1
c l e
c l e 761
, die vornehmste glieder des Parlements, vonHe„7j" Mn muthmaffete, daß sie gerne zu einem vergleich mik*»de geholffen hätten, gefangen zu nehmen. Zu demri>knt.Mg ^ den -6. jenner an. 1589- gewaffnet in das Parle-ßWs; überlieferte eine schrift, in welcher er verlangte,bchzM das Parlement mit dem krsvöe der kauf - leuthe, denOkrlT" und bürgern zu Paris vereinigen sollte, die religion zud«Z a.°'gen, und nahm darauf einen abtritt. Als er aber sahe,«der. 3ac lange verwetteten, kam er wieder zurücke mit 2;.l>A, flewaffneten Männern begleitet, und gebot, daß diejeni-fe na?Elche er benennen würde, unverzüglich bey harter stra-Pkäilk- »gen solten; und darauf ernennete er den oberstenM Achilles äs Harlay, fo dann die Präsidenten Augu-, Brisson, Potier äs Blancmenil, samt den äl-folat°„ Mkhen , aber die übrigen ohngefehr an der zahl 60.n» trsi^ni Haupte von sich sechsten. Bussy führte sie alsphe nach der Bastille zn, legte aber keinen mehr ge-sW-^als allein diejenigen, welche bey den sogenanntenMe-v ^ meisten verhaßt waren. Eben desselben tages>R ^noch mehrere Parlements-glieder aus ihren Häusern,le „Wahrere alles in derBastille,hielte sie auch wohl oder übel,die.xMn, sie ihm gefchencke gaben. Auch wußte er ihnen>»s U.theuer genug zu machen, wiewol die, so versprachenMa Mge vest mit der Ittgue zu halten , bald wieder losge-b°tzgff°"rden. Als nachdem an. i;yi. eine kleine anzahl derven^Wen unter denen 16. unter sich den schluß gemacht,>i»vNve»ten Brisson nebst einigen andern aus dem Parlement<>!» Wns zu greiffen und hinzurichten, aber solches vorha-i»tzjnsuer vielen bürgern eröfnen, noch auch ohne deren'»sch Ung unterfangen durften, gebrauchte Bussy den gott-"^ug, daß er unter dem vorwand einen neuen vereint-es ein zu unterschreiben, sehr viele bürger ihre nahmenohkch»' Wejffes papier setzen liesse, mit der gegebenen versi-M wie er so gleich den ihm anbefohlenen aussah des ey-M>vN zeichnen wollte. Aber an dessen statt schriebe dertodes-nrtheil dahin, den Brisson, 1'Archer, undM andere form des Processes aufzuhängen; welchesM Mich ^s folgenden tags am i;.noo.geschahe. Mein ebenMkde^iweiftlte that beförderte sowol dein Bussy als ver-andern Häuptern der rebellen den Untergang, Jn-»lch Hertzog äs Mayenne eines theils durch das heftigeehrlichen und vornehmsten etnwohnern von ParisMchen sl"berseits auch, weil diese freche rotte durch der-eigenmächtige unteruehinungen sein ansehen sehrss' und noch schlimmers wider ihn vorzuhaben schie-UHait .Mss einmal entschloß, diesen dösen buben mit gewalts/» j» Ist mnn. Er verfügte sich deswegen mit einigen troup-^die ^Mt, und begehrte zu erst von Bussy , daß erU wvt^^u!lle möchte einräumen. Diesem entfiele so gleichN'"den ""d wollte gehorchen. Und wiewol einige seinerMe und insonderheit seine frau ihn für wenige augen-andere gedancken brachten ; so sahe er doch nichta„s "ucke gegen ihm gepsiantzet, daß er sich ergäbe, nura^ge a/luer lächerlichen und in ansehung seiner schlechtenUev, M unzeitigen pralerey andingende, daß er mit flie-sten Uuen und klingendem spiel ausziehen möchte. NachM si.Ä/u, als Mayenne zu der heimlich bey sich beschlos-st er b/o der vorgemeldten böswichten fortschreiten wollte,'Ostn Bussy in seiliem Hause, welches er sehr unbe-
^fqll-^delst nächst bey der Bastille genommen, des nachts?, l ni?Ä^ ihn auch sowol als Anroux, Ameline, Lou-l « Emonnot aufhängen lassen, wo er nicht durch dieK bebn E- Spanischen soldaten, welche er in seinem HauseV ^>e UAne gegenwehr zeit bekommen hätte, sich im HemderA» braV^r zu salviren. Wiewol er nun also sein lebenrej^e, so ward doch nicht nur all sein zusammen ge-ll,,t> , g,sswum geplündert, sondern er muste in NiederlandIjxL» lhn die Spanier, denen er nun ferner nicht mehr
hD; vor armuth und Mangel bey nahe verschmachten
öw Ä dann würcklich sein erstes handwerck eines fecht-et erak-2^ or, ehe er noch Procureur ward, getrieben, wie-, und daraus, so gut er konnte, leben muste.
bitt. äs kr-mce.
^ lV-, bitt. äs 1u I.igue Lc. *
0 Si?0ll r/^dastian) ein berühmter kupfer-stecher, war zuWc,ein is;7. gebohren. Sein vatterwar Lorentzf o>l q,,Ivld-sthmid, der daselbst an. 169;. gestorben, undV->vvh iahr gebracht. Von diesem war er rm zeich-unterwiesen worden, daß er solches m seinem^t?vckei, ijpUdere gelehrt, und in seinem achten >ahre ein aufzoll Audcs und schlafendes nackendes kmd etwan an-vo^'ss mit übereinander geschlagenen armen, wel-v!«t> dw folget wird, von den füssen hin in der , verkur-oedex gerissen, über dessen künstliche Zeichnung.^"Mg verwundern kan. Er legte sich hernach auf
Dhysic, lernle die Perspectiv-kunst, und übte
r^- -üü^^wn so fleißig, daß ihn der Marschall äs 1 agien^" solnem Ingenieur und Feldmesser annahm,al! 8v ?^si^/r nach Paris, und schrieb daselbst stme klei-^«l,b,^Udsch^uiuo, die an. 1668. daselbst gedruckt, und^chv»v ein§ ou in kupfer versehen wurde, die allerhandliAolt er l,/"Kündigen architcctur vorstellen. Hier,oine Ahnung in der scharlach-farberey zu Pa-"'st-x ^soidnng von So», ihalern, die «hm ColbertN. The».
auszahlen ließ. An. 1671. brachte er das prächtige grabmahlin kupfer, welches die Academie der Mahlerey und bildhauer«kunst dem Cantzler Seguier in der kirche des Orarortt aufrich-ten lassen; wovon le Brun nur die auszierung, das übrigeaber 1s Clerc selbst erfunden hatte; welches ihm in der Aca-demie die stelle eines kupfer-stechers und krolettoris in der Geo-metrie und Perspectiv - kunst, nebst einer desoldung von ;c>o.pf. zuwege brachte, die er bey nahe zo. jähr lang bekleidet. Un,ter dem Marguis äs Louvois ward ihm aufgetragen, alle zurHistorie des Königs gehörige müntzen abzuzeichnen. Seine an.1698. heraus gegebene Lcaäsmls äs« 8Lleiics8 L äss ttrrs, unddie berühmte stucke der Historie Alexandrr IVI. welche 1s Brungemahlet hatte, die er an. 1704. aus licht gestellt, hat manjederzeit vor Meisterstücke gehalten. Er hat sich in allerhandarten von Vorstellungen geubet. In geistlichen fachen hatman von ihm die kleinen messen auf platten, das lebenBenedicti auf 20. platten, das leiden Christi auf; 6. bogen,darüber der Abt Vallemont eine ausführliche erklärung geschrie-ben , die biblischen Historien auf 140. platten, die in dem com-xenälo des Abts Brianville besindlich , und die leben der Heili-gen auf 400. platten. Seinegrosse Geometrie kam an. 1690,mit einer grossen anzahl figuren heraus, und nach dem todedes Herrn Melan erhielt er das amt eines Königlichen Zeich-ners und kupfer-stechers , nebst einer befoldung von 400. Pfun-den, warb auch kurtz darauf einer von den 4. kroksttoribus, wel-che die modelte aufgeben. , Eine von seinen vornehmsten schrif-ten ist das dlouve-m L^ttems äu Nonäe. scmfoi-ins L dttcrl-ture lsime, das er an. 1706. heraus gab, und darinn allexliTnomena ohne eccentricität der bewegllilg erklärte; in wel-chem jähre er auch vvm Cardinal Gualtieri, als Päpstlichendlunsio , zum Römischen Ritter gemacht wurde. Sein 87s-teme äs I-i Vittorl kam an. 1712. ans licht, nachdem er dieseMaterie schon an. 1679. in einer rede abgehandelt hatte. Sei-ne letzte arbeit war der tractat von der Architektur, den er an.1714. drucken ließ, und darauf noch selbiges jähr den 27. oct.im 78. jähre seines alters starb. Sein leben hat sein vertrau-ter freund, der Abt von Vallemont, an. 171;. zu Paris her-aus gegeben. Neue Zeitungen von gelehrten fachen,171;.*
* Clerc, (Laurentius Iosse le) ein Französischer Lbbs, warein söhn des vorhergehenden Sebastiani le Clerc, und den22. aug. an. 1677. gebohren. Nachdem er in dem 8sml-nario St. Sulpicii zu Lyon einen guten gründ in seinenstudien geleget, und selbige auch anderswo noch ferner fortge-setzet , wurde er an. 1704. lässim-aus Ideologie, und gabsodann in eben dieser wissenschafft in dem 8einiiu»rio zu Tüllesdrey , ingleichen zu Orleans dreyzehen jähre einen Lehrer ab.Endlich kam er an. 1722. als vireäkor des 8sminarü St.Sulpicii nach Lyon , und starb daselbst den 6. may an. i?;6.Er besaß eine grosse belesenheit, eine gute einsicht in die schwer-sten und dunckelsten lehr-puncte, nebst einem treuen gedacht-nisse, und überhaupt alle gaaben , welche einen Lehrer beliebtzu machen vermögend sind. Seine schriften , welche meistensdie Gelehrten-historie und litteratur betreffen , sind folgende:
Hemargues lur äittsrenn gräsles äu prämier volums äu I)ie-
tiounaire äs ülorsri, sä. 1718; welchen er einige jähre dar-auf auch seine anmerckungen über den zweyten und drittenband beygefügt; Lettre cririgue lur kgzäe, darinn er gezeiget,daß Bayle in seinem victtionuairs in erzehlung der Historienungemein viele fehler begangen; Libliotbsqus äs ttiskeler,ou abrege äs 1a vis äe8 ttutsurs, sitss äans 1s Oiittiaunai-
re; ferner verschiedene artickul und anmerckungen, die in daszu Paris an. 17;;. ausgefertigte 8upplemeut zu IVIorsri Vlc-tiormairs eingerückt worden, u. a. m. Seine Historie der Päp-ste ; Chronologie der Französischen Könige; und ein tractat äsLlagio sind niemals in druck gekommen. Neue Zeitungenvon gelehrten fachen, >7;?.
* Clerc, (Cornelius van) war aus einem Flandrischen ge,schlechte zu Paris gebohren, wurde daselbst Cantzler und Ül-reäkor der Königlichen Academie der Mahlerey und bildhauer-kunst , und starb den ;i. dec. i?;2. im 89. iahre seines alters.Er war einer der besten bildhauer, der sich durch viele schö-ne stücke, die in den kirchen zu Paris, den Königlichenpallästen, und in den provintzen befindlich, bekannt ge-macht. Gelehrt, zeit. 17;;- p-
* Clerc, äIaques ls) oder äu Clerc, Herr zu Beauvoir,
Ware ein Edelmann in den Niederlanden, unter Philipp» Ba,ro, dem Hertzoge von Burgund stehend. Er schrieb die ge-schichten seiner zeit zu Arras. Sie werden noch in der Ab-tey St. Wast. wo sein bruder Johannes le Clerc Abt gewe-sen , aufbehalten. Er starb auch in dieser Adtey an. 1462.seines alters 86. jähr. bibliorb. Lelg.
* Clerc , (Nicolas Is) war Priester zu 8r. ünäre äesürts in Paris, und Dechant der theologischen Facultät dieserstadt; er florirte im XVI. Lcula, war sehr gelehrt, und ei-ferte starck wider die anhänger der damaligen Reformation ,deswegen wird er von Johanne Crrspmo in seiner Calvini-schen Märtyrer - Historie sehr durchgezogen , und ein blinder ei-feret genennet. Hingegen machet Robert Cenalis, nach derHand Bischoff zu Avranches, fernen lobspruch, und erhebt ihnin einer zueiänunas-schrlft, (darinnen er ,hrn ein buch, so dieMittel der Protestanten Vermehrung zu verhindern vorschlagt,zuschreibet) bis in den dritten hnnmel. Dieses buch ward an.r;;7. gedruckt, und muß 1s Clerc bald hernach gestorben seyn,
Sss; die-