aber ist die dru-cke äi Sän Barnaba, allwo , nach vorher erlangter erlaubnisvon dem OoQliglio äi vieci, bey einer grossen menge von zu-schmiern , und unter gewissen bedingungen (welche mehren-theils dahin gehen , daß allzugrosses blutvergiessen und allertodschlag, so viel als möglich, verhindert werde) dreyqrley artenvon kämpfen vorgehen. Der ersten art giebt man den nahmen1e mottre, und da streitet nur einer auf einmal gegen einen ein-zigen. Die andre art wird 1 » krorm genannt, wenn aus unge-dult die parteyen, welche sich einzeln haben schlagen wollen,hauffen-weise in einander gerathen. Die dritte art heißt I» guer-1A oräinms , wenn nemlich gleich anfangs ausgemacht ist, daßvon beyden theilen eine gantz gleiche und ziemlich grosse anzahlsich in ein faust-gefechte einfassen. Die letztere art, wett dabeyöfters viel menschen in dem gedränge, ober von den schlagen,oder in dem Wasser umkommen, und weil gar leicht daraus an-der unheil entstehen könnte, wird nicht leichtlich erlaubt, ausser,nach genugsam genommenen präcautionen, und etwan einemfremden grossen Herrn zu gefallen. Im übrigen ist wol keinzweifel, daß die Republick ohne sonderbare muhe diese Partey-lichkeiten zwischen dem pöbel allmählich gantz aufheben konnte;allein der Senat mag vielleicht sich einbilden , daß, wenn et-wan wider den Staat oder wider den Adel erne zusammenver-schwörung formiret werden sollte , fast unmöglich seyn würde,daß diese beyde parteyen, welche einander so sehr zuwider sind,sich dißfalls vereinigten, sondern daß vielmehr in solchem fallallezeit die eine partey der andern anschlüge werde helffen hinter-treiben. Hierbey macht der Senat fast die meiste rechnunq aufdie Castellanen, als welche dem Adel weit mehr , als die Nt-colotten, gewogen Ä seyn scheinen. Es fehlt demnach sowert, daß die Republick solche Heilung aufzuheben sich bemü-hen sollte, daß sie vielmehr unter der Hand dieselbe unterhält,doch so, daß sie selbige zugleich verhindert, in eine allzuheftigeVerbitterung auszubrechen. äe Lo«//.' bitt. äu 6ou-

vern.