Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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gx, zum RVNlg UNV RSNigiNihm als Ertz-Bisthoffi> "Molgern, die ReichsfürstlicheUenQward ervonl " ' "t7Se>L"clpal-Lommi

chr

und Ikelrmrarius bey dem Ertz-Stift zu Cöln,>S)S gedachten jähre die erste messe gelesen hatte. An.Und '^M"ele ihn Kayser Leopoldus zum Bischoff von RaabAd ^"'Gespan der Räuberischen Gespanschafft in Ungarn,er dqz i/6?y. zu seinem geheimen Rath. An. 1701. erhieltda>h i^adjutorat im Ertz-Bißthum Gran, und an. 170;.Ar««-« .vie administration der Chur-Cölnischen lande aus-reise»"' daher ihm von Französischer feite auf verschiedenekstsche"^gestellt ward, wie denn im gedachten jähre derFran-^»sHla-, ey-gänger la Croix einen Lieutenant, der hernach denM er bewerckstelliget werden konnte, selbst entdeckte,Mgs v'Aer mannschafft nach Cöln gesendet, um sich des Her-M i» bemächtigen. An. 1704. ward er Probst beySt. Gereonis zu Cöln, und an. 170;. von KayserA / w der würcklichen geheimen Raths-würde bestätiget.

' ^nennte ihn Papst Clemens XI. zum Cardinal,

Aheiive? *707. Erk-Bischoff zu Gran, krimas und obersterPäpstlj^, Cantzler des Königreichs Ungarn ward, auch mit!^ 8 . Erlaubnis das Bißthum Raab beybehielt. An.?^lscben» wte er als Kayserlicher Oommillk-rius aufdem Un-s»Iv vi ,^nd-tage, und ward an. 1711. von dem Kayser Ca-M ctö«/"der geheimen Raths - wurde abermals bestätiget,^gen^,1712. diesen Kayser, gleichwie an. 1714. dessel-M zum König und Konigin von Ungarn, bey wel-

... "von Gran, samt allen

... . würde beygeleget ward.

dem Kayser Carolo VI. zum gevollmäch-, .»Lommissario bey der Reichs-versammlung zuA-, ^ .M ernennet, welche würde er bis an sein ende behal-, Äkjlj.^!"t auch in eben diesem jähr ein Päpstliches Inäulmm,^rr. > in allen und jeden Teutschen Stiftern, wohnte an.Nr, ..'st Reichs-tage in Ungarn bey, und starb an. 1725.NstriiW- Regenspurg. Er hat an den staats-geschafften desUüelkaM Hofs grossen theil gehabt, und sich insonderheitAr L" stvn lass^, den übertritt verschiedener Protcstantl-. iur Catholischen religion zu befördern.

^ III. i7/e»re»rli XI. orsrione8 L epilkolre. t?o»-

^driff ^Harggrafen zu Brandenburg:

Mtigs^anus, Marggrafzu Brandenburg, und Urheber der^ilniäMs florirenden Bareuthischen linie, war ein söhnj^Hiiili A^raii Churfürsten zu Brandenburg, von Elisabeth«,icv "estt Fürsten zu Anhalt tochter, gebohren den zo.^sr. In Mer jugend wurde er zu den studien ange-zu diesem ende nach Franckfurt an der Oder geschickt,W«„f^auch an. das Rectorat der Universität annahm.ri-> iu cine reise nach Italien, allwo ihm von Elementer- Ihre 'st'st, und dem Groß-Hertzoge Ferdinatldo zu Florentz»,,7 Sehe» , estn wurde. Von bannen wollte er nach Franck-l>. 7 »en, ?em beylager des Königs Henri« IV. mit beyzu-

der damalige zustand in Teutschland hielt ihnE> er nun nach Hause kam, hätte er nach der vätter-

hr??^der ^" die neue Marck besitzen sollen , es setzte sich aberW» er Churfürst Joachim Friedrich darwider; dannen-"icht erhalten konnte, ob gleich das välterlicheV>?aß, Kayser war consirmiret worden. Es geschahesir gasten ^cyrgius Fridericus, Marggrafvon BrandenburgM Mstlan .^""'Eischen linie, an. 160;. ohne erben starb, die-^ von ihm zum erden eingesetzt wurde; wodurch eri>c » An« oberhalb gebürges bekam, es noch selbigesPießion nahm , und mit cantzley-hof-gerichcs-po-ui.Nvrst-berqwercks-und andern ordnungen versähe,«n des M er er aufdem kreis-tage zu Nürnberg zumki kjMitx» Aanchscheu kreises erwehlet; und als an. 1610. dieHÄ?"den Men der Iülichischen succeßion entstunden, hatE Sachspenden jähren selbige, sonderlich zwischen demund Brandenburg beyzulegen bemühet, jedoch»Äsben E?? vorbehält der rechte, so er und seine erbenMaaten erk !"en. An. 1614. wohnte er dem zu Naumburg^chhchbura,,'n^veinigungs ^ eonvent der Häuser Sachsen,

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^'Si°Ä.ch ruDKayser Carolo V. übergebenen confeßion that.still qa^üreitiäf -5 8elt bey entstandener Böhmischen Unruhe diel«lchA grvffe^Aten mehr und mehr ausbrachen, nahm er sichs>ltz» chde der Lutherischen religion an, und kam zu!?lÄ^UrM,den Convent, welcher an. i6z i. zu Leipzig vonAo j,,Nb er M '-vnfeßions-verwandtcn gehalten wurde. An.Mlba^il iqa'ch dem König von L-chweden Gustavo Adol-^ sich ki?/" Nürnberg, von bannen nach Dreßden,bkh x dein b "^ peraume zeit aufhielte, und endlich nach^ da 2 ,. l"rsten Georgio Wilhelms, um allenthal,Men L.zv beobg

und an. dem unions-tage zu617. feyerte er in seinem lande das erste

Georgio Wilhelms, - ,l verwirrten zustande in Teutschland sein

"k^ein^dens-sN^N- , Er wurde auch an. i6;?.ln den Pra-, ^ wit aufgenommen, wodurch er sein landf ^ errettete. Bey der Westphalischen ftle-

K Eal,M w lche endlich an. 1648. geschlossen worden, hatFürst des Fränckischen kreises glerch-. ^habt, und nachgehends nebst anderndesthjAcnten an. i6^.den DeputationS-tag zu Franck-So Hai er ihm auch sehr nach wieder herge-

brachtem frieden die auftichtung seines landes, sonderlich der kir-chen und schulen angelegen seyn lassen; wie er denn unter andern

;c>. may dieses zeitliche gesegnet, nachdem er sein land durchankauffung der;. Aemter Lauenstein, Lichtenberg und Thierbachvermehret. Von seinem geschlecht stehet in der stamm-tafel derBareuthischen Marggrafen zu Brandenburg. kLrixrnres Kran.ckenburZici.

Christianus wilhelmus, Marggraf zu Brandenburgund Mminüirnwr zu Magdeburg, wurde an. 1587. den 28.aug. zu Wolmerstädt qebohren. Sein vatter war Joachim Frie,brich, Churfürst zu Brandenburg und /iclmiiMrstc-r des Ertz-Stifts Magdeburg, und seine mutter Catharina, des Marg-grafen .Johannis, der zu Custrin residirte, tochter. Als an.1598. den 26. apr. dessen vatter die Chur-dignität annahm, wur-de ihm das Stift Magdeburg übergeben, und er als dessen ä ä-iniiMmwr pubiiciret. Die Inauguration aber geschahe erst an1608. Unterdessen hatte er sich sowol durch studien auf unter-schiedenen Universitäten, vornemlich zu Franckfurt an der Oderund zu Tübingen, als auch ausreisen durch Franckreich, Engel-land , die Niederlande und die Schweitz perfectioniret. Als dieBöhmische und Teutscheunruhe angieng, begab er sich an. 1625.in den Lauenburgischen dund mit Dänemarck, Braunschweig,Lüneburg, Mecklenburg und Holstein, und fiel dadurch in desKaysers ungnade, welcher noch in diesem jähr Halle mit 12000.mann hinweg nehmen, und die stadt ziemlich hart drucken ließ.Und weil das Dom-Capitul auch nicht mit ihm zufrieden war,erwehlte es Churfürst Joh. Georg« I. zu Sachsen söhn Augu-stum zum Loacijutor, durch dessen vatter am Kaystrlichen Hofdes Stifts interesse befördert werden könnte. Nachdem an.1625. die Nieder-Sächsische armee gäntzlich geschlagen, undalso auch unsers LäminillrLwris volckr zerstreuet worden, er-klärte der Kayser denselben an. 1628. in die acht, und dasDom-Capitul den bisherigen Loachuwrem Augustum zu ihremLäinimltrawr, womit aber der Kayser und Papst nicht zufrie-den waren, und den Ertz-Hertzog Leopold Wilhelm von Oester-reich dem Dom-Capitul aufdrungen. Das restitutions-edictwegen der geistlichen güther wurde zu gleicher zeit pubiiciret,und die Kaystrlichen Waffen brachten das gantze Magdeburg-und Halberstädtische land, ausgenommen die stadt Magdeburg,unter des Ertz-Hertzogs botmäßigkeit, der es durch seine Statt-halter und Räthe administriren ließ. Unterdessen zog Christiangleichsam im exilio herum, begab sich an. 1627. nach Däne-marck , von bannen nach Holland, die daselbst versprochenebezahlung der Dänischen völcker zu befördern, gieng ferner nachFranckreich und durch Italien und Dalmatien nach Siebenbür-gen , um daselbst den Gabriel Bethlen auf seine partey zu ziehen.An. 1629. begab er sich nach Schweden, kurtz vorher, ehe derKönig Gustavus Adoiphus mit seinen völckern auf den Teut-schen boden kam; und an. i6;c>. kam er gantz unvermuthet zuMagdeburg an, woselbst ihn der Stadt-Magistrat und die bür-gerschafft willig aufnahmen, in Hoffnung, völlige sicherheit beyihm zu finden. Bald darauf gieng er nach Halle, und nachdem erdurch das sogenannte that in die stadt gekommen , belagerte erdie von den Kaystrlichen besetzte Moritzburg, meiste sich aberauf Herannäherung des Kaystrlichen fuccursts wiederum zurücknach Magdeburg ziehen. In welcher stadr er an. 16; 1. vondem Kaystrlichen General Tilly belagert, und bey der eroberungverwundet und gefangen wurde. Da er denn anfangs nachWolffenbüttel, so damals mit Kavstrlicher garnison besetzetwar, nachmals aber, nachdem die Kaystrlichen noch in demsel-bigen tahre bey Leipzig die Niederlage erlitten, nach Ingolstadtin Bayern gebracht wurde. Daselbst bemüheten sich die Catho-lischen sehr ihn zu ihrer religion zu bringen, zu welchem endeman ihm des Ella Schillert buch , die grundvcste genannt, zulesen gab, welches er anfänglich refutiren wollte, solches aberdennoch unterließ. Die Jesuiten aber wendeten inzwischen nochferner ihren fleiß an, worüber er noch in selbigem jähre nachWien, und von bannen nach Neustadt in Oesterreich geführetwurde; da ihn denn endlich sowol die übrige Catholische Geist-liche , als insonderheit der Kaystrliche Beicht-vatter WilhelmuSLamormann dahin brachten, daß er sich endlich den 20. mertzan. 1652. öffentlich zu ihrer religion bekannte. Bald daraufkam in seinem nahmen ein tractat heraus, unter dem titul:8peculum Veritatis, darinnen die Lutherische religion sehr hartangegriffen wurde, welchen Caspar Brochmannus an. 16)4. inI-^cbno 8peculo Verit-ms kontiücio oppvlito widerlegte. Doches wurde nicht allein an. i6;ü. dieses so genannte 8peculuinVeriimis zu Stuttgard von den Catholischen wieder aufgeleget,sondern es kam auch an. i6;8. gleichfalls unter dem nahmenChristiani Wilhelmi eine apologie desselben heraus, die demKönige in Danemarck Chrrstzano IV. dedicirt war, darinnenBrochmannus heftig angegriffen wurde. Gleichwie nun dieseran. 1652. seine Lonfuwtionsm Lpologlg-dargegen heraus aab.also hatte auch sich der Wurtembergische TIwoloM Melchior M-colai der fache mtt angenommen, well die Catholischen , da diestadt Stutgard m ihrer gewalt war, das 8peLuwm Veriwrisdaselbst zum andern mal hatten druckn lassen, und an. 164;.zu Tübingen seine gründliche Verantwortung dagegen herausgegeben. Diesen widersetzte sich k. Jodocus Kedde, welchem

Melchior