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Zweyter Theil. Bi - C.
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delt, daß er viel lieber die Waffen, als den Bischoffs-stab in denHänden führte. Sein tod erfolgte unweit Rom an. n8;> oderwie andere schreiben, an. 1180. UrtöeM. äs ill. viris 6erm.

üb. VI. Netrox. Ävav. äs rebus IVIogunt. Erben derLhurf. zu Mayntz. äs Lxisc. Nog. *

Chriftianus 11 . Ertz-Bifchoffund Churfürst zu Mayntz,wur-de an. I24Y. erwehlet; weil man ihn aber zu Rom vor einenmann ansähe, der sich nicht in die damalige zeit zu schicken wüßte,so ward er an. 1251. abgefetzet; wiewol einige davor halten,sein Nachfolger Gerhardus I. habe das meiste dazu contribuiret,indem er den Päpstlichen Legaten bestochen. Er hat die Historie,wie Kayser Henricus V. abgefetzet worden, ungleichen das lebenArnold, und anderer seiner vorfahren beschrieben. Sein toderfolgte an. 12^1. äs Lxilc. Nogunt. Leben der Chur-fürsten zu Mayntz.

Churfürsten zu Sachsen:

Christianus I. Churfürst zu Sachsen, war ein söhn desChurfürsten August, und der Dänischen Printzeßin Anna, ge-bohren zu Dreßden an. 1560. den 29. oct. Sem vatter ließ ihnvon iugend auf zu erlernung freyer künste und ausländischersprachen anhalten, auch im Christenthum sonderlich nach denschriften Melanchthonis unterweisen. Er machte ihn an. 1 ;8i.zum Präsidenten in der landes-regterung, dabey ihm eine beson-dere Hofstatt und eigene Räthe zugeordnet wurden, unter wel-chen sich auch der nachmalige Eantzler Nicolaus Crell befand.Nach Augusti tode an. i;86. trat dieser Herr selbst die regierungan, welche durchgehends mit religions-unruhen erfüllt gewesen.Denn der sogenannte Lrxpto-Lslvinilmus, welcher sich schon beyseines vatters zeircn starck gereget, that sich jetzt von neuem mitmacht hervor, dergestalt, daß die Unterschrift der kormuls: Lon-coräire unterlassen, der Exorcismus bey der taufe abgeschafft,die ämter auf Universitäten und die Pfarr-dienste mit Personen,so der lehre wegen verdächtig gewesen, besetzt, diejenigen aber,so sich diesem allen nicht unterwerfen wollen, verfolgt und ver-jagt worden. Einige meynen, der Churfürst sey selbst vor sichder Reformirten religion nicht „„geneigt gewesen, und habe ihmsonderlich seiner schwester mann, der Pfaltzgras Johann Casi-mir, dergleichen gedancken beygebracht. Andere aber behaupten,daß alles dieses blos aus des Cantzlers Crells, v. Pier«, Ü. Sal-muths und anderer zu dieser partcy gehörigen keuchen ihren Vor-stellungen hergerührt, und der Churfürst nicht gewußt habe,daß man in der religion würckliche änderung vornehme, oder dieanders gesinnten verfolge, wie er denn mehr als einmal theuerbezeuget, daß er mit Calvini lehre nichts zu thun haben wolle,und es schwerlich empfunden, wenn er vernehmen müssen,daß er auswärts deshalben beschuldigt werde, worinnen er sichjedoch nicht helffen noch auf den gründ kommen können, weil erüberall mit heimlichen Reformirten umgeben gewesen. Sonststund auch dieser Herr in sehr gutem vernehmen mit der Königinin Engelland Elisabeth und mit dem Könige in Franckreich Hen-rico IV. wie sie denn, als dieser letztere bey den Teutschen Pro-testanten hülsse suchte, ihre Gesandten an. 1591. beyderseits zu-sörderst an ihn schickten, und ihn bewogen, daß er die absen-dung der hülffs-völcker beförderte, über die auf seinen VorschlagFürst Christian von Anhalt zum General bestellet ward. Einigezeit vorher hatte ihn Caspar von Schönberg , der in Französi-schen kriegs-diensten war, gar mit einander aufgesprochen, diearmee Henrico selbst zuzuführen, und ließ sich der Churfürst daswerck so eifrig angelegen seyn, daß er sich zu den gemeinen kriegs-kosten doppelt so viel, als ein andrer zu geben, und denen, dienicht mit baarem gelde versehen wären, solches vorzuschießen«rbot. Allein der Kayser, dem dieses unternehmen bedencklichvorkam, und der Pfaltzgras Johann Casimir, der es ungernsahe, daß der Churfürst dadurch unter den Protestanten ein grös-ser ansehen erwerben sollte, als er, wußten die Sächsischen Mi-nistres dergestalt zu gewinnen, daß sie ihrem Herrn diesen zugausredeten, und vorgaben, der gantz Französisch-gesinnte Schön-berg habe solchen, Teutschland zum Nachtheil, auf die bahn ge-bracht. Es starb dieser Churfürst den 2;. stpt. an. 1591. undhinterließ von seiner gemahlin Sophia, einer BrandenburgischenPrintzeßin,söhne; ChristianumII. Johann Georgium l. wel-che beyde nach einander Churfürsten von Sachsen gewesen , undAugustum, welcher an. 161;. verstorben, nebst 2. töchtern, da-von die älteste, Sophia, an Hertzog Franciscum in Pommernvermählet, die andre, Dorothea aber, Aedtißin zu Quedlinburggewesen. Es gieng mit seinem tode der Lr^pto-Lslvinlünus zugründe, daher die, so dieser partey zugethan gewesen, lieber garhaben behaupten wollen, es sey ihm gift gegeben worden, dadoch die verkürtzung seines lebens gantz natürlich gewesen. Denner war ein liebhaber von jagen und andern starcken bewegungen,auch sonst einer sehr heftigen gemüths-art, und pflegte, wenn erauf eine oder die andere weise erhitzt war, jähling und starck zutrincken, welches ihn vermuthlich also angegriffen, zu geschwei-qen, daß auch der gemüths-kummer über den verwirrten zu-stand seines landcs, den er gleichwol nicht recht ergründen kön-nen , als eine Ursache seines geschwinden todes angegeben wird.Sonst ist er zu grossen und in die äugen fallenden Unternehmun-gen geneigt gewesen, hat auch eben deswegen grosse lust zubauen gehabt, welches noch einige schöne öffentliche gebäudew Dreßden bezeugen. ^«0». Leben Churfürst Moritz und Chri-stians. O, oratic, äs eiiristisuo l. Zieglers schauplatz derzeit sä ä. 2;. Lxr. Müllers Sächsische Lnnalcs. Arnolds

ehr ,,

kirchen-und ketzer-historie, ?. II. üb. XVI. c. ;r. xis-

exameu der Kreülschen leichen-predigt.

rism. , üb. LI. ,

Chriftianus II. Churfürst von Sachsen, ein ss^ schickgedachten Churfürsten Chrisiiani I. und Sophia, eu"r ^Johannis Georg«, Churfüsten zu Brandenburg, MOs

2;. sept. an. i;8z. Weil sein vatter starb, da er nurwar, führte dessen nächster unverwandter, Fridencus ^,„l-mus, von der Ältenburgischen linie in währender zeu ^ Mnistration des Churfürstenthums, die ober-vormundMmwurde dessen groß-vatter, dem Churfürsten von ' DJohann Georgio, aufgetragen. Der Lämmistrawr ^ hgaszuförderst der religions-sachen an, ließ an. 1592. einen ^zu Torgan halten, und darauf ein edict vubliciren, oa?jenigen, welche sich nicht zur kormuls Loncoräi» mit ewverpflichten wollten, ihres dienstes sollten verlustigt sch"'aus wurde an. 159;. eine kirchen-und schul-visitation Mslet,um dadurch die Lutherische religion wiederumstucken herbey zu bringen. Dabey wurden diejenige"!-" ^ Mder vorigen regierung entweder das land räumen mun .Eins gefängnis waren gelegt worden, wieder restttE» r MCantzler v. David Pfeiffer, der Hof-Prediger v- D»rus undv. Polycarpus Lyserus. Imgegentheil h,ckziemlich starck mit denjenigen, die es mir der andernten. v. Urbanus Pierius, Superintendent und ^ MjstEWittenberg, wurde ins gefängnis gemorsten ,Gundermann, ksstor zu Leipzig, wurde gleichfalls^ch,ch ta'gesetzt, und hernach gesanglich eingezogen; derglEn ^beyden Lof-Predlgern zu Dreßden, Johann EDavid Dtembachen, widerfuhr, wiewol diese alle li>'gewissen revers wiederum los gelassen wurden.glück betrafNicolaum Creliium, welcher bald nach, vg^tode mit arrest beleget, und den 17. nov. desselblgm w.chx,, Bsünach dem Königstein geführet wurde. Der Proceß, eimIwider ihn anstellete, währte gantze io. jähr, und w" § E

zu Präge in der Böhmischen Appellations-Cammer

urtheil wider ihn gesprochen. Worauser auch am Iperr9. oct. zu Dreßden mit dem schwerdte gerichtet wuch , rdiesem jähre trat Christianus II. der nunmehro dm^Mreichet hatte, die regierung selber an. Dem stclmm'iman aber unter andern noch dieses zu dancken, oap brüdes-',dieses XVII. Lcnü Christianus 11 . zu Meissen, destcn^M^hannes Georgius zu Mersedurg, und Augustus M 7 p^ ,zu Administratoren dieser Bißthümmer postulwel w- ^durch also die Stifter mit dem Chur-Sachstlch^Dichcverknüpfet worden. An. 1602. wäre bald diesesblat, und hiermit zugleich die gantze Albertmische"gegangen. Denn Augustus kam als stecior Ugßw" ..gcssvzu Wittenberg meinem studenten -auflauffe mzu gleicher zeit reiseten Churfürst Chriftianus II- . HEhaun George von Pirna zu schiffe nach Dreßden, "^aWürflpulver und raqueten bey sich, die wurden durchentzündet, und thaten einen solchen schlag,im gesichr beschädigt, Johann George aber m du^ er

sen, und mit genauer noth errettet ward. ch . jur

Unglück stund Christiano II. im folgenden sahresich einsten mit Johann Georgen aus deramte Graffenhaynischen an den Anhalksschen E ch, schuv ^6geschahe in einem walde bey anbrechendem ^s, s, K,e-ihm, der meuchel-mörder wurde ertappet, undzu solcher that von dem Anhaltischen Cantzler zu ^ vou^cii-ermannen, und einem Obrist-Lieutenanr ssch,mjglc>i

erkauffet worden. Gedachter meuchel-mordcr w« peE Mäi

mitgesellen zu Dreßden zur strafe gezogen,, mit 0 eiE-Dk

Cantzler und Obrift-Lieutenant aber geriety c^ uMMstcUwcitläuftigkeit, daß sie beyde in ihrem gefaE'^tode abgiengen. Sonst entstand auch unter v HeE» sMan. 1609. die controvers wegen der succeßron u s. Sackes ^iclssJülich, Eleve und Berg, darauf das

Fürstench'AerßcsAe

bald darauf" „fel.^

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schwachheit, woran er einige stunden daram s ^ m ESeine gemahlin war Hedwig,Königs Frwer» , um jtochter, mit welcher er sich an. i6oL.^verma)^^nie >

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längst eine anwartung hatte. Wie dennChurfürsten an. 1610. mit jetztgedachten ^

Präge den 27. jun. belehnete. Allem baw da ^ dch lden 21. jun. an. i6n. des abends Astiiien

. wovon vv viniov Minden daraus ! .7 jn Du ..

zeuget hat. Wecke, Dreßd. chron. ?ss-läs Lbriliisno II. 7", bilk. üb. ü- 6er - ^le8Ieiäsni üb. XXXI. p. 8N- , m -r ^ 7;», ^

segg. in s^lloge. ZikglekS scha b - §. '

Arnolds ketzer-hiss k. II. üb XVI. 0.^ll- g- - ,os

8ax. p. 184- >!Lc. memor. eccl. Hrr§HM>r

* Chriftianus Auguftus, ein söhn Mal achterSachsen-Zeitz, und DorotheaMarla/^^os.sAhaltck^-

Hertzogs von Sachsen-Wermar, war a . ^ Stauche >v^

an. 1681. nach seines vatters tode warTeutschen Ritter-ordens in der Ballev ^ ,^^chcn ^de ihm zwar, als er an. -694. M E;.

abgenornmen, aber auch n!chr ange y ,„g warward. Bald nach seiner.religionS-am., a«^

Herr zu Cvln, Lüttich, Munster und B