Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
566
JPEG-Download
 

566 c a s

Trosts, iLtir. ;. lä. kurios, conto ;?. 42. T'aAs. §/-

«0»

Castiglione, tat. Lollellionnm, eine stadt und vestung indem thasCarfagnana, der Repu blick Lucca zugehörig.

Castiglione , eine stadt in Calabria citro in Neapolis, nebstdem titul eines Fürstenthums, dem Neapolitanischen geschlechtMaretimi gehörig.

Castiglione, oder Lastellione, lat. LEüom's oppickum,eine kleine stadt in Ptemont, hat den nahmen von dem auf derspitze eines berges befindlichen castell, liegt mitten unter denfruchtbaren Hügeln von Montferrat, 5. meilen von Turin amPo, in einer gesunden und angenehmen gegend, wo eine mengevon getreyde und guter wein wächst. Die einwohner legen sichsehr auf den Handel und ackerbau, ziehen vielen nutzen aus demkalck, so allhier gegraben und auf dem Po nach Turin gebrachtwird. Sie gehörte bis an. , 6 i;. unter Montferrat, da sie indem Chieraskifchen frieden an Savoyen überlassen wqrd, unterdem titul einer Grafschafft, welchen Franciscus von Castiglio-ne, Herr und erster Graf von diefem orte, durch seine Ver-dienste von dem Hertzoge Vincentio von Mantua erhalten; Alsaber die familie der Grafen von Castiglione unter dem Hertzogevon Savoyen Carolo Emanuel H. ausgestorben, so ist mit des-sen bewilligung diese stadt und Herrfchafft samt dem gantzengebiethe von Cordoue und dem Gräflichen titul Johanni Anto-nio Grafen von Turineti und seinem bruder Georgio, demGroß-Schatzmeister, die ihrem Hertzoge sonderbare treue dien-ste geleistet, Heimgefallen, welche daselbst auf der spitze ei-nes Hügels ein prächtiges schloß aufgeführet und mit scho-nen garten umgeben. tie U rom.

I. p» 8 - 8 ;-

Castiglione Mantuano, ein geringes stadtgen in demHertzvgthum Mantua an der ssostfi äi Bvzzuolo auf der feitegegen Verona.

Castiglione, ein geschlecht zu Mayland, welches viel be-rühmte leuthe hervor gebracht hat, als: Godofredum äs Ca-stiglione, der unter dem nahmen Innocentir IV. Papst worden,und einen andern dieses nahmens, welchen Jnnocentius IV. an.1244. zum Cardinal machte. Johannes cke Castiglione warCardinal und Bischofs von Pavia; Nicolaus V. schickte ihn alsbluntwm nach Teutschland, Calixtus III. gab ihm an. 1456.den Cardinals-Hut, und Pius II. vertraute ihm die Legation indie Anconitanische Marck, woselbst er zu Mazerata den 14. aprilan. 1460. gestorben. Angelus äe Castiglione, ein Carmeliterzu Genua, starb daselbst an. i;84. und hinterließ verschiedeneschriften, darunter auch 8 erinoiw 8 , deren Possevin, Sopraniund Justinianr gedencken.

Castiglione, (Brands) ein Cardinal, aus der jetzterwehn«ten Mayländischen familie, ward zu seiner zeit für einen der ge-lehrtesten Juristen gehalten. Johannes Galeatius, Hertzogvon Mayland, verhalf ihm, daß er krofeckor ^urls zu Pariswurde. Hernach als er nach Rom gekommen, und sich durchseine grosse dienste, die er dem Päpstlichen stuhl geleistet, man-schen gebracht, machte ihn Gregorius XII. zum Bischofs zuPiacenza, Johannes XXI. an. ,411. zum Cardinal, MartinusV. schickte ihn als Legaten nach Teutschland, und Eugenius IV.gebrauchte ihn in der Lombardey, woselbst er an. 144;. im 9;.fahre seines alters starb, , stsl. locr. , in

Asrt. V.

* Castiglione, (Brando) war ein söhn Jacobi aus May-land , und naher befrenndter des Cardinals gleiches nahmens.Er wurde bey feinem vetter Zenone, welcher Bischofs zu Ba-yeux in Franckreich war, erzogen, und erhielte darauf das Ar-chidiaconat zu Costnitz, nach diesem die stelle eines Lononicizu Lüttich, und an. 1466. das Bißthum Como. Der Hertzogvon Mayland, Galeatius Sfortia, machte ihn sofort zu sei-nem geheimen Rath, und schickte ihn nach Franckreich , umdem König Ludovico den verdacht zu benehmen, als hätte erdem Hertzog von Burgund, Carolo, welcher damals widerselbigen im krieg begriffen war, hülste geleistet. Nach desSfortiä tode trug ihm dessen hinterlassene aemahlin und söhn,Johannes Galeatius, eine abermalige Gesanbtschafst nachFranckreich auf, die er gleich der vorigen glücklich expedirte.Als hernach der krieg zwischen dem Papst Sixto IV. und denVenetianern angieng, wurde er zum Legaten und nebst demKöniglichen Printzen von Neapolis, Friderico, zum Admiralüber die flotte gemacht, welche auf dem Adriatischen meerkreutzen sollte, da sie dann auf der insul Courzola ans land stie-gen , und eine belagerung vornahmen, aber wegen desperatergegenwehr und anlangung feindlichen succurses mit Hinterlas-sung 400. todten wieder abziehen musten. Hierauf kam Bran-do nach Rom, und ward zum Gouverneur dafelbst ernennet,weil Hieronymus, ein nepote Sixti IV. übel damit zufriedenwar, behielt er solche charge nicht einen tag, sondern begabsich in sein Bißthum. Als nachgehends Jnnocentius VIII. denPäpstlichen stuhl bestiegen, kehrte er in qualität eines May-ländischen Gesandten nach Rom zurück, und erhielt von selbi-gem an. 1487. den Cardinals-Hut, wiewo! andre meynen, daßer solchen erst noch bekommen sollen, aber kurtz vorher, nem-uch den is. jul. ermeldten jahrs, gestorben sey. Man rüh-met ihm unter andern, nach, daß er sehr freygebig, leuthseligund gnädig gewesen, daß er kein geld ästimiret, und grossen

c a s

staa, geführt,, mich was ihm unrecht und zuwider

leicht vergessen habe. Le«. JoE,, bist. Xovocom. u-Itol.socrs, wm. V. x. ;i;. ^ ztl

* Castiglione, oder Laftilionius, (Franciscus) >Mayland, wo sein vatter, Hieronymus , Prafidem u>war, an. r?2;. den 1. febr. gebohren , und in der MN", : ^und Lateinischen spräche wohl erfahren. Nachdem er u- ^promoviret, erhielte er die Abtey des klosters St, Aon«Como, daher er auch den beynahmen Abundlns / ^Papst Pius IV. gab ihm darauf das Bißthum Bo h„-Mayländischen, da er dem Loncilic, Iriclemmo Nttt IM . ^te , und endlich an. 1565. Cardinal wurde. Er war ^Mitglied derer Academien derer 1rkl8lc>rmotl zu Mavian^jß-derer üikäoti zu Pavia, schrieb allerhand verliebte n»

liehe getichte, und starb zu Rom an. 1^68. im 4i-nes alters. tom. II. p. 96. , stcr-

lon. p. 197. bist. üc-lä. Iral. x. 18. t

wm. IV. p. 948.

* Castiglione, (Joh. Bmedictus) gemeiniglich niidgenannt, ein berühmter mahler, war von Genua gch,-»jshatte zu lehrmeistern erstlich den I. B. Paggi, nachm ycc>den I. A. Ferrari, und endlich auch Ant. van Dmselbige zu Genua sich eine zeitlang aufgehalten. Er nichtim zeichnen als in der Mahlerey sehr starck, und rnay> -. jii-allein Historien, sondern auch landschassten und portch! chiecksonderheit aber übertraf er sich fast selber, wenn er elms ^ j,»in seinen gemählden vorzustellen hatte. Sonsten wa ^gemüthe etwas unruhig, daher er sich auch bald zu Ropolis , Venedig, Mantua und Parma , bald in anoc,.^ vc»ten aufhielt, und starb endlich zu Mantua nach der "

XVII. llxcull. p. 2Z9.

llir les vies ckes keinlres. .

* Castiglione, lat. Lostellio, eine stadt im GEA Fl-c-thum Florcntz am Toscanischen meer, auf den grentz«'stenthums Piombino am see gleiches nahmens,

* Castiglione, (ilLoZocii) ein seermGroß-H^/alidVFlorentz an den grentzen des Fürstenthums Piomvuu-^^ Pch'Toscanischen meere. Bey den Alten hieß er prrle, , xcle, prelius, und fiel der fluß Salebrv hinein. ^

Mlonc 27. , hltl. not. III. 5. ste ll

itiner. In einigen gedruckten büchern heisset gedacht 'recht Aprile, not. ord. »nr. II. 9. Z,

* Castiglione, (Lupus von) ursprünglich von ü'w sszAbt zu St. Minias, einem Benedtctiner-kloster. ^ ^ M

einen geschickten Rechtsgelehrten gehalten, und '

jähr i;?4- berühmt. Man hat von ihm ein bucin »s <Lider allegationum , oder einen Lorninentariummentin-, 8 : welches eine zugäbe zu dem tractak V e .welcher äs LluraliMte beneÜLiorum handelt., t-s ^ihm auch die Lommentariol08, Ilochitüllis; " ^joSca LoteüMe ; Lonülium circa Inguilitors 8 , ^ mnski^' -Üo 1 ico 8 , guocl lint cxemti a ^urisciictione LssrN. c-

dergleichen zuschreiben. /'orFer. Kiüoria,sur, 8 , lm. ^ PE-x

* Castiglione, (dersee)vonPaßignano odervor zeiten Lacu 8 IralimenM, oder Vr-rlümenusCarthaginensische General Hannibal hat ihn dnUJchesen sieg bekannt gemacht, welchen er wider die Nvn

und den Bürgermeister Flaminius erfochten. -v^sschlaE./„!>

dieser schlackst, daß beyderseitige armem so hitzls § >

den, daß keine davon eines erdbebens, welches i' l m so,,

dem treffen begeben , gewahr worden ist. ckbug styn^c

see, welcher in dem Perugianischen liegt, und z-

von der stadt dieses nahmens entfernet, rimdsauwJpsM

ungefehr 7. stunden im umkreis, es sind drey kw» ^

auf, und der see selbsten ist sehr fischreich. ^ Aas

* Castiglione, (Lago cki) oder auch derPrassede, ist klein und liegt in der esw?-"^jche 6^ungefehr ;. meilen von Rom gegen morgen- ^en -grapki halten ihn für den Lacum stegilluM

auch für den sogenannten Lacum Luriawow. Lsnov hr-

* Castigltont, oder Caftilioni, (FranM'' s,,zu St. Laurentii in Florentz, lebte im funtt.^ ewE^hundert an. 1460. Marfilius Ficinus «»n di^

ner briefen an ihn. Man hat eine sammlung ss. Iacov ?cisci Castiglioni briefen, die er an den Card"w yes ^^0lomini gejchrieben. Übrigens hat er auchrentmischen Ertz-Bischoffs St. Anton«"/heraus Ex fi-noch andre wercklein über gotrselige Materie ^ /

deren Voßius, Alberti und Possevinus meldun.» ^^0

recensiern. am

* Caftile, (Johannes von) ein berühm ^^^,1. E

versitat zu Lima, der Haupt-stadt in dem Uru ^^chte.'^ „ss

frommkeit, welche er neben seiner kunst beWA Dr g« Mbeliebt, und bey den aufrichtigen und ehrlich sicher d ^ M

hochgeachtet., Der Ertz-Bischoss von Lima, ^WM "

und die auffuhrung der St. Rosa, (ss 'Ae pr"ss"§r: besondere weise bezeigte) aus dem S Eastiss:,^» wf.'iente sich zu dem ende dieses Johanns» ^ Ar ihrdes Ertz-Bischoffs beseht an,mit grosser klugheit, und fände ihn grwevd gstSund das zeugnis, so er von ihrem geist v ^

einebedienteme