Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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661
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ehe

, eine stadt in Cukdistan an der land-strasse twi-art ^er Mosul und Ispahan, ist gantz auf eine ande-N, d-/b andere städte erbauet, indem ste gantz in dem fel-An ^ ^rtel Meile in die höhe abgeschliffen, eingehauen!,^n bis Mausern sind stiegen , deren etliche Vierzehen, sech-und zwanzig stufen haben, auf welchen man zumD ar uugen muß. Sie haben keine andere thüren, alsnieder k»^N'H^"uen, durch welche der weg ins Haus hineinUr heraiis^.^en oder eröfnet wird, nachdem man sie hinein?, Uestw ^5^Et; über diesen Häusern, welche nicht anderseinem berge aussehen, sind grosse holen odera 3edM^"en die einwohner ihr Vieh haben; wannenheroWesen '^valten, daß dieser ort vor zeiten eine sichere zuflucht^edonjnA^un die grentzen durch die anfälle der Araber undMische Diarbek beunruhiget worden. Tavernier, Per-^^herbl ^ H- oak>-

m , tat. Lsroburgus, eine stadt in dem gebiethe

W ein-" Normandie, unweit Harsicur und Beaumont,K? ^uten Hafen versehen, und zwar der letzte ort, wel-^dj„b >«gelländer unter Caroli VII. regierung noch in dieserEhex ^^uen, aber endlich an. 14;;. verlohren.

" <^he kt, König in Franckreich, siehe Charibert.dMenr^Latus, (Franc.) war aus einer adelichen familien°-.Leaal,n und ein verwandter Papsts Leonis X. der ihm auchWickijN?n Preussen und Moscau auftrug. Seine grosseÄthuin^ erwarb ihm an. 1522. von Adriano VI. dasTeramo -

, welches er aber meist abwesend verwaltete,De» gDu Elemente VII. und Paulo III. stets zu den wich-i;;Deiegenheiten gebraucht wurde. Er starb endlichKitt. Vissm. II. , Itsl.

,^egatus, (Leonellus) Bischoff zu Concordia, auS

herstammend , wurde an.den Päpsten in grossem

1 -,

K h 'chen familie zu Vicenza h

NDen uu^verwaltete in ihrem nahmen die wichtigste Le-dDarb D Sranckretch , an den Kayser und an Venedig.E er aug. an. i;o6. Thomasini will behaupten,

M Bischoff von Arba gewesen , und des Ertz - Bi-tzs oration, cie Lauls Oillsnüonis iL Livullionis Ls-r. SedenDsum 3 kLtiai8, ins Lateinische übersetzet habe.iÄ- nw . seiner auch Merciarius in Kitt. Visem. II.

/ setzet ihn aber auf ein gantzes Kesuluni» V- v ,<"uen er starck verfehlet, , iml. kcr.

Chericati, oder Clericatus, (Giovanni)i>j° D. -rl/ lst an. 16;;. den 8. dec. in Padua gebohrenVetter „u vatter war ein gebohrner Engelländer, undsv^ Wilma '^Uens Dorigoni, war gleichfalls aus Engel-Dieser ihr söhn bezeigte in seiner jugend eineR-Die studiren, applicirte sich dahero sehr zei-

vDtwen-» sonderlich Tkeologics; seine eltern konnteniw Armuth nicht zur schule halten; doch nahm sich

^ttn-U^rhatt Udeliche Nonne seiner an, und versorgte ihn!»>Dchst lentDuaß er seine studien weiter prosequiren konnte,Dancir// ^ uuf die Civil - und Canonischen Rechte,skj,D <tn. lvnsten überhaupt in der erudition dermassen,auf der berühmten Universität Padua, als^ "«ve, mit grossem rühm k-wresm erhielte, auch

^ »IHN in

üiMM gedachter" adelichen Nonne zumtta Achea Cantzley daselbst ernennet wv

zu verwalten

xitzM und tm stände war

Loaäjuwr in

wurde. Da er, und Priester zu werdenwurde er von dem dassund Cardinal, Georges Comarv, ^

eines hierauf bey einem gewissen pra ^

Decretürii , bey welcher gelegenhetl e u rMt«^ DcielisülLÄ vortreffich nmgesthen ' . studiren

Z Wrschreidm , wie sehr er sich ^»rchN, schreiben , und durch viele process lachen

werck so eifrig sich ^'^E de?erste theilbk^ned^n seine vik-oräise Vorenles ' bavon ^ son-

^iy.infol. nicht nur wieder ^Axtwor-

4 Ä?) ch--^ drey ungedruckten theilen verm y^^

LIeri katLVMi, so NUk y ^ mit be-waren, hat er aufs neuerwidiret' «0^^tteki^bvttret, welches buch sich U A Aches von

zu nutze machen tonnen; es M 1 ^ ^ec

K hat^Dolmi ln Venedig in so!, edwt worden^ ^^Hsraus gegeben : äs Lackmen

..

^Bischvff zu Padua, Cvruaro , .^»Mflichen buch. ^> SeineNLheck hat er u" vo ^ m°r«

D arten der erudition, svnderucy aÄr,

>DsKrnbüchern angefüllet; erbaten der E g

L das leben des Cardmals Barbar n ^e E

^ hierlassen, und ist an. r°w-^ ^

Korben. 6 -^»ale ll- Letter«.-- a-ira«»'

^Kvd.' Eheil.

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OMftlss.oder 8Uftix, heißt in der Arabischen Mache soviel als ein Fürst oder grosser Herr. Die Lurchen geben diesennahmen ihrem Kayser, weichen ste sonst auch Sultan nennen,und zeigen damit einerley an. Der Fürst von Mecca ge-braucht gleichfalls diesen titul, und der Kayser von Suz, wel-cher über Tastlet, Fez und Marocco König ist, lässet sich OKe.rik oder Lkeriks illustren. Der erste dieser Lksrils war einAlfaqni oder Lehrer des Mahometanischm gesetzes, welcher an.-zog. zum Vorschein kam unter dem nahmen Mahomet Benha-met, sonst Lkerik Husten genannt. Er gab vor, daß er vonMahomet herstammete,,und nahm deswegen den nahmen Liie-rst' an. Er hatte drey söhne: Abdel-Quivir, Hamet und Ma-hamet, welche er als pilgrimme nach Mecca und Medinasandte, um sich dadurch bey den Africanern in ansehen zubringen. Nach ihrer Wiederkunft schlugen sie sich zur stete derMorabiten, wodurch sie sich bey allen Barbaren den rühm sehrheiliger leuthe erwarben. Nach diesem sandte er die beydenjüngsten, welche sehr gelehrt waren, nach Fez , um daselbstsich in das Lollsgium von Modaraca einzudisputiren, und einjehr-amt zu erlangen , welches auch dem ältesten unter diesenzweyen gegeben wurde; der andere aber wurde bey des Königslindern L-Xssptor. Hierauf gab ihnen der vatter, welcher im-mer höher hinaus wollte, unter den fuß, bey dem Könige ur-laub zu bitten, daß sie wider die Christen , welche in Africa an-fiengen mächtig zu werden, streiten, und des Mahomets gese-tze durchs schwerdt beschützen möchten, als wvrzu sie ohnedemals Lkerik verbunden wären. Ob nun der König wohl zuvorsahe, was für schädliche dinge hieraus folgen dürften, so ließ ersich dennoch durch ihre scheinheiligkeit verblenden, und erlaubteihnen, einen krieg wider die Christen anzufangen, auch solchesöffentlich ausrüsten zu lassen ; ja er verordnete ihnen denzehenden von allen dingen, um die grosse armee damit zu er-halten , welche sie zusammen brachten, indem ste im lande aufund nieder mit trommeln und sahnen reiseten , und das volckan sich zogen. An. 1514. kamen sie bis nach Tarudant in derprovintz Sus, und nachdem sie allda die vornehmsten einwoh-ner auf ihre feite gebracht, liessen sie sich mit ihrem vatterGouverneurs von Tarudant, Dara, und endlich auch Fürstenvon Hea, einer provintz in Ais tituliren. Um diese zeit giengder vatter mit tobe ab; die söhne aber fielen den Gouverneurvon Säst an, und bekamen ihn mit noch unterschiedenen an-dern Portugiesischen Edelleuthen gefangen; verlohren aber ih-ren bruder Abdel-Quivir in der Wacht. Nichts destowenigermachte ihnen dieser sieg einen solchen muth, daß sie sich an.iziy. vornahmen, das Königreich Marocco zu erobern, undihre herrschafft vollends zum stände zu bringen. In diesemVorsatz, giengen sie nach Marocco, und funden allda gelegenheit,den Kvnig aus dem wege zu räumen. Gleich darauf griffensie das castell an, und der älteste ließ sich zum Könige erklären,weil er Mahomets bluts - verwandter, nnd also rechtmäßigerCron - erbe wäre. Der jüngste aber nahm den titul als Vi-ce - König und Gouverneur von Tarudant an. Nicht langedarnach nannte sich Hamet einen König von gantz Africa, wo-durch er aber den König von Fez, dermassen erbitterte, daß erMarocco belägerte, jedoch genöthiget wurde, unverrichteterfachen wieder abzuziehen. Nachgehends kam er übermal miteiner weit grösser» armee davor, wurde aber gäntzlich geschla-gen , und verlohr seinen söhn mit aller artillerie und bagage.Hierauf belagerten diese Lkerik Tastlet in Numidien, und ero-berten auch solchen ort. An. r;;6. nahm Mahamet dem Kö-nig von Portugall die stadt St. Croix bey dem vorgebürgeAgner, und wurde so formidabel, daß besagter König genöthigetwurde, die meisten Plätze, die ihm auf den dasigen rüsten gehö-reten , zu verlassen. Allein mitten in diesen glücklichen progres-sen wurden diese beyden brüder aus ehrgeitz miteinander uneins,woraus ein blutiger krieg erfolgte. Denn Mahamet, welcherzwar der jüngste aber auch der tapferste war, und von demvolcke am meisten geliebek wurde, wollte seinem ältesten bruder,der ihm Sus gegeben , nicht mehr gehorchen. Hierauf zogHamet von Marocco mit einer armee ins selb, um jenen zudemüthigen, wurde aber geschlagen und gefangen , jedochbald darnach wieder los gelassen , als an. 154;. ein vertragaufgerichtet wurde, daß sie sich in ihre künftige conqueten gleichtheilen wollten. Als nun Hamet wiederum seine freyheit er-langet , zog er übermal mit einer armee zu selbe, wurdeaber zum andern mal geschlagen , und seine stadt Maroccoerobert. Nichts destoweniger tractirte ihn Mahamet gantzfreundlich, gab ihm das commando über Tafilet, und ver-sprach seinen kindern seine vorige herrschafften Einzuräumen.Nach diesem fieng Mahamet abermals neue Händel an mitdem Könige von Fez, welchen er zu einer Wacht nöthigte,worinnen aber er und sein söhn an. 1547. gefangen , jedoch imfolgenden jähre wiederum auf freyen fuß gestellet wurden. Nachdrey monaten führete Mahamet von neuen eine grosse armee vorFez, eroberte das Königliche schloß, und heurathete eine vonden Königlichen Printzeßinnen , den König aber selbst sandte ernach Marocco , und bekam also die stadt und den qrösten theildes lanbes unter seine botmaßigkeit. Nicht lange darnach schick-te er drey von seinen söhnen vor Tremsen, welcher ort ihnengleich von dem Turcken , der daselbst commandirte, nach derersten aufforderung übergeben 4 vurde. Darauf faßte er wi-der den Konig von Fez einen verdacht, daß er das volckvon Marocco zu einer rebettion zu verhetzen suchte, und ließ

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