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Zweyter Theil. Bi - C.
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Diese landschafft, ungeachtet sie keine berge hat, ist vennochsehr kalt. Die einwohner sind die weisesten, witzigsten, auf-richtigsten und ordentlichsten in gantz America. Ein jegli-cher unter ihnen hat nur ein weih, weswegen sie überauseifersüchtig sind. Sie bäten das Wasser und ein gewiß altweib an, welches eine hexe gewesen, und womit sie der teufel zubcthören pfleget. Sie glauben, daß selbige bey einem ihrerseen verborgen liege, , c. n.

* CiboMus, (Robertus) ein Französischen IKeologur,

ward an. 141.7. IkeologiLvoiktor , und zum ersten mal Hecltorder Universität zu Paris, worauf er in geschafften dieser Akade-mie als velegswü nach Rom qieng. Nach seiner zurückkunfterhielt er die aufsicht über die kirche zu St. Jaques zu Paris,ward auch kosnitsmisriuZ, und zuletzt Cantzler der Universität;in welcher würde er ausbefehl Königs Caroli VII. zu Wiederher-stellung der unter seinen vorfahren zerfallenen disciplin vielesbeytrug. Er ist um das jähr 1459. gestorben, und hat stpolo-gie pour lu kuceile ckOrlsiins, und stlsciltstion äs I'kom-ms lur lui-msms geschrieben. , äs stcaäcm. ksris.

LlöOsilvstI, war eigentlich eine art von bohnen, so inEgypten wächst, von ziemlicher grosse, davon man, wenn diekorner heraus genommen waren, einen ziemlichen becher ma-chen , und daraus trincken konnte; daher auch hernach LiKa-lium von einem jeden becher gebrauchet wird. Bey den kir-chen-scribenten ist Likorium eine decke, die man über den altarzu machen pflegte, und die mit 4. säulen unterstützet war. Her-nach bedeutet es auch eine solche decke, welche über die cörperder Heiligen , die mehrentheils in den altären aufbehalten wur-den , gefetzt war; und endlich überhaupt einen jeden baldachin.

, ecymol. , äs conviv. ?r§r/cr,§. a Äa-

z>e/,sä 'Ikeopkruüi Kilt.plant. 4.10. p.44 9.446. stg-

nelli vir. ?onc. stavsnn. p.go. O« gl. 61. p. 6;;.

Cibotos, siehe Apamea.

* Cicada, (Joh. Baptista) ein Genueser, an. 1510. ge-bohren, ward anfangs Päpstlicher Cammer-Llericus, und stu-äitor äl Kunca , hierauf an. 1545. Bifchoff zu Albenga, an.15 aber zu Sagona, und zugleich Cardinal, als er ebenvom Loncilio zu Trident zurück kam. An. 1568. erhielt erauch das Bißthum Sabina, und starb zu Rom den 8. aprilan. 1570. Er hat das lob, daß er groß am verstände , undreich an anschlügen, dabey überaus dienstfertig gewesen,

, elog. IstZur. illuür. , Ital. kacr. tom. I.

x. 185. m. l>-5-9-IV. P. 922.

Cicala, siehe Cigala.

* Cicala , oder Cigala, (Johannes) ward zu Nirosta,

einer stadt auf der insul Cvpern , gebohren, studirte zu Romin dem LoUegia Orsecorum , practicirte darauf eine weile zuVenedig in den Rechten, bis er an. -668. zu Padua die ?ro-tellionem I.0NLLL erhielte. Er starb an. 1687. und hinterließ:L^noplm prseleilkionum in l.ogicsm stristotelis; LpigrammstaOiXLL Lc. Kilt. 6^mn. kat. tom. I.

^ Crcala, oder Cigala, Rigala, Zigela, Tzegala,

(Matthäus) welcher auch im XVII. iTculo floriret, und" eben-falls aus der insul Cypern gebürtig gewesen, hat an. 16;?. ei-ne kvnoplln Kill. in der heutigen Griechischen spräche zu Vene-dig heraus gegeben, des Nicephori 8>naxsriu in eben diese sprä-che übersetzt, und eine erzehlung von Constantini lVI. grabe ver-fertigt , die in Banduri Imperio Onem-tU steht. KiKI.

6r«c. V. 4. p. ,4. §- 55- c. 5. §- 20. x. 57;. leg. c. 4;. p.

* Liccarellus, (Alphonsus) ein Jtaliäner im XVI. sixculo,aus dem Hertzogthum Svoleto gebürtig. Er war eigentlich einNeäicus, befchäfftigte sich aber mehrentheils mit Verfertigungallerhand historischer schifften. Jedoch gieng er Hiebey so be-trüglich zu wercke, daß er nicht nur falsche mirkore« errichtete,die wahren verfälschte, solchen schriften, deren Verfasser unbe-kannt waren , nahmen aus seinem köpf vorsetzte, sondern auchfalsche geschlecht-register machte, Kayserl. und Päpstliche pi-ivi-IsZiL errichtete, und auf solche gründe gantze Historien von stütz-ten und familien bauete, welches ihm eine zeitlang einen gros-sen nahmen, und viel geld brachte. Als er aber zuletzt auchKcielLommilla und andre Urkunden schmiedete, welche die erb-güther und den Wohlstand etlicher familien betroffen, und aufdiese weise manches Haus um das seine brachte, und andere hin-gegen bereicherte, wurden seine dinge genauer untersucht, undder betrug gefunden ^weswegen ihn Papst Gregorius XIII. insgefängnis werffen liesse. Er läugnete auch seine betrügereyennicht, entschuldigte sich aber sehr elend, indem er vorwcndete,er habe theils zum Vortheil der kirche, und zur ehre verschiede-ner familien solche ertichtungen gemacht, wenn er zusätze ausseinem köpf zu den Ekoribus gemacht, allezeit geschrieben,was wahr sey, wenn er ungenannten schriften sutkorss vorge-setzt , weniger gefündiget, als die, welche sich dergleichen werckeselbsten zueignen; wenn er seine arbeit unter anderer autkormnihren nahmen heraus gegeben, nichts mehr gethan, als wassonst auch geschehen, und noch dazu sehr dienstlich sey, einenscribenten von hochmüthiger einbildung von sich selbst zu ver-wahren , und habe also überall ein redlich absehen gehabt, zu-en fideicommissen aber sey er verführet worden. Dem un-beachtet ward er zum tode verurtheilet, und hat denselben öf-fentlich durch des henckers Hand erlitten, wie er sich selbst ausferner natrvltat soll prophezeyet haben. Doch ist ungewiß, wie

es geschehen, indem einige berichten, es sey ihm erstabgehauen, er nachmals an einem pfale erwürget, um-verbrannt, andere aber, er sey nur geköpft worden. las-schahe an. 15 8». Die titulatur, die er sich selbst beMieg" §,tet also: stlpkonlus Liccsrellus , lVlevsna» , Livis Xso multarmn Livitstum Italic kstricius bens mencus' ^4

L Lomes kslLtilius. Von seinen schriften sind fltractat llelukeribus, wobey noch ein anderer cle -Summe , Padua 156;. in 8. welche nachmals inIrsl. tom. IX. ?. VIII. eingedrucket worden; ingleictMcli lVIonLlcielcL, und , wie einige wollen, auch ssvliii--IsmiliL Lon Lompsßne. Seine übrige wercke werden i-s dljla-script in der Vatikanischen bibliolheck aufbehalten.lins hat von den betrügereyen dieses mannes einegvliche Nachricht aufgesetzt, welche seinen ssnimsäveri-o- ^ ^IrigkirZmi Lmiguilatss Ltru5css beygefügt ist.äoistis impostorikus. ,

Eicchus oder Lhrcus oder Cichus, zugenannt «eoder LelLulLnus, gebürtig von Ascoli in Italien.. 14--.sich auf magische und superstitiöfe fachen, und Mv"

''-tractar

einen (iommelffsrium über des äe Sacrobojcors zu Venedig drucken, , »pol. lles grri

c. 1;. 6s xstris Homer, p. ;. 4.

, IS ttvmeri x. ;. 4. .Proton^'

Ciccoperius , (Franciscus) ein voistor uno r M Pe-iiu8Lpoüolieus , und Lsnonicus des Collegial-StM^. ^ Mter von Massa. Er hat I.ULukr3tioneL Lsnonicslos Mv dcgegeben , wo er die Vorrechte, die pflichten und dasL-monicorum darthut. Lucä 1662. in 4. Liblwcve ^ ,r.Ac. sutkorum luris, per 8rmo»e-» eclir. r

wm. II. 1695.

* Eiceri, (Carolus) ein Cardinal, war an.gebohren, und ward von Jnnocentio XI. seinem«und verwandten, an. 1686. zum Cardinal, auch m-,-thm.Bifchoff von Como gemacht. Daselbst hielt er sich m^ MN Aauf, nahm seines amts mit grosser sorgfalt wahr, »gar nicht nach Rom. In dem Conclavi nach S»L nE"tod hatte er viele stimmen vor sich, aber die Frau»xhe»/.ihm zuwider, weil sie besorgten, daß er sich gAff'wie der verstorbene Papst bezeigen möchte. Er -mden 24. junii. krsti Lsrst. tom. IV. Klu-^ ^rr-

clsv. appenä. p. 147. , It^I. sacr. row- -

Cicero, (Marcus Tullius) der vornehmsteteiuischen Rednern , wurde den z. jan. st-LI.XV 1 II. als Q. Servilius Cäpio und C. AM^nus Bürgermeister zu Rom waren, stl. 1878- »z

hohren. vein vatter war ein Römischer Ritter, fne öffentliche ehren-ämter verwaltet, aber wie la-o- cl>-Iden Alten haben muthmassen wollen, von Tulw ^Könige der alten Volscier herstammte, und -yi»tcHelvia. Er hielte im 27. ,ahr seines alterspro 8. Xolcio Lmerino, darinn er wider des 55-ull t '0 sAneu, den Chryfogonum , als des Rofcii gegeap",, vE^j,los zöge, daß er bey Sulla selbst in keinen germsmsonderlich weil Cicero in der fache selbst ungeachtet ^ M''gener bemühung oben lag. Nicht lang hernach vrg- M vor ^Athen, wie Plutarchus von ihm meldet, gus s»- phelt-t^

Sulla, wie aber Cicero schreibet, wegen seinerstudten. Da hörte er nun Antiochum , emenkkiloloxkum Von bannen gieng er in Asien zt>

immer mehr und mehr in der beredtsamkeit vouch , uw ^chcn, hörte Xenoclem, Dionysium und MeE^v,dirte nachgchends zu Rhodus unter Apollomoredtesten manne zu seiner zeit, welcher, als er "'-Mtet-j,§-nein peroriren hörte, sich nicht enthalten konme" ,g„!>«« Atme zu bezeugen, daß er das unglückstl-ge G -E» h/§der-klagte, weil es nicht nur unter das Romstcheworden, sondern nunmehr» auch durch stu^Mero Äjecesbare beredtsamkeit das einige stück, woran es v ^ ^ ve-hassten feind noch immer übertroffen, vouc« er-

schiene. Von bannen kam Cicero wieder na - st- ^er im zi. jähre seines alters st. v. 679. st-t?'Mvornemlich wegen dem durch seine dcredffam ^ ,,»s

rühm (^uLstor oder Schatzmeistererwehlel 'v^ so

amt durchs loos in Stellten zu verwalten beka" nt

bey diesem anlas mit den Siciliern wohl § Es ,

ersuchten sie ihn einige jähre hernach , 4 kr^cm 00

Verre, welcher dieser insul bis inmhrals r ,^^icen^,cei 0den war, die allergröste raubereyen und gr ,vchte, AEhatten, daß er ihn deswegen zu Rom verk age" x^gh c- „o-hzeigete dabey eine ungemetne standhasttrgkert u» hroh- ''f^c-Zneben dem, daß er sich weder durch dw gM^Ml' twversprechen des Verris und seiner machtisc ' - nch einc"üen nicht bewegen liesse; so thäte ^streich , als er vermerckte, wie Horttuim , v

tzer seine antwort auf Ciceronts reden 0 ' vania-ositzen im sinn hatte, bis er Hortensius/'^iges a'w

Bürgermeister war erwehlet worden s,.!^heltten hätte, da er dann vielfaltige gel«^,haben, den Verrem von aller Mahr M ps,rchdr>E--^ro, welcher zwar auch mit guter u-m ^ einer s^Aderredenheit, aber daneben vorucmnmzeugen und anderer handgreiflicher oem