Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
727
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?A'Ub.V.

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c. 4.

II. <L IV.

, lid. II. c. Lo«cl>e, ckslcr.

.^maff!^(PhilibertäeMarcilli/ Herr von) war aus der"lt und^ Econnois, und legte so viel proben

und , UIIV «rutk 1V v»c» p>.vvctl seiner tapfer-

, Hftig Weit sowol in Franckreich als Italien ab, daß ihnWeh II. in Franckreich zum Gouverneur seines

Wie», dachte, der nachmals unter dem nahmen CaroliWen, welchem amte er auch sehr wohl soll vorgestandenWne„ . 5 ° Man von diesem Printzen was grosses hätte hoffenU jnng Mmn Cipierre solche ober-aufsicht länger behalten/ undi^kvn jHerrn gemüthe durch den ihm hernach zugegebenen,Wtsich Marschall cleNetz genannt/ nicht wäre ver-M Der König Francifcus II. machte ihn an. 1560.

'laüae?^Königlichen orden/ und daCarolusIX. die Cro-^Iben Murde zwar ein Printz von geblüte Gouverneur beytzrvt-n' H behielt auch Cipierre seine Verrichtung. BeyMi dir« munden war er nicht gar zu wohl angeschrieben / viel-fach? ^ uch der stadt Orleans versichern muste / da selbige inMm , wenn sie es mit denselben hielte. Er com-Maaz fw ewige tage die armee bey der belagerung der stadrUz« n,'.'Fach dem tode des Hertzogs von Guift/ und starb end-N>e„xFMch im sept. an. 1565. da er sich des bades zu Aachen»flick fate, nachdem er vorher der Königlichen mutter nach-W °°kgestellet / daß sie die Uneinigkeiten derer von Guise^ Le / beylegen möchte. , lik. XXXVIII.

Lesa, kill. eccl. *

du ?e, (Rmatus von Savoyen / Herr von) ein söhn

,/vß-^f.Savoyen / Grafen von Tende / Gouverneur undd- aissFWall von Provence. Dieser Claudius vermählte sich" Mal mit FrancLssa Hoir, die der Protestiren-

di ^ciiainü mal mit Francisca von Foixaf zugethan war / und ihren soh» »»^»»»4/,^^ «>> -v-»cKdiy^mn auferziehen ließ. Hierdurch nun kam ihr gemahl1» chfalls w verdacht / sonderlich / da er auch nicht

' daß man die uncatholischen in seinem Gouverne-Wnini -1 lractiren sollte. Derowegen sich denn der Graf vonAökte W den er aus seiner ersten ehe gezeuget / Wider ihnfeW/Mch endlich erhielte / daß ihm sein vatter sein Gou-»fr um Wreten muste. Cipierre / Claudii anderer söhn,Wer df lstmer andern gemahlin gezeuget / stund als ObersterA auck^^me seinem vatter nach vermögen bey / desglei«f er ^M schwager Cardet / Oberster der infanterie Wat,

M an. 1;68.ermordet. Denn da er von Nizza// pE ?emHertzoge von Savoyen aufgewartet/ zurücke^»f, ^Mm eine rotte von den aufrührifchen in einem wal-

vkdt > / vv»» »vuis

8tey g -? ^ sich nach Frejus mit seinen leuthen salvirte /Mn / und belagerten ihn in seinem quartiere. DieriWzuw^Wlesorts bemühetensich sehr/ die gefahrvonvW dien., W brachten es auch bey dem Marquis von Ar-sijFesxj leuthecommandirte/ dahin / daß er versprach/ er-he zurück ziehen lassen / wenn nur Cipierre undIk fieses "Achm die Waffen übergeben wollten; kaum aber>»Me d?s Mchen/ so kamen sie wieder zurück/ und tödteten al-VÄ^he,/.^Pierre. Zwar ihn selbst hatten die Bürgermeister/ so bald aber der Marquis ä'Arci solchessfaß ysf/r vor, daß kein ander Mittel wäre ihn zu schützen,!hi E gxfl, » M ausantwortete, denn wenn er von dem pöbelm w^den, würde er seines lebens nicht sicher seyn.V'f e»a,?Wer liessen sich hierdurch bereden, ihn auszulie-"F ,^IV Wald auf das grausamste massacriret ward.

, biti. eccl. lib. XII. , äilc. äe Lon-

SleNknF moroncx.

Wt eigentlich ein langer spitziger pfähl, der-stattf^bie grentzen fetzte, und in devestigung einesVfie Pallisaden brauchte. Hernach heißt es einegrab-kz far. ^Vlmglich spitz zu gierig, und darauf eine schrift zu>r OolumnT waren rund, dieses aber eckigt. Liv-

gefangenen veste

instrumenl, damit man die gefan, cWfdem ^ bie füsse durchstecken musten.

krtu lepul. L. y.

als erwurde,

llat/r^mutlus) ein Römischer krs-wr, der,

M»vg, wider den feind zu streiten, gewahr r

semem köpf wuchsen. Diese unerhörte begeben-^»ra^Sten ' baß er die Wahrsager deswegen um rath fragte,>ver>,-» märe ein anzeigen, daß er würde zum KomgeW hfchdew / wenn er glücklich wieder nach Rom käme. Al-^ «f"dt y* er den sieg erhalten, ließ er das Romifthe volckruffen, und sagte, daß er sich lieber selbstverdammen, als nach einer solchen ehre stre-NchN ay d^^rauf die Römer ihm zum andencken einen eher«zu welchem er hinausgezogen, setzten,M an kauäusculsiikt genennet worden, rnmast

?> v f geMern „h dazumal rsuöus hiesse. So erzehlen we-6. ^'cht metsm. lib. XV. und ^»-.tpW ye^r.ba hingegen Ich. XI. c.solches?'ds>do?/ur eine fabel haltet. *

Men^e §^W,Iranciscus) ein König zu Bango; dieser' ffhr^Whrum Tavierium , den bekannten heiligenMeii-buncten und liebreich auf, hörte ihn uber dle re-«b ^«rza^vw-s fFssputirte selbsten und überwiese die ge-^ sckn^ hoffn» Japan ihres aberglaubens, und gab al-seissFfa von sich, daß er würde ein Christ werden,öderem- noch sieben und zwanzig jähr auf-

cir 72 ^

schube; jedoch trug er in dieser zwischen - zeit durch seine freyge-bigkeit und ansehen ein merckliches bey, daß die Christliche reli-gion im Japonesischen vesten fuß setzen konnte, wie sie dannauch nicht nur in dem lande Cirandono, sondern in dem gan-tzen Reiche Japan, zu seinen zeiten sehr aufkäme. Es schieneauch, als belohnte ihn GOtt seiner aufrichtigkeit wegen gegendie Christen, dann seine Waffen wurden mittlerweile so geseg-net , daß er bey 4. Königreiche in kurtzer zeit seinen erd - landenbeygefüget sahe; endlich ließ er sich an. 1578. im 48. jähre seinesalters öffentlich taufen. Zu gleicher zeit legte er auch cron undscepter in die Hände seines sohns nieder, welches ihm aber nichtbeym besten gelungen, dann dieser verlohr durch Unbesonnen-heit bald das meiste, so ihm der vatter durch klugheit erworbenhatte, und wann sich der vatter des steur - ruders nicht wiederangenommen hätte, so wäre ihm auch Vango, sein vättcrli-ches erbtheil, verlohren gegangen. Daher nähme er sich deSsohns wieder an, und brachte seine zerrüttete fachen in ordnung,und da es geschehen, träte er es dem söhn aufs neue wieder ab,der es aber darum nach der Hand fast mcht besser machte. DerÜberrest der tagen Cirandonis war eine beständige folge vonleiden und Unglücke, woraus er sich aber durch gedult und tu«gend wohl zu ziehen, und darein zu schicken wußte. An. 1582.schickte er eine prächtige Gesandtschafft an Papst GregoriumXIII. An. i; 8 ?. starb er vor der zurückkauft seiner Gesand-ten , und hinterließ einen solchen nahmen der Heiligkeit, daßman seit dem an seine canonisation gedacht hat. üiltolrs äuxan. L«rco/r Lüa.

(sircaßia, oder die landschafft -er Lircaßter, eine grossegegend an der grentze von Asia und Europa, welche grosten-theils dem Czaar von Moscaug ehöret. Das Schwache meer undder berg Caucasus sondern es mittag-wärts, und derfluß Donoder Tanais nord-wärts von Georgien ab, woselbst sie die kleinenTartarn zu nachbarn haben. Morgen-wärts haben sie das Ca-spische meer, und die ausflüffe der Wolga; abend - wärts aberden Möotischen see, und die meer - engen von Caffa. Es giebtverschiedene kleine Fürsten in diesem lande, welche aber fast alle-samt dem Czaar unterworffen sind, der auch die stadt Terki, sovon einem Holländischen Ingenieur nach heutiger art bevestigetworden, besitzet. Der übrige theil des landes hat fast gar keinestadte mehr, und ist sehr dünne bewohnet, denn die Circaßierhalten sich insgemein in Wäldern auf, damit sie nicht den Tar-tarn in die Hände gerathen, als welche sie sehr suchen, indem diemanns-personen unter ihnen wohl proportioniret, und sehr sinn-reich sind; über diß geben sie auch vortrefliche reuter ab. IhreHandlung bestehet mcistentheils in sclaven, Honig, wachs, küh-häuten, gems-und tieger - selten, rc. Sie brauchen kein geld,sondern pflegen alle ihre waaren zu vertauschen. Ihre Pferdesind sehr frisch, und werden weit höher geachtet, als die Tarta-rischen. Die Circaßier aber selbst werden für die schönsten leuthein der welt gehalten , und vor diejenigen, welche die gröste leut-seligkeit gegen fremde bezeugen. Sie sind der Griechischen reli«gion zugethan, weichen aber in etlichen stücken davon ab, weilsie die kinder erst im 8. jähre taufen, auch ihre jugend meist mitrauben und stehlen zubringen, und vor dem 40. oder 60. jährein keine kirche kommen. Der Türckische Kayser hat Taman undTamaruck inne, welche beyden örter west-wärts liegen, um da-durch die Passage nach Azoffbey dem ausflusse des Don in sicher«heit zu erhalten. Zu ausgange des jahrs 1703. forderte der Chanin der kleinen Tartarey einen gedoppelten tribut von den benach-barten Circaßiern, und als sie sich dessen weigerten, gieng er miteiner grossen armee auf sie los. Allein der Fürst der Circaßierlas zo. junge starcke soldaten aus »welche zu dem Tartar - Chamübergiengen, und an einem gewissen tage die vornehmsten feind-lichen Officiers niedermachten. Zu gleicher zeit drungen die Cir-caßier auf die feinde, und erhielten einen vollkommenen sieg, sodaß sich der Tartar-Cham mit genauer noth salviren konnte,reise-beschreibung.

LIKL^K)KIL 8 , waren in den klöstern gewisse Geistliche,die aus den andern brüdern gewehlet wurden, daß sie stets aufden schlaf-häusern herum gehen, und auf die Mönche achtunggeben musten. Wenn sie nun hörten, daß einer lachte oder zischel-te , dessen nahmen schrieben sie auf, und der bekam hernach vondem Abt oder Prior feine lection davor. Sie musten auch miteinem glöckgen ein zeichen geben, wenn die Mönche in die llo-rar kommen sollten, auch sie des nachts zu den vigilien aufwe-cken. Lircatvl'SL hiessen auch, die an statt des Generals, dieklöster und kirchen ihres ordens visitirten. L>«

Ltirce, eine berühmte zauberin, der die Poeten öfters ge-dencken. Sie vergab ihrem ehemann, dem Konig von Gar"matia, mit gift, und wurde deswegen von ihren Untertha-nen , über welche sie selbst gern herrschen wollte, verjaget.In diesem ihrem elende kam sie nach Italien , und hielt sichin einem gewissen vorgebürge auf, welches nach ihrem nah-men genennet wurde. Daselbst, verwandelte sie Scyllam inein meer - wunder, weil sie dafür hielt, daß selbige zugleichmit ihr den Glaucum liebte. Sie bewirthete Ulyssem, alsdessen flotte nicht weit von ihrem Hause an das land geschmis-sen wurde, brachte in seiner gegenwart die sterne vom HimmelHerab, und verwandelte seme geführten in unterschiedene gat«tungen von thieren. Die fabel - ausleger geben vor, daß Circeein deutliches bildnis der flesschüchen lüfte sey, als welche auchdie vortreflichsten leuthe gleichsam in unvernünftige thiere ver-PPP 4 wandeln.