Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
724
JPEG-Download
 

724

c i n

sich auf die Medicin , und nahm darum ,m jähre seines al-ters den titul eines Oocloris an. Nach diesem machte er sichdurch seine Libliotboca volsnce bekannt, die aus i8. scsnriebestehet, welchen jedoch Sancassenus noch das 19. und 20. re-xositorium beygefüget. Indem er aber in der vierten scanris son-derlich die streitigkeit zwischen Ramazzini und Moneglia allzuheftig beschrieben, wurde das stück durch den hencker verbrannt,er selbst aber 9;. tage im gefängnis gehalten, und nachheroauf lebens-zeit aus seinem vatterlande verwiesen. Sein tod er-folgte an. 1706. und würde er wohl eines bessern glücks genos-sen haben, wenn er sich nicht durch seine beisscnde schreib-art soviele feinde zuwege gebracht härte. Paulus Gagliardi hat vonseinem leben in einer besondern schrift, welche zu Noveredvan. r?;6. in Italiänischer spräche heraus gekommen, ausführ-liche Nachricht gegeben.

, ein gewisses gefäß, darein die alten Rö-mer die afche von den verbrannten corpern thaten, und sie her-nach in ein begräbnis beysetzten. , äs tun. Lom.

OXsskMIW, sonst auch Liniüo genannt, war ein ge-wisser knecht, der dem Römischen frauenzimmer den köpf um-winden muste. Er hat seinen nahmen von der asche, theilsweil sie die asche, oder nach unserer art zu reden, den puder zu-bereiten müssen; daß er gelblicht aussähe, oder weil sie die kräu-sel-eisen in heisse asche steckten, und also damit handthierten.Lafchitt,, gäv. IV. 21. O« kVesirs <L

* Emfueckos, (Alvarez) ein Cardinal, war den 27. febr.an. 1659. oder wie andere schreiben, an. 1657. zu Aguerra,nicht weit von Oviedo in der Spanischen provintz Asturien ge-bohren , und bey den Jesuiten erzogen. Er war zum lehr-amtzu Compostell und Salamanca beruffen ; allein seine ehrsuchtsetzte ihm lauter hohe dinge in den köpf, und er hatte grosse be-aierdc , mit staats - geschäfften umzugehen. Das amt einesBeicht-vatters bey dem am Spanischen Hofe damals viel gel-tenden Grafen von Melgar, Admiranten von Castilien , gabihm gute gelegenheit dazu ; und einige sagen, daß alle pfetlc,welche Melgar verschossen, von Cinfuegos seyen geschmiedetworden. Als Melgar an. 170?. verstarb, wurde Cinfuegosvon Carl III. zu Residenten an dem Portugiesischen Hof ernen-net. An. 1724. wurde er in Engeüand verschickt, und vertratdarauf zu Wien die stelle eines Portugiesischen Agentens. Erübte sich unterdessen in den gelehrten wissenschafften, und er-hielte auf recommendativn des Kaysers an. 1720. den Cardi-nals-hut, obwol der Papst, weil er ein Jesuit, einige schwürig-keit machte. Damit nun auch seine einkünfte zunehmen möch-ten , wurde er Bischoff zu Catanea. An. 1721. gieng er in dasConclave, allwo Jnnocentius XIII. erwehlet wurde. An. 1722.ward er an die stelle des Cardinals von Althann, der als Vice-König nach Neapolis gieng, ordentlicher Kayserl. Ministerin Rom. Er wohnte auch dem an. 1724. gehaltenen Conclavebey. Als im jähr 1728. die Portugiesischen zwistigkeiten sich jemehr und mehr häusseten, so bekam auch Cinfuegos vieles da-mit zu thun. An. I7;o. gieng er zum dritten mal in das Con-elave. Der an. 17z;. entstandene krieg machte ihm auch vielzu schaffen ; weil er auch bey dieser gelegenheit sein Ertz - Biß-thum Montreale in Sicilien einbüßte, so gab ihm der Kayserim jähr 17; z. das Bißthum Fünfkirchen in Ungarn dafür. Indiesem jähr legte er auch die bedienuna eines Kayserl. Ministersnieder. Hierauf erfolgten an. 17; 7. die streitigkeiten wegen desErtz - Bißthums Montreale, da er excommunications - patenteöffentlich anschlagen ließ. Diese dauerten eine geraume zeit, eheer mit dem Neapolitanischen Hofe ausgesöhnet wurde. Endlicherklärte er sich, das Bißthum Montreale, gegen vorbehält ei-ner jährlichen pension von 20000. scudi, an. 1749. immay anden Cardinal Aquaviva abzutreten. Er starb aber in eben dem-seibigen jähre den 17. aug. in einem alter von 82. jähren. Erwar übrigens ein mann von grosser geschicklichkeit und erfah-rung. Er war sehr freygebig und großmüthig, desgleichen höf-lich und liebreich ; dabey aber sehr listig und von grosser Verstel-lung. Neue Fama, 54. theil.

Eingalen , werden die Edelleuthe auf der insul Ceylon ae-nennet, und sind in gleichem ansehen wie die Nayres in den Kö-nigreichen auf der Malabarischen küsse. Mandelslo reiseb.beschr. Malab. Coromandel und Ceylon.

Angcheu, eine grosse stadt in der provintz Lautung in China,welche über 1;. andere zu gebieten hat. Ungeachtet die daselbstherum gelegene landsthafft voller berge ist, so wirb doch diesestadt von der see und dem flusse mit allerley nothwendigen le-bens-mitteln, insonderheit aber mit fischen, versehen. Die ein-wohner ziehen grossen prosit aus gewissen fcllen , welche segringenennet werden. Ihre kühe haben einen stein im bauche, derohngefehr so groß ist, wie ein ganse - ey, eine gelblichte färbehat, und von den Aertzten in cnrirung der flösse dem bezoarvorgezogen Wird. Lkina.

* Cingetorix , ein Trevirer, welcher mit seinem schwieger-vatter Jnduciomaro um die Ober-Herrschafft über seine lands-leuthe stritte, und weil sich jeder einen grossen anhang zu ma-chen, suchte , nahm jeder seine zuflucht zu den Teutschen, undbemuheten sich dieselben in ihre streitigkeiten mit einzuflechten.

crn

Cäsaris allzu schleunige zurückkunft aus Italiendaß es nicht zwischen ihnen zum kriege kam; dennjv" , .^ttsar in Gallien ankam, begab sich Cingetorix zu ihm « " ss,ch,cl>ihn seiner beständigen ergebenheit, und klagte h>"^ 9 " eichetgegenpart als einen eyd-und bund-brüchigen rebellenbishero grosse zurüstungen zu einem kriege wider die xi>r-macht hätte. Dem beyspiel des Cingetorix folgte" ^.^0nehmsten Trevirer nach. Da nun Jnduciomarusmuste, daß er endlich von allen werde verlassen werden'bete er sich auch an den Cäsar, mit vorgeben, daß ss ghgc-Unternehmungen blos zu des landes und der Römer oemsehen gewesen. Cäsar hatte wegen des BritamilM'» ^^enicht zeit, sich lange aufzuhalten, daher verglich er 1also, daß Jnduciomarus das regiment, Cingetorixvorige ansehen und die vorzöge, so er bey den Trevirer« sbehalten solle. Allein beyde waren damit nicht MUt"Jnduciomarus hetzte die Trevirer wider die Römer am«^ desinen er erschlagen wurde. Siehe Jnduciomarus. " ge-sen tobe bekam endlich Cingetorix die ihm so lange n .M-machte herrschaffl über die Trevirer, welches L. u. 7 <"- ^ b-l-he; was er weiter verrichtet, ist unbekannt. K

lo OalliL. V. 2. z. VI. 8- /'/«ear-cl,. Lses. p- 7 /^',,p. 42z. Lses. 58. III. 10. von Bünam

Historie, üb. I. l>. H2. 117. lib. III. §. Z4. x. 717. sog-

* Cingoli, oder Cingolo, eine sehr alte ^ ?nA,iivstadt in der Anconitanischen Marck, zwischen St. „eleMJefl am fluß Musone, auf einem angenehmen HW M Mund wohl gebauet. Sie soll nach einiger meynung Acea geheissen haben, und von der Königin CiA Kygmworden. So viel ist gewiß, daß sie bey den RomA vss'flum geheissen. P.i2l. Lpist. sa

" ^ ' ' '" ^ ' der von

Labienus hat sie auf seine Unkosten entweder >

oder doch zum wenigsten sehr ausgebessert, in dem"" "kriege bevestigt, und hernach ergab sie sich dem CE' „ hEäs bell. civ. I. 1;. K/i«,X. Z4. DeN""^ a"«

'Ä'vohne^

iringkt'^iz.

entweder vom gurte der soldaten , weil der ^soldaten dahin geschickt, um dieselbige stadt zu iweil sie den Hügel, auf dem sie lieget, recht umreinwohner dieser stadt werden von Plinio bist. «ist. r"-Lingul-ini genennet. Itsl. ÄNtio. II. 11. V

not. orb. antig. II. 9. §. 276. Sie hat unterschiedene ^^sigMhabt; denn anfangs stunde sie unter der Romer sEnach deren schwächung sie bald diesen bald jenen, mlich eine zeitlang der familie von Cinna hatbis sie wiederum deren joch abgeworffen , aber dEvon Alphvnso Könige von Aragonien unter denstuhl gebracht worden, doch so, daß

freyhetten behalten. Ausser dem ist sie sehr

" ' '' welches drey

in derselben und ihrem gebiethe,zwölf dorftr unter sich begreift, über 10000. me««i"^^E»-schöne Coliegial - und ^ M flydklrchen, sechs Monchs-und drey Nonnen-klöster, d-e^das Srlvestrlner-Prediger-St. Francisci Obserr-,nv^

-Capucmer - und Augustiner - ksosie/ /Lss/M,

aber des H Gersts, St. Sperandiä-und St.Cath"< j,,der"".. °

welches das älteste «ind berühmteste BenedrctknchAnconitanischen Marck, zwey Hospitäler und em r eigenskiewtis. Über dieses alles hatte sie auch ehemals ty« ^ bE,!A,schösse, von welchen aber doch nicht mehr als W ) M«

sind: 1.) Theodosius. 2.) St. Exuperantms. ss nnd",^nus , nach deren abgang sie den Bischoff verlohre« « ,,<,0. " §zu Osimo unterwürfig worden. Und ob sie pgru«

von weggewesen, so ist sie doch nach diesemkommen, Itsl. lscr. toin. X. p- s8-

* Ctning, oder Linningsica, eine Chü>Ept dek Avon Yengeheu abhänget, und die zweyte ssaupl -' ^ uMS^^vintz Lantung ist. Sie ist aller orten mrt M?-. schisse d-und lieget in der mitte des canales Jun , f^ "K da füebef Hcc«che darauf hinunter oder hinauf fahren, stadt ^chen , und dort den zoll abrichten müssen. garidllws'„tcktrift an grösse, an prächtigen gebäuden, an M, somenge des volcks rc. nicht nur die andern r».'" §,n pVengeheu stehen, sondern auch ihre hauptm«" ych,

ihrer

" ' ^ '^.>.,1 so v>e«^^,VMg

ryrcr >anv,u-um «N vcr vcrin„i>,<- «,ei

dessen seltene gaaben ihm bey den Chmesern i" ^ stnd P

worden, daß ihm bey fünfzehen kostbare temv^ ^anmworden. Ihre Vorstadt gegen dem Km"sAaustei-t^ ^ftoltzen gebäuden angefüllet, und erne menihre kramläden allda. Dahervm liegt, aumreiche teich Nannang ^

.der S

Die weise, wie sie 52 varzn^ho^

^ Sie bedienen sich..^ ,ange". üchsi

und krummen schnabel gleich einem ^ raven/>^ ^st wie eine gans, und siehet übrigens -meM^ „f g,gleich; mit diesem vogel fahren die sisw^l,! st'IÄftng ^stn und seen , auf kleinen nachen. von w Wächer Ufugtcm röhr, und erwehlen a>im ^ ^ und d'Aquemen ort aus, lassen ihren vogel rouw nn" ^ge«hernach auf das wasser machet,sich Hmunler