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tede , faßte alsobald den entfchluß, gar keine
^breck>>» ' sondern lediglich , nachdem er jede art der>e darüb-« ^ Verris mit kurtzen Worten vorgestellet, die vierPen E>» habende zeugen und beweisthümmer darzu,Wodurch er dann dem Hortensio wider dessen lind je-sptech.'"° vermuthen alle gelegenheit nahm, ihm zu wider-^ doch antworten. Wie dann selbiger würcklich, da»l>r dahin in den geeichten gleichsam geherrschet, sichKey, 2 getrauete im geringsten etwas dargegen vorzubrin-M, Verrem , dem er zuvor alles versprochen, fahrenwilder^ AVer darauf selbst das urtheil nicht erwarten wollte,>Mfe ein frcywilliges elend gienge , welches eben die^ die ihm nach dergleichen anklage auf den fall derhatte widerfahren können. Gewiß ist, daß allda^eil,q.>"vcy zuruckhaltung seiner beredtsamkeit weit grössere eh-Me. M' als nie keiner durch die fürtreflichste reden gethaner er hernach dennoch, um ein Muster dessen,
?^>ite anklagen thun könnte, zu zeigen , fünf so ge-
Me stü^cher wider Verrem aufgesetzet, welche bey nahem dieAe>, ^sind, so wir von der alten Römischen wohlredenheitMe'.Lleses geschahe L. II. L. 68;. oder wie andere die Rö-lhiiez gschch rechnen 684. und wurde Cicero in eben dem jähre,, k fvri-f E dem ;6., Läilis Lurulls. Nachdem, wie er im-rede» h^ mit ungemeiner beredtsamkeit vor den geeichtenM <wnM?uch nicht minder in allen amts-verrichtungen einenm fleiß und eifer bewiese, und endlich sich jeder-N zn U" durch seinen Umgang überaus wohl wußte zuwe-stgen ; erlangte er auch in denen durch die gesetze7Y1 day cv.hven seines altcrs, erstlich die Prätur und nach-N Kow! "rgermeisterthum, welches in selbiger zeit für ei-> novum, wie man die nennete, aus deren vor-
'Aes keiner zu ehren-stellen gekornmen, für etwas gantz sel-1 war. Gleichwol half eben die forcht vor«er,Ä, ^menschwörung, wovon eben kurtz vor der wählN qen,.) auskommen, jedoch ohne daß man annoch deswe-weMmen beweis hatte, dem Ciceroni nicht wenig ; alsdie Grossen von Rom denselbigen mit stimmen kaum^hcommen lassen. Cicero leistete da auch in der thatN^lirz /eckung und völlige unterdruckung diefes zusammen-/eyst j liehe Catilma) dem vatterland einen ungemeinen,/?ber er auch von den vornehmsten des Raths, ein^lde jhv erhalter des vatterlandes genennet ward. Jedoch
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0. jähre hernach ein schlechter danck für dieseU Dann weil er aus dringender noth und
änlichen befehl des Raths, wie schon in dem obge-Mnixn. "'^ul Catilina angezeigt, fünf der vornehmsten zu-A^vte'Mwornen im gefängnis hatte hinrichten lassen, so«k A Clodius, als er hernach in eine heftige feind-
-5 V Ciceronem verfallen , dieser gelegenheit um sichrapider Kirchen, und klagte ihn vor dem volck an, daßnN>rit wn^vsttze bürger, so nie von dem volck wären ver-jNk „iß vrden, hatte todten lassen. Nun hatte zwar CiceroL äug, gmug zu feiner beschutzung vorzubringen , wurdess/v gestt-»?-IMer ordentlichen Versammlung des volcks, dakla^e,, ,,/^lg zugegangen wäre, nimmermehr zu einemdas^ell kommen seyn. Allein Clodius zeigte nicht nur' wann die jach in die Versammlung des volcksg/? e, unfehlbar gewalt zu brauchen gedächte, son-l/ v»d hWs und Cäsar selbst, welcher damaligen handlun-t, ' Cicex?^uen, als die dem Stand in der that schädlich wa-U bMen niÄ ^it einiger zeit im Rath sehr widersetzet hat-KkLn . undeutlich zu erkennen, wie sie gar nicht wohlwaren; wobey dann sonderlich Casar zuder damals eben seine armee, die er in Gal-sollte, in der nähe von Rom stehen hatte. Fer-lkgNjch, ch der gute Cicero den andern vornehmen destrauen, als welche aus Mißgunst ihm die-Ihyf!)' Pvm« - öu gönnen schienen; obschon er stch den haßÄV>eben!??U und Cäsaris, hiemit das gantze damals obdas?/ ungewitter durch nichts anders zugezogen hat-uvben diesem Rathsherrn für das beste des ge-M? Hin di- ^lder die obgemeldte gestritten hatte. Endlich./-'damalige Bürgermeister Piso und Gabimusu°>i^heiw,Ä?'der, theils, weitste durch Pompejum und!?>»>,p^div d„,..ch gefuhret wurden, theils auch, weil ste sich? lasse,, Versprechung ansehnlicher provintzen hatten ge-^ej?At, /..Es mangelte zwar ihm auch an ehrlichen leu-v>aren lAv um seine Unschuld zu retten alles zu wagen^il/dvrzussp» Estern, weil er rein Haupt von ansehen den-kei»°vge,ss?u batte, und auch selbsten, wie man chme ie-Mem ^ Uen, wänns zu streichen kommen sollte, ebenvsiqch svMl courage war, auch wol, wie wenigst Cl-?vq?, vieles h UUier vorgegeben, nicht wollte, daß sernet-D ZLblut sollte vergossen werden; so zog er ohneNEfiihr /erichts-tags ins elend. Worauf Clodrus den,r^NvNer b^vronem in seinem gesetze, dem doch kein^ A zu beystimmen wollte, zu verdammen undAN Diebriefe, so dieser wahren-
g^'M mi stmen freund den Atticum geschrieben,U r 2 ,v schönt klernmüthigkeit an Cicerone, und daß er^eMen nn^n und weltweisen lehren, über erduldung^ übenden a ^rinn von einem rechtschaffene»'mann zuven standhaffligkeit, von welchen er sonst tref-
lich wohl zu reden gewußt, eben nicht zum besten bedient habe,da die reihe des Unglücks auch an ihn würcklich gekommen ist.Allein wie durch diese verjagung der haß und neid seiner wider-wärtigen einmal ersättiget war, auch Cäsar und Pompejis sichvor ihm wegen ihren gehabten desseins nicht mehr sonderlichzu fürchten hatten, hingegen aber viele ehrliche leuthe und ge-treue freunde ihm gar eifrig das wort redten; fienge bald jeder-mann an den mann zu bedauren, und sich dessen voriger Ver-dienste zu erinnern. Ehe noch Piso und Gabinius ihr amtabtraten , erklärete sich der Rath über keinen ihrer vortrügenseine meynung zu geben, bis sie von Wiedereinsetzung Cicero-nis gehandelt, und selbige bewerckstelliget hätten; welches aberdiese, nachdem sie sich so sehr mit Clodio verbunden und ver-stricket , nicht thun borsten. Aber da endlich dieser zweyen ihrjähr zu ende, nahm sich P. Corn. Lentulus einer der folgendenBürgermeister der fache mit desto grosserm ernst an, und wardsowol von dem gantzen Rath, als insonderheit von Pompeji»kräfftig unterstützet, da dann sowol von feiten des Raths dierühmlichste erkänntnisse für Ciceronem gemacht wurden, de-nen aus 410. Rathsherren niemand widersprach, den einigenClodium ausgenommen; als auch von dem volcke selbst die vonLentulo aus befehl des Raths vorgetragene Verordnung, den Ci-ceronem mit grösten ehren zurück zu ruffen, und alles, fo wi-der ihn war gehandelt worden, als unrechtmäßig aufzuheben,durch alle Lenwrms einhellig angenommen ward; da fast ausgantz Italien alles, was des Römischen bürger-rechts theilhaff-tig war, sich zu dem ende nach Rom verfüget hatte. Cice-ro kam also wiederum von Thessalonica, allwo er sich in-dessen meist aufgehalten, zurück, und ward mit ungemeiner freu-de der gantzen ftadt empfangen. Aber eben dieses sieng schon andie vorige Mißgunst wider ihn von neuem zu regen, und fander wenigst bey den vornehmsten des Raths diejenige hülflichehandbietung nicht, weiche er sich von selbigen hätte verheisseusollen , sowol wider Clodium, als zu Wiederherstellung seinesstandes und güther. Daher er auch endlich gezwungen sich fastgäntzlich auf Cäsaris nnd Pompeji feite lenckte, und sonderlichanrathen half, den erster» nach vollbrachten 5. jähren inGallien annoch für andere 5. jähre in selbigem Gouvernementzu bestätigen, woraus vornemlich die übergroße macht bestselben und alsobald hernach das ende der Römischen freyheit ent-standen ist. Doch um dergleichen beständigem gezäncke für etwaszeit zu entgehen, nahm er das Proconsulat in Cilicien an, ,underlangte dabey nicht allein durch feine gerechte und kluge Verwal-tung , sondern auch durch Verfolgung des in grosser anzahl inselbiger provintz befindlichen räuber-gesindleins und einnahm deestadt Pindenissus grosse ehre. Bey seiner Wiederkunft fand erPompejum von Cäsare getrennet, und daß sich alles zu einemeinheimischen krieg anliesse ; da er sich dann , als er mit zubevlegung derselbigen zwistigkeiten vergebliche mühe angewandt,samt dem übrigen Rath wider Cäsarem erklärete, und Pom-pejo in Griechenland folgte. Aldorten that er in kriegs - Ver-richtungen nichts, und zeigte vielmehr durch viele schertzreden,worinnen er sonderlich ein meister war, daß er von den anstal-ten Pompeji und dem ausgang der gantzen fache nicht die besteHoffnung hätte: welches ihm aber nicht ohne ziemliche Wahr-scheinlichkeit also ausgelegt ward , daß fer sich dadurch schonzum voraus einen weg zur gnade beym Cäsare bahnen wollte,wo die fachen auf der andern feite fehl schlugen; daher auchPompejus, als einige über dieses vielfältige gespött des Cicero-nis ungedultig wurden, stachlicht genug sagte: Wollet ihr, daßCicero aufhöre also zu reden, so machet ihn nur zum Cäsarübergehen, er wird gewiß sobald nicht bey ihme seyn, daßer von uns und unsern fachen gutes, und von Cäsar undden feinigen hingegen übel urtheilen wird. Nachdem nunPompejus geschlagen, und gar in Egypten ums leben kommenwar, erzeigte sich Cäsar in der that gegen den Ciceronem überausgütig, der auch durch die ungememe gaabe, die er hatte, sichdie gunst deren, an welchen ihm viel gelegen war, zu erwer-ben , und ihnen mit den subtilsten und künstlichsten schmeiche-leyen zu begegnen, in kurtzen, bey bemselbigen so beliebt wurde,daß er auch für andere, so am heftigsten des Pompeji partey ge-halten , von demfelben gnade zu erhalten vermochte. Und warda sonderlich merckwurdig, was in Ligarii fache geschehen.Diesen hatte Cäsar schon bey sich für immer verdammt, und daer nicht abschlagen konnte, den Ciceronem darüber anzuhören,dennoch zum voraus deutlich zu verstehen gegeben, wie ervon seinem Vorsatz nimmermehr zu weichen gedächte, auchdabey die kaltsinnigen Worte gebraucht: ttuäiamus rsmen Lics-ronem, lasset uns gleichwol den Ciceronem hören. Als aberdieser seinen vertrag thäte, wurde der Casar, welcher sonsten,als selbst ein fürtreflicher Redner,, sich wider dergleichen strei-che der beredtsamkeit am besten hatte sollen zu verwahren wis-sen , dergestalt eingenommen und bewegt, ,daß er vielfältigdie färb veränderte, und letztlich gar vor besturtzung die in derHand haltende rolle papier fallen ließ, und gegen allen seinenvorigen entfchluß Ligarium vollkommen begnadigte. Wie nunCicero sich der beym Casar von neuem erworbenen gunst im-mer zur beschützung und rettung ehrlicher leuthe , auch,wo möglich, noch für das gemeine beste gebrauchte; so wichser doch durch die obgedachte schmercheleyen von der alten Rö-mischen großmuthlgkeit sthr weit ab; um so mehr, weil erhernach als Casar todt war, ist auch noch bey dessen lebzeiten, ge-gen vertrauten freunden, nicht nur beständig zu erkennen gab,
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