Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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ras

abqelegrt, wurde einhellig als wahrhgsst angenvm«

Kelchs» lchrieb auch ein buch von der mystischen Theologie,iviichx von Urbano VIII. gutgeheißen wurde. EndlichSeilen dem alter und vielfältigen Züchtigungen seines ei-^-vrd?>, ^ schwach und kranck. Er hielte den Dominica-krgiE-, st vor andern hoch , und begehrte deswegen in dieserBald da! .-a '^"en eingekleidet zu werden, und erhielte es.sept. an starb er in einem guten ruf der Heiligkeit, den iy.»a«. ,7^' kill. xrovino. 8. ^ok. LaxUÜT.

* lib. I. c. 2;.

ksculo^!^lo, (Christoval) ein Spanier, welcher im XVI.hat. Liebet, und sich durch seine getichte berühmt gemacht»die "wachte einen theil seines lebens an Caroli V. Hofe zu,8ec,^chan dem Hofe Ferdiuandi, des Kaysers bruders, dessender weit fer gewesen; endlich aber ward er der eitelkeitensehr h-chatt, und verfügte sich in ein kloster, und starb an. 1596.Kelch. ,Uet. Es bleibet uns ein band von seinen getichten,siileig .'ster dem nahmen Odra? koeticas äs Lvriüovsl äs Ls-.ruckt sind. ÄL'. bibl. Hisp.

lat. Laüilia , das gröste Königreich in Spanien,Ü»d in diesem Reiche an den siüjjen, Ebro, Duero, Tagoscaja/gsaviaua. Gegen norden flösset es an Asturien und Bi-v>: morgen an Navarra und Aragonien, gegen mittag

Kid und Andalusien, und gegen abend an Estremadura

Mn, oder wenn man diese beyde provintzen, wie einige

M Castilien rechnen will, an Portugall und Gallicien.w darj^ki Castilien soll dieses land von einem gewissen castell,. k die Mauren erbauet worden, bekommen ha-

wird nunmchro in zwey Königreiche oder theile un-Lstchcä !!'. Alt-Laftilien, welches oben, und Neu-Lastilien,Maoä Gunter lieget. Die Haupt-stadt in Alt - Castilien istNie K-ss N Ertz-Vischöstlicher sitz; die andern vornehmstenfs^aUadolib, oegovia, Siguenza, Avila, Medina Celi.!>e>'lichMt man, daß in Ält-Castilien die Spanische spräche amAi»ne,i geredet werde, und auch die beste Spanische wolleMvi-n finden. Neu-Castilien ist gleichsam das Hertz vons Die Haupt- und residentz-stadt des gantzen Spani-M örtesa v Madrid liegt darinnen; die andern oenckwürdi-Mriai' Toledo, das kloster St. Laurentii, insgemeinss's'ka, m Alcala äs Denares eine berühmte Universität,1» k lanMdalaxara, rc. Es wird auch Neu-Castilien in drey," ^hassen als Alcaria, Manch« und Sierra abgethei-, Tggz. "uige noch Estremadura zehlen.

«Ite^,distorie von Castilien anlanget, so hat dieses land inretten gleiche kam it dem übrigen Spanien ge-bssde,,. "N lm viii. L-L. mit von den Mauren eingenommenVmch Lis aber an. 718. von den in den gebürgen überge-Miet durch Pelagium ein Königreich in Leon an-

sMiliea Üengen auch .einige in dem benachbarten Alt-

»^Eigen?^ siK der Saracenischen botmäßigkeit zu entziehen,Ut cgj ^vafsthassten aufzurichten. Doch weil dieselben sichAn dev!„^schutzen konnten, musten sie von den Leonischen Kö-a/.CastiMtren. Als aber der König von Leon Ordonius II.lasier, ,Men Grafen so hart hielte, daß er auch die 4. vor-rb!i Kid!,, ^"vten ließ; so suchten sich die Castittaner immerLundd»sL'"iu

.^ui,d I^ör von der L'eönijchen Ober-Herrschafft los zu ma-^Ki„u,.-Ä'ikn sich zwey Mchter in ihrem lande, davon ei-

Gonsal-

sL'M Rasur« hieß, dessen enckel Ferdmandus^hk y.^salls dieses amt verwaltete, und, nachdem er um das0 Elches ^osse prögressen wider die Saracenen gemacht hatte,m u^en kam daß er endlich von dem Komge Sanctlv, Net , an. y 6 z. für einen freyen Grafen m Cast Uen er-

N erN ' wiewol sich damals sein gebiethe nur m Alt-Castr-

«!^ich d?' s!?d Burgos darinnen die Haupt-stadt war. tt)Mqy ssch Grafen nach einander, darunter der lctzte G, -ohne erben starb. Also fiel Castil.en auf AnedAkra,,'chkrn oder Elviram, des Komgs Sanctu Mazons m

^ Aragvnien qemahlin. diofer hinkrli der^nK,üerdinandus Castilien bekam , "nd wett ^ ,

c Sanctta vermahlet so ererbte

^'chch^remunduslll. an. i°l7- ohne eroen . ....

»das

ss' 3 le.

Ls-

. «n. ic>;7. oyne

Am a.^-ch Leon, welches er' em/Mlrte Ferdmandus l. r

. also mit Castilien ver-dessen söhn Alphonsus

ksvß' eine erki«"^ ^crvmanvus c. ve„ci, mv»

^ivhonn,! Castil-en und Leon, nach sich ließ! den sie mit ihrem ersten gemahl

ki^sq^achkvmm-» ''H"Mnd, gezeuget, fuccedirte. Wor->,»aNen gss"'nen gefolget, bis nach dem tode Petri desNstl st!„ hchex da dessen unächter bruder Henricus II.Aks 1/ "e>chkon,A!vhonsi lX. den thron bestiegen , weichend»- tvstA. i^Leseffen, bis Henricus IV^ein söhn Jo-t^KM?r Mh'schhne männliche erben starb. Daher dieGaUl!i!!,,d !5 Castliianische erbschafft, so Alt-undUa!chk! ,^Murcia i ^ Biscaja, Estremadura, An-Mke (U'Luro sieh begriff, an ihren gemahl Ferdinan---q vücn ,sisinien vdon Aragonien brachte, und also dasäschist. l^derun, Da denn nach derselbigen zeit

,>q, >che mit Spanien gehabt.

, ^lp. p ' wvenr. cls äs 1 'Lff. relat.

^ ssgstjs «e ^ «ie cron. cle los Xexes

' erstx'^thvon) oder CastilianischerRath, ist in

sie>r. ^ vornehmste unter allen , und nennet ihnTheil.

cas 567

der König unfern Rath. Er bestehet aus einem Präsidenten,6 . Räthen, einem Fiscal, 6 . Referenten, 6 . Secretaricn undeinem llüusrio. Er kommet alle Montage und Mittwoche indem pallast von Madrid zusammen, und gegen abend erscheinetder König selbst darinnen, da denn über alle angelegenheitendes Königreichs Castilien, und der darzu gehörigen provintzienberathschlaget wird. Durch ihn werden alle »erledigten amtervergeben, die Königliche gnaden-briefe ausgefertiget; auch be-rathschlaget derselbe wegen der Hertzogen, Marquis, Gra-fen und anderer tituln, Ungleichen wegen der geistlichen wur-den , welche der König in dem Königreiche zu vergeben hat.

(sassilien, (Neu-) oder Lristilla cls Oro, das göldenLCastilien, ein land im südlichen America, welches die lanb-schafft der Caribes und Guiane gegen morgen, das Süd-meergegen abend, Peru gegen mittag, und das Reich der Amazo-nen gegen Mitternacht hat. Es wurde deswegen Neu-Castiliengenennet, wett es von den Castilianern auf des Columbi drit-ter reise nach America entdecket wurde; das güldene Castilienaber, von den gold-bergwercken, so man darinnen angetroffen,Und zwar sonderlich in der provintz Uraba, heißt auch sonstenTerra krma. Die vornehmsten provintzen davon sind : Pana-ma, Popayan, Carthagena, Uraba, St. Martha, ki» cls iz.HaottL, Venezuela, Cömana, Paria, Neu-Andalusien und Neu-Granada. Die grösten flüsse darinnen sind : 8 -m-^uan, oderL.io grancle ttel Oarieir, Kio Laueva, oder Kio grsncle tte Rar-tbs, Kio tzrancle cle Ülaäaleira, und ssio äs karia oder Orinogue.Die örter an der see sind nicht so gesund wegen ihrer feuchtig-keit, als diejenigen, welche besser im lande liegen. Etliche ge-genden sind darinnen so fruchtbar, daß man des jahrs zweymaleinerndten kan. Die bäume tragen herrliche früchte, und gebe»vortresiichen balsam, wenn die einwohner zu rechter zeit in denstamm hinein schneiden. Dieser balsam wird bey den Spanier»eben so hoch geschähet, als derjenige, den man vor zeiten ausEgypten brachte. Es giebt auch viel seen, brunnen und stüsse,welche sehr gesund Wasser haben ; jedoch sind auch etliche ande-re darinnen, welche sehr schädlich sind. Das waffer des flussesDarien in Panama bringet kröten hervor, wenn man es auf dieerde schüttet. In den Wäldern und auf den bergen sind viel lö-wen, tyger und andere wilde thiere. Die vielen gold-bergwer-cke, so vormals in diesem lande waren, sind von den Spanierngantz erschöpfet, daß heut zu tage nur etliche wenige Wer- undkupfer-bergwercke anzutreffen. Man fand auch vor diesem schö-ne perlen am user des meeres; allein nunmchro sind sie auchsehr rar worden. Die einwohner sehen bräunlich aus, giengenvor zeiten gantz nackend, und hatten nur die schaam mit fisch-,schuppen oder kürbs-schaken bedecket; sie schmausen und tantze»gerne, und sind von natur sehr grausam. Etliche unter ihnenleben von raben, ffedermäusen, Heuschrecken und spinnen. Dieweiber führen die Haushaltung und bauen das land , da immit-telst die Männer mit den benachbarten völckern krieg führen, undihre zeit mit fischen und jagen zubringen. Ihre Waffen sindbogen und pfeile, die sie in den lasst gewisser kräuter und eini-ger schlangen blut tuncken, sie dadurch, zu vergiften. Diejeni-gen, welche auf den bergen wohnen, bäten sonne und mond an,wovon sie eines für den mann, und das andere für das weidhalten; jedoch glauben sie dabey die Unsterblichkeit' der ftelen,und daß die frommen nach diesem leben belohnet, die bösen abergestraft werden solle». Ihre Priester, die sie kisces nennen,sind auch zugleich ihre Aertzte. Ob schon die Spanier Herrenüber dieses land sind; so haben sie doch diejenigen , welche aufdem gebürge wohnen, nicht unter sich bringen können, sondernsind gcnöthiget worden, um die Hügel und berge herum vestun-gen zu bauen, sich dadurch wider derselben einfalle zu verwah-ren. Und ist hierbei) merckwürdig, daß diese vestungen mit kei-nen andern mauren verwahret sind als von erde, so daselbst die-se eigenschafft hat, daß, nachdem sie naß gemacht worden, sieso hart als ein stein wird. bitt. novi orb. ttelsr.

lies Inä. Ossitt.

Caftilioneus, (Joseph. AntonD ein Italiänischer Poet,ebvhren zu Mayland aus einer adelichen familie, wurde da-rbst LrmcmiLus in der kirche St. Stephani Msj. half dieicademie cle Zll Lresttl zu Mayland aufrichten, war ein mit-lied der Academie äs W kmieoü daselbst , verfertigte schöneetichte, davon einige in Barth. Lippi leiecUs «irmmikus kae-

Lruni lllciüriuin noliri remporis stehen, gab äuocleci llonclu-lvni Lkriltlane , ll-lorsli, leZali e eavallerelLvi heraus , Ultdarb an. 172». zn Mayland.

* (sastilionius, (Agathinus) gebürtig von Lentini in Sici-iM, war Ooittor TkeoloZice, kroeonotsrius äpostolieus , undlsnonieus bey der Cathedral-kirche in seiner vatter-stadt, unduinde bey Papst Paulo V. vor welchem er öfters zu Rom zwe-igen muste, in grossem ansehen. Er starb an. 16; 1. j« seinematterlande, und ließ ausser vielen gedruckten predigten ädlrLNilkorum Teontinorum, und M 1 manuscript WnloMz in äi-

:1a cksleunl 8snti äi I.sncini. HIHI,

* Castilla, (Gabriel ä«) ein Spanischer Jesuit, war an.z üz.auf einer von denen Canarlschen mfuln aus einem sehrivrnehmen geschlechte gebohren, dennoch aber so demüthig,,aß, als ihm ferne freunde, nachdem er eine zeitlanq die Theo!ogieoffentlichgelehret, ern Blßkhum zuwege bringen wollten,r solches durchaus nicht annahm, sondern ein ordens-man»

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