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cas
hen sind, daß sie noch kleine flanquen mit casimatten be-kommt. Die gedancken des Castriotto hat Girolamo Magi auf-geschrieben , und mit anmerckungen vermehret. Das buch istan. 1584. in fol. zu Venedig mit vielen holtzschnitten herausgekommen. Leo»». Lrcttiteä. Militär, k^po-
rliet. eclsitt. p. 25.
Castritius, (Marcus) war eine Obrigkeitliche Person inder stadt Placentz zu Sullä zeiten 6L9. jähr nach erbauung derstadt Rom, als der Römische Bürgermeister Cnäus Carbo vonMario abgesandt dahin kam, geißeln und Versicherungen ein-zufordern , daß sich selbige stadt nicht etwa zu Sulla, seinemfeinde, schlagen möchte, wobey er hinzufügte, um Castritioeine desto grössere furcht einzujagen, und ihn gleichsam mitgemalt zu seiner partey zu ziehen, daß er viel sthwerdter hat-te ; worauf aber Castritius zur antwort gab, daß er schonviel jähre auf sich hätte, dadurch anzudeuten , daß er ohnedem noch eine kurtze zeit leben , und sich also für dem todenicht furchten würde. p«/. üb. VI. c. 2. Cicero ge-druckt noch eines andern Marci Castritii in feiner orationpro klscco, und wiederum eines andern in seiner oral. 8. inVerrem.
Castritius, (Titus) lehrte die Redner-kunst zu Rom im an-dern 1-LLuIo unter dem Kayser Adrians, und wurde von wegenseiner gelehrsamkeit und tugend hochgeschätzt. Aulus Gelliüs,der dieses Castritii schüler gewesen, gedencket seiner zum öf-tern, sonderlich im 21. cap. des 1;. buchs, woselbst er berich-tet , mit was für ernsthafftigkeit er zwey Rathsherren, soseine discipel gewesen, begegnet, da sie in einer ungewöhnli-chen und unanständigen kleidung erschienen. Ob er ein söhnoder anverwandter des Castritii, von welchem Plinius geden-cket , daß er von dem garten-werck geschrieben, gewesen; in-gleichen ob diese beyde von demjenigen Castritio herstammen,welcher dem Kayser Augusto die conspiration des Muräna an-gezeiget , ist ungewiß. ^«/. L'eKrtt, üb. XI. c. 1;. üb. XIII.
c. 2i.
* Castritius, (Henricus) ein Niederländer, gebürtig vonGeldorp in Brabant, war keüor der schulen zu Delft undDuisburg in dem XVI. lseculo, und schrieb: Instirmiones rei
litterarise; äs optimo Lenere interpretsnäX küilolopülL;
klomorsteiiLm , und ein Lateinisches getichte von der Hoffnung,in welchem er aber gar oft wider die prosodie verflossen habensoll, weswegen folgende Verse auf ihn gemacht worden:
Laürmurn mzls metiri guiä carmins mirum eil,
8e peäe inetiri gui risguit iple luo.bibl. Lelg. Ätüsn.
Castro, ein kleines Hertzogthum in Italien , am Tostani«scheu meere, zwischen dem katrimonio Letri, und dem gebiethevon Orvieto und Siena liegend, begreift ausser der Haupt-stadtdieses nahmens Montalto, Marta, Farnese, Borgheto, Fosca-nella lind andere kleine örter. Papst Paulus III. befchenckte da-mit seinen natürlichen söhn Petrum Aloysium Farnese, welcherauch hernach Hertzog von Parma und Piacenza worden, dessennachkommen bis aufOdoardum solches von dem Päpstlichenstuhle lehen-weise besessen. Dieser aber verpfändete es um einegrosse geld-summe dem Nome äi kiem zu Rom, welche ihmmit den aufgelauffenen zinsen so starck wurde, daß der PapstUrbanus VIII. das Hertzogthum Castro fequestrirte, und hinge-gen jetzt-gedachte schuld abzutragen übernahm. Hieraus ent-stund ein blutiger krieg, wodurch der Hertzog gelegenheit erlang-te , sich mitIülffe seiner Alliirten wieder in des landes posseß zubringen. Lein söhn Rainutius II. Hertzog zu Parma aberhatte deswegen mit Innocentio X. noch mehr Verdrießlichkeit.Denn weil selbiger zu tilgung der väterlichen schulden keine an-statt machte, auch ein neuer Bischofs, welchen der Papst an desverstorbenen stelle nach Castro abgeschicket, unterweges umge-bracht wurde, ließ der Papst nicht allein durch den General GrafDavid von Wiedemann das land alsvfort in besitz nehmen, son-dern auch die stadt Castro selbst von gründ aus zerstören. Die-ses geschahe an. 1649. woraufzwar ein gewisser vergleich abge-handelt wurde, daß der Hertzog gegen erlegung i6o«,o. pfundbaares gelds das Hertzogthum Castro nebst der GrafschafftRonciglione wieder bekommen sollte; allein als die würcklichezahlung unterblieb, wurde Castro au. 1661. der PäpstlichenCammer aufs neue einverleibet. Und wiewol König LudwigXIV. von Franckreich in den bekannten tractaten zu Pisa an.1664. den Papst dahin vermochte, daß er die incameration wi-derruffen, und dem Hertzvge 8. jähr zu einlösung seiner gütherfrey geben sollte, so strich doch auch diese zeit fruchtlos vorbey,und ist also der Papst im ruhigen besitze des landes geblieben.Man heißt es sonsten lo 8rato cii Lallro. Die ehemalige stadtCastro, vor alters Statonia, lag am ffusse Olpeta, in einer sehrjähen und bergichten gegend, hatte ein Bißthum unmittelbarvon dem Papste dependirend, welches jetzo nach Aquapendenteverleget ist. IVtto»-. 5 'r>r Aercur. bist. Lall. Fran-
send. Europ. Herold.
Castro , eine stadt in dem Königreiche Neapolis, und zwar
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richtet, als an. 1517. da sie die gantze stadt Plünderten
und
richtet, als an. 1557. da sie die gantze stadt Plunve;»"', hstden grösten theil der einwohner theils tödteten, therrs » ^sclaverey führten. Nichts destoweniger ist sie seit dem )"' ^wieder in die höhe gekommen, indem allda ein WHandel getrieben wird. Es sind noch andere stadte dmc-mens, als Castro Vikare, so den titul eines M
führet, im hintersten Calabrien unweit Cassano ; Camv Wstadt in der insul Meloes; Castro miovo in AbruW /
noch eine andere in Basilicata, rc. ,
* Castro, ist jetzo zwar nur ein schloß in deräi Koma, zwischen Aquino und Feretino nicht wen ° jFfl»Neapolitanischen grentze an dem fiusse Garigliano, vor ^aber war es eine stadt, Lastrimouium genannt. ^
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Castro, (Agnes oder Irres von) eine gemahlin Aiestrengen, der nach ihrem tode König von Portngall warr- ^war erne tochter des Don Petro Fernande; äs Castro, Ab-gedachtem ihrem gemahl von mütterlicher seite verwanvi.gen ihrer vortreflichen fchönheit ließ derselbe sich in sw ' ,vorVerständnis mit ihr ein, welches er, nachdem er WV" Wu-rmige kinder mit ihr gezeugt, und seine erste gemahn" v-AMtiam, eine tochter Johannis Manuel, Jnfanten von ^^nsdurch den tod verlohren hatte, durch eine ordentliche ver, Wellbekräfftigte, die er aber, so viel als möglich, geheim V'Wjiiesuchte, weil ihn sein vatter, der König Alphonsus I/' AWwandere art zu verheurathen wünschte. Endlich erfuhryerdieser den gantzen Handel, und ward durch einige, w^r sieschönen Agnes ihr glück mißgönneten, dergestalt w'WWaufgebracht, daß er befehl, oder doch zum wenigsten ^irnis ertheilte, sie aus dem wege zu räumen. Hieransich drey Personen, nahmens Petro Coello, Diego Lope»co und Alvaro Gonzalez, welche sie zu Coimbra sm ^ zu<Ihrgemahl gerieth hierüber in die tiefste traurigkelt zugleich auf den entschluß, diese that aus das nachdE"rächen. Vatter und söhn verfielen also in einen bl""" hMwelcher sich änderst nicht, als mit Verwüstungsonderlich in den beyden provintzen Inrersmnsnü "M . ^ Ai-tanL, und mit dem an. 1557. erfolgten tode desphonsi IV. endigte. So bald Petrus den PorlugleW ^öiUsrbestiegen, vermittelte er es bey Petro Liuäeü,ve"§Wvon Castilien, daß er, gegen auslieferung einiger fluNM"lianifchen Cavakiers, ihm Petrum Coello und Alvattmlez, die dorthin ihre zuflucht genommen hatten , mDiesen beyden Mördern seiner geliebten Agnes lretz r ^ zw'die leider, und zwar dem einen vorwärts, dem aMw,^ Bfchen den schultern, aufschneiden, die hertzen heran»selbige nachmals verbrennen. So viel er auch ^ oh''an der erzehlten that schuldig fand , über dieselbenalle barmhertzigkeit straft ergehen. Doch Diego vop'^co fand ein mittet sich zu fälvrren, und ward nachss',, MVvon den vertrautesten des Jnfanten Dionysii, wem' xmit dem Könige Petro gezeugt. Dieser befahl,ten executiou, von meisten marmor zwey prächtige gr« sic.Lnes vor sich, und das andre vor seine Agnes auftürmt. .selbst mit der Königlichen crone geziert in lebens-gE ^ lege'^len, auch nach seinem tode zu ihrem cörper den seu"g hjssek g'^gleichwie hernach an. 1567. würcklich geschehen. E.gek st' ,7,stätte, welche er in dem berühmten Bernhardmer-tw> g,,«e - /cobaga machen lassen, muste die leiche von Comim ^weilen zwischen einer gedoppelten reihe von viel seiner g'xdie sackeln in ihren Händen hatten, und in begleit»"^ in ch'sen menge von Standes-personen beyderley gelch'^sst st'!ß wsanfte getragen werden, und ehe man sie in vw g EÄecmusten alle seine Vasallen ihr die Hand küssen, u WastWbezeugen, daß sie seine rechtmäßige gemahlin st^Mder/ wWr,auch noch auf andere art öffentlich erklärte. Dw jhcer theils vor, theils nach seiner Vermählung rnk ^is. ^,,waren 1.) Alphonsus, welcher jung starb; 2.) hE rllser wegerte stch, Eleonoram Tellez, die gemahnn Kon'E st.ders, Ferdinandi, Königs von Portugall, vor M^HeEWerkennen, und begab sich deswegen zu dem KsN'». verwes,von Castilien, der ihn mit seiner natürlichen ww -, Iohavs^mit welcher er beydes söhne und töchter gczchgl' W.von dem ein absonderlicher artickul. 4.) ^ eine".sieheurathete den Grasen Sancho von Albuguergm peulichen söhn des Königs Alphonst XI. von L " gemaW^pa-Eleonoram gebahr, welche nachgehends cme Pe-Jnsanten Ferdinandi von Castilien,, Wen„ stl.
fiel, und endlich Königs von Aragonren,c- 8- 9- i i.
Castro, (Anna äe) einederen Lopez äs Vega zum öftern gec...- .schiedene sinnreiche schriften hinterlassen, ^ „ii 8'^'
ne unter dem titul: Lcermä-rä äel Key ^
Madrid an. 1629. gedruckt ist.
lu der laudschaffl Oträntö',' cha't" einen' Bischöfflichen sitzsö i-ibl. Hitz. , ^mscher Eala,""?
OtraMo unv on""' ^gt an dem GolfoäiVenezia, zwischen Castro, (Christophorus äs) em Spn^chund A^lte^
wird von einigen sur denjenigen an. 15 51. in die Societät,lehrte zu SalaM " sanev
ben Alten lempium oder LalliumMinerva starb zu Madrid den II. dec. an.i 6 i 5 .rm 65^ Virßuus, ^yietz. Die Lmcken haben sie oft angefallen und übel rüge- Unter seinen wercken sind; Utttona ve v