Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Celten, LeltL, find ein altes volck , welches sich nach dersmidfluth in Europa niederließ. Einige führen sie von demAscenas her; andere hingegen, als Appianus LlexLnärirm8,halten davor, daß sie von Polyphemo und der Galathea entspros-sen , welchesöhne sollen gehabt haben, Celtum, Gallum undIllyricum. Noch einige leiten ihren nahmen her von Celte, demneunten Könige der alten Gallier. Ob schon die alten Griechi-schen scribenten, als Herodotus und andere, die Teutschen undGallier zusammen mit diesem nahmen belegen; so geben dochandere, so diese sach etwas accurater untersuchet, als Polybius,.Diodorus, Plutarchus, Ptolemäus, Athenäus, Josephus, rc.denselben nur solchen, welche ursprünglich Gallier sind, wiewoleinige noch die Spanier darzu seyen, indem sie dafür halten,daß sich die Celten mit den Jberiern einsmals vereiniget hätten,woher nachmals der nähme Celtiberier entsprungen. So vielist gewiß, daß die Celten vornemlich in Gallien gewesen, unddaß ihr Reich unter der reaierung Ambigati, welcher zur zeitTarquinii Prisci an. 164. in der XÜVUI. Olymp, und 591. jährvor Christi geburt lebte, sonderlich berühmt gewesen. Desgemeldten Printzen schwester söhne machten sich berühmt durchzwey grosse colonien, welche sie in Italien und Teutschlandbrachten, worunter die letzte von Sigoveso, die andere abervon Belloveso geführet wurde. Zu Cäsgris zeiten hatten dieCelten den gantzen strich landes innen, welcher zwischen demRheine und der ste zwischen dem Vogestschen gebürge und denfiüssen Marne und Seine einer seits , und zwischen der Rhone,den bergen in Cevenes und der Garonne anderseits lieget.Nach Cäsaris zeiten wurde diese gegend OsUm LelrisL oderImgäunenfi8 genennet, und Augustus wollte haben, daß 6al-ÜL Leltica alles, was zwischen den flüssen Rhone, Marne,Seine, Loire und der see lag, in sich begreiffen sollte. Ne.

üb. II. LIV. , äs bello 6all. Lwm,, üb. V.

Kraöo, üb. IV. c. 9. L 7 «ver. Sr/ee. Ls.

sntig. äs 1 'origine äes Leltss sn. 170;.

Celtes, (Conradus Protucius) ein vortreflicher Poet undkolybikor in Tcutschland, wurde zu Schweinfurt in Franckenan. 1459- den 22. mertz gebohren. Seine eltern wollten ihn inseiner jugend zur Haushaltung anführen, er halle aber einegrosse belrebung zu den stuäür; machte sich also davon, und kamnach Cöln, woselbst er sich auf die Hum-miom und die Theo-logie legte. Hiernächst hielt er sich zu Heidelberg, ferner zu Er-furt, Leipzig und Rostock auf, und unterrichtete an diesen ortenandere, wodurch er einige mitte! bekam, seiner begierde zu rei-sen ein genügen zu leisten. Er gieng also nach Italien, undhörte zu Padua Calphurnium Ereticum, zu Ferrara Guari-num, zu Bononien Philippum Beroaldum, zu Florentz Fici-num, zu Venedig Sabellicum, zu Rom Pomponium Lätum.Von Rom that er eine reise durch Venedig, Illyrien , und Un-garn in Polen, und übte sich daselbst in der Astronomie unterAlberti Guti anweisung. Als er von dannen zurück gekom-men, wurde er dem Churfürsten von Sachsen Friderico bekannt,auf dessen recommendation ihn der Kayfer Fridericus III. an.1491. den i. map zum Poeten crönete, und ist er der erste, derunter den Teutschen diese ehre erlanget hat. Worauf er seinereisen durch gantz Teutschland fortsetzte, und sonderlich dieUniversitäten besuchte. Endlich machte ihn der Kayfer Maxi-milianns I. zum krokeüore koeisob zu Wien, gab ihm auchdie macht, andere Poeten zu crönen, und verordnete, daß diePoesie die fünfte Facultät auf dieser Universität ausmachensollte. Solches geschahe den letzten octvb. an. r;oi. davon dasKayserliche äiplomn bey dem Goldasto zu finden, welches auchLambecius anführet. Er starb zu Wien an. izog. den 4.febr. und hinterließ den rühm, daß er nicht nur die Poesie,sondern auch alle üuäis elegsmiora mit grossem fleiß in Teutsch-land eingeführet. Insonderheit aber hatte er eine begierde, dieTeutsche Historie hervor zu suchen, und war dieses eine der vor-nehmsten Ursachen seiner vielfältigen reisen; sintemal er unterandern vorgehabt, OermaiüLm iüuürsram heraus zu geben,und darinnen nicht nur die alten lüstorisos, so er in den bi-bliothecken hin und wieder angetroffen, zusammen drucken zulassen, sondern auch selbst etwas von der Teutschen Historiezu schreiben. Davon er eine probe gegeben , indem er derRosoithä schriften, die er in einem Benedictiner-kloster gefun-den , ediret, und mit einer gelehrten vorrede dem Churfürstenzu Sachsen Friderico dcdiciret hat. Nächst diesem ließ er ihmauch angelegen seyn, zu beförderung der studien eine gewissesocietät der Gelehrten aufzurichten; von deren Ursprung zwarnichts gewisses kan gesaget werden, doch erhellet aus seinenschriften, daß selbige bereits, da er zu Heidelberg gewesen,und also lange vorher, ehe er zum Poeten gecrönet wor-den, ihren ansang genommen. Wie er sich denn eben auchauf seinen reisen bemühet, diese societät zu vermehren, wel-che 8oclLÜM8 üttsrsiia Xbenana, ingleichen 8oäiiütÄ8 Lelrissgenennet worden. Es haben sich auch viele gelehrte leuthe zuderselben zeit darinnen befunden, als: Johannes Camerariusvon Dahlburg, Bischoffzu Worms, welcher Präsident diesersocietät gewesen; Johannes Trithemius, Abt von Spanheim;Melchior Mellerstadius; Ertelwolf von Stein, und andere.Ja es hatte diese societät von dem Kayfer Maximiliano unddem gantzen Reiche gar sonderbare privileZio , und unter an-dern das druck-privilsNum bekommen , wie denn die wercke derRosvithä unter solchem privile^io LosislÄtis Lelticse an. 1501.

cel cen

gedruckt sind. Eben diese societät Hot auch das leben

di Celtis verfertiget, weiches seinen csrmiiübus vorgriry ^Von seinen schriften hat man üibrob stmoium; ;

Lirculo8 lsLunäum kycüsgoreos; tzuatuor übrosOuingue übros üpigrammLMm; karnsllum bisipUsI'oets5 1 beologo 8 conciüst Lc. in

kkilof. äs Ilist. üst. üb. III. L. 10. p. 641- sgip.

bibüotb. kost. L. III. x. 8- feg. tom. Ill- 0^ '.

k. 482. feg. , üb. II. äs bibl. Vinci.

sterr. ehren-spiegel in Friderico III. I'-Ee/E, Mona»-'' jsred. an, 169z. ssbr. p. 90. <L äse. 96;. A feg. f'rertbsktro. vbf. 1. äs vitn Lsltis. welche

Celtiberier, werden diejenigen Celten genennet / "Mgßnachdem sie aus Gallien nach Spanien gegangen, Maxier»dem stusse Jbero oder Ebro niederliessen, und mit den 0 A,eerst in Aragonien, darnach auch in Castilien vereimg»"- Ab-waren überaus tapfere soldaten, und widersetzten sich ^ ßemern und Carthaginenfern mit solcher hertzhafftigkm /auch Florus robur lüfpÄliiss nennet. üb. fü.' l 7 -

lib. IV. lVi». üb. III. c. I. üb. V. F 7 t»'. lid- ^ 4l>

bist. üv. II. äe8 inemoirsb äes 6-/U

feg. c. 48. Hilf- Stc. xegv

* Celtillus, ein Arvernischer Herr, hatte das odm MBment bey den Arvernern, weil er aber nach der K»'An evwürde strebte, wurde er von seinen eigenen unterm' §mordet. Sein söhn Vercingentorix hat sich in dem 4-der die Römer berühmt gemacht. äs bell. e-s -Von Bünaus Reichs-Historie, k. I. üb. III. §. 4°-

* Celtine, des Britanni tochter, verliebte sich in Ilem, als er mit des Geryonis rindern durch ihres vw' ^ jhlntrieb, und entführte ihm daher einige -ererseiben,

nicht eher wieder geben wollte, als bis er ihr auch ^aleEten liebes-dienst erwiesen. Wie aber Hercules M pcrif'

sich nicht erst gerne lange zwingen ließ, zumalen wo Mnen noch so schön, als die Celtine waren; also war er AltMgern zu willen, und bekam sie so bann von ihm der soll''"'von welchem die Celten ihren nahmen bekommen

ürot. XXX. f-aenen.U

Cemele, eine ruinirte stadt in dem am meere ach»pen-gebürge, nahe bey Nizza in Provence. Sie vr snahmen von der nachdarschafft des berges Cemenu» ^ ^hörte mit zu Gallien. Von Plinio und PtolemaoVeäisntiorum Lemeüon genennet. Sie war ^ ^olegechj,ok,und residentz des Gouverneurs über das am rncer ,„eo'.pen-gebürge. Die alten Römer haben sich auch vav..^ jntr ^gelassen, wie noch jetzo an den daselbst befindlichen «^se

serleitungen, und die ruäers von dem tempel Apalst^oeae »0zeiten war allyier ein Bischoffthum, welchemrühmte leuthe vorgestanden, als St. Pontius, w - KMcnValeriano und Gallieno gemartert worden, Amau»"„nus, Auxamius, rc. Endlich wurde Cemele po» wf ,g.und Vandalen im VII. lTsulo ruinirt, oder wie m

von den Longobarden und «Saracenen im VII. oderDer Bischöffliche sitz ist nach Nizza verleget wordeaMM a ^der zeit, da Cemele ßoriret, ein geringer ort war > III.nachdem jene ruinirct, empor gekommen ist. -

üüi. äs8 Lveg. äs blise. 6 s»- IU- >

üiü. äs l^Lrfsiüe. bs-r/ea«, bist. ecclei- ^ feg-HI. 11. 6 . in äskeiif. VslerisuN -ssieo

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§N8

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und 0i«ce8 zu Bla w... Svecm/-Jnspectron über dre ^Kor «nd SttpwN«? u^rr, ward darauszu Rche-uo--^ ^5/u und sterben des^lenr^ ^u. 1620. und

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Ärschen dem menÄ.? ^^'^hen drey gewapneten/

cheufchen, reu/el und GOtt; inMLr E-- wichen sich sK^

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sntschlagen sM. wie man sich aller eiteste» ^r

köstlichen perle der !!,!,?^sD"Mchen kaufmann, wre^Sten rc. setrgkert solle nachjagen; Le-^

Cenat» memor. Tsieol.

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