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ihn dahero mit allen seinen kindern umbringen. Allein nach-dem die Türcken von Algier Tremecen wieder weggenommen,und fast bis nach Fez gekommen waren, nöthigten sie ihn insseid heraus, weil gedachte stadt das xrivilegium hat, nacheignem belieben friedens - bedingnngen zu machen, wann ihrHerr den feind nicht über eine halbe meile davon zurücke haltenkan. Da er die schlacht verlohren, flöhe er nach Marocco,und muste die stadt Fez von den Türcken plündern lassen. Ernahm zwar solche an. i;;;. wieder ein, ward aber bald dar-auf von einigen der iroo. Türcken, die er unter seiner gardehatte, gelobtet, als er gleich mit einem grossen corpo zu Pfer-de nach Sus marschirte. Sein söhn Abel-Mumen verfolgtediese Mörder, und riß ihnen seines vatters schätz wiederum ausden Handen , welchen sie nach Tremecen bringen wollten.Mittlerweile, damit nicht etwan das unruhige volck zu Ma-rocco rebeüiren, und Hamet, des verstorbenen bruder, zumKönige ausrüsten möchten, ließ ihn der Gouverneur daselbstmit seinen sieben söhnen erwürgen. Nachdem nun also beydebruder ein so schleunig ende genommen, behielt Muley Abdala,Mahameds söhn, das Reich in geruhigem zustande. Dieserhinterließ die Crone Mahamed dem schwartzen; nachdem ihnaber seine beyde vettern Messe und Hamad darum bringen woll-ten , rief er den König von Portugal! Sebastian zu hülste; dasie dann alle beyde an. 1578. in einer schlacht getödtet wurden,und also Hamed die Crone behielt. , sslü. äes
Lsserils. Lkrio. lib. II. lib. VII.
(therilus, siehe Chörilus.
* Eheron , der Heilige, welcher gegen das ende des V. üe-
culi soll gelebet haben ; nachdem er von seinem Bischoffe zumviacono ordinirt worden , so predigte er den neu - bekehrtenGalliern das Evangelium. Er hielte sich eine Zeitlang in diesengeschäfften in dem lande Chartrain auf , und wollte von daraus mit seinen jünger» nach Paris gehen, unterwegs aber warder in einem walde nahe bey Chartres durch Mörder angegriffenund umgebracht; sein leichnam wurde hierauf wieder zurückenach Chartres gebracht , und auf einem Hügel vor der stadtzur erden bestattet. Man bauete nach der Hand an diesemort, und stiftete im jähr Christi 5; 7. eine gattung klosterdorten, welches sich bis an. uz?, erhalten, und endlich denLsnomcis Hegulsribus ist gegeben worden , wo man glaubet,daß sein leichnam sich noch befinde. Seine geschichte, welcheein amkor des IX. üeculi beschrieben , enthalten sehr vielZweifel hasste stücke, öo//««ss»r. LarLek, vies äes
Lrümn 28. Möy.
* Cheron, (Elisabeth« Sophia) ward den;. vct. an. 1648.zu Parrs gebohren. Ihr »alter, Heinrich Cheron, aus der stadtMeaux gebürtig, hat sich durch einige schildereyen etwas ruh-mes erworben. Er war der Reformirten religion zugethan,seine Mutter aber, Maria 1 e Febvre, der Catholischen. Diegaabe, so Mademoiselle Cheron für die mahler-kunst von der na-lur empfangen hatte, zeigte sich bald in der frühen jugend.Im siebenden jähre hatte sie schon dreißig - jährige lehrjünger inder zeichnungs - kunst. Da sie einsten eine kleine reise in die Ab-iey Juras gethan, um etliche Personen abzuschildern, sahe sieNr. äL la Reade allda; er war ein Engelländischer Edelmann,welcher sie die Catholifche religion anzunehmen überredete; siehielte deswegen ihr prob - jähr aus, und da es zu ende ge-lausten , schwur sie die Reformirte grundsätze ab. Doch nahmsie sich ihrer Mutter und schwestern getreulich an, und verleitetediese auch zu dem Catholischen glauben zu kehren. Sie leg-te sich neben der Mahlerey auch auf die music , und würdees ohnfehlbar darinnen andern weit zuvor gethan haben, wonicht die liebe zur mahler - und licht - kunst ihre neigung und ge-schicklichkeit zur music unterbrochen, und ihro die zeit benom-men hätte, sich viel darauf zu legen. Sie war in ihren Zeich-nungen sehr genau, die färben mischte sie angenehm durch ein-ander , die siguren wüste sie sehr natürlich hinter einander zustellen; sie war glücklich in erwehlung der einfüllen, und die fa-chen natürlich vorzustellen, sonderlich die leidenschafften rechtauszudrücken, und nach der Wahrheit der geschichten abzumah-len ; so hat sie auch was die mahler und Poeten uulwrem
L loci nennen, wohl zu beobachten gewust, welches sonstenöfters rar ist. Wann sie eine Historie zu mahlen hatte, so wüstesie durch wohl angebrachte neben-sachen dieselbe deutlich und lu-stig zu machen; sie nahm auch die verschiedenen zeiten der län-der, der Hebens - arten unter den völckern in acht, und beflißsich dieselben nach der Wahrheit der antiquitäten abzuschil-dern ; ihre allegorischen oder sinn - gemählde waren allezeit mitder Wahrscheinlichkeit begleitet, und nicht zu weit hergeholet,mit einem Wort, man fand in ihrer arbeit alles, was ein wohl-gelehrter geist suchen konnte, und gewöhnlich nicht nur aus denreguln der Mahlerey kan gelernet werden : dann sie machte al-le andere freyen künste der mahler-kunst gleichsam zinsbar , undwendete ihre wissenfchafft also bey ihren wercken an, daß sichder geist darinnen mehr als das äuge ergötzen konnte, undsie ihr geistreiches Wesen eben sowol als ihren zarten Pinsel darin-nen blicken ließ. Dergleichen bewunderte man an allen ihrenMldereyen, die sie hinterlassen, unter welchen die begräönisJEsu Christi sehr gelobet wird. Ben Christi flucht in Egyptenbeobachtet man die schlafende Mutter GOttes, welches anlasgegeben, wahrend der zeit, Joseph den pfleg-vatter des HErrnJEsu, und die enget mit aufwartung des kindes zu beschäfftigen.
ehe
Ihre arbeit gab ihr geringe mühe, so daß sie wit anders ^zugegen waren, von andern fachen sprechen, oder au«/dre arbeiter, die gantz andre stücke mahlten, acht Mdoch ihre vorgehabten erfindungen nach ihrer Nee zu» ^ allwerck stellen konnte. Sie Hat sich auch nicht nur am ^der Mahlerey allein geleget, sondern in allen simssm^rlaE'versuch gethan,, und in allen einige VollkommenheitSie mahlte mit öl, sn mignsture, sie arbeitete m Marbeit, sie mischte sich in das kupfer-stechen, und sonoet j ^sie sich mühe, alte originalien aus den antiquitaten ' hMgrabene als erhabene arbeit nachzuzeichnen. I" 7i„v,lduE'sie auch was besonders, welches die stärcke ihrer euw^„,krafft beweiset, daß sie contrefaits von abwesenden u ,welche sie lange vorher nur gesehen hatte, machen ^ Eche doch sehr gleichsten. In ihrer jugend machte b xjegutes Portrait von der Donna Hippolyta äMragom^schreudoch niemals gesehen, ohne original, nur von m ^ Mbung, so ihr die Gräfin cl'Jlles von dieser Dame gewa ^Casimir der Polnische König, der Dauphin, söhn ^glloritpAdie Printzen allzumal, ihre kinder, Mademoiselle »e ^ Esier, der Kayser Josephus rc. haben alle von lhrerlen gemahlet werden; der Kayser berief sie nach ?versprach derselben viele Vortheile, und da sie bwfchgen, hat er ihr etliche masquen geschiftet, umwemvMMund der Ertz-Hertzoginnen, seiner Printzeßinnen, eom , y>ihr haben. Der grosse Conde besuchte sie zum ot ^ AM.sich von derselben abmahlen zu lassen. Die M
mie zu Paris nahm sie in ihre Gesellfchafft am ' Mtehender, als bis Nr. Ie Brun an. 1672. es für m sHavuaLhingegen ward sie von der Academie äi Xicovra« zu ^ Kgs >1699. angenommen , ohne daß sie es begehret ham-.^Ein der ticht-kunst vermocht hat, kan man aus ver ^„yl^etlicher Psalmen ersehen, davon sie an. r6yz. erm, ^§1,in gvo heraus gegeben. Ihr bruder Ludwig bA/sebrEflverschiedenen kupier - stichen gezieret. Sie lernte vuspräche, um desto besser ben sinn und die krafft des M hezu fassen, und man behauptet , daß ihreausgefallen, als sie selbst davon gehalten, daß sie a» ^ E.LDavids aufdas genauste getroffen, und daß noch t w"tzung die hohen redens-arten des Psalmisten m» ' per ^jeausgedrücket. Wenig zeit vor ihrem tode mev > ^ m .Tournemine an , dieses werck fortzusetzen, vck
Psalmen, so in der Vesper abgesungen werden / v ^ cy Awie auch den gesang Habacucs, und den biv. ss. s,e -^VulMw LV. Psalm. Zu der nemlichen zeck uveri.^den XVIII. Psalm , und die zweyte aus dem A^jt inu Ar-oden des Horatii, davon die gedancken viel glemwvids gedancken in besagtem Psalm haben ffPUchesetzte es aber nur, um zu zeigen, wie viel der gemU ^ vvÄ aktweltlichen an hohen gedancken und würdigtenübertreffe. Sie hat noch andere getichte von vmgeschrieben, worunter Is? Lcrikss renverlee8 «c. , .
Endlich hat sie auch angefangen, den Oedrpmu 0 verble-in Französische verse zu bringen. Die Mad. ^ ^ ^
thete sich, aber etwas spät, mit Nr. Ia Haye, Mv ^elck/ten an verschiedenen wercken miteinander. . m
an. 1711. Der Abt Basquillon hat vier verst m ^hieunter das bildnis dieser gelehrten und berühmtten gesetzet werden, und also lauten:
Oe cleux t-ücns exmsss 1'assemblaM sräno ,Xenclrr, toüjourb Lberon ssornemsnt " HgnLv»
Kien ns pcut äs ls plume eZLler 1 ox
tzue Ics grsceb äs Ion xincesn.LloZes fuoedrcs clc Nuci. Ig öcc.0«, memoir. tom. XIV.
erne
Cheronesi und Rigiada,. ehedAn Lk^em m'on Astadt in Morea, in der provmtz stundet ^ yF
auf der küste des Golfo Egina , UM.,.--- > .insul dieses nahmens, gegen sud-ost; m vden nahmen von Aesculapio.
Sherso , eine den Venetianern ?ustaMs»'„M
sehen meere, zwischen den kustm von M'Ans / .A Ehgia gelegen, hat eine stadt gleichestul emer Grasschafft; wie denn die klem ^horenUnia, Sansego und noch andere darun ^
ein König inThraci-n,übe^zt.^
auch Osero.
Cdersobleptes, ein König
-K
^ Cd-csonesti» i»
che nicht nur die Halb-insul, so «metzo Ddavon^^ssl^,^auch Sumatra , welches land hmti. ^ ^
und von dem meer gantz umfloW 'u ^„en, ^
nige haben diese halb-insul vor OpM ^ Mi«.mon schiffe gesendet hat. ^ .eilen
* Chersonesus m-lgna, warstadt in Marmarica, welches sstzo da» ^ derSie lag am Mittelländischen meer „ Mr. x,
Cabo Raxatin liegt, der m,ul Canv'^ '
not. orb. ant. IV