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* Castro Trotz, eaürum (Ataris, ein flecken und schloß in
Spanien^ in Alt-Caftilien , gegen dem Pisuergischen, vier Mei-len von Burgvs, >vo Eleonora von Castilien , die Königin inAragonien, auf befehi Pelri Lruäelis, des Königs in Castilienihres vettern, ist umgebracht worden- br/l. äe
Caftroluci, (Aimericus äs) gebürtig von Limoges inFranckreich, war anfangs ein berühmter OoÄor.surib, hernachLrLkläiscolws zu Tours / ferner Iriumvir in weltlichen dingenzu Ferrara, und Vorsteher der landschafft Aemilia, hiernächstEry-Bifchoff von Ravenna, wie auch Bischoff von Chartres, undendlich Cardinal-Priester des tituls 88. 8ilvsllri L Martini ininontibus. Zu diefer letztem würde erhub ihn an. 1^42. sein«nverwandter, Clemens VI. welcher ihn auch nach diefem alsseinen Legaten in Hetrurien, Corstca und Sardinien absendete,ingleichen zweymal nach Neapolis, allwo ihm der unruhige Hu-mor der Konigin Johannä I. viel zu schaffen machte. Von ban-nen muste er nach Rom gehen, um den aufruhr zu stillen, wel-chen Nicolaus Laurentius insgemein Lola äi kienro genannt,daselbst angestiftet hatte. Wiewol ihn nun anfangs dieser menschmit harten bedrohungen nöthigte, unverrichteter fache sich zuretiriren, so kam er doch nach verlauf einiger zeit, als man jerzengefangen genommen, mit einem gleichmäßigen eharacter zurück,und beruhigte einiger Massen den zustand der Römer. Nach un-terschiedenen andern wichtigen Verrichtungen starb er zu Avignonden 7. mart. an. 1^49. Er soll einige sowol geistliche als welt-liche schriften hinterlassen haben, wie er denn den rühm einesgelehrten Prälaten gehabt, und ein grosser freund von FranciscoPetrarcha gewesen. t/j;/->?//,. ^>,20«. ö«/«2.
Lsw. c?o«^/o^. elenssi. Lsräin. KrsLtt kill. Xavenn.
Lnnal.
* Caftrom, eine Mofcvwitische stadt in der provintz Suldal,fünfzig meilen von Moscan gegen norden. Man heisset sie fon-sten Castromorugarod, sie liegt an der Wolga, wo sich der flußCastromo darein ergiest, ungefehr 20. Teutsche meilen überIaroslau gegen morgen, wann man nach Nisa herab kommt.
Caftromarin, eine stadt in Algarbien, mit einem guten Ha-fen, ist auch von natur sehr veste. c?a/«re»a^, äelices äs kortugal.
Castro palao, ( Ferdinandus) war an.1581. zu Leon inSpanien gedvhren, und begab sich an. 1596. in die SocietätIEsu. Hierauf hat er zu Valladolid klülolopdism, zu St.Compostell Tkeologisni Moraleni 1 und zu Salamanca sskso-loziam 8cko!alticam mit grossem rühm gelehret. Nach diefemist er Oenfor der Inquisition und siecitor der Lollessiormn zu Sa-lamanca und Sidonia gewesen, und an letzt-besagtem orte an.i6;z. gestorben. Man hat von ihm Manuals Oliristiani, wieauch ein moralisch werck, welches aus VII. com. in lol. bestehet,bibl. 8.
* Castroni, (Benedictus Maria) von adelichen eitern zu
Palermo gebohren, that eine reise nach Deutschland, Italien,Franckreich rc. um sich in weltlichen handeln geschickt zu ma-chen. Nach seiner zurückkunft aber ward er ein Dominicaner-Mönch , und lehrte in seinem kloster die Philosophie, Theolo-gie , za so gar die Mathematic öffentlich mit grossem zulauftAn. 1701. ließ er k-Iementa Oeoknetrirs heraus geben, ivelchein Sicilien wohl angesehen sind, und war an. 1711. noch beyleben, und erst 44. jähr alt. , lcrixtores oräinis kriL-
äioatorum tom. II.
Castruccio Castracam, einer von den berühmtesten Krtegs-Heiden im XIV. stsculo, war gebürtig von Lucca und aus demhause der Jnterminelli Herstammende, keines Weges aber einfindling, wie Machiavellus vorgiebt. In seiner jugend nahmer kriegs-dienste unter den Gibellinen, und wurde dahero vonden Guelphen verjaget. Darauf kam er in Franckreich , undbegab sich an. izi?. unter die armee des Königs Philippi I-ongi,welcher gleich dazumal mit den Niederländern krieg führte;er kam aber nicht lange hernach wieder zurück in Italien,schlug sich zu Uguccione Faggivola, dem Haupte der Gibellinenin Tofcanien, ward zwar nach einiger zeit von dessen söhn ausneid ins gefängnis gestecket, welches aber wegen der grossenliebe des Gibellinischen volcks gegen Castruccio eben der rechteanlas war, den Uguccione und seinen söhn aus allen städten, diesie in Hetrurien innhatten, zu vertreiben, (siehe Faggivola.)Hierauf wurde Castruccio erstlich von den Lucchestrn für ihrHaupt angenommen ; versicherte sich dieser stadt durch eine cita-delle, griff nachdem den Toscanischen Guelphen aller ortentapfer auf die Hauben, eroberte das land Carfagnana, die örterFucechio, Sambuca und andere, endlich aber gar Pistoia;wendete darauf alle seine krässten gegen die Florentiner, undbeschädigte ihr land mit raub und brand über alle Massen, ohnedaß sie ihm in einer schlacht das Haupt recht bieten borsten.Sonderlich gewann er die grosse schlacht bey Alto pascio widersie, den 2;. sept. an. iza;. wodurch ihre Republick in einen sehrelenden zustand geriethe. AIs sie endlich, um sich dieses beschwer-lichen feinds besser zu erwehren, mit Roberto König von Napolibundnis gemacht, und dessen söhn Carolum, Hertzog von Ca-labrren/mit einräumung einer sehe grossen gemalt zu rhremOber-sten angenommen, brachte es Castruccio samt den übrigen Gi-bellinen ,n selbiger gegend bald dahin, daß auch der Kayser Lu-dovlcus Lavsrus sich im jähr i z r?. dabin begab, um den Na-
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polttcimm das gegen-glivlcht,li halten. Bey diesem Sditt Ä"Castruccio die meiste zeit über sehr viel, war auch in der iM .Kaysers rechter arm in allem, was er in Toscana und dem < ^mischen gebiethe verrichtete, und beförderte sonderlich ou ^nahm Pifa; weswegen ihn selbiger noch im jähr rz27. zumtzog von Lucca, Pistoia, Luni und Volterra machte. jvhierauf von Castruccio gen Rom begleitet, und als er oor^ . ^abwefenheit des Papsts Iohannis XXII. als der widerFürsten aufs heftigste verbittert war, (siehe Ludomcuo 0 ^rus.) vom Römischen volck zum Kayser ernannt, anw^^
Lateranischen kirche aecrönt wurde, indessen aber derLateranischen pallasts, weil er des Papsts partey stö-von Rom entfernt, und dieses amt bey der Kayser-cronunv .§thig schiene, so ward auch solches von Ludovico dem lsaiuanvertraut, und gleich den tag nach der crönung die m> w ywichtigere stelle eines Römischen Senatorn undStatthalters allda eben demfelbigen übergeben. Allein w>c > pzu Roin in groster lustbarkeit war, und Ludovicus mit oco'^des Castruccii noch grössere thaten in dem Römischen w^chi,politanischen zu verrichten Hoffete, kam der unvermuthelev ^daß Carolus von Calabria mit hülffe einiger PistoieWs".^Mphen die stadt Pistoia überrumpelt. Worauf Castrurtt^jHungesäumt mit seinen leuthen wieder dahin machte, uns'-zwar Pisa für sich selbst in besitz nahm, nicht ohne dU-nae»'eines theils der stadt; obschon sonsten ein Gras von E/ viel-unter dem nahmen eines Kayserlichen Statthalters, ooemehr von der Kayserlichen gemahlin wegen darinnen ,welcher letzter» ihr Herr diese herrschasst auf bitt der Machestso sich durch dieses Mittel von Castruccii regier-sucht Mzu setzen vermeynt, übergeben hatte. Weswegen da>>Ludovicus sich nicht wenig darob entrüstet. Und wiewol^ ^ socio die fach durch aeld und spendiren gut zu machen tuw^Wkonnte man doch klar sehen, wie der Kayser diesen MUhen Agesonnen war zu vergessen, wann er je seine übrige voro MBItalien würde bewerckstelliget haben. Castruccio nah>ss..^ui"darauf die belagerung Pistoia vor, und bevestiqte sem " dBdie stadt so wohl, daß die Florentiner, welche mit mempelter macht zum entsatz angerucket waren , unverru'iMmusten abziehen, und Pistoia sich darauf wiederumAllein diß war die letztere that dieses bis dahin stm si einemgewesenen kriegs - manns, Massen er kurtz hernachhitzigen fieber überfallen wurde, welches ihm sems.v ^lte'arbeit bey der belagerung in der grösten Hitze MsW versi^Äworan er den ;. sept. an.i;28. im 47 -iahre femes auer^^ ^ p,recht in dem höchsten blust seines glücks, da er felbE.V jindreyhundert städte, castellen oder andere haltbare E^ hamsitz hatte. In Lucca, allwo er am längsten gehcrrm' o,, Mdoch fein gemalt nicht über 15. jähre gewähret; wesw^zMviele thaten desto mehr zu bewundern sind. Er HU MvUsöhne, welchen aber das glück nicht so wohl wollte-, gyahat sein leben beschrieben, welches aber in vielen em . 'poEsicher als einer Historie, wie der Herr von Leibmtz.m ^rEx,seines !. tomi Loäieis ^uris Lenriiun 6ix»1om3tic ^
In welchem sich auch p^. 127. unterMden^ jst ^
befinden, so diesen Castruccio anbetreffen. Viel vemnige, welches Nicolao Tegrimo verfertiget.
bist. tit. 21. L. 5. L
ttr, elvA. äi Lap. illustr. p. z 6 . Lc. * städi^ -s
Castulo, war ehemals eine von den wichtigstes ^Spanien, und lag ungefehr in der gegend - wo y,,^en. mdie beyden stadte in Andalusien, Baesa und 3 ^fN, ^
dem sie von den Carthaginensern abgefallen, uu^ SE -v-K. 540 . von denselben belagert wurde, kam mrhülffe, und befreyete sie von gedachten ihren ssM,^ hE^ssehr n 6 . jähr hernach machten die burger dafelvn ^
zusammen-verfchwörung wider die Romer ; "^peli oSertorius hinderte deren Vollziehung mit grossem i^^le eu ,^.bellen. Heutiges tages kan man nur noch MM.wna gs" jis-von dieser stadt sehen bey einem kleinen orl » 1 . c. r -T're. Lw. bist. Kom. , bist. äs l V-M- ^
II. c. 16 . Iiv. III. c. 11 . bM..
Caftus, ein Märtyrer in Africa, unter demzwar ansangs mit dem Aemilio zurück rtt.
ten sie sich wieder, und erlangten die marm^lib. I. äs lapsts. Mll
oder LL8IOL^ warm^lsie heg,alleroberste kleid, das die Geistlichen anhKttn, ^ v d>eAbendmahl hielten. Es soll feinen nahm" ^.ch so ^weil es wie ein hauslem den gantzen lelb, rm
Hände bedeckte, so daß es von einem ^rdeu,
halten, oder mit einer schnalle vest^ g^, ^staltt^,.
d 7«chen 7 solidem auch
worden, wie sich dann die kleider-moden gar t
gen. Es wird auch sonstred. ecc!. 1. c. Z.chss. Ü-
I. 277. II- 44 °.
cor. crucis kg. not. §. 8- 9- OrxxnibPlolomir, p. Si- ksgg.