Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
636
JPEG-Download
 

6z6 cha

vernehmen lassen, er hätte niemals einen mensthen besser / alsihn, reden hören; daß der Cardinal äe Richelieu in einem hin-terlassenen eigenhändigen Memorialz. Personen, unter welchenMon 5 . Chanut oben angestanden, insonderheitgenennet, daßsie dem Staat nützliche dienste zu leisten geschickt wären; daßder Cardinal Mazarini ihn einer gantz sonderbaren gewogenheitgewürdiget, und einsmals zu einem hohen ehren - amt vor-geschlagen , so er aber mit vorschützung seiner unpäßlichen lei-ves-befchaffenheit nicht annehmen wollen; daß der Cantzler Se-guier gesagt, er hätte keinen gekennet, weicher Mehr gelegen-heit gehabt, steh und die seinigen reich und groß zu machen,und welcher dabey auf eine großmüthige art mit der blossenehre, rechtschaffen gedienet zu haben, sich begnügen lassen; daßdie Schwedische Königin Christinä ihm eher, als einigem an-dern menschen, ihren Vorsatz die crone niederzulegen entdeckt,auch svwvl in währender seiner Gesandtschafft, als nach derenendigung, viele kennzeichen einer grossen Hochachtung gegeben;daß der Schwedische Reichs-Cantzler Oxensttrn einsmals vonihm gesagt: er hätte allzuviel aufrichtigkeit und redlichkeit voreinen Hofmann, u. a. M. Von seiner ungemeinett gelassen-heit wird folgendes exempel angeführt, daß, als er einsmalseinen gantzen tag, oder wol eine gantze woche an sehr wich-tigen depeschen gearbeitet, und solche abends um 10. uhr, et-wan 6. oder 7. stunden vor abgang der post, um selbige zusiegeln, seinem 8ecretsrio übergeben, dieser aus Unvorsichtig-keit einen brennenden wachsstock so nahe dabey gesetzt, daß allesgeschriebene davon ergriffen, und in seiner abwefenheit völligverbrannt worden, nach welcher unangenehmen zeitung er mehrnicht gesagt, als Man wird andre depeschen machen müssen;die er auch, weil er die gantze nacht gearbeitet, und ein gutgedächtnis gehabt, noch zu rechter zeit vollendet. Die meMoi-ren von seinen Schwedischen und Polnischen negotiationen hatP. Linage cke Vauciennes in III. romib zu Cöln an. 1677» her-ausgegeben. cie red. 8uSo.

* Chamtt, (Martialis) Petri Chanut und Margarethä Cler-

felier söhn» Abt zu Jssoire, Almosenier der Königlichen mut-ier Anna von Oesterreich, und General-Visitator der Carmeli-ten in Franckreich, über welche er bey dreißig jähren mit all-gemeinem vergnügen gesetzet war. Er starb den 1;. nov. an.1695. Man hat verschiedene geistliche wercke von ihm, alsdas leben der heil. Theresia, die Übersetzung der wercke die-ses heil. weibes, und einer Übersetzung der acten des Triden-tiNlsthen Loncilü. 6?» rE,.

* Chao, ein Chinesischer ort, welcher von der stadt Tali ab-hänget, der zweyten Haupt-stadt der provtntz Iunnan. Sieliegt an dem see Siul, welcher den einwohnern grosse komm-lichkeiten bringet. Nahe bey dieser stadt liegt der berg Fungi,so darum berühmt ist, dieweil 200000. mann des Königs Nan-chao, welche unter anführung des Chinesischen Generals Tong-sienyvo da herum von den Chinesern niedergemacht wurden,dorten sind verscharret worden. Unter den andern nächst dieserstadt gelegenen gebürgen, wird der gipsel eines derselben, Tengflgenannt, vor andern bemercket, welcher die übrigen an höheüber ivoo. ruthen übertreffen soll. An dem fuß dieses bergesist ein schloß zum schütz der straffen angeleget.

a!er stecuoil äo , Vo-

lume III.

Chaoching, eine grosse stadt in der Chinesischen provintzQuantung, ist die Haupt-stadt 10. anderer. Sowol die ge-meinen als öffentlichen Häuser sind überaus prächtig gebauet.Es ist ein pvrcelaner thurn darinnen, welcher dem zu Nanckinggleich ist, und ausser der stadt stehen allenthalben die schönstenbäume. In der da herum gelegenen gegend giebts sehr vielewilde und zahme Pfauen, welche sonst in den andern provin-tzen sehr rar sind. In einem gewissen allhier befindlichen flussefindet sich eine besondere art von fischen, schwimmende kühe ge-nannt , welche bisweilen auf das land kommen, und mit denandern kühen streiten; allein wenn sie einige zeit aus demwasser gewesen, werden ihre Hörner güntz weich , daß sie da-her genothiget werden, sich wieder in das wasser hinein zubegeben, um ihre vorige harte und stärcke zu bekommen. Eswächset auch allda herum viel adler-und rosen-holtz, darausdie Portugiesen Haus - geräthe machen. Nahe bey der stadtSinghing ist ein sts, welchen die einwohner den see Dra-gons nennen, weil, so bald man nur den geringsten steinhinein wirft, daraus ein solch geräusche älsofort entstehet,als wenn es donnerte, worauf sich gleich die wvlcken ver-finstern , und einen regen herab messen. Nahe bey Tecking,welches eine von obgedachten 10. städten ist, liegt der berg Chao-leang, welcher grosse bäume traget, die ihrer härte undschwere wegen eisen-bäume genennet werden. cle-

scr. Lliins.

* Chapala, (I-a-runL äi LKnpMH ein see in Nord-Ämericä.

Er liegt in der herrschafft, und etwas südwärts der stadt Gua-dalajara , und soll ungefehr vier stunden tm umkreis haben.Er ergießet sich in das östsre krwistcum, läuft aber zu erst inden ffuß Chicunatucatenco, welcher, wie die Rhone den Gen-fer - oder der Rhein den Boden-see, auch zu erst diesen kleinensee durchfliesset. viötionngire.

Chapeauville , (Johannes) Limonieus und ürclü-Oisco-MS zu vuttich , Groß-Vicärlus des Bischoffs und DoÄor vonLoven. Er hat m bänden die scribenten von der Historie der

cha

Bischöffe von Lüttich, einmtractat äe kiiais OAect

Uestivitstis 8 . 8 . Lorporis L 8 ünZuiru's Oommi, u>

mehr heraus gegeben. Er starb den 10. jun. an. i°i 7 -bidl. Lelx. , cle lcr. üec. XVII. .pB

Chapelain, (Johannes) gebürtig von Paris. Er w«der Französischen Academie, Rath und lliüor>oA»pdem Hertzoge von Longueville, und wird stmer zu» ^ ei-von Balzac, Menage und andern gedacht. Wen er Mtnen guten Poeten gehalten ward, gab ihm der ^ Mgtjährliche pension , die begebenheiten des im EngnE d»berühmten mädgens von Orleans zu beschreiben. „ piioer, wie man sagt, güntzer so. jähr darüber aro«r ^künstelte, oder, wie viel eher zu glauben, .wegendiesem anlas geniessendeü penflonen, um solche , vev - ^dauren zu machen, allzulang aufschob, ohne even >köpf gar zu sehr darüber zu zerbrechen, kam endlm- ' hlii»unangenehmes heraus, daß man aufbiß getichre,kucelle ä'Orlesnb führt, die Verse machte:

lila LapsUsm cluäum expeÄÄtL xuells ikalk longs in lucem tempors xrollic snus.

Er starb den 21. febr. 1674. da er fast 79. jähr alt W ^ Msoll noch kurtz vor dem tode seine geld-beutelden stellen lassen, welche augen-IUst er sich wol äUA 'hMgar oft gegeben hatte. Einer seiner freunden nay«anlas zu dem schertz, daß er nach dem tod des ßusagte ; er wäre gestorben wie ein müller zwischen ncken. , ckiar. biogrspli. * Aärls^

* Chapelain , (Johannes) Leib-Artzt des Königs IMIX. starb an. 1569. während der belagerung vonck'Angeli. Thuanus redet von ihm wie folget: Eo ' ^

in dieser belagerung auch zwey grosse ME. wEche sowol ihrer profeßionen als freundschani, jgsehr vereinigt waren, und beydes am Hos""armee fast beständig beysammen gewesen 'W-ilaE'

lich Johannes Chapelain und Honoratus

die ersten Leib-Meclici des Rönigs und derBeyde waren gleich berühmt, und dasdurch die freygebigkeit ihrer Röniglichensich erworben , setzte sie ausser der nothwenvis ^engewinn, welcher bey den meisten Aertztenunehret, nachzuhangen. Sonderlich hat ^tel^mneben diesem verdienst, noch seine vätterliche MlE,fügen können. Zu seiner zeit waren viele ^

gen an dem Hof, daran er auch theil nehm ^poch verliesse er seine bücher nicht, deren Lgetz.M,nem tod eine schone anzahl, meistens nur vnen gelehrten und erfahrnen anmerckungen « Lx ie^hinterlassen hat. Übrigens wie diese befde a»in gesellschafft zugebracht haben, so starben^,,mit einander beyde an der peft.

XVVI. z «« -ier , cle fcrlptür. lsteäic.

. ist bekannter Massen im

nähme der in Teutschland bey den Catholischen ,

sen-kräNtzen. Wobey dann hier nur disses anzu' ^kommt, daß auch die Türcken sich dergleiche" ^ppv v»solche an den Händen oder am gürte! i»zu bäten pflegen. Es hät aber die gantze stM ^ psw Ge-steine, welche zusammen 99. machen, wörzu > ^xpe.grossen stein hinzuthun, damit das hundertjeglichem steine von den ersten z j. sagen sie ^ Msinvvdas ist, GOtt istpreiswürdig; beyden Vcber - Msblsk, ehre sey GOtt; und bey den letzten itU-m ^ M H-esist groß. Es sollen diese Türckische bat-sckw"H a,rüELerucdor oder 100. fegen und göttlichen loo-' 5 ^h 0 leu j-g.Ursprung haben, welche die Indem täglichsen. ?. äu rnont Libanon c.

lur le V0^A§e äu k. vanälm. *

I^Chapelle, stehe la Lapelle. M

Chapelle, (Petrus äe is) siehe Petrus. meilen z„j-

* Chapelle St. Ulric, eine in Brabant, lV-Brüssel, gelegene Herrschafft, welche von Dv^eaU ' AMge in Spanien, Philipps Franciscö von » „hMt,

von St. Jacob, Herrn von Wodeck, CAP^ von La-bere, Lvmbeke, Ternath rc. nachmaligem^^ zu "w , ».ckenboura, zu ehren, an. i6;o. den r4. m«- tu?ronie erhoben worden. troxn.

^^Chavelle, (Johannes äe k) ^-AH!vatter^^tck

xrokllorüm snri« war, an. r 6 ;z.gebAen^ des Lin seiner jugend nach Paris, und Machten

von Conti, Ludovici von Bourbon/ - ^ ^ wohl Au, jEschäffte er auch folgends in der SchwA^ m d-e'^ Adaß ihm der König gleichfalls einige ästa von ^ e'Aaufzutragen kein bedencken trug. Ais ^diA Mb »drum zurück gekommen, kaufte ^.^Mchelle,'w. herccGeneral-Einnehmers der sinäntzenvcm (ym

Paris den 29. may an. 172;- mrörers ä^ Ajueil^liiä'un 8 uille ä un , für le» 'A-^ol ohne V yn

l;r xuörrs xrefente äs »700. die er,